Sollte jeder mal gelesen haben. Beleuchtet alle Aspekte, die Einfluss auf die Artenvielfalt haben und zeigt Ansätze um den Verlust dieser zu stoppen, auch für jeden einzelnen.
Sehr interessant
Karin Böhning-Gaese und Frederike Bauer beschreiben in ihrem Buch Von Verschwinden der Arten - Der Kampf um die Zukunft der Menschheit, wie sich das Artensterben auf das Klima und unser Leben auf diesem Planeten auswirkt. Das Buch ist sehr interessant, da es sehr eindrücklich darlegt, wie viele Arten fast schon täglich aus aussterben und welche wichtige Funktion diese haben die unterschiedlichsten Ökosysteme im Gleichgewicht zu halten. Es wird auch wieder ganz deutlich, dass der Mensch das Problem ist und nur wir etwas gegen das Artensterben tun können. Die beiden Autorinnen erfassen, welche fortschrittlichen menschlichen Errungenschaften im Nachhinein welche Auswirkung auf Vögel, Insekten etc. haben und appellieren daran nicht nur im Moment zu schauen sondern mit Weitsicht an bestimmte Projekte ran zugehen. Viele Sachen, die zum Artensterben führen waren mir schon bekannt, allerdings musste ich beim Lesen feststellen, dass eben selbstverständliche Sachen auf lange Sicht gesehen die Artenvielfalt dezimieren. Was mich bei dieser Art von Büchern immer wieder stört ist der anmahnende Ton, da ich glaube, dass die Menschen sich dadurch vor einem Umdenken verschließen. Mir ist bewusst, dass es ein sehr wichtiges Thema ist, dennoch sollte an der Sprache gearbeitet werden, damit man mehr Leute erreicht ohne das diese das Gefühl haben ausgeschimpft zu werden. Denn seinen wir mal ehrlich, wenn unsere Eltern mit uns geschimpft haben, dann haben wir doch erst recht das Gegenteil von dem gemacht, was sie eigentlich von uns wollten. Und das sollte eben bei so wichtigen Dingen nicht passieren.
Wissenschaftlich, spannend und informativ Worum geht’s? Die Natur ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Dennoch verschwinden immer mehr Arten und die Biodiversität nimmt rapide ab. Schuld daran ist hauptsächlich auch der Mensch. Was wir tun können, um die Biodiversität wieder zu steigern und welche Fehler wir machen, darüber informiert dieses Buch. Meine Meinung: „Vom Verschwinden der Arten“ (Klett-Cotta, April 2023) ist ein wichtiges aber auch interessantes und spannendes Buch. Geschrieben wurde es von Dr. Katrin Böhning-Gaese, sie ist eine deutsche Biologin mit dem Schwerpunkt Ornithologie, Professorin an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und war Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft und Friederike Bauer, sie arbeitet als freie Journalistin, Autorin und Redenschreiberin. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Außen- und Entwicklungspolitik sowie dem Thema Nachhaltigkeit. Und an dem Inhalt dieses Sachbuches merkt man deutlich den Background und die Leidenschaft der Autorinnen. Diese berichten gut recherchiert, brandaktuell und anhand der neuesten Studien, Abkommen, etc. über Biodiversität und Klimawandel. Und obwohl viele politische, biologische, wissenschaftliche und vertragliche Tatbestände erwähnt werden, ist das Buch doch auch spannend und gut lesbar geschrieben. Ich habe einen guten Überblick über den aktuellen Stand bekommen. Was machen wir aktuell? Wie hat sich insbesondere die Biodiversität in den letzten Jahren und Jahrzehnen entwickelt? Was beeinflusst das Verschwinden der Arten und wie können wir es stoppen? All diese und noch viel mehr Fragen werden von den Autorinnen beleuchtet, hinterfragt und sachlich kompetent beantwortet. Dabei liefern Frau Böhning-Gaese und Frau Bauer nicht nur Fakten, sondern stellen auch Zukunftsszenarien dar. Zeigen auf, welche Grundlagen z.B. durch die EU bereits gelegt wurden und was die Länder tun bzw. tun müssten, um diese umzusetzen. Immer wieder wird klar, dass wir nicht mehr viel Zeit haben und dennoch nicht die Motivation finden, mehr zu tun, um zu retten, was noch zu retten ist. Besonders spannend fand ich die Hintergründe und auch, wie alles sich gegenseitig beeinflusst und bedingt. Alles hängt mit allem zusammen, wie die Autorinnen es so schön treffend zitieren und dabei u.a. die Korallenriffe als Beispiel anführen. Überhaupt bildet dieses Sachbuch einen schönen runden Bogen über das Thema. Es beginnt mit einer Bestandsaufnahme, geht weiter mit einem Was-wäre-Wenn und endet mit 10 Punkten, die wir umsetzen sollten, um die Biodiversität aufrechtzuerhalten und die Erde wieder lebenswerter zu machen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und denke, dass es für jeden eine Pflichtlektüre sein sollte. Wir alle leben in dieser Welt und möchten diese lebenswert halten, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder noch von und mit der Natur leben können. Eine definitive Leseempfehlung von mir an alle, denn dieses Thema betrifft jeden von uns! Fazit: Dr. Katrin Böhning-Gaese und Friederike Bauer machen in ihrem Buch „Vom Verschwinden der Arten“ eine wichtige Bestandsaufnahme. Dabei geht es vorwiegend um Biodiversität, aber auch um den Klimawandel. Und die Autorinnen beleuchten gut recherchiert aber auch in einem interessanten und gut verständlichen Schreibstil die Hintergründe. Geben den aktuellen Ist-Status weiter, stellen mögliche Zukunftsszenarien dar. Spannend fand ich auch, wie sie die Zusammenhänge in der Natur dargestellt haben, wie alles von allem abhängt und was wir tun können, um Biodiversität zu verstärken und die Welt wieder lebenswerter zu machen. Zudem ist das Buch brandaktuell und bezieht politische und wirtschaftliche Geschehnisse/Verträge bis ins Jahr 2023 mit ein. 5 Sterne von mir für dieses Sachbuch, das dich und mich gleichermaßen betrifft.

Wenn nicht jetzt, wann dann?
>> VOM VERSCHWINDEN DER ARTEN << << Werbung >> Danke @klettcottaverlag & @netgalley DER KAMPF UM DIE ZUKUNFT DER MENSCHEN . Und irgendwie hat der Großteil der Menschheit immer noch nicht verstanden, dass wir nicht mehr so viel Zeit haben, um die Erde für unsere Nachkommen zu retten. . Ich habe so das Gefühl, dass die Mehrheit immer erst dann gewillt ist zu reagieren, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist oder es einem wirklich an den eigenen Hintern geht. . Eine Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht. Lebensräume schrumpfen. Die Umwelt wird mehr und mehr verschmutzt. Und noch so viel mehr Probleme werden in diesem Buch mit belegbaren Fakten beschrieben. Teilweise wurde mir beim Lesen wirklich mulmig. Noch mulmiger wird mir aber bei dem Gedanken, dass zu wenig Menschen dieses Wissen besitzen und eindeutig zu wenig tun, um diese Katastrophe, die kurz vor zwölf schon verlassen hat, zu stoppen. . Dabei kann jeder einzelne dazu beitragen, es besser zu machen. Fleischkonsum reduzieren, denn alleine 70 % der Ackerflächen werden für Tierfutter verwendet. Keine Lebensmittel verschwenden. Mehr sich in der Natur bewegen, sie neu entdecken oder sogar mal den Balkon begrünen, um den Wildbienen und anderen Insekten etwas Gutes zu tun. Einfach mal das Auto stehen lassen und das Rad nehmen. Oder, oder, oder. . Die Ausrede "Was soll ich als einzelner schon tun" ist hier fehl am Platz. Jeder kann etwas tun, wenn er möchte. Jeder mit seinen Möglichkeiten. . Ein Buch, was jeder mal gelesen haben sollte. Es gibt nur diese eine Erde und sie ist es Wert geschützt und beschützt zu werden. #nurdieeineerde #natur #naturschutz #artenschutz #artensterben #vomverschwindenderarten #klimawandel
Die Autorinnen geben einen guten Einblick in das Thema und nach über 200 Seiten ist klar, dass auch nur das der Zweck sein kann. Die Professorin und die Journalistin haben das Buch vollgepackt mit interessanten Fakten. Dabei wählen Sie eine sehr politische und globale Herangehensweise. Besonders gefallen haben mir die Positionen zur Ermächtigung von Ländern im globalen Süden um Biodiversität zu schützen und zu fördern. Zwischen den kompakten Kapiteln fehlte mir zwischendurch der rote Faden und ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das Buch ein paar Seiten länger gewesen wäre. Aber wie gesagt, es bietet einen Einstieg.




