Alle wichtigen Daten, Personen und Ereignisse einer ganzen Epoche
Das Buch erklärt, wie bedeutend das Verständnis der Antike und der alten Sprachen für die moderne Welt ist und inwieweit historische Ereignisse, Denkweisen und Ideen bis heute für Europa und die Welt prägend sind. Dazu geht der Autor das antike Griechenland und das römische Imperium bis zur Spätantike mit den wichtigsten Daten, Ereignissen und Persönlichkeiten als Gegenthese zu der anfangs Beleuchteten aktuellen bildungspolitischen Forderungen nach mehr Technik, praktischen Anwendungen und Weltgeschichte in Schulen auf Kosten der »nicht mehr zeitgemäßen, klassischen Bildung«. In jedem Abschnitt der einzelnen Kapiteln schafft es Sommer, Bezüge zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen zu ziehen und dadurch immer wieder bewusst zu machen, wie aktuell die Antike noch ist. Dabei verzichtet der Autor auf eine Aneinanderreihung von Jahreszahlen sondern konzentriert sich vielmehr auf die einzelnen Zusammenhänge von Eriegnissen. Zum Schluss fasst er die Kernthemen noch einmal in einzelnen Thesen zusammen und belegt sie mit Zusammenhängen der Antike. Dabei nutzt er auch Meinungen und Zitate anderer Personen aus anderen Fächern. Die vollen historischen Details und Zusammenhänge werden - logischerweise - nicht in ihrer ganzen Fülle dargestellt, doch gelingt Sommer eine zugängliche und verständliche Zusammenfassung der Epoche. Durch die wiederkehrenden Verweise auf spätere Epochen wird der Gegenwartsbezug sehr deutlich. Die einzelnen Abschnitte gehen fließend ineinander über, sind nicht komplex geschrieben und beinhalten kurzweilige. Anekdoten und die ein oder andere Pointe. Am Ende des Buches finden sich umfassende Literaturangaben sowie eine Zeittafel. Ich musste jedoch ein, zwei mal die Stirn runzeln, wenn der Autor über kulturelle Aneignung und der Anpassung der Lehrpläne auf Digitalisierung sprach und die Themen dabei nur anschnitt und nicht in ihrer Gänze erfasste, was gerade bei kultureller Aneignung meiner Meinung nach wichtig ist.
