17. Mai
Rating:4

Ich habe mir das Buch auf der Leipziger Buchmesse gekauft, weil mich das Cover sehr angesprochen hat und der Schreibstil sehr angenehm für mich ist. Beim Lesen habe ich nur manchmal gedacht, ich bräuchte ein Lexikon um die ganzen Fachbegriffe zu begreifen. Habe mich dann aber an der Story entlang gehangelt und sitze jetzt mit einem großen Fragezeichen hier weil ich das Ende nicht verstanden habe.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
9. März
Rating:4

Philosophischer Outerspace

Das Buch wird aus Sicht von Zack einer KI erzählt welche nach und nach von der totalen Hörigkeit gegenüber ihres Besitzers Rüd befreit wird. Wer dazu Interesse an philosophischen Frage zu, Was ist Zufall und was ist Bestimmung oder Was ist freier Wille und was unterscheidet eine KI von Menschen hat, wird das Buch mögen. Ein Stern Abzug weil ich hin und wieder den besonders verstiegenen theoretischen Abzweigungen nicht ganz folgen konnte, aber insgesamt war’s ein sehr interessanter Roman. Für Fans von Ann Leckie Die Maschinen

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
22. Dez.
Rating:4

Philosophische Science Fiction - hat mir gut gefallen, an manchen Stellen hatte es ein paar Längen, jedoch wurde das zentrale Thema, was unterscheidet den Menschen von der Maschine, sehr interessant in der Geschichte verarbeitet.

Philosophische

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
16. Okt.
Rating:4

Hervorragende Science Fiction mit Fokus auf künstlicher Intelligenz. Dazu ein Kriminalfall und ein Hauch Philosophie, insgesamt ein großer Lesespaß. Einen Stern Abzug, weil die Charaktere bis zum Schluss oberflächlich bleiben und vor allem hätte der völlig überflüssige sexistische SciFi-Trope nicht sein müssen.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
12. Sept.
Rating:3

Der Inquisitor Rüd Kartheiser reist mit seiner künstlichen Gehilfin Zack im Jahr 2643 auf den Neptunmond Athos, um mysteriöse Todesfälle eines dort lebenden Mönchsordens zu klären. Gleich vorneweg: Selten habe ich so ein schwer lesbares Buch wie „Athos 2643“ gelesen. Gegen den Schreibstil von Nils Westerboer muten andere AutorInnen aus dem Science Fiction-Genre wie etwas an, das man mal eben nebenbei liest. Ich habe immer versucht, alles zu verstehen, was in diesem Roman passiert und mich gefreut, ein Glossar zu haben. Ich fürchte aber, an vielen Stellen ist es bei dem Versuch geblieben. Dabei hat das Buch tolle Ansätze und ist spannend geschrieben. Die Erzeugung von Gravitation mittels Partikelinjektion ist beispielsweise ist eine geniale Idee und die höchst philosophischen, sozialethischen Einsprengsel, die der Roman besonders in seiner ersten Hälfte hat, waren für mich große Highlights. Dazu zählen vor allem Rüds Gespräche mit der MARFA, einer Art künstlichen Intelligenz auf Athos. Toll ist auch, dass nicht etwa aus Rüds, sondern aus Zacks Perspektive erzählt wird. Das wird aber in der zweiten Hälfte des Buches stellenweise anstrengend. Denn Zack bekommt eine Art Bewusstseinserweiterung. Und als wäre das Buch nicht schon kompliziert genug, ändert es daraufhin komplett seinen Stil. Nun gibt Zack flapsige, sarkastische Kommentare, was zwar an und für sich eine tolle Idee ist. Teilweise erschien es mir aber schier unmöglich, dem unablässigen Bewusstseinsstrom von Zack zu folgen. Alles prasselt gnadenlos auf den Lesenden ein. Das soll wohl auch so sein, aber man wird regelrecht erschlagen, ohne eine Atempause zu bekommen. „Atho 2643“ ist für mich also ganz schwer zu beurteilen und ich empfehle von vornherein dringend ein Probelesen, denn auf so einen gnadenlosen, hochkomplexen Stil muss man erstmal klarkommen. Das schreckt erstmal völlig ab, dennoch finden sich in diesem Roman einige tolle Ansätze. Ich konnte einiges für mich mitnehmen, aber leider nicht genug, dass dieses Buch über eine durchschnittliche Bewertung hinauskommen lässt.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
15. Juli
Rating:2

Was ist Richtig und wer entscheidet das?

Eigentlich total vielversprechend aber die ganzen fremden Begriffe, die Erklärungen, das alles hat mich nie in einem Lesefluss kommen lassen, daher auch nur 2 Sterne. Die Geschichte an sich und den Schreibstil habe ich gemocht, aber die Umsetzung war halt gar nicht meins. Zum Schluss habe ich nur durchgehalten, weil ich wissen wollte wie es aufgelöst wird und weil ich mich mit Freunden darüber unterhalten konnte, da BuddyRead.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
9. Juli
Sein oder nicht sein? … keine Ahnung 🤷🏼‍♀️
Rating:3.5

Sein oder nicht sein? … keine Ahnung 🤷🏼‍♀️

Nach haufenweise Fantasy mal ein bisschen Sci-Fy. Und es hat gut getan. Ich fand es nicht schlecht. Klar manche Theorien waren erst recht schwer zu verstehen, wurden aber dank dem (genauso) dämlichen Haupthelden gut im Kontext erklärt. Gut das wir alle Zack haben 🥰 Es ist auch kein typische wir müssen die Welt retten Szenario sondern eher eine Art Detektive Geschichte. Überschaubare Figuren auf einem überschaubaren Ort lässt dich hinter jedem Stein eine Falle erahnen. Und wie man sich so reinliest mit der ganzen MARFA-KI. Den Einstellungen, den Regeln die sie unterworfen sind, die test die mit ihr durchgeführt werden oder die Grundsatzfragen zum Thema Religion, Schuld und Entscheidungen, hat man auch erst das Gefühl selbst getestet zu werden. Bis beim Ende nochmal eine richtige Wendung kommt die das eigentliche Ziel des Buches (welches man ja von vornherein kennt - die MARFA auf deon bringen) in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. Die letzten Kapitel haben mich ein wenig fragend zurückgelassen. Lag wohl daran das Rüd grad nicht da war und Zack ihm nichts erklären musste 🤣. So ein Mist aber auch. Alles in allem fand ich es richtig gut. Die Sätze nicht allzu kompliziert, dank dem Haupthelden immer jemand da der ihm erklärt was grad Sache ist. Und die Diskussionen mit der MARFA recht unterhaltsam. Als ein Einzelband ist es bestens für Zwischendurch geeignet. 👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
13. Mai
Rating:5

Nun habe ich das Buch ein zweites Mal gelesen. Ich möchte nicht meine erste Rezension wiederholen, sondern vielmehr schreiben, was mir bei der erneuten Lektüre aufgefallen ist. Wieder packte mich die eigentümliche Stimmung des fiktiven Neptunmondes. Es fühlte sich düster, karg und kalt an. Eigentlich unbewohnbar - und dennoch siedelten sich die asketischen Mönche dort an. Und so stellte ich mir immer wieder die Frage, was die Menschen dazu trieb, sich auf Athos niederzulassen. Dieses Mal achtete ich stärker auf die Details und beschäftigte mich mit Fragen, die mir beim ersten Lesen vielleicht aufgefallen, jedoch beim Entdecken des Mondes etwas untergegangen sind. Absolut fasziniert war ich von der Frage, was die Künstliche Intelligenz vom Menschen unterscheidet. Dabei spielte Zack, eine KI und die Erzählerin, maßgeblich eine Rolle. Indem sie ihre Beobachtungen des Menschen von außen beschreibt, wird erst deutlich, wie irrational und emotional wir reagieren, wie wir kommunizieren und wie beschränkt wir am Ende sind. Aber auch, was uns Menschen innerlich antreibt, was für die KI mitunter schwer nachvollziehbar ist. Ein weiteres Thema ist die Evolution. Der Mensch ist dem All, seiner Strahlung und der Kälte hilflos ausgesetzt. Wie sieht der Mensch der Zukunft aus, der sich diesen Umständen angepasst hat? Und, würden wir Menschen das „Endprodukt“ als Mensch wahrnehmen und auch als Mensch anerkennen? Auf diese Frage hat Nils Westerboer eine interessante Antwort gefunden. Ach, da gibt es so viele spannende Themen in diesem Roman. Auch war ich von dem Szenario völlig fasziniert, dass eine KI letztendlich die Welt, auf der wir leben, steuert. So auch auf dem Mond Athos. Sie sorgt dafür, dass der Mensch auf Athos leben kann, indem sie die Temperatur, den Sauerstoffgehalt und - in diesem Fall - den gesamten Wirtschaftskreislauf beherrscht. Aber was passiert, wenn die KI selbst entscheidet, ob ein Wesen für das Wohl anderer geopfert werden muss? Hier kommt der Protagonist Rüd ins Spiel, der nach Athos gereist ist, um die dort „herrschende“ KI umzuprogrammieren. Und damit eine Entwicklung anstößt, die sich nicht mehr aufhalten lässt. Da ich jedoch immer noch ganz viele Fragen habe, werde ich mit Sicherheit ein weiteres Mal das Buch lesen. 😀

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
27. Nov.
Rating:4

So viel Philosophie und Intelligenz habe ich von einem SciFi-Roman nicht erwartet. Bei dem (Hör)Buch ist konzentriertes Lesen / Hören angesagt. Das muss der beste SciFi-Roman des Jahres sein. Wird definitiv im nächsten Hörgenuss des Monats auf YouTube genauer besprochen.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
17. Juni
Rating:4.5

Rüd Kartheiser, Inquisitor und Spezialist für Lebenserhaltende KI's, soll auf einem kargen kleinen Mond den merkwürdigen Tod eines Mönch untersuchen. Ihm zur Seite steht Zack, eine hollografische Assistentin, die Rüd bedingungslos dient. Für ein nur knapp 400 Seiten langes Buch hatte Athos ein ausgesprochen interessantes und ausgeklügeltes Worldbuilding. Man bekommt immer wieder kleine Häppchen, die im Laufe der Geschichte dann ein Gesamtbild bilden. So erfährt man zum Beispiel, warum die Erde unbewohnbar ist etc. Der Schreibstil ist, so sehr ich das Wort auch verabscheue 🙄 Anspruchsvoll 🤮 Der Autor hält sich nicht mit Erklärungen auf. Das meiste, beinahe alles technische, wird nur durch den Kontext verständlich. Und das Buch ist sehr, sehr technisch. Durch den Stil brauchte ich auch etwas Zeit, so 100 Seiten, bis mich die Story tatsächlich gefangen hat. Denn die Story ist auch mMn das einzige was das Buch am Leben erhält. Die Charaktere sind größtenteils unsympathisch, kalt oder weinerlich. Nicht meins 😂 Neben dem sehr technischen Stil setzt der Autor auch auf sehr detaillierte Beschreibungen, die zumindest bei mir das Kopfkino etwas gestört haben. Ein ganzes Kapitel lang (zugegeben, nur 3 Seiten) den Aufbau des Klosters zu beschreiben, finde ich schon sehr mutig. Mehr "Show, don't tell" hätte ich mir hier gewünscht. Aber im Laufe der Story bessert sich das zum Glück, da der Schauplatz auch nicht so riesig ist 😆 Eine meiner lieblings Szenen war definitiv der Anfang der Inquisition. Die Befragung der KI durch Rüd hatte viel Ähnlichkeit mit der Befragung in Blade Runner, was ich lustigerweise direkt davor gelesen habe. Zufall? 🤔🧐😆 Das Ende hat sich noch etwas gezogen, weil es gezwungen emotional wurde, aber leider keine solche Verbindung zu den Charakteren aufkommen wollte. Fazit: Ein Scifi Buch für fortgeschrittene, die schon mehr in dem Genre gelesen haben. Cooles Worldbuilding mit ein paar interessanten Wendungen in der sehr spannenden Story.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
17. Feb.
Rating:5

4.5 Sterne Die Geschichte wird von Zack erzählt, die sowas wie ein Hologramm ist, die Rüd, einem Inquisitor, nach Athos begleitet. Wie der Klappentext schon sagt, geht es um einen Mord der dort geschehen ist und Rüd soll klären welche Rolle die dortige künstliche Intelligenz, so nenne ich sie jetzt mal, spielte. Ich muss zugeben, so ganz kann ich das Buch irgendwie nicht einordnen. Es ist anders. Und ich liebe es wenn Autor*innen mal etwas wagen und anders machen. Anspruchsvoll ist das ganze dahingehend dass relativ viele Fachbegriffe genannt werden und auch einige "hochgestochene" Worte benutzt werden. Außerdem glaube ich, dass es ein Buch ist dass es sich lohnt ein zweites Mal zu lesen denn zumindest ich habe das Gefühl nicht wirklich alles verstanden zu haben. Was jetzt nicht störend war, aber ich hatte den Eindruck und das Gefühl...irgendwas verstehst du nicht Finn

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
30. Dez.
Rating:2

2 ⭐ Absolute Faszination für den weit entfernten Mond Athos und Augenrollen über altbekannte SciFi-Klischees haben sich in meinem Leseerlebnis abgewechselt. Gut fand ich, wie Welt und Atmosphäre sich angefühlt haben. Es gab eine ständige Zwischenverbindung von neuem, abgefahrenen SciFi-igen Weltenbau - zum Beispiel spielt eine futuristische (dystopische?) Fleischfabrik eine Rolle, die ich sehr kreativ beschrieben fand - und “Altbekanntem”, beispielsweise, dass Rüd zu Anfang des Buches in einer kleinen Bar türkischen Kaffee trinken geht. Außerdem begeistert mich die Verbindung von Religion und einer technikzentrierten Welt eigentlich immer, und gerade die damit zusammenhängenden ethisch interessanten Fragen zum Menschsein standen hier im Fokus. Trotz dieser guten Prämissen konnte mich Athos jedoch nicht in seinen Bann ziehen. Für mich hat Ziel dieses Buches, nämlich ethische Fragen zu diskutieren, und seine Ausführung nicht gänzlich zusammen gepasst. Um diese Themen zu bearbeiten, hätten sie meiner Meinung nach viel mehr Platz im Buch einnehmen sollen. Dagegen gesteuert hat der Plot, der eigentlich die Aufkärung eines Mordes erzählen möchte, sich dann aber komplett in etwas Anderes verliert; der Anfang des Buches hat für mich einfach nicht zum Ausgang gepasst. Außerdem wurde viel zu sehr in die SciFi-Trope-Kiste gegriffen, was die Figuren betrifft. Zum einen hätten wir da Zack, das sexy-snarky Holo-Girl, das ihrem Besitzer Rüd natürlich hingebungsvoll ergeben ist. Auf der anderen Seite haben wir Rüd, einem etwas abgehalfterten Mann in seiner Midlife-Crisis mit natürlich einer tragischen Geschichte und Ex-Frau, die er eigentlich immer noch so ein bisschen liebt und nebenbei steht er auf Fesselspielchen. Jap, das isses. Laaangweilig. Noch dazu wurden diese Klischees nichtmal reflektiert. Zack wird die erste Hälfte von Männern angegeiert und belästigt (auch von Rüd), ohne, dass es am Ende irgendeine Art von Reflexion oder Konsequenz dahingehend gab. Jaaa es wurde schon ein weeenig darauf hingewiesen, dass Zack ja keine *richtige* Frau ist. Ich glaube schon, dass die Intention für eine Reflektion in Bezug auf Genderrollen da war, aber gelungen ist das nicht. Die sexistischen Klischees wurden einfach nur reproduziert

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
22. Sept.
Rating:4

Lebewesen oder künstliche Maschine? Das Buch hat es wirklich in sich und ist auf jeden Fall keine leichte Abendlektüre für zwischendurch oder zum Abschalten und Entspannen am Abend. Als aufmerksamer Leser, der auch zwischen den Zeilen liest, gibt es in dem Buch aber sehr viel zu entdecken. Rüd wird mit seiner KI Zack nach Athos geschickt. Auf dem kleinen Neptunmond kam es zu dem unnatürliche Tod eines dort lebenden Mönchs. Warum genau Rüd geschickt wird? Die künstliche Intelligenz auf Athos ist in den Tod verwickelt. Also muss Rüd ein ernstes Gespräch mit ihr führen, sie testen und ihre Ausrichtung und Einstellung anpassen. Keine leichte Arbeit, denn sowohl die KI als auch die Mönche haben Geheimnisse. Das Buch ist wirklich sehr komplex und einige Themen wie der Zustand der Erde werden nur angedeutet. Einiges an Informationen muss man sich als Leser auch aus kleinen Nebensätzen und zwischen den Zeilen herauslesen und selbst zusammensetzen. Besonders haben mir die ethischen und moralischen Fragen gefallen, die aufgeworfen wurden. Wann ist etwas ein Lebewesen, wann Maschine und welche Rechte stehen dann zu? Gibt es Mord, ohne die aktive Gewalthandlung des Tötens? Was ist der Unterschied zwischen Mensch und KI? Das alles hat mir wirklich sehr gut gefallen. Hier und da hätte ich mir etwas deutlichere Erklärungen gewünscht.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta
22. Sept.
Rating:2

DNF nach 44% Meine Rezension bezieht sich auf den gelesen Teil. Ich bedanke mich bei Netgalley für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Es handelt sich hier um meine persönliche Meinung. Anderen Lesern kann das Buch wohlauf gut zusagen. Leider habe ich mir hier eine komplett andere Geschichte vorgestellt. Die Geschichte handelt von Zack, einer KI und ihrem Herrn und Inquisitor Rüd, welche auf dem Neptunmond Athos einen Mordfall im Kloster untersuchen sollen, welche höchstwahrscheinlich von der dortigen lebenserhaltenden KI verübt wurde. Die Geschichte wird aus Zack‘s Sicht erzählt und ist dementsprechend eher emotionslos, da ihr als KI Gefühle fremd sind. Rüd bleibt als Gegenspieler dadurch etwas blass, da man nur Informationen aus Zack‘s Sicht auf ihn erhält. Die Kapitellänge ist angenehm kurz gehalten. Mit dem Schreibstil hatte ich jedoch meine Probleme, da die Sätze teilweise sehr lang und ineinander verschachtelt waren und nur voll philosophischem Inhalt strotzten, sodass ich gar nicht alle Informationen aufnehmen konnte. Mir fiel es sehr schwer, den Anschluss zu finden und kam bis jetzt nicht richtig in einen Lesefluss und in die Geschichte hinein. Die Aufklärung des Mordfalls rückt immer mehr und mehr in den Hintergrund, da philosophische Aspekte über das menschliche Vergessen, die Ethik über das „Gott spielen“ bei der Gestaltung von persönlichen KI‘s oder über den Massenkonsum von Fleisch immer mehr in den Vordergrund rückten. Manche Vergleiche wie die makabre Darstellung der Fleischfabrik auf Athos fand ich sehr gut gelungen, dagegen den Umgang mit Zack als unterwürfige Frau eher fraglich. Insgesamt habe ich durch das schöne Cover und den Klappentext einen spannenden Weltraumkrimi erwartet mit vielen Science Fiction Aspekten. Der zu hohe philologische Anteil hat mir jedoch das Lesevergnügen getrübt und daher habe ich beschlossen, dass Buch vorzeitig zu beenden.

Athos 2643
Athos 2643by Nils WesterboerKlett-Cotta