Dystopie der Arbeitswelt mit Bezug der herrschenden Struktur des Kapitalismus.
Katrin beginnt eine neue Arbeit bei Human Solutions. Dort trifft sie auf Zustände, die alles andere als human sind. Es wird durch Entführungen und psychische Gewalt an den Entführten sowie die daraus resultierende Abhängigkeit zwischen Opfer und Täter Geld verdient. Innerhalb der Erzählung wird man als Leser:in Teil des Geschehens, wie die Arbeitswelt und die Firma, samt Chefin Sabine, miteinander agieren und im ausbeuterischen System des Kapitalismus verstrickt sind. Der Roman ist aufgebaut aus verschiedenen Handlungssträngen, die sich um die Figuren – im Zentrum steht Katrin – drehen, sowie Einschüben, die meist das vorher Gesehene kontextualisieren und Bezüge zur Kapitalismuskritik samt den psychischen Auswirkungen der Einzelnen herstellen. Das Buch ist sprachlich zugänglich und mit einzelnen Anglizismen gespickt, die den Buzzwords im Neoliberalismus entsprechen. Die Kapitel sind kurz gefasst, was das Unterbrechen des Textes erleichtert. Was mich an dem Roman gestört hat, war, dass der Übergang vom ersten zum zweiten Kapitel etwas zäh und redundant war. Trotzdem ist es ein Buch, das ich gern gelesen habe und das mich an einigen Stellen zum Lachen gebracht hat, weil es so verquer ist und trotzdem so nah am realen Leben bleibt.
