8. Aug.
Rating:5

Nichts für Einsteiger in die Thematik Osten, auch nichts für Anfänger im Bereich politisches Sachbuch, wobei bei genau diesem die eigene Familiengeschichte veranschaulichenden Charakter hat und das Verständnis erleichtert. Wie auch die anderen ihrer Bücher berührt mich dieses zutiefst, ich habe fast alle gelesen, und die Kritik derer, über die sie schreibt, zeigt deutlich, wie nah dran sie ist am Kern der Problematik.

Umkämpfte Zone
Umkämpfte Zoneby Ines GeipelKlett-Cotta
23. Sept.
Rating:1

Ines Geipel erzählt in diesem Buch eigentlich drei Dinge: Die Geschichte des Todes ihres Bruders, die Familiengeschichte der Geipels und warum es in Ostdeutschland immer wieder zu rechtsextremen Ausfällen kommt. Ich muss sagen, ich bin mit diesem Buch nicht wirklich warm geworden. An sich ist das Thema ja nicht uninteressant, ich finde es aber vermessen, die Gründe für ein gesellschaftspolitisches Problem in einer Familiengeschichte zu suchen. Das Buch ließ sich recht gemischt lesen. Wenn von der Familie erzählt wird, geht es gut, auch wenn die Wortwahl und der Schreibstil etwas sehr intellektuell rüberkommen. Als wäre es nötig sich besonders gewählt auszudrücken, um sich von der Masse abzuheben. Das fällt besonders da auf, wo sie von den letzten Wochen mit Ihrem Bruder erzählt. Irgendwie habe ich dadurch nicht so richtig mit den Betroffenen warm werden können. Wenn es dann in die Erklärungsansätze ging, bin ich großteils zum Überfliegen übergegangen. Die Dichte an Fremdwörtern und der teilweise eher komplizierte Satzbau machen es nicht einfach der Autorin zu folgen. Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht, die Mischung aus einer Familiengeschichte und einem Sachbuch hat für mich nicht zusammengepasst. Von mir daher keine Leseempfehlung.

Umkämpfte Zone
Umkämpfte Zoneby Ines GeipelKlett-Cotta