Wow, wow, wow.
Ich bin sprachlos und tieftraurig. Was für eine großartige Arbeit ❤️🩹
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Ich bin sprachlos und tieftraurig. Was für eine großartige Arbeit ❤️🩹
No puedo ni debo intentar calificar un libro como este, uno que es una de las cartas de amor más poderosas que existen. Soy fiel creyente de que la memoria ha ayudado a crear las obras más bellas, pues esta conecta con la humanidad, con el ser que nos forma como tal. Cristina no solo escribe una memoria sobre su hermana: la hace inmortal. Liliana fue una chica de luz, una persona noble que escribía hasta por los codos, que le hubiera encantado ver este libro impreso en tinta morada con stickers de Kitty en la portada, una amiga fiel, una mujer que creía en el amor, una persona con sueños que nunca pudieron cumplirse, todo por un capricho machista que no soportaba verla libre. Hay mucho que discutir en torno todos los temas que presta este título, sin embargo, lo dejo como una lectura esencial y hasta obligatoria. Conocer a Liliana no solo es prestar atención al gran problema que representa el patriarcado, sino es darle un corazón, una vida, a una víctima que no se queda en una cifra. Gracias Cris, por invitarnos a tu memoria. Gracias Lili, tu vida nos sigue impactando aún cuando ya no estás aquí. Gracias por permitirnos conocerte. Nos vemos en un rincón del cielo y descansa por siempre ♡
"Im schlimmsten Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher Sommer ist."
Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten und ist definitiv schwere Kost. Die Autorin beschreibt darin die letzten Lebensjahre ihrer Schwester vor ihrer Ermordung. Durch die hinterlassenen Briefe und Notizen der Schwester sowie Gespräche mit ihren Freund*innen werden die Jahre vor ihrem Femizid greifbar. Am Ende fehlen einem die Worte und man bleibt fassungslos zurück.
„Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist für mich ein ausgesprochen emotionales und eindringliches Buch. Rivera Garza verbindet persönliche Geschichte mit gesellschaftlich wichtigen Themen und schafft dabei eine Atmosphäre, die lange nachhallt. Die Erzählsprache ist ruhig, präzise und trotzdem voller Kraft – genau das macht den Text so wirkungsvoll. Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll und zugleich schonungslos die Autorin mit den Ereignissen umgeht. Das Buch liest sich nicht leicht, aber gerade deshalb bleibt es im Gedächtnis. Es ist bewegend, relevant und absolut lesenswert. Eine klare Empfehlung für alle, die Bücher schätzen, die etwas zu sagen haben und auf emotionaler wie inhaltlicher Ebene überzeugen.
Über das Buch ist bereits alles gesagt worden, hier meine 5 Cents: Cristina schafft es durch ihre Sprache Liliana für uns alle so nahbar zu machen, als hätten wir sie gekannt. Das Bild einer jungen, hoffnungsvollen Frau brennt sich ins Gedächtnis und es wird (hoffentlich) nachvollziehbar, warum Femizide anerkannt und verfolgt gehören. Die Schuld muss die Seite wechseln, wie Madame Pilicot sagte. Großartig!
Poesie, Schönheit, Liebe, Tragik, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit. Dieses Buch transportiert so viele Emotionen gleichzeitig, und das in einer wahnsinnig tollen Sprache. Große Empfehlung.
Ni Una Menos
Ich gebe 5/5 ⭐️ wobei keine Sternebewertung einem Leben gerecht wird. Zwischen Biografie und Trauerverarbeitung, Zwischen Scham und Wut, Zwischen Interviews und Notizzettel, schafft Christina Rivera Garza ein Porträt ihrer Schwester Liliana. Liliana wurde mit 20 Opfer eines Femizids, welcher für den Täter bis heute konsequenzlos ist, da er nie gefasst werden konnte. Rivera Garza ist mit diesem Buch auf den Spuren ihrer Schwester und zeigt gleichzeitig auf, wie die Justiz und Gesellschaft beim Thema Femizide & Feminismus versagen. Tagebucheinträgen und Briefen von Liliana, welche diese selbst schon fast achivarisch aufbereitet, lassen uns sie kennenlernen und die Zeit vor der Ermordung rekonstruieren. River Garza analysiert die Texte ihrer Schweste und hinterfragt mehrmals, ob mit mehr Aufklärung über geschlechtsspezifische Gewalt oder mit mehr räumlicher Nähe zu ihrer Schwester , der Femizid hätte verhindert werden können. Es schwingt so unfassbar viel Schuldgefühl seitens Rivera Garzas in ihren Zeilen mit, als dass man sie am liebsten schütteln würde - es ist nicht deine Schuld!!! Enge Freunde und Familie, reflektieren über Liliana und äußern ihrer Trauer sowie Bewundern ihr gegenüber. Ein Buch nach dessen beenden ich geweint habe, wie schon währenddessen. Ni Una Menos

Hommage an eine Schwester
„Wer bin ich jetzt? Ich hatte eine Schwester, und plötzlich ist sie nicht mehr da. Wir waren zu zweit, und auf einmal bin da nur noch ich. Was für eine Art Waise ist man, wenn man schwesterlos wird?“ 🌿 Zum Inhalt Liliana Rivera Garza ist Schwester, Freundin, Studentin. Sie ist ein Talent beim Schwimmen, groß, schön und extrovertiert. Sie schlägt sich die Nächte gern mit ihren Freund:innen um die Ohren. Liliana schreibt viele Briefe, Notizen. Und dann: wird Liliana Rivera Garza von ihrem Ex-Partner ermordet. 29 Jahre später begibt sich ihre Schwester Cristina Rivera Garza, die Autorin dieses Buches, auf Lilianas Spuren. 🌿 Meine Meinung „Lilianas unvergänglicher Sommer“ war ein unglaublich schmerzhaftes Buch. Es begann mit dem Scheitern von Justiz und Staat, Frauen vor Partnerschaftsgewalt zu schützen, und gab Liliana ihre Stimme zurück. Denn Liliana war, wie alle anderen jungen Frauen auch, mehr als ein Opfer - sie war auch eine Freundin, eine Schwester, jemand mit einer Zukunft. Liliana war nicht naiv, dennoch wurde sie ermordet; weil, und das betont @cristinariveragarza in ihrem Buch wiederholt, ein Femizid nie nur eine Einzeltat ist, sondern patriarchale Strukturen immer wieder Täter hervorbringen. Liliana wurde im Sommer 1990 in Mexiko ermordet, weitergekommen sind wir als Gesellschaft in diesem Punkt seitdem kaum. Neben Liliana selbst hören und lesen wir auch von Menschen, die sie kannten und liebten - so entsteht ein buntes Mosaik in Erinnerung an eine beeindruckende junge Frau. Schmerzhaft nah. Es geht um sie, um Liliana, sie ist im Fokus - nicht wie so oft der Täter. Und vielleicht ist das die größte Stärke des Buchs. 🌿 Fazit „Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist eine Hommage von @cristinariveragarza an Liliana - intim, echt. Voller Schmerz, aber auch voller Liebe. Fast liest es sich wie ein Tagebuch. Wenn ihr könnt, lest dieses Buch unbedingt, und passt dabei doch gut auf euch auf. ❤️🩹 ET: 12. Juli 2025 Verlag: @klettcottaverlag Rezensionsexemplar: @vorablesen Übersetzung: Johanna Schwering #lilianasunvergänglichersommer
„Lilianas unvergänglicher Sommer“ von Christina Rivera Garza hat mich auf mehreren Ebenen bewegt. Es handelt von dem Femizid der Schwester der Autorin und wie sie Jahre später Beweismittel bei der Polizei anfordert und versucht noch einmal nachzuvollziehen, was passiert ist. Gleichzeitig wird das Leben von Liliana porträtiert und auf bewegende Weise erzählt. Mich hat das Buch unglaublich berührt. Zum einen die Suche nach der Wahrheit mit seinen höhen und tiefen und auf der anderen Seite wurde das Leben von Liliana von ihrer Schwester sehr liebevoll wiedergegeben. Die Geschichte von Liliana ist knapp 30 Jahre alt, aber immer noch sind Femizide in Deutschland und auf der ganzen Welt an der Tagesordnung. Immer noch müssen Frauen Angst haben von ihren Ex-Partnern aus Hass (nicht aus Liebe) umgebracht zu werden. Das Buch könnte aktueller nicht sein. Eine große Empfehlung!
Sternebewertung fiktiv
Wie trauert man um eine Schwester, deren Tod nie Gerechtigkeit erfahren hat? Und wie verwandelt man Schmerz in eine Stimme für viele? Cristina Rivera Garza erzählt in „Lilianas unvergänglicher Sommer“ die Geschichte ihrer Schwester, die 1990 brutal von ihrem Ex-Partner ermordet wurde. In ihrer eigenen Wohnung, mitten in Mexiko-Stadt. Liliana war jung, klug, lebenshungrig. Sie wollte erleben, leben, lieben. Doch sie fand den Tod, und ihr Mörder blieb bis heute unbehelligt, nie verurteilt, weiterhin auf der Flucht. Fast 20 Jahre später kehrt Cristina zurück nach Mexiko, um die Ermittlungsakten einzusehen. Sie sucht Antworten, versucht zu verstehen und stößt auf bürokratische Lücken, schlampige Ermittlungen und eine Justiz, die damals noch keine Sprache für das hatte, was geschehen war. Denn der Begriff „Femizid“ war in den 90ern nicht gebräuchlich. Frauenmorde galten als „Einzelfälle“, nicht als gesellschaftliches Problem. Doch Rivera Garza schreibt keinen klassischen Kriminalroman. Ihr Buch ist zugleich persönliche Trauerarbeit und politisches Manifest. Sie zeigt, dass es jede von uns treffen könnte, deine Schwester, meine Schwester. Femizid braucht keine Vorgeschichte, nur eine patriarchale Gesellschaft, die wegsieht. Mit eingeflochtenen Fotos und Erinnerungen nimmt sie uns zurück in die Tage nach dem Mord, lässt uns den Schock, die Hilflosigkeit und den stillen Widerstand miterleben. Dieses Buch ist erschütternd und zugleich poetisch. Es rechnet nicht ab, sondern bleibt leise, melodisch, einfühlsam und wirkt gerade dadurch so eindringlich. „Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist mehr als Literatur: Es ist Zeugnis, Mahnung und Botschaft zugleich. Was können wir tun, damit Femizide nicht mehr im Schweigen verschwinden?

Literatur, die unter die Haut kriecht
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen erst fassungslos macht, dann wütend, dann traurig – und schließlich so sehr berührt, dass man es nie wieder loswird. Genau so ging es mir mit Lilianas unvergänglicher Sommer. Klingt pathetisch? Mag sein. Aber Cristina Rivera Garza hat hier ein Werk geschaffen, das nicht einfach nur Literatur ist, sondern ein Aufschrei, eine Hommage und gleichzeitig ein verdammt mutiger Versuch, das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Die Autorin reist zurück nach Mexiko, fast drei Jahrzehnte nach dem Mord an ihrer Schwester Liliana. Und plötzlich ist da nicht nur die Trauer, nicht nur die Wut auf den Ex-Partner, der bis heute nicht verurteilt wurde, sondern auch diese Sehnsucht, die Person Liliana wieder aufleben zu lassen. Nicht als Opfer, nicht als Akte in einer staubigen Schublade, sondern als junge Frau, die lachte, schwamm, tanzte, studierte und einfach ihr Leben liebte. Dieses Buch ist kein Krimi, kein Thriller, kein trockener Bericht. Es ist Literatur, die bebt, die weh tut, die gleichzeitig so poetisch leuchtet, dass man sich fragt: Wie schafft man es, Schmerz so schön zu beschreiben, ohne dass er an Schärfe verliert? Rivera Garza schreibt gegen das Vergessen an, gegen die Sprachlosigkeit und gegen eine Gesellschaft, die lieber wegsieht. Ganz ehrlich: Selten hat mich ein Text so direkt erwischt. Da sitzt man da, denkt an die eigene Familie, an das, was bleibt, wenn jemand nicht mehr da ist – und plötzlich merkt man, dass man längst Teil dieser Geschichte geworden ist. Ein Buch, das bohrt, brennt, flüstert und schreit. Und das man nicht weglegen kann, ohne dass es Spuren hinterlässt.

Die Autorin erzählt in diesem Buch vom Femizid ihrer Schwester. Sie verarbeitet das Geschehene für sich selbst, bleibt dabei jedoch sachlich und zieht den Leser trotzdem in ihren Bann. Ich war auf das Thema vorbereitet – und doch hat es mich überrumpelt. Vor allem die ersten Kapitel haben mich tief berührt: die Suche nach der Akte ihrer Schwester und die eingestreuten Details zu Femiziden. Das war schwerer zu lesen, als ich erwartet hatte. Da Liliana viel aufgeschrieben hat, eröffnet sich ein direkter Einblick in ihre Gefühlswelt und ihren Alltag. Das verleiht allem eine besondere Tiefe, die niemanden unberührt lässt. Die Erzählungen ihres Freundeskreises machen deutlich, wie schwer es ist, von außen etwas zu bemerken, wenn die Betroffene schweigt. Niemand scheint auch nur eine Ahnung gehabt zu haben. Das unterstreicht umso mehr, wie grausam die Tat war – und wie hilflos sowohl Opfer als auch ihr Umfeld sind. Schon nach den ersten Seiten dachte ich: Dieses Buch hat den Pulitzer-Preis zu Recht gewonnen. Dieser Eindruck blieb bis zum Schluss. Einzig das Stilmittel im letzten Teil fand ich schwer zugänglich. Hier schreibt die Autorin aus ihrer Perspektive, bezeichnet sich jedoch als „jemand“. Das bringt Trauer und Fassungslosigkeit zwar intensiv zum Ausdruck, war für mich aber gewöhnungsbedürftig. Ein wichtiges, kraftvolles Buch – und eines, das viele lesen sollten.
Dokumentation eines Femizids
Das Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben von der Schwester des Opfers. Es gibt einen Einblick in die Entwicklung der Tragödie. Es ist sachlich und tut dennoch (oder deshalb?) weh. Es kann jede treffen darum ist der Kampfruf: Keine mehr!
Eindringlich
Liliana Rivera Garza ist eine mexikanische Studentin. Sie ist bei den anderen Studierenden beliebt, kümmert sich sehr um ihre Freundinnen. Einige ihrer männlichen Kommilitonen hätten gerne eine Beziehung mit ihr, Liliana ist ihr Unabhängigkeit jedoch sehr wichtig. Mit etwa 18 begann sie eine Beziehung mit Ángel González Ramos, die sie jedoch nach einem halben Jahr wieder beendete. Ángel konnte dieses Ende allerdings nie wirklich akzeptieren, immer wieder umwarb er sie. Liliana gab immer wieder nach, beendete die Beziehung jedoch endgültig. Eine Ende das Ángel nicht akzeptieren kann: Am 16. Juli 1990 ermordet er Liliana. Er wurde von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben und ist seitdem auf der Flucht. Der Mord an Liliana ist nur einer von unzähligen Femiziden, die jedes Jahr in Mexiko und weltweit geschehen. Die meisten von ihnen werden nie aufgeklärt oder auch nur geahndet. Zurück bleibt immer eine entsetzliche Lücken, trauern viele um (meist) junge Frauen, die nur aus einem Grund ermordet wurden: Sie wurden aus Hass auf ihr Geschlecht getötet. Cristina Rivera Garza ist Lilianas Schwester. Sie war tief getroffen von deren Tod und lange Zeit fühlte sie sich hilflos. Erst 2019, 29 Jahre nach der Ermordung ihrer Schwester macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unter großen Schwierigkeiten versucht sie, die Akte über den Fall zu erlangen. Vor allem versucht sie aber, ihre Schwester zumindest teilweise wieder zum Leben zu erwecken: Durch akribische Recherche und Gespräche mit Lilianas Freunden. Außerdem führte Liliana lebhaft Tagebuch, hinterließ viele Notizen und schrieb auch sehr viele Briefe, die teilweise nie abgeschickt oder glücklicherweise von den Empfängern aufbewahrt wurden. Dadurch entsteht ein ausführliches Bild einer jungen Frau. Cristina beschreibt auch, wie es zu dem Femizid kommen konnte und wieso damals niemand die Warnhinweise erkannte. Lilianas unvergänglicher Sommer ist ein sehr eindringliches Buch, dass durch die wahren Begebenheiten zusätzlich an Bedeutung gewinnt, die eine fiktive Geschichte nie erreichen könnte. Die Autorin schafft es, Worte für etwas zu finden, für das es oft keine gibt.

In Mexiko werden täglich zehn Femizide begangen, also die die Tötung einer Frau oder eines Mädchens aufgrund ihres Geschlechts. Mit dieser extremen Form geschlechtsbezogener Gewalt setzt sich die Pulitzer-Preisträgerin Christina Rivera Garza in ihrem Buch "Lilianas unvergänglicher Sommer" auseinander - im speziellen mit dem Mord an ihrer kleinen Schwester Liliana vor rund 30 Jahren. Die Schwestern waren früher immer gemeinsam schwimmen, Liliana war Leistungssportlerin. Im Becken fühlt sich die Autorin ihrer Schwester besonders nahe, bis eine Schulterverletzung sie dazu zwingt, eine Pause einzulegen - und dieses Buch zu schreiben. Viele Jahre war es für Christina Rivera Garza nicht möglich, über den Femizid an ihrer Schwester zu sprechen, zu schmerzhaft waren die Gedanken daran. Liliana wurde in der Nacht von ihrem Ex-Freund vergewaltigt und erstickt, er befindet sich bis heute auf der Flucht und wurde nie für die Tat belangt. Sie befand sich mitten in ihrem Architektur-Studium in Mexiko Stadt, hatte viele Freund*innen und Verehrer und große Träume. Von ihrem Mörder hatte sie sich bereits nach ihrem Umzug in die Stadt getrennt, doch er wollte sie nicht gehen lassen, stalkte sie, redete immer wieder auf sie ein und wurde oft handgreiflich. Um die Tat an sich geht es der Autorin aber gar nicht, sie möchte nicht dem Täter, sondern ihrer Schwester eine Bühne geben, ihr Leben rekonstruieren, ihr einen Resonanzraum bieten. Das ist Christina Rivera Garza wunderschön gelungen. Liliana hat unzählige Briefe, Tagebucheinträge und Zettel hinterlassen, die die Autorin im Original abdruckt und interpretiert. Zudem hat sie mit vielen Freund*innen Lilianas Gespräche geführt, durch die man diese beeindruckende, kluge junge Frau noch besser kennenlernt. Neben den vielen sehr persönlichen Momenten und Fotos im Buch ordnet Christina Rivera Garza den Femizid an ihrer Schwester auch immer wieder sachlich ein, gibt Hintergrundinfos zur rechtlichen Lage in Mexiko und schildert ihren beschwerlichen Umgang mit den mexikanischen Behörden. Mich hat "Lilianas unvergänglicher Sommer" zutiefst berührt, gleichzeitig war ich sehr begeistert von Garzas schönem Schreibstil und ihrer Art, die Lesenden an ihren Text zu fesseln - von mir gibt es eine große Leseempfehlung! Übersetzt von Johanna Schwering.