23. Apr.
Rating:5

In diesem Buch ist so viel Schmerz, es war teilweise kaum auszuhalten. Aber weil es einfach wunderschön und eine wahre Komposition ist, musste ich weiter und weiter lesen. Ein Buch, das mich inhaltlich wie sprachlich überzeugt hat, und das meine Gedanken so schnell nicht verlassen wird. Was für eine Kraft! Ganz klare Empfehlung von mir!

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
4. März
Rating:3.5

"Durch das Raue zu den Sternen " - der Titel deutet es schon an: Arkadia will in einem Knabenchor singen und scheut vor nichts zurück und muss so manche Schikanen über sich ergehen lassen, um ihrem absoluten Herzenswunsch näher zu kommen. 13 Jahre alt, Außenseiterin und aufgewachsen in einem bayrischen Dorf, das wenig Verständnis aufbringt für klassische Musik wird es ihr nicht leicht gemacht, doch ihre Hochbegabung, ihre Fantasie und ihr absolut fester Wille lassen sie nicht aufgeben. Die Sprache war für mich gefühlt etwas sperrig und ich bin nicht ganz so gut vorangekommen beim Lesen wie sonst, aber vielleicht lag es auch an der für mich unbekannten Welt der Musik. Man muss schon etwas eintauchen und sich darauf einlassen. Das Ende aber versöhnt einen mit vielem und macht vieles klarer ...

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
1. März
🎤 Durch das Raue zu den Sternen:🥨
Arkadia „Moll“ Fink ist 13 🩳 und hat eine Mission: In einen Knabenchor 👦🎶 einzubrechen, damit ihre verschwundene Mutter zurückkommt.
Rating:5

🎤 Durch das Raue zu den Sternen:🥨 Arkadia „Moll“ Fink ist 13 🩳 und hat eine Mission: In einen Knabenchor 👦🎶 einzubrechen, damit ihre verschwundene Mutter zurückkommt.

Der Wahnsinn in Kürze: * Die Theorie: Beethoven war eine Frau 👗🎹 (Mamas Wort in Molls Ohr!). * Das Talent: Ihr Gehör ist... ausbaufähig 🙉, aber sie hält sich für einen geschliffenen Diamanten 💎. * Das Training: Blut, Schweiß und harte Proben 🥵 – sie boxt sich wortwörtlich durch. * Der Vibe: Bayerische Sturheit trifft auf musikalischen Größenwahn 🥨💥. Ein herrlich unterhaltsamer Trip durch die Welt einer 13-Jährigen, die bereits im Mutterleib 🤰 gesungen hat und für die „unmöglich“ ein Fremdwort ist. Laut, wild und absolut schräg! 🌪️✨

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
17. Feb.
Rating:2.5

Als Hörbuch sehr passend gesprochen. Eigentlich eine sehr traurige Geschichte über ein 13-jähriges Mädchen, das darauf wartet, dass ihre Mutter zurückkehrt. Durch die Art des Lesens aber auch die Schilderung der vielfältigen Aktivitäten, die das Mädchen unternimmt, um in einem berühmten Knabenchor aufgenommen zu werden, wird dies bis kurz vor Ende überdeckt. Ich fand die Protagonistin interessant, doch mir waren es zu viele Nebenereignisse, um mich wirklich für die Geschichte zu erwärmen.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
15. Feb.
Rating:2.5

Dieser Roman war ein Auf und Ab für mich. Die musikalisch begabte 13- jährige Arkadia Fink trifft einen Entschluss. Nachdem ihre Mutter vor einigen Monaten kurz verschwunden ist, ist sie fest davon überzeugt, dass sie zurückkommen wird, wenn Arkadia im Knabenchor auf der Bühne stehen wird. Immer wieder kommen kleine Pakete mit Noten von ihrer Mutter, die sie mit der großen Liebe für die Musik erzogen hat. Aus der Ich-Perspektive erleben wir ein starkes Mädchen, das laut, frech, trotzig und mutig ist. Das auch mal zuschlägt, wenn es sein muss und das Musik mit jeder Körperzelle liebt und spürt. Der Vater, dem auch mal " die Hand ausrutscht', zieht sich zurück, weint in der Schreinerei. Arkadias Freundin Bernhardina lebt in einem Pflegeheim und möchte jeden Tag um 18 Uhr angerufen werden. Die zentrale Rolle spielt hier ohne Zweifel die Liebe zur Musik und die Art und Weise, wie die Kinder im Knabenchor mit viel Strenge zu Höchstleistungen und Folgsamkeeit getrieben werden. Arkadia hat ein Ziel vor Augen, sie wird singen! Warum also ein auf und ab beim lesen? Mir fiel es of nicht leicht, in der Geschichte zu bleiben. Einen wirklichen Zugang zu Arkadia bekam ich nur schwer, weil die Sprache für mich oft nicht zu einer 13-jährigen passte. Auch fehlt mir selbst wahrscheinlich der ausreichende musikalische Bezug zur Thematik. Noten, Sinfonien, Partituren, die Gedanken zu Beethoven und dem Mysterium, er sei eine Frau gewesen. Und doch bin ich froh, nicht abgebrochen zu haben, denn die letzten 20 Seiten waren es, die mich dann mit der Geschichte versöhnt und sehr gerührt haben.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
3. Feb.
Rating:4

Wunderschönes Buch für alle, die Gesang lieben

Die Mutter von Arkadia ist "mal kurz weg" und um sie zurückzuholen, möchte Arkadia auch "Moll" genannt, unbedingt in einem Knabenchor singen. Die Mutter ist Dirigentin, die Tochter singt, seitden sie im Bauch ihrer Mutter war. Irgendwie schafft Moll es tatsächlich, in den Knaberchor aufgenommen zu werden (nachdem sie viele Hindernisse überwunden hat). Sprachlich ist dieses Buch einfach wunderschön, ich habe mir viele Sätze angestrichen. Arkadia ist eine sehr starke junge Frau , die weiß, was sie will und die ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein hat. Das liest sich teilweise schon ein bisschen anstrengend. Kritisch anmerken möchte ich außerdem, dass die offensichtliche Gewalt des Vaters nicht hinterfragt oder kritisch betrachtet wird. Diese zwei Punkte verhindern, dass es eine 5-Sterne Bewertung wurde. Was es mit dem Verbleib der Mutter auf sich hat, wird erst ganz am Ende aufgelöst. Es lohnt sich, dranzubleiben . Leseempfehlung!

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
19. Dez.
Rating:3.5

Komponierte Literatur

„Per aspera ad astra“ - niemand verkörpert diesen Satz musikalisch und biografisch stärker als Ludwig van Beethoven. Düstere Schicksalsmotive enden in einem triumphalen Finale - aus Konflikt und Chaos, wird eine „Ode an die Freude“. Manche gehen soweit und behaupten, dass er auch deshalb eine Frau gewesen sein muss. Arkadias Mutter ist so eine, und ihre Tochter glaubt ihr das aufs Wort. Doch die erfolglose Komponistin ist an einem Heiligabend verschwunden und ihre Tochter möchte alles tun, damit die Mutter zurückkommt. Zum Beispiel Singen, in einem Knabenchor. Sie legt sich richtig ins Zeug, denn schließlich ist sie musikalisch hochbegabt, um dort ein Bein auf dem Boden zu kriegen. Und der strenge Lehrer muss wirklich mit allen Mitteln überzeugt werden, obwohl er weiß, dass er da eine 13 Jährige mit großem Talent vor sich hat. Arkadia lebt bei ihrem Vater in Bayern, einem Schreiner, der nicht mehr schreinert seit die Mutter verschwunden ist. Er liebt seine Tochter, irgendwie. Allerdings äußert sich das auf merkwürdige Art und Weise. Ab und an „rutscht ihm die Hand aus“, wie die Ich-Erzählerin es ausdrückt, und die Blessuren, die sie davonträgt müssen kaschiert werden. Sie nimmt es hin und es scheint, dass es ihr viel mehr Sorgen macht, dass sie das R nicht richtig rrrrollen kann. Oder ist das nur ein Stellvertreterkrieg? Schutz der eigenen Seele nimmt viele Formen an. Arkadia ist ausdauernd, und unerbittlich. Sie kämpft um das, was sie will und dafür ist sie gerne bereit, auch mal die Wahrheit zu verbiegen. Auch uns als Lesende lässt sie oft im Ungewissen. Besonders zuverlässig ist das was sie erzählt, nämlich nicht. Doch wenn man sehr sensibel zuhört, merkt man eines schnell. Hier ist jemand schwer traumatisiert und versucht sich mit Biegen und Brechen an Wunschdenken festzuhalten. Wenn ihr gegenüber jemand die Worte „Deine Mutter ist…“ in den Mund nimmt, geht sie sofort dazwischen. Niemand darf den Satz beenden. Kloeble hat eine Coming of Age Geschichte erschaffen, die zwei Dinge vereint: eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die manchmal etwas sperrig wirkt und die man trotzdem am liebsten nur in den Arm nehmen möchte um ihr zu sagen, dass alles irgendwann leichter wird. Und die Kraft der Musik, die uns zeigt, dass Kunst sehr gut dazu geeignet ist, einem in Krisen beizustehen, eine Quelle der Kraft und der Hoffnung sein kann. Stilistisch ist der Text wie ein Musikstück komponiert. 5 Sätze sind für eine Sinfonie zwar sehr ungewöhnlich, doch Beethovens 6. Ist genauso aufgebaut und ich weiß nicht, ob der Autor bewusst Parallelen, zur „Pastorale“ ziehen wollte, aber besonders die letzten beiden Sätze passen gut, due Gewitter, Sturm, sowie Hirtengesang (Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm) heißen. Das wiederum würde auch zum Vornamen der Protagonistin oassen , denn Arkadien war griechische Landschaft auf dem Peloponnes, die in der Antike als mythisches Hirtenland der Idylle, Einfachheit und Harmonie mit der Natur galt. Naja, so harmonisch ist das Mädchen aber nicht! Auch die Sprache hat eine deutlich schwingende Melodie. Mal leise und sanft und dann wieder stark anschwellend und wütend. Das ist wirklich gut umgesetzt und verleiht diesem Roman eine sprachliche Kraft und Eigentümlichkeit, die der Stimmung von Arkadia (die übrigens Moll genannt wird) gerecht wird Wenn es was zu kritisieren gäbe, dann vielleicht das Kloebele ihren Schutzwall nicht eingerissen hat, aber wer weiß, was dann passiert wäre?! Am Ende bleibt bei mir die Hoffnung, dass Arkadia ihn selber überwindet und irgendwann als glückliche Frau auf diese prüfende Zeit zurückblicken kann. Ich empfehle diesen Roman, vor allem Musikliebhaber*innen, die die Kraft der Noten nachvollziehen können, und allen die dieser besonderen Protagonistin auf einem kurzen Stück ihres Weges, die Hand halten möchten.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
11. Dez.
Rating:4.5

Christopher Kloebles „Durch das Raue zu den Sternen“ ist ein Hörbuch, das sowohl durch seine Sprache als auch durch die Perspektive seiner außergewöhnlichen jungen Protagonistin tief unter die Haut geht. Erzählt wird aus der Sicht von Moll, einem Mädchen mit einer fast überirdisch anmutenden musikalischen Begabung. Sie ist davon überzeugt, Beethoven sei in Wahrheit eine Frau gewesen – ein Gedanke, der ebenso kühn wie charakteristisch für ihr eigenwilliges Weltbild ist. Mit derselben Entschlossenheit versucht sie, als Mädchen in einen Knabenchor aufgenommen zu werden. Doch hinter all dem steckt ein noch größerer Antrieb: der Wunsch, einer Mutter etwas zu beweisen, die sie unter rätselhaften Umständen verlassen hat. Die Mutterfigur bleibt bewusst im Ungefähren – man erfährt von schweren depressiven Episoden, von Suizidversuchen, von einem fortwährenden Abgleiten, das Moll nie ganz zu verstehen, aber immer zu spüren scheint. Diese Unschärfe wird zur schwebenden Grundmelodie des Buches: ein Schmerz, der nie ausgesprochen, aber ständig präsent ist. Genau daraus erwächst Molls Drang, über sich selbst hinauszuwachsen, als würde ihre musikalische Gabe ein letzter Faden sein, der Mutter und Tochter verbindet. Die Sprecherin des Hörbuchs ist eine geradezu perfekte Besetzung. Sie trifft den Tonfall des Mädchens – dieses fragile Wechselspiel aus Trotz, Sehnsucht, Verwirrung und Leidenschaft – mit beeindruckender Präzision. Die Sprache selbst ist so eigen, so schräg und stellenweise fast entrückt, dass man als Hörerin immer wieder ins Stolpern gerät. Manchmal verliert man die Orientierung, manchmal fragt man sich, worum es inhaltlich gerade eigentlich geht. Und doch macht genau das den Reiz des Hörbuchs aus. Denn Kloeble schreibt – und die Sprecherin gestaltet – eine so musikalische, so poetische Sprache, dass sie an vielen Stellen fast weh tut. Es ist ein Text voller Emotionen, die nicht nur erzählt, sondern wie Töne fühlbar werden: Trauer, Verzweiflung, Wut, Leidenschaft, Liebe. Man hört nicht einfach zu – man schwingt mit. Die Geschichte wird zu einem Klangraum, der sich weniger über Logik als über Gefühl entfaltet. Auch wenn sich mir die Geschichte am Ende nicht vollständig erschlossen hat, so hat die Schönheit der Sprache alles aufgefangen. Man kann dieses Hörbuch genießen wie ein ungewöhnliches, manchmal dissonantes, aber zutiefst berührendes Musikstück. Besonders empfehlenswert ist es für Menschen, die selbst musikalisch sind oder die Musik als eine Sprache jenseits des Sagbaren begreifen. Für alle anderen ist es eine Einladung, sich auf eine sehr besondere, schwebende, poetische Erfahrung einzulassen.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
2. Dez.
Rating:5

Ich habe das Buch bei der Lesung Christopher Kloeble gekauft und war etwas skeptisch. Jetzt nach Beendigung des Lesens muss ich sagen, der Autor kann um ein Vielfaches besser schreiben als vorlesend präsentieren. Ein fesselndes, ungewöhnliches und anrührendes Buch, auch überraschend durch den ungewöhnlichen Schreibstil! Großartig!

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
26. Okt.
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Rating:5

Außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman, der besonders durch die ungewöhnliche Protagonistin und ihre Art, die Welt mit Hilfe der Musik zu sehen, eine ganz eigene Atmosphäre kreiert. Arkadia Fink, genannt Moll, ist eine herausragendes Gesangstalent und steckt all ihre Energie in ihr Bestreben in einem weltberühmten Knabenchor zu singen. Die Vehemenz, mit der sie ihr Vorhaben angeht und alle Anstrengungen auf sich nimmt, um ihre Mutter, die vor einiger Zeit verschwunden ist, stolz zu machen, berührt sehr. Die Erzählung durchläuft verschiedene Timbre und Tempi, wird leise und laut und schwillt zu einem orchestralen Schlussakt an. Wunderbar von Leonie Landa stimmlich interpretiert. Für mich ein besonderes Buch, berührend und nachdenklich, das im Gedächtnis bleibt. Für alle, die ungewöhnliche Protagonist:innen mögen und Geschichten, die aus dem Rahmen fallen.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
29. Sept.
Rating:4.5

Ein bisschen magisch.

Durch das Raue zu den Sternen hat mir als Hörbuch sehr gut gefallen. Die Idee des Buches finde ich toll. Dass die psychische Erkrankung der Mutter eher erlebt als diagnostiziert wird und auch das magisches Denken von Moll waren überzeugend („wenn ich es dahin schaffe, kommt sie zurück“). Schön war zudem, dass die Protagonistin und ihr Umfeld nicht idealisiert, aber auch nicht wirklich dranatisiert werden. Manchmal war es ein bisschen redundant, insgesamt aber berührend und für mich überzeugend. Die Sprache kam mir dabei eigentlich nicht besonders komplex vor - das hatten vorhergehende Rezensent*innen angemerkt - vielleicht hat es Leonie Landa aber auch einfach so gut vorgetragen :-)

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
14. Sept.
Per aspera ad astra… muss man gelesen haben
Rating:5

Per aspera ad astra… muss man gelesen haben

Arkadia Fink ist auf der Suche nach ihrer Mutter. Diese ist kurz weggegangen und Moll (so nennt ihre Mutter sie) versucht alles Mögliche um die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erlangen. Selbst wenn das bedeutet, dass Arkadia in einem Knabenchor mitsingt. Ihre Mutter selbst ist Komponistin, glaubt, dass Beethoven eine Frau war und will unbedingt die erste Organistin in ihrer Gemeinde werden. Die Suche beginnt, und man lernt Arkadia als auch ihre Familie und die Freunde dieser immer mehr kennen. Dabei bleibt Christopher Kloebel immer in der Perspektive der 13jährigen Protagonisten und versteht es kunstvoll und eklektisch zu erzählen. In meinen Augen ein Meisterwerk. Danke auch an Leonie Landa für das wunderbare Vorlesen dieses Buches. Es war mir ein Fest.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
31. Aug.
Rating:3.5

"Durch das Raue zu den Sternen" ist sprachlich kunstvoll und thematisch ungewöhnlich, doch meine Erwartungen konnte es nicht erfüllen. Ich vergebe dafür 3,5 Sterne – wissend, dass andere Leser:innen darin ein großes Highlight sehen, während es mir leider fremd blieb.

"Durch das Raue zu den Sternen" von Christopher Kloeble wurde mir in meiner Lieblingsbuchhandlung als absolutes Highlight empfohlen, sodass meine Erwartungen entsprechend hoch waren. Umso bedauerlicher ist es für mich, dass mich der Roman letztlich nicht so erreichen konnte, wie ich es erhofft hatte. Der sprachliche Stil ist zweifellos besonders. Kloeble schreibt poetisch, arbeitet mit verschachtelten Sätzen und verleiht dem Text eine gewisse Musikalität. An sich mag ich solche Sprachgewalt sehr, hier jedoch empfand ich sie als nicht ganz passend. Denn die Geschichte wird aus der Sicht von Arkadia, genannt Moll (ein 13-jähriges Mädchen), erzählt. Ihre jugendliche Stimme wirkte auf mich nicht authentisch im Zusammenspiel mit dieser literarischen Schwere. Arkadia selbst war für mich ein weiterer Knackpunkt. Sie ist überzeugt davon, musikalisch hochbegabt zu sein und verhält sich dabei oft rotzig, frech und rüpelig. Grundsätzlich schätze ich Figuren mit Ecken und Kanten, doch in diesem Fall konnte ich keine Nähe zu ihr aufbauen. Ich empfand sie nicht als sympathisch oder besonders berührend, sondern eher anstrengend – und das trotz ihrer schwierigen Kindheit. Ihre Mutter hat die Familie Hals über Kopf verlassen, ohne dass die Hintergründe für mich ausreichend genug beleuchtet wurden. Auch die Beziehung zum Vater bleibt distanziert und spannungsgeladen, teilweise sogar erschütternd. Das hätte viel emotionales Potenzial geboten, wurde für mein Empfinden aber nicht genügend entfaltet. Ein zentrales Element des Romans ist die Musik. Arkadia möchte unbedingt im Knabenchor singen. Hier erlebt sie Aufstieg und Herausforderungen und das Thema durchzieht die gesamte Handlung. Für Leser:innen, die selbst eine Nähe zur Musik haben, mag dies eine große Bereicherung sein. Da ich jedoch selbst völlig unmusikalisch bin und weder mit Noten noch mit Chorgesang etwas anfangen kann, blieb mir vieles fremd und unzugänglich. So wurde die Lektüre für mich zu einer zähen Erfahrung. Bei aller Kritik möchte ich dennoch betonen, dass der Roman literarisch ambitioniert ist und gewiss seine begeisterte Leserschaft findet. Für mich persönlich waren die knapp 240 Seiten jedoch anstrengend und nur schwer greifbar. Der Titel und die Grundidee haben mir sehr gefallen, doch insgesamt konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
27. Aug.
Rating:4

Arkadia Fink, genannt Moll, ist 13 Jahre alt und ihre Mutter ist kurz weggegangen. Das ist acht Monate, drei Wochen und sechs Tage her. Eines Tages - das weiß Moll - wird sie zu den überragenden Persönlichkeiten der Musikgeschichte gehören. Eine tiefsinnige, berührende Geschichte über ein seltsames, rebellisches Mädchen, eine Außenseiterin mit einem starken Willen. Aber auch ein Buch über Schmerz, Verlust und Trauer, Träume und Ziele und das Anderssein. Ein berührendes Buch das ich genossen habe.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
24. Aug.
Rating:4.5

Beeindruckend besonders

Moll, ein starkes, eigensinniges Mädchen, das nicht aufgibt. Ihr Charakter und die Erzählweise von ihr fand ich sehr besonders. Es geht auch weniger um die Geschichte meiner Meinung nach sondern eher um Moll als Protagonisten. Manches fand ich sehr kryptisch aber das hat alles irgendwie interessant gemacht. Mich konnte das Buch begeistern.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
8. Aug.
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Rating:5

"...du, Moll, darfst immer tun, wonach dir ist. Gib nichts drauf, wenn von dir verlangt wird, dich zu benehmen und Manieren zu zeigen, Moll. Raste aus!..." (S. 230) Arkadia Fink, genannt Moll, hat nur ein Ziel: sie will als erstes Mädchen im berühmten Knabenchor aufgenommen werden, denn nur so, glaubt sie, wird sie ihre Mutter nach Hause bringen können! Moll ist ein widerspenstiges Mädchen, eine Außenseiterin die eine Vorliebe für klassische Musik hat. Nach dem verschwinden ihrer Mutter, zieht sich ihr hilfloser Vater zurück und sie entfremden sich immer mehr. Nur ihre "beste Freundin", eine betagte Dame im Altersheim, hört ihr zu und versucht Moll auf den richtigen Weg zu bringen. Wir begleiten Moll auf ihrer Reise, der Ton ist oft ruppig und doch voller Melancholie. Hier wird nicht nur die Liebe zur Musik thematisiert, sondern auch Verlust und Traumata. "...Wie gut, dass viele Insektenleichen an den Scheiben des Busses klebten. So konnte man nicht vergessen, wie beschissen das Leben sein kann..." (S.38) Christopher Kloeble hat eine tiefsinnige und rührende Geschichte geschrieben, mir wird Moll noch lange im Gedächtnis bleiben!

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
4. Aug.
Rating:5

Traumhaft schön

Arkadia Fink ist rebellisch und zart, voller Energie, Selbstbewusstsein und Schmerz. Ihre Mutter verschwand, und sie weiß, dass sie im Knabenchor singen muss, damit ihre Mutter sie hört und zurückkommt. Wie wahrscheinlich ist das im bayrischen Bergdorf? Auf wieviel Widerstand stößt eine junge Frau, die mehr sein will, als die gesellschaftlichen Normen vorgeben? Das ist 1595, zu Zeiten von Molls Großmutter mit den 12 Urs genau das gleiche wie heute. Eine Frau, die mehr vom Leben forderte als andere - nicht nur als andere Frauen, sondern sogar als Männer. Eine solche Frau lebte gefährlich. Unser Dorf verstand sie nicht. 1595 endete die Hexenjagd mit dem Feuer. Bei Arkadia, genannt Moll, sieht es anders aus. Sie stürzt sich in feinsinnige Ironie, umfassende Traurigkeit, die abgrundtiefe und unbändige Liebe zur Musik und in den inneren Widerstand. Sie erträgt die Hänseleien, de Gewaltausbrüche ihres Vaters, die Ignoranz der Pentatoniker und die Stumpfheit der anderen. Sie lebt für und durch die Musik. Dabei geht sie ihren ureigenen Weg. Selbst die ihr Wohlgesonnenen suggerieren, sie würde sich daran gewöhnen, als Frau ihr Frausein zu verleugnen, um in einer Männerwelt anerkannt zu werden. Aber Moll geht den unbequemen Weg. Ohne sich selbst zu belügen und ohne Kompromisse. Auch dann, wenn es wehtut. Die fünfte Sinfonie Beethovens birgt eine der wichtigsten Lektionen des Lebens: per aspera ad astra. Durch das Raue zu den Sternen. Die Entwicklung von c-Moll zum Finale in C-Dur. Aus etwas Kleinem kann etwas ganz Großes werden. Moll ist klug, unabhängig, unbeugsam und voller Stolz. Sie ist die, die ich mit 13 gerne gewesen wäre und noch viel mehr. Durch das Raue zu den Sternen ist wunderbar, ließ mich lachen und weinen und hoffen und die ganze Schönheit der Welt umarmen. So unbeschreiblich wie die Kraft der Musik und die Kunst und die Sprache und das Licht in den Bäumen. Danke an @netgalleyde und den Klett-Cotta Verlag für das Rezensionsexemplar. Wenn Literatur so viel zum Klingen bringt, dann gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
28. Juli
Doch recht mühsam 🎶🌻
Rating:2

Doch recht mühsam 🎶🌻

Die Geschichte von Arkadia, einem hochbegabten Mädchen, das unbedingt in einem Knabenchor singen möchte, hat mich eher gestresst, als bewegt. Man kann das Buch schon lesen und die grundsätzlichen Eckpfeiler der Idee haben mir schon gefallen. Andernfalls hätte ich einfach abgebrochen. So wollte ich zumindest wissen, wie das Ganze ausgeht. Überzeugen konnte mich das Buch aber nicht. Die größten Probleme hat mir der Schreibstil bereitet. Ich mag einfach keine poetischen Bücher mit absichtlich verschachtelten Sätzen. Für mich ist das immer der Versuch, klassische Literatur, die ich übrigens über alles liebe, zu imitieren, was hier (und vielerorts) nicht gelungen ist. Ich wurde schnell müde zu entschlüsseln, was man mir sagen möchte, die inneren Monologe habe ich als Noise empfunden,diese prasselten nicht wie Regen auf mich ein, sondern wie Hammerschläge. Na ja, irgendwann war es dann vorbei. Ich freue mich für jeden, der das Buch mag und mit Arkadia mitfiebern konnte. Mich hat das Buch leider nicht abgeholt, aber macht sehr gern Eure eigene Erfahrung. 2/5⭐️⭐️

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
21. Juli
Rating:3

Fängt stark an

Es hat dann etwas Nervende Lângen und Wiederholungen oder man gewöhnt sich an die trotzige aber ganz eigenwillig intelligente Art. Sie will unbedingt in einem Knabenchor mitsingen, dann hört ihre verschwundene Mutter davon und meldet sich. Spoiler Das gibt es bis 2025 nicht, dass ein Mädchen im Knabenchor mitsingen darf. 2021 wurde ein Mädchen per Gerichtsurteil abgewiesen. Jetzt soll es einen Knabenchor geben, der Mädchen mitsingen lässt Spoiler

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
13. Juli
Rating:4.5

So leise und doch so laut

Wenn man eine Leidenschaft und einen Traum hat, für den man an seine körperlichen, mentalen und auch an die gesellschaftlichen Grenzen und darüber hinaus geht, ist das für mich absolute Inspiration. So auch bei Arkadia, denn sie möchte als 13 jähriges Mädchen im Knabenchor singen. Nicht nur für sich, sondern auch für ihre verschwundene Mutter, denn wenn sie einmal berühmt ist, kommt diese doch sicher wieder nach Hause, davon ist Arkadia überzeugt. Die Sehnsucht und die Trauer nach der verschwundenen Mutter, ist ein zentrales Thema dieses außergewöhnlichen Romans. Arkadia findet ihren Trost darüber in der Musik, eine Zuflucht in den Noten und der Magie der Töne. Und genau diese Magie gibt ihr auch die Kraft, die Beschränkung durch das Geschlecht, eben nicht zu tolerieren und bedingungslos und voller Kraft um ihre Aufnahme in den Chor zu kämpfen. Sie tritt rotzig und frech den gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit entgegen und sorgt so dafür, dass alle um sie herum ihre Haltung hinterfragen oder sogar überdenken müssen. Denn wer bitte bestimmt denn, dass nur Jungen im Knabenchor singen dürfen? Wer sagt denn, dass diese Regel, die seit so vielen Jahren besteht, nicht auch trotzdem geändert werden kann? Stark und doch so zerbrechlich zart tritt sie auf und hat so mein Herz im Sturm erobert. Was zu Beginn nur nach einem Kampf für die Aufnahme in den Knabenchor klingt, ist am Ende des Romans doch so viel mehr: es ist ein Kampf für den eigenen Traum, ein Kampf für die Rechte und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ungeachtet der Meinung der anderen. Und danach sollten wir doch alle streben. Große Leseempfehlung!

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
3. Juli
Rating:4

Durch das Raue zu den Sternen von Christopher Kloeble hat mich berührt und mir gezeigt, dass man an seine Träume glauben soll. Die dreizehnjährige Arkadia Fink, auch Moll genannt, hat keinen anderen Traum als im Knabenchor zu singen und allen Ihr Talent zu zeigen. Moll lässt sich nicht klein kriegen und kämpft für Ihren Traum. Sie hat die Hoffnung, dass sobald sie ein Star ist, ihre Mutter, die kurz weggegangen ist, wieder kommt und sie bewundert. Meine Meinung: wir durchleben mehrere Zeitspannen zusammen mit Moll. Wir erleben wie ein kleines Mädchen große Träume hat und sich von nichts und niemandem stoppen lässt. Die Emotionen werden nur so in den Mittelpunkt gestellt. Ich als Leser habe die Leidenschaft zur Musik gespürt aber auch die Sehnsucht nach Ihrer Mutter, die sie jeden Tag verspürt. Ein kleines Kind mit einem riesigen Charakter und sehr viel Stärke. Ein so berührender aber auch inspirierender Roman mit einem emotionalen Ende. Mir hat dieses Buch sehr viel Freude gemacht.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
20. Juni
Rating:2.5

War nicht so meins

Für die Protagonistin Arkadia ist die Musik in ihrem Leben sehr wichtig. Neben ihrer Mutter, die allerdings seit einiger Zeit verschwunden ist. Arkadia setzt sich in den Kopf, dass sie unbedingt in einem Knabenchor singen möchte. Beim Lesen des Buchs begleitet man sie auf ihrem Weg dorthin, der nicht einfach für sie ist und auch nicht geradlinig verläuft. Auch das Verschwinden der Mutter und der Umgang von Arkadia damit, spielt im Buch eine große Rolle. Die Beziehung zu ihrem Vater wird ebenfalls eindrücklich beschrieben. Ich habe mich mit dem Buch eher schwer getan. Zu der Protagonistin habe ich keinen Zugang gefunden und auch die Thematik mit ihrer Mutter fand ich nicht gut aufgearbeitet. Letzteres war mir zu kryptisch. Den Schreibstil fand ich allerdings angenehm zu lesen und bin dadurch beim Lesen gut voran gekommen. Insgesamt ein Buch mit interessanter Thematik, das ich aber nicht ganz greifen konnte.

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta
5. Juni
Rating:5

Der Traum eines Mädchens, der uns zeigt, dass die Liebe zur Musik manchmal Berge versetzen kann.

„Wie trägt man das nach draußen, was in einem steckt?“ Singen. In einem weltberühmten Knabenchor. Diesem scheinbar unerreichbaren Traum jagt die 13-jährige Arkadia Fink nach, in der stillen Hoffnung, so ihre verschwundene Mama endlich wieder in die Arme schließen zu können. Ehrlich und unverblümt blickt sie allen Herausforderungen entgegen und versucht, nach den Sternen zu greifen. Der Roman „Durch das Raue zu den Sternen“, handelt nicht nur von der Liebe zur Musik, sondern vielmehr davon, wie sehr sie uns verändern kann. Christopher Kloeble hat mit „Moll“ eine liebenswerte und vielschichtige Protagonistin gezeichnet, deren Lebensweg man unbedingt mitverfolgen möchte. Mit ihrer humorvollen Art und unermüdlichen Entschlossenheit, ist sie mir sofort ans Herz gegangen. Auch wenn sich durch Moll‘s Leben eine greifbare Schwere zieht, fliegt man nur so durch die Seiten. Und auch das Buchcover lädt zum Träumen ein. „Durch das Raue zu den Sternen“ empfehle ich all denjenigen, die manchmal auch gerne nach den Sternen greifen würden. Traut euch. (Rezensionsexemplar)

Durch das Raue zu den Sternen
Durch das Raue zu den Sternenby Christopher KloebleKlett-Cotta