Teil 2 einer Must Read-Fantasy-Serie. Düster, dreckig, intellient und mit starken, weiblichen Protagonistinnen.
Die Kampf um den Rosenthron-Serie ist komplett umderhyped. Wer z.B. die Nevernight-Reie von Jay Kristoff liebt, muss hier unbedingt reinlesen.
Die Reihe um Kriegspriester, Banden-Anführer und seit Teil 2 , wenn auch nicht komplett freiwillig Ehemann, Thomas Piety ist durchgehend spannend, hat keine Längen und eine schockierend blutige Szenen. Mit Bloody Anne und Ailsa stehen hier auch Protagonistinnen im Fokus, vor denen jeder männliche Protagonist sich besser in Acht nimmt. Gleichzeitig hat man hier auch eine tolle queere Repräsentantion (ich werde nicht spoilern, aber ein Paar kam arg unerwartet, wow!) ohne dass es so wirkt als wollte der Autor krampfhaft auf Diversity machen. Es ist einfach authentisch.
Fantasy ohne jede Romance, aber mit gleichzeitig viel mehr emotionaler Tiefe. Ich liebe es!
𝐏𝐫𝐢𝐞𝐬𝐭 𝐨𝐟 𝐋𝐢𝐞𝐬 ist Band 2 in der Grim Dark Reihe 𝚆𝚊𝚛 𝚏𝚘𝚛 𝚝𝚑𝚎 𝚁𝚘𝚜𝚎 𝚃𝚑𝚛𝚘𝚗𝚎 von Peter Mc Lean.
Ähnlich wie den ersten Teil habe ich Band 2 ausgesprochen gemocht.
Die Handlung knüpft da an, wo Band 1 endete und wir sehen einen Thomas Piety, der zwar nun eine grössere konkurruierende Macht beseitigen konnte, aber damit sind für die Piety Gang und ganz Ellinburg die Gefahren nicht gebannt.
Und wie ich schon erwartet habe, wird die Handlung in Richtung Hauptstadt verlagert.
Auch in Dannsburg, welches feiner und aristokratischer wirkt, werden die Geschicke von kriminellen Drecksäcken geführt und was Thomas in dieser Schlangengrube zu suchen hat, das lest selbst.
Ich mag einfach die Charaktere in dem Buch, wie Thomas immer mehr verändert wird. Ich liebe Bloody Anne, ihre Treue, ihre Kompromisslosigkeit.
Es ist ein Werk welches vom rauen Gangsterleben erzählt. Es ist dreckig, es ist blutig, die Welt ist kompliziert.
Dies war nun der letzte übersetzte Band. Ab nun muss auf Englisch weitergelesen werden.
Von mir eine grosse Empfehlung für Grim Dark Fans.
Dieses Buch wurde ein spätes Highlight in meinem Lesejahr. Ich hatte ja die Befürchtung, dass Band zwei nicht an die Erwartungen nach dem ersten Teil heranreichen würde, aber da hätte ich mir keine Sorgen zu machen brauchen.
Jedoch wurde der Titel klammheimlich zum Star. Durch die Hintertür sozusagen. Das Buch hat sich an mich herangeschlichen und passend zum Inhalt völlig überrumpelt. Ich bin ihm ins Netz gegangen, ohne dass ich es anfangs gemerkt hätte.
Erst las ich und dachte mir: "Es ist wirklich gut, aber nicht ganz so gut wie Band eins."
Das ging dann so bis zu dem Moment, als ich mein Buch zu Hause liegen liess. Ich bin beinahe wahnsinnig geworden. Weiterlesen! Ich musste einfach weiterlesen! Es ging nicht anders. Also habe ich mir eine zweite Ausgabe gekauft...
Und da realisierte ich, wie fest mich McLean und Tomas im Griff hatten. Erst da begriff ich, wie sehr ich schon wieder in dieser Welt gefangen war. Dieser Welt, die erfunden ist, sich aber so real anfühlt, so historisch, so echt. Dass ich gar nicht mehr rauskam und auch gar nicht mehr wollte.
Tomas ist hier übrigens kein Held. Er war es schon im ersten Band nicht. Er ist der Hauptcharakter, aber kein Held und hier macht er dem Titel des Buches alle Ehre. Und ja, ich mag das. Genau das gehört zum Leben dazu - wir sind meistens keine Helden, und Tomas lebt in einer Welt, in der die Helden allesamt tot sind. Aber Tomas lebt...
Ich liebe die düstere Mittelalter-Atmosphäre, die leichten Fantasy-Einschübe und das Thema Krieg und Kriegstrauma. Vor allem letztes - wer verarbeitet dieses schon in einem fantastischen Roman? Eben. Überall in der sonstigen Fantasy sind Kriegsheimkehrer talentiert, heroisch und gestählt durch ihre Erlebnisse.
Ist das das wahre Gesicht des Krieges?
Oder ist es eher jenes von Tomas' Bruder, der sich an seinen Opfern gütlich tut?
wieder so ein Knaller wie der erste Teil, wann wird die Fortsetzung übersetzt?
Kaum angefangen und schwub schon wieder durch gelesen…
Sprich für das Buch, das mit der Magie ist mir ein wenig zu über aber noch im vertretbaren maße.
Eine coole, blutige Fortsetzung in der wieder geflucht und gemordet wird, dass es eine echte Freude ist. Allerdings ist mir „das Ziel“ der Story unterwegs verloren gegangen.
Worauf es hinauslaufen soll, ist mir nicht mehr so ganz klar.
Aber es hat großen Spaß gemacht!
Endlich kommt Schwung in die Bude...
Wir lesen etwas über Magie und lernen etwas über Bandenpolitik. Nach der Hochzeit aus Band 1 liegt ein Großteil von Ellinburg in Schutt und Asche. Doch nicht mit Tomas Piety, der keine Kosten und Mühen scheut, das wieder zu ändern.
Wir erleben echte Loyalität, aber auch schweren Verrat, Rache und Gewalt. Nichts für schwache nerven also! Und ganz unverhofft bekommen wir Hilfe. Wir reißen sogar in die Hauptstadt und werden in die Gesellschaft eingeführt. Was für ein Erlebnis!
Mir hat dieser Teil der Reihe deutlich besser gefallen als der erste, denn da war irgendwie nur Geplänkel. Hier rasten wir diesmal völlig aus und sind begeistert.
Tomas und seine Pious Men haben sich weiterentwickelt und hochgemausert. Al eine der stärksten banden in Ellinburg müssen sie weiterhin um ihren Stand kämpfen und ihn halten. Dazu kommt der Kampf im Verborgenen und einiges mehr.
Mir hat es richtig gut gefallen und es hat auch wirklich Spaß gemacht, es zu lesen. Zwischendurch musste ich öfter mal schmunzeln, weil der trockene Humor einfach großartig ist, man muss es aber verstehen. Die Gewalttaten heiße ich nicht gut, aber so ist das nun mal in diesen Zeiten und sie waren durchaus gerechtfertigt. Aber mir stand des öfteren mal der Schock ins Gesicht geschrieben, obgleich ich darauf gefasst war oder nicht.
Ein wirklich gutes Buch mit einigen Überraschungen und auch Enttäuschungen, was aber der Geschichte keinen Abbruch tut. Sehr gut gemacht!
Die Story knüpft an die Ereignisse des ersten Teils an, ich hatte mich bereits auf meine lieb geworden Protagonisten Tomas Piety und Bloody Anna gefreut, Tomas ist inzwischen mit Ailsa verheiratet die für die Queen‘s Men arbeitet, es ist nur eine Zweck Ehe, im laufe der Zeit sind die beiden sich allerdings doch sympathisch, sie reisen zusammen in Ailsa Heimat um dort an diversen Veranstaltungen teilzunehmen, ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, die allerdings im vergleich zum ersten Teil eher unspektakulär ist, sie hat mich gut unterhalten aber jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen.
Fazit:
Kann definitiv nicht mit dem ersten Teil mithalten, ist eine nette Story für zwischendurch aber jetzt nichts besonderes.
Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam, weshalb ich eher schleppend vorankam.
Nichtsdestotrotz ist sie sehr raffiniert geschrieben. Die raue Sprache passt zur düsteren Atmosphäre von Gangsterbanden, Mafiabossen und einem Krieg, der im Geheimen ausgefochten wird.
Die Charaktere sind herrlich finster mit Ecken und Kanten und mir vielleicht gerade deshalb so ans Herz gewachsen.
Man nehme Tomas Piety als Beispiel: Kriegsveteran, ungläubiger Priester, Mafiaboss.
Er ist unnachgiebig, rachelustig und brutal gnadenlos. Er treibt Steuern ein, regiert seine Stadt. Er ist zum Fürchten, gleichzeitig lehrt er diejenigen das Fürchten, die in seinen Straßen für Unruhe sorgen. Er ist fair und sehr bekümmert um sein Volk und seine Pious (Wo)Men.
Er ist sehr verantwortungsbewusst und legt eine erfrischende Laissez-Faire-Haltung an den Tag -
so bei der Erziehung seines Adoptivsohns:
"Wenn sie alt genug waren, um zu kämpfen und zu töten, waren sie meiner Meinung nach auch alt genug, um zu ficken."
~Priest of Lies (Band 2) - Tomas Piety über seinen Adoptivsohn Billy und dessen Freundin
Diesen Satz empfand ich als sehr wichtig in dieser von Krieg und Tod durchzogenen Geschichte, denn in den Staaten dürfen sich junge Männer und Frauen ab 18 der Army verpflichten und in den Krieg ziehen; Alkohol trinken oder im Casino spielen dürfen sie erst ab 21. Das schien mir schon immer falsch.
Auch im Umgang mit seinen Männern (und Frauen) zeigt Piety Toleranz. Einige seiner Leute sind schwul oder lesbisch und alles, was er dazu sagt ist:
"A God who had nothing better to worry about than who you might choose to fuck didn't sound like he was worth much"
~Priest of Bones (Band 1)
Er ist ein gefährlicher Schurke. Aber trotzdem ein sympathischer Protagonist mit dem Herz am rechten Fleck. Außerdem ist er sehr schlau mit einem beneidenswerten analytischen Denken und einer raschen Auffassungsgabe:
"Unwissende und ungebildete Leute lassen sich leichter unterdrücken und beherrschen."
~Priest of Lies (Band 2) - Tomas Piety über die Notwendigkeit einer braven, produktiven und gehorsamen Arbeiterschaft
"Vielleicht sind Recht und Ordnung ja nur andere Worte für Tyrannei und Unterdrückung."
~Priest of Lies (Band 2) - Tomas Piety voller Selbstzweifel
Diese Reihe kommt nur langsam in Fahrt, wird mich aber noch eine Weile beschäftigen.
4 von 5 Sternen für Priest of Lies und eine Leseempfehlung für Fans von Peaky Blinders, Empire of Storms, Der Lehrling des Feldschers und Blutgöttin.
Nach einem wirklich guten Auftakt nach meinem Geschmack, war ich gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Tomas Piety und den Pious Men weitergehen würde.
Der Soldatenpriester ist seit einem halben Jahr wieder Zuhause. Halb Ellinburg hat er zurück erobert und besitzt jede Menge Macht. Er ist verheiratet, wenn auch nicht glücklich und es geht weiterhin rund in den Straßen von Ellinburg. Banden kehren aus dem Krieg zurück und brauchen neue Chefs, da es ihre Gebiete nicht mehr gibt. Pietys Leute müssen also neue Mitglieder werben, damit sie nicht zu den Northern Sons, der verfeindeten Bande, wechseln.
Neben Ellinburg verschlägt es den Leser auch nach Dannsburg. Macht bringt Feinde mit sich, diese wollen Piety ans Leder und ihn verschlägt es in die Gefahrenzone. Dannsburg ist ein sogar noch härteres Pflaster, denn hier regieren die Queens Men. Wer gegen die Königin ist, muss verschwinden. Doch in Dannsburg stellt sich auch heraus, dass Tomas einen Verräter in seinen Reihen hat und diesen gilt es zu finden. Ihn erwartet nicht gerade eine einfache Strafe, denn, wer die Pious Men verrät, der hat mit harten Konsequenzen zu rechnen.
Joah. Es war blutig, brutal und einfach wieder genau nach meinem Geschmack. Man gerät in einen Strudel aus Verrat, Intrigen, politischen Ränkespielen und jede Menge Blut. Oh man. War da viel Blut. Nicht nur ausgehend von Schwertern oder Fäusten, wir haben es auch vermehrt mit Magiern zu tun. In einer bedrückenden düsteren Atmosphäre schafft es der Autor mich mal wieder zu entführen. Absolut spannend, auch weil Tomas wieder die Erzählung leitet.
Fazit
Für mich übertrifft dieser Teil den Auftakt an blutigen Begebenheiten und das gefiel mir richtig gut. Denn es passt zu den Banden, zum Milieu und zu den Pious Men. Wer allerdings zartbesaitet ist, sollte dringend die Hände vom "Kampf um den Rosenthron" lassen. Ich für meinen Teil bin von den Wendungen überrascht, von den Charakteren und der Handlung begeistert. Ich bin gespannt auf Teil 3. Klar Leseempfehlung für Alle die es blutig mögen und 4,5 Sterne.
Solider und unterhaltsamer 2. Band
Klappentext laut Hobbitpresse:
Als Tomas Piety aus dem Krieg zurückkehrte, wollte er vor allem eins: mit Hilfe seiner Gang sein Verbrechensimperium wiederaufbauen. Aber seine Vergangenheit als Spion für die Queen’s Men holte ihn ein und brachte ihm mehr Macht, als er sich erhofft hatte. Jetzt, wo halb Ellinburg in Schutt und Asche liegt und mit den Queen’s Men in seinem Rücken, kann Tomas den politischen Intrigen nicht mehr entkommen. Zeit, sich in die Höhle des Löwen zu wagen, Zeit, nach Dannsburg aufzubrechen. In der Hauptstadt kämpft der Adel jedoch nicht mit Schwertern, sondern mit Worten, aber das ist am Ende nicht weniger tödlich. In dieser Schlangengrube muss sich Tomas endgültig entscheiden, ob er ein Kämpfer für die kleinen Leute ist ... oder eben nur ein Lügenpriester.
Meine Meinung:
Peter McLean hat mit dem 2. Band Priest of Lies wieder eine sehr unterhaltsame Fortsetzung geschrieben. In diesem Band ist die Welt rund um die Pius Men etwas lebhafter als im 1. Band. Es gab deutlich mehr actionreichere Szenen. Auch in diesem Band konnte ich mich der Welt von Peter McLean nicht verwehren, allerdings gab es diesmal auch deutlich mehr Fantasyelemente. Beim Schreibstil hatte ich wie immer keine Probleme, dieser ließ sich leicht und flüssig lesen, trotz derberer Sprache. Spannung war für mich auch in der Fortsetzung genug vorhanden. Mit den Charakteren der Geschichte konnte ich mich wieder gut anfreunden. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint und geflucht, die Reise mit ihnen war ziemlich unterhaltsam.
Mein Fazit:
Priest of Lies hat mich von der ersten bis zur letzten Seite grandios unterhalten und überzeugt. Die Geschichte war auf jedenfall lebhafter und actionreicher als im 1. Band, daher gibt es von mir ⚔⚔⚔⚔⚔
Wir sind zurück in Ellinburg. Und da, wo sich die Pious Men blicken lassen, herrscht Chaos.
Während Tomas im ersten Teil in seine Heimatstadt zurückkommt und nichts mehr so ist wie vorher, ist er im zweiten Teil wieder zu einer Größe der Unterwelt erwachsen. Doch was bringt Tomas es, wenn ihm nur der östliche Teil von Ellinburg gehört? Er herrscht über seine Straßen wie kein Zweiter. Er ist der Fürst. Doch im Westen haben sich die Schergen von Bloodhands zusammengerauft. Nun geht es darum, seinen Platz zu verteidigen, koste es, was es wolle.
Bereits im ersten Band ist mir die derbe Sprache und das Raue aufgefallen, finde dies aber sehr passend bei dieser Kulisse.
Auch der Aufbau des eigentlichen Buches ist für mich äußerst angenehm. Wir haben hier teilweise kurze knackige Kapitel. In denen auch wunderbar Zeitsprünge eingearbeitet sind (6 Monate zwischen Band 1 und 2, oder auch 3 Monate Straßenkämpfe). Das gibt den Ganzen eine gewisse Echtheit. Und zieht das Buch nicht unnötig in die Länge.
Ich war der Meinung, in den Straßen von Ellinburg ist schon eine Menge los, doch als Tomas mit nach Dannsburg reist, geht das Ganze erst so richtig los.
Tomas macht sich nicht gerade Freunde, weiß aber, wie man mit Feinden umgeht. Und obwohl er sich für einen kalten Teufel hält, scheint trotzdem immer seine Nächstenliebe durch. Er versucht seine Leute zu beschützen.
In diesem Band fließt diesmal viel mehr Blut als im Ersten. Wo er am Anfang sein Revier wieder hat, geht es nun einzig und allein darum, es auszuweiten.
Tomas will alles, und das im liebsten sofort.
Zum Ende flog ich quasi durch die Seiten. Blut, so viel Blut auf den letzten 100 Seiten und dann wieder dieses Ende.
Dann, wer hochfliegt, kann auch tief fallen.
Und Tomas lernt, wie schwer Verrat verletzen kann.