15. Feb.
Was, wenn du in der Vergangenheit einen Mord aufklären sollst – und plötzlich selbst dort festsitzt?
Rating:4.5

Was, wenn du in der Vergangenheit einen Mord aufklären sollst – und plötzlich selbst dort festsitzt?

Kriminalbeamtin Ali Dawson arbeitet in einer streng geheimen Spezialeinheit, die ungelöste Mordfälle mithilfe von Zeitreisen untersucht. Normalerweise liegen diese Fälle nur wenige Jahre zurück – doch diesmal reist Ali ins viktorianische London. Dort soll sie einen alten Mord aufklären und den Ruf eines einflussreichen Politikers reinwaschen, dessen Vorfahr in einen tödlichen Geheimbund verwickelt gewesen sein soll. Doch die Mission läuft aus dem Ruder: Ali bleibt in der Vergangenheit stecken. Während sie sich im 19. Jahrhundert zurechtfinden und ermitteln muss, gerät in der Gegenwart ihr eigenes Leben aus den Fugen – und plötzlich steht sogar ihr Sohn im Fokus eines neuen Mordfalls. Der Roman startet mit einem wunderbar lockeren, teils überraschend witzigen Schreibstil. Diese kleinen Spitzen und ironischen Einschübe mochte ich sehr – sie lockern die düstere Grundstimmung perfekt auf. Ali bleibt in der Vergangenheit stecken – und so entstehen zwei parallele Geschichten auf zwei Zeitebenen. Genau das macht den Reiz aus. Ich mochte Ali unglaublich gern: ein bisschen skurril, sehr klug und herrlich trocken im Humor. Gemeinsam mit ihr tastet man sich durch das 19. Jahrhundert, muss sich an gesellschaftliche Regeln halten, die für eine selbstbewusste Ermittlerin alles andere als selbstverständlich sind – und nebenbei natürlich einen Mord aufklären. Die Idee finde ich grandios – mal etwas ganz anderes! Zwei Morde, damals und heute. Hängt alles zusammen? Und wenn ja: wie? Diese Frage sorgt für durchgehende Spannung. Besonders gefallen hat mir, wie gut recherchiert und atmosphärisch das viktorianische London dargestellt ist. Man taucht richtig ein. Auch die Vorbereitung der Zeitreisen ist so durchdacht beschrieben, dass alles für uns Leser nachvollziehbar bleibt. Das Finale ist richtig spannend und überraschend – und zeigt, wie wunderbar die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Für mich ein origineller, atmosphärischer und sehr spannender Krimi mit einer großartigen Ermittlerin. Ich hoffe sehr auf einen Folgeband – Potenzial hat diese Ermittlergruppe definitiv!

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
25. Jan.
Rating:3.5

Eine interessante Mischung - Kriminalroman trifft Zeitreise. Grundsätzlich fand ich die Idee, wie auch die Story wirklich interessant. Das Buch ist eher langsam und unaufgeregt beschrieben - an und für sich ja nicht schlecht. Die Auflösung des Falls war ok, aber kein Highlight. Genau wie das Buch an sich - interessant und solide gesetzt, mehr aber leider auch nicht. Ein nettes Buch für zwischendurch.

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
3. Dez.
Rating:2

määähh

voele charaktere und keinen aufgebaut, dass man mitfühlt. die ermittlungen im 19. jhd sind eher nebenschauplatz und eig finden auch keine wirklichen ermittlungen statt. der mord in der gehenwart entpuppt sich als wenig nachvollziehbar und obwohl der ermordete relativ beliebt und moralisch auch nicht besonders verwerflich ist, wird eher betrauert, dass der mörder in diesem fall eben das ist: der mörder. potenzial da, aber iwie verschenkt, möglicherweise werden die losen fäden in weiteren teilen aufgegriffen, wenn es denn eine reihe werden doll, aber alleinstehend eher nicht sehr wirkungsvoll. schade.

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
23. Nov.
Rating:3

Zeitreise trifft Crime

Ali ist Polizistin und arbeitet in der Cold Case Unit, aber die Fälle lösen sie und ihre Kollegen nicht durch reine Ermittlungsarbeit sondern durch Zeitreisen. Das an sich klang sehr interessant und ich war gespannt auf das Buch. Der Schreibstil war angenehm und es hat sich gut lesen lassen. Ali als Protagonistin mochte ich auch. Sie ist zwar teilweise vielleicht etwas ruppig aber sympathisch. Der Fall, in dem sie ermitteln soll ereignete sich 1850 und ich fand es sehr gut beschrieben, wie Ali sich in diese Zeit einfindet. Dazu kommt dann der Fall im Heute (welches 2023 spielt). Durch die zwei Fälle die in gewisser Weise parallel laufen, kam für mich leider keine richtige Spannung auf. Vor allem im Jahr 1850 war es mehr ein Miterleben mit Ali, wie sie sich dort einfindet als richtige Ermittlungsarbeit. Und auch wird dieser Fall meiner Ansicht nach nicht richtig aufgeklärt. Dazu kommt der Fall im Jahr 2023. Dieser wird aufgeklärt jedoch lässt mich diese Aufklärung etwas unbefriedigt zurück. Am Ende geht es alles recht schnell und ich frage mich, ob das alles so wirklich gepasst hat. Die Erklärung des Motivs ist für mich dazu auch nicht zu hundert Prozent befriedigend. Ich hatte mir definitiv mehr erhofft. Für Zwischendurch war es aber eine nette Lektüre.

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
14. Nov.
Rating:4

Kriminalroman trifft auf Sci-Fi

„Manche Schuld vergeht nie” ist eine erfrischende Mischung aus Kriminalroman und Science-Fiction. Aber Achtung: Du musst bereit sein für die Absurditäten des 19. Jahrhunderts! Wenn Cold Cases zu Frozen Cases werden: Dank einer Zeitreise-Technologie kann die Kriminalbeamtin Ali nicht nur in jahrzehntealten, sondern sogar in jahrhundertealten Fällen ermitteln. Zum ersten Mal geht es besonders weit zurück, ins Jahr 1850. Hier soll Ali die Machenschaften eines Geheimbunds aufdecken. Es war mein erstes Buch von Elly Griffiths, aber definitiv nicht mein letztes! Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und flott, verfeinert mit einer guten Prise Humor. Die Protagonistin Ali ist sehr sympathisch: Sie ist 50 Jahre alt, und fühlt sich keineswegs so, liebt ihr flippiges Äußeres und lässt sich niemals unterkriegen. Im Verlauf der Geschichte begleiten wir Ali in die viktorianische Zeit und erfahren, was es mit dem Geheimbund und einigen Morden auf sich hat. Zeitgleich ereignet sich ein Mord in der Gegenwart – und Alis Sohn gerät in den Fokus der Ermittlungen. Die Vorbereitungen auf die Zeitreise und das tatsächliche Leben im Jahr 1850 habe ich sehr gerne gelesen. Verrückt, wie man damals die Rolle der Frau definiert hat und welche Hygienestandards herrschten – schockierend und amüsant zugleich. Ich wurde wunderbar unterhalten und konnte jederzeit miträtseln. Und leider war genau deshalb das Ende des Buchs nicht ganz rund für mich. Es gibt noch einige offene Fragen und mir erschließt sich die Lösung des Falls im 19. Jahrhundert nicht. Da dies der Auftakt einer neuen Reihe ist, bin ich sehr gespannt, ob die Thematik noch einmal aufgegriffen wird, oder ob Ali sich im zweiten Teil einem komplett neuen Fall widmet. „Manche Schuld vergeht nie” kann ich jedem empfehlen, der einen außergewöhnlichen und unterhaltsamen Kriminalroman lesen möchte – kurzweilig und mitreißend und dank der Einblicke ins 19. Jahrhundert sogar lehrreich.

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
13. Nov.
Krimi zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Rating:4

Krimi zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Das Buch startet angenehm in die Handlung und man lernt am Anfang die einzelnen Hauptcharaktere kennen. Neben der Kriminalbeamtin Ali Dawson sind das hauptsächlich ihr Team und ihr Sohn, der in der Handlung auch eine wichtige Rolle spielt. Am Anfang wird auch geschickt die Geschichte erzählt, wie es dazu kommt, dass die Geheimeinheit in die Vergangenheit reisen kann. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und man kann das Buch leicht vor sich hinlesen. Allerdings hat das Buch in der ersten Hälfte auch seine Länge. Dies ist vor allem während Ali in der Vergangenheit feststeckt und man das Gefühl beim Lesen hat, dass nichts so richtig vorangeht. Dieses Gefühl soll wahrscheinlich auch dem Leser vermittelt werden, aber gerade hier fehlt auch die Spannung in der Geschichte. Dies wird dann in der zweiten Hälfte anders. Ein weiterer Mordfall in der Gegenwart kommt hinzu, in dem auch der Sohn von Ali Dawson eine Rolle spielt. Durch diese neue Handlung in der Geschichte nimmt das Buch wieder an Fahrt auf. Auch wird im zweiten Teil aus meiner Sicht besser zwischen der Geschichte in der Vergangenheit und der in der Gegenwart gewechselt. Durch diese Wechsel wird man auch animiert, weiterzulesen, weil man natürlich wissen möchte, wie beide Handlungen ausgehen. Die höhere Geschwindigkeit in der Handlung im zweiten Teil wird meiner Ansicht nach bei der Lösung des Falls etwas überzogen. Die Lösung kommt für mich eindeutig zu schnell und am Ende fühlt man sich etwas aus der Geschichte herausgeworfen. Auch gibt es meinem Gefühl nach zu viele Fragen die offenbleiben, was am Ende des Buches etwas unbefriedigend ist. Daher überzeugt mich insgesamt das Buch nicht komplett. Es ist ein interessanter Krimi mit einem abgefahrenen Plot, der zu Beginn etwas langatmig ist und leider am Ende zu schnell zur Lösung kommt. (Werbung, unbezahlt, Buch bei Gewinnspiel gewonnen)

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen
9. Nov.
Rating:4.5

Ein Mord im viktorianischen London, ein mysteriöser Geheimbund und eine Ermittlerin, die quer durch die Zeit reist – „Manche Schuld vergeht nie“ verbindet klassische Krimispannung mit einer faszinierenden Prise Science-Fiction und historischen Elementen. Elly Griffiths schafft es, Vergangenheit und Gegenwart so geschickt zu verweben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Kriminalbeamtin Ali Dawson gehört zu einer geheimen Einheit, die mithilfe von Zeitreisen ungelöste Mordfälle aufklärt. Ihr neuester Auftrag führt sie ins 19. Jahrhundert – ins viktorianische London. Dort soll sie einen brutalen Mord an einer jungen Frau aufklären und gleichzeitig den Namen des Ururgroßvaters eines einflussreichen Politikers reinwaschen. Doch die Mission gerät aus dem Ruder: Ali bleibt in der Vergangenheit stecken, während in der Gegenwart plötzlich ein weiterer Mord geschieht – und ihr eigener Sohn ins Visier der Ermittlungen gerät. Was soll ich sagen – ich war wirklich überrascht, wie sehr mich diese Geschichte gefesselt hat! Der Schreibstil ist leicht und flüssig, sodass man mühelos durch die Kapitel fliegt. Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen, die Elly Griffiths kunstvoll miteinander verknüpft. Die Autorin beschreibt die Schauplätze unglaublich detailliert – man kann den Nebel Londons förmlich spüren und hört das Knarren der alten Dielen unter Alis Füßen. Gleichzeitig gelingt es ihr, Spannung aufzubauen, ohne dabei den Überblick über die komplexen Handlungsstränge zu verlieren. Der Plot hat mich mehrfach überrascht – auf den wahren Täter wäre ich nie gekommen! Und obwohl am Ende vieles aufgelöst wird, bleiben noch einige Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden. Fazit: Ein fesselnder Krimi mit einer originellen Zeitreise-Idee, starken Figuren und einer packenden Atmosphäre. Wer gerne historische Krimis liest, aber auch für moderne Erzählweisen offen ist, sollte „Manche Schuld vergeht nie“ unbedingt lesen. 4,5/5 ⭐️ – klare Empfehlung!

Manche Schuld vergeht nie
Manche Schuld vergeht nieby Elly GriffithsTropen