22. Mai
Rating:1

Realitätsnahe Tristesse ohne Spannung – Ein enttäuschender Roman

In „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ von Martina Hefter pflegt die Leipziger Künstlerin Juno tagsüber ihren schwerkranken Mann. Nachts flüchtet sie vor der Erschöpfung ins Internet und chattet mit „Love Scammern“ – Online-Betrügern, deren Spiel sie durchschaut. Als sie jedoch auf den Scammer Benu trifft, bricht die Fassade. Zwischen den beiden ungleichen Charakteren entsteht trotz der Lügen eine überraschend tiefe, ehrliche digitale Verbindung über Sehnsüchte, Einsamkeit und echte Nähe. Für mich war das Buch leider eine Enttäuschung. Die Geschichte ist zwar sehr realitätsnah und bringt neben der extrem schweren, düsteren Thematik sogar ab und zu ein wenig Witz mit, aber insgesamt hat mir das Ganze überhaupt nicht zugesagt. Der Alltag zwischen Pflege und Internet-Chats zieht sich ohne echten Spannungsbogen dahin. Am Ende bleibt die Story komplett unspektakulär und lässt einen flach zurück. So real diese Probleme im echten Leben auch sein mögen – für mich ist das kein Stoff, über den man unbedingt einen ganzen Roman schreiben musste. Ich kann das Buch daher leider nicht weiterempfehlen.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
15. Mai
Rating:3

Still, traurig und sehr menschlich

"Hey guten Morgen, wie geht es dir?" habe ich als Hörbuch gehört und mochte besonders die ruhige, melancholische Stimmung. Die Geschichte fühlt sich sehr echt an und zeigt auf eine sensible Weise Einsamkeit, Nähe und das Bedürfnis, gesehen zu werden. Auch wenn mich das Buch emotional berührt hat, konnte es mich nicht ganz so mitreißen wie andere Geschichten. Trotzdem mochte ich die leisen Töne und die menschlichen Figuren sehr. Insgesamt ein gutes, nachdenkliches Hörbuch, das lange nachhallt — auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
27. Apr.
Rating:2.5

Bin geteilter Meinung

Der Schreibstil ist auf jeden Fall mitreißend und auch die Geschichte klingt am Anfang verlockend. Leider hat das Buch doch zu viele Längen (und das obwohl es sehr kurz für meine Verhältnisse war) und für mich einfach zu viel Leere. Die Anspielungen auf Astronomie, Theatergeschichten und auch die gesellschaftliche Kritik hatten sprachlich und inhaltlich Potential. Hier war mir die Ausführung aber irgendwie nicht passend. Die Geschichte, die mich eigentlich interessiert hatte, war für mich viel zu selten im Fokus: die Beziehung zwischen Juno und Jupiter. Man musste schon sehr zwischen den Zeilen lesen. Das macht Literatur vielleicht für viele aus - mich hat es hier aber eher genervt. Auch eine intensivere Storyline zum Thema „Love Scam“ im Internet hätte ich mir hier gewünscht. Ich kann mich noch nicht mal entscheiden ob, ich die Umsetzung zu banal oder zu hochgestochen finde. Immerhin hat das Buch den deutschen Literaturpreis gewonnen. Da frage ich mich schon, ob’s an mir liegt, dass mir das Buch nicht richtig gefällt. Aber Literatur ist wohl wirklich sehr subjektiv und ich finde einfach eine andere Art von Büchern zugänglicher und ansprechender.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
23. Apr.
Love Scamming mal umgedreht
Rating:1.5

Love Scamming mal umgedreht

Das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Ich habe das Buch ausgewählt, weil sich der Klappentext richtig gut angehört hat. Aber die Geschichte dahinter hat mich leider überhaupt nicht erreicht. Ich fand zwar die Grundidee gut, konnte mich aber mit der Hauptprotagonistin Juno überhaupt nicht identifizieren. Der Schreibstil ist zwar einfach gehalten - aber durch die Chatverläufe für mich ein wenig verwirrend. Ein Roman der mich persönlich nicht erreichen konnte, aber vielleicht jemand anderen.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
19. Apr.
Kann Chatsprache literarisch sein?
Rating:4

Kann Chatsprache literarisch sein?

Anscheinend ja! Sensibles Portrait über eine pflegende Angehörige und vor allem über das Verschwimmen von Wahrheit und Lüge, die großen Wahrheiten, die sich zwischen die kleinen Lügen stehlen und die Lügensplitter, die in der Wahrheit stecken.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
19. Apr.
Rating:4

Ein Buch aus der heutigen Zeit 🧡

Vielleicht gehe ich etwas befangen in dieses Buch, da die Autorin die Mama einer Freundin von mir ist, aber ehrlich bin ich immer. Ich mochte die Idee und den Schreibstil des Buches sehr. Aktuelle, aber schon lang bestehende Thematiken werden von Juno aufgearbeitet, sie versucht ihren Platz in der Gesellschaft zu sehen, zu erkennen. Ist sie doch schon immer eine Aussenseiterin gewesen, so wächst sie im mittleren Alter nochmal über sich hinaus, hinterfragt ihre Vergangenheit, immer gekoppelt an einen Chat mit einem Love-Scammer. Als Leipzigerin macht es natürlich noch viel mehr Spaß das Buch zu lesen und die Orte zu kennen. Ganz viele Liebe auch an Jupiter, der ein Stück Wahrheit in sich trägt. 💜 Teilweise hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht, die Themen sind manchmal nur oberflächlich angeschnitten und wirken dadurch zusammenhangslos.. aber vielleicht sollte auch genau das widergespiegelt werden, das Leben läuft nicht immer nur in einer Bahn. Ich freue mich sehr auf den neuen Roman „Nach der Sonne schauen“, der am 17.10. erscheint und in den ich schon etwas reinlesen durfte.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
15. Apr.
Rating:4.5

"Dolce Vita ist das, was man sich immer wünscht, und [...] was man verachtet. Nur durch Tod und Leid anderer zu bekommen

Ein wirklich außerordentliches Buch, das gleichzeitig die schieren Abgründe einer postkolonialen Welt und dem Kapitalismus selbst inklusive Rassismus und Ausbeutung nie aus den Augen verliert sowie mit Feingefühl die zwischenmenschlichen kleinen und großen Momente einfängt. Es braucht dabei keine gigantischen, cineastischen Momente, um bahnbrechend erzählt zu sein. Plus: Wie interessant & vielschichtig das Thema weiblichen Alters in diese Welt eingebunden ist, macht das Ganze umso anmutiger. Toll!

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
12. Apr.
Rating:4

Was schreibt man zu einem solchen Buch? Juno ist anders, speziell. Für eine Weile taucht man ein in ihre Welt und ihr Denken, da alles aus ihrer Perspektive erzählt ist: ihr Anderssein, ihr kranker Mann, ihre Leidenschaft für Theater und Tanz, ihre Chat-Dialoge. Zu Beginn etwas irritierend, aber trotzdem irgendwie fesselnd bis zum Schluss. Wobei der Schluss genauso wenig ein Ende ist wie der Beginn kein Anfang ist. Man springt für eine gewisse Zeit in ihr Leben, ihren Alltag und dann wieder raus.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
9. Apr.
Rating:3

Ein Buch über Einsamkeit und die Suche nach sich selbst und nach der inneren Kraft

Das Buch ist kurz (ca. 220 Seiten) und sehr leicht zu lesen. Es erzählt ruhig und unspektakulär von Junos Alltag, wobei der Fokus weniger auf der Krankheit ihres Mannes liegt als auf ihrer inneren Welt – ihrer Einsamkeit, Traurigkeit und Selbstsuche. Die Handlung ist bewusst schlicht und ohne großen Spannungsbogen gehalten, was es realistisch, aber stellenweise auch etwas langatmig macht. Insgesamt ein interessantes, nahbares Buch, das jedoch etwas straffer hätte sein können.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
7. Apr.
Rating:3

Hmm.

Ich weiß nicht… Liest sich ganz gut runter, ist sehr melancholisch und ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den tieferen Sinn der Geschichte verstanden habe (gibt es einen?)… Stellenweise dachte ich an den Erzählstil von Caroline Wahl… aber auf Wish bestellt. Trotzdem konnte ich es auch nicht weglegen und abbrechen…

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
6. Apr.
Rating:5

Hey guten Morgen, mir geht’s nicht gut

Ein Buch in einem Rutsch zu lesen ist eigentlich immer ein gutes Zeichen. Ein Buch in einem Rutsch zu lesen und dabei Trauer, Wut, Freude und noch 100 andere Emotionen zu spüren, ist der Beweis für die beste Art von Lesevergnügen. Hey guten Morgen, wie geht’s dir? Erzählt von Juno. Sie ist Anfang 50, pflegt ihren Partner Jupiter und steckt tief in einer depressiven Episode. Zum weinen geht sie raus auf die Straße oder in den Supermarkt und auch ansonsten gleicht ihr Leben eher tristen Momenten als wahrem Hochgefühl. Und trotzdem: Juno holt sich Stück für Stück die Kontrolle über ihr Glück zurück. Auch wenn das in Angesicht von einem chronisch kranken Partner, Geldproblemen und dem allgegenwärtigen Gefühl von Mittelmäßigkeit im eigenen Leben echt schwer ist. Aber Juno sucht nach einem Ausweg. Und scheint ihn irgendwie zu finden in Chats mit einem Love Scammer aus Nigeria. Must read!

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
5. Apr.
Rating:3

Gutes Buch, aber nicht mein Geschmack

Das Buch bearbeitet viele wichtige Themen, aber es war gar nicht mein Schreibstil und konnte mich auch gar nicht mit den Themen im Buch identifizieren. Es lässt sich schnell lesen und rein objektiv betrachtet ein gutes Buch, aber subjektiv nicht mein Geschmack.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
2. Apr.
Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Rating:2.5

Hey guten Morgen, wie geht es dir?

Der Schreibstil ist zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig. Trotzdem habe ich mich schnell dran gewöhnt und mochte ihn dann ziemlich. Es ist ein zeitgenössischer Roman, der ans Herz geht und behandelt schwierige Themen wie das „Love Scamming“ oder das Krankheitsbild „MS“. Das Thema des Buches fand ich recht interessant und ich wollte mal etwas anderes lesen als Fantasy oder Ähnliches. Leider konnte mich das Buch nicht ganz abholen, trotz Buchpreis. Ich muss gestehen, ich wusste bis zum Schluss nicht was die Autorin mit der Story rüber bringen wollte und was die Aussage ist. Dadurch, dass der Roman nur 224 Seiten hat, lässt er sich trotzdem gut zwischendurch lesen und ich denke er wird sein Publikum finden. Die Protagonisten fand ich ganz nett. Ich hätte mir gewünscht, noch mehr über Jupiter zu erfahren, da sein Krankheitsbild ziemlich komplex ist. Und auch wenn der Hauptfokus das Love Scamming ist, hätte man dieses Thema ein wenig ausweiten können. Werbung/ Rezensionsexemplar

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
30. März
Rating:2.5

Verarsche die, die dich verarschen!

Die originelle Idee führte mich zu diesem Buch, nicht etwa der Umstand, dass damit der Deutsche Buchpreis 2024 gewonnen wurde. Nach welchen Kriterien dieser Buchpreis verliehen wird, erschliesst sich mir meistens nicht und muss für mich nicht im Reflex gleich für Qualität stehen. Eine Frau im typischen mittleren Alter als „Beute“ für Love-Scamming, wert sich, indem sie den Spiess umdreht. Das klingt doch einmal sehr interessant. Juno lebt mit Jupiter zusammen (schon die Wahl der Namen wirkt etwas überzogen), einem Mann, der unter einer langsam fortschreitenden MS leidet, was ihrer beider Leben schon sehr deutlich einschränkt. Als freie Künstlerin muss sie keiner täglich vorgegebene Struktur folgen, sie tanzt regelmässig, verfolgt ihre künstlerische Inspiration und unterstützt ihren Partner. Eher aus Langeweile chattet sie mit Unbekannten, Profile, die sich sehr deutlich als „fake“ identifizieren lassen. Sie spielt das Spiel mit, indem auch sie den Chat-Partnern erfundene Geschichten auftischt. Die Geschichte beginnt interessant, genau nach meinen Erwartungen, wirkt zunächst originell, der Erzählstil ist flüssig und zugänglich. Schon bald aber löst sich alles in eine Belanglosigkeit auf, die den Eindruck nach purer Langeweile und Richtungslosigkeit zu verstärken scheint, den man schnell von der einzigen Hauptperson bekommt. Wir gelangen vom 100sten ins 1000ste, ein nicht ganz uninteressantes Thema wird zusammenhangslos mit einem anderen ausgewechselt, ein Sinn hat sich mir kaum erschliessen können. Die Erzähl-Stimme wirkt gekonnt und beweist das Telent der Autorin. Aber es ist ein Buch in einer gekonnten Form gewebt, welches Inhalt vermissen lässt. Wusste die Autorin, was genau sie beschreiben wollte, oder hat sie einfach ihrer Kreativität freien Lauf gelassen,wohin es sie auch immer führen mag? Mich hat die Autorin unterwegs bald verloren und ich konnte bis zum Ende des Buches keinen tieferen Sinn erkennen

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
29. März
Getäuschte Liebe und stille Wahrheiten⚡
Deutscher Buchpreis 2024
Rating:4

Getäuschte Liebe und stille Wahrheiten⚡ Deutscher Buchpreis 2024

4⭐️ Ein Buch, das man nicht verschlingt – sondern begleitet. Man liest die Chatverläufe mit den Love-Scammern, beobachtet Juno im Kontakt mit Benu, der anfangs etwas seltsam wirkt – ständig bekifft, irgendwie neben der Spur – und dabei doch auf eine eigene Art ehrlich ist. Juno hingegen bleibt ihm gegenüber nicht wirklich ehrlich. Sie gibt nur Teile ihres Lebens preis, lässt anderes bewusst im Schatten. Und genau dieses Ungleichgewicht zieht sich leise durch ihre Begegnungen. Dann ist da Jupiter, ihr Mann im Rollstuhl, gezeichnet von Multiple Sklerose, und ihre Beziehung, die still, kompliziert und irgendwie festgefahren wirkt. Trotzdem ist Juno immer für ihn da! Und man merkt, dass sie ihm liebt! Man ist kein Teil der Geschichte, sondern ein stiller Beobachter. Von Junos Leben. Davon, wie sie versucht, einfach weiter ihr Leben zu leben. Spannung gibt es hier kaum – dafür einen ruhigen, gleichmäßigen Flow, der sich angenehm lesen lässt. Und genau das bleibt hängen: Dieses leise Gefühl, dass nicht alles gesagt wird – und vielleicht auch nicht alles gesagt werden kann. Und irgendwie bleibt man zurück mit mehr Gefühl als Antworten. 💔

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
28. März
Rating:4

„Aber der Wind war sichtbar. Auf dem Gelände standen überall Bäume, ihre Wipfel wogten hin und her, und man hörte die Blätter rauschen. Juno blieb still. Wie schön dieser Moment war, und wie glücklich sie war, ihn erlebt zu haben, einen kostbaren Moment von wirklicher Schönheit. Denn Schönheit war es, die am Ende im Gedächtnis blieb, nicht äußere Schönheit, sondern die Schönheit eines Moments, der völlig unerheblich war.“ Wegen dieser Sprache und solchen Beschreibungen habe ich das Buch zu Ende gelesen. Man erhält einen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin. Juno lebt zusammen mit ihrem schwerkranken Partner Jupiter in Leipzig. Sie schlägt sich mit Tanzaufführungen durch, verbringt die Tage mit der Pflege von Jupiter und die schlaflosen Nächte mit Love-Scammern, die sie aber für ihre Zweck benutzt. Bis sie von einem Nigerianer angeschrieben wird, der mehr für sie wird. Es werden wenige Monate im Leben von Juno beschrieben. Monate in denen nicht viel passiert. Es gelingt der Autorin aber uns einen Einblick in das Leben einer Frau zu geben, die eher am Rand der Gesellschaft lebt, einen Einblick in ihre Gefühlswelt, die wahrscheinlich so kompliziert, verworren und fragmentarisch ist, wie die von uns allen. Ein gutes Buch, wenn man sich auf das gemächliche Tempo einlassen kann.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
28. März
Rating:2

Leider enttäuschend

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an dieses Buch – gerade weil ich im Vorfeld so viel darüber gehört habe, auch im Zusammenhang mit dem Buchpreis. Umso schwerer fällt mir diese Meinung… Die Geschichte rund um Juno klang für mich eigentlich total spannend: ein Leben zwischen Pflege, Kunst und diesen nächtlichen Gesprächen mit Love-Scammern – irgendwo zwischen Einsamkeit, Sehnsucht und Selbsttäuschung. Aber ich bin einfach nicht reingekommen. Für mich hat sich alles sehr gezogen. Es plätscherte eher vor sich hin, ohne dass ich wirklich einen Zugang zu Juno oder ihren Gedanken gefunden habe. Und das ist für mich immer der Punkt, an dem ich merke: es passt gerade einfach nicht. Ich habe das Buch nach etwa einem Drittel abgebrochen – was bei mir wirklich selten vorkommt. Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt. Vielleicht habe ich einfach etwas anderes erwartet. Das ist hier ganz klar nur meine persönliche Meinung – ich kann absolut verstehen, wenn andere dieses Buch fühlen und lieben. Für mich war es leider nichts

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
26. März
Achterbahnfahrt der Emotionen, ehrlich
Rating:4

Achterbahnfahrt der Emotionen, ehrlich

weiß wirklich nicht, was ich zu diesem Buch sagen soll 😅 Ich war teilweise richtig sauer beim Lesen, so richtig dieses „meinst du das gerade ernst?!“ Gefühl 🤯 So viele Dinge daran sind moralisch einfach komplett schief und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, warum das so dargestellt wird. Vor allem diese Doppelmoral hat mich wahnsinnig gemacht. Und trotzdem… konnte ich nicht aufhören zu lesen 🫠 Die Protagonistin ist so schwierig. Selbstverliebt, widersprüchlich und teilweise einfach unfair, aber genau das macht es irgendwie auch so spannend, weil man sich die ganze Zeit an ihr abarbeitet. Und genau das ist auch das Verrückte daran: Dieses Buch lässt dich nicht in Ruhe. Du denkst danach weiter, stellst alles infrage und änderst gefühlt alle paar Minuten deine Meinung dazu. Ich finde nicht, dass es perfekt ist. Gerade bei sensiblen Themen hätte es an manchen Stellen echt mehr Tiefe gebraucht. Aber ganz ehrlich? Es hat mich komplett auseinandergenommen. Wütend gemacht, verwirrt und gleichzeitig so gepackt, dass ich es nicht vergessen kann. Und genau deshalb ist es irgendwie verdammt stark 🔥 Ich kann absolut verstehen, warum das Buch 2024 den Buchpreis gewonnen hat.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
26. März
Rating:3.5

Gutes Buch aber nicht meine Lebensrealität, daher kein Highlight

Gutes Buch, nüchtern beschrieben, dennoch eindringlich ABER ich glaube nur ein Highlight fü die angestrebte Zielgruppe - m.E. mittelalte (weiblich) Menschen. Es geht um gesellschaftliche Erwartungen an eine Frau. Zu bleiben, zu pflegen, sich aufzuopfern und hinten an zu stellen. Es geht um ein bescheidenes Leben und dass man sich nicht zu beklagen hat als Frau. Es geht um eine Frau im mittleren Alter, die von der Gesellschaft nicht mehr als "attraktiv" und jung wahrgenommen und dadurch unsichtbar wird. Gerade durch diese spezielle Art zu Schreiben kommen diese Gefühle bei mir an und hinterlassen, denke ich, gerade bei LeserInnen, die das relaten können, in dieser oder einer ähnlichen Lebensrealität leben, bleibenden Eindruck.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
19. März
Rating:4.5

Ergreifend, traurig und witzig zugleich.

In „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ begleitet man eine Frau, die sich nachts in Online-Chats mit fremden Männern verliert – zwischen Einsamkeit, Sehnsucht und der Suche nach Nähe. 💭 Während ihr Alltag von Verantwortung, Sorgen und stillen Routinen geprägt ist, eröffnen diese Gespräche einen Raum für Fantasie, Ehrlichkeit und manchmal auch Selbsttäuschung. Stück für Stück entfaltet sich eine Geschichte über Beziehungen, Bedürfnisse und darüber, was Menschen wirklich miteinander verbindet. 📖 Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit regelrecht weggeatmet. Die Geschichte ist gleichzeitig ergreifend, traurig und witzig, was für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt. ✨ Martina Hefter gelingt es, sehr feinfühlig über Sehnsüchte, Bedürfnisse und die Frage nach Nähe und Liebe zu schreiben. Besonders berührt hat mich, wie ehrlich das Buch zeigt, wie weit man manchmal bereit ist zu gehen – für die Liebe und für das Gefühl, gesehen zu werden. Für mich persönlich eine klare Leseempfehlung. Vielen lieben Dank @team.bloggerportal und @penguinbuecher fur das Rezensionsexemplar! 🫶🏻

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
16. März
Rating:4.5

Positive Überraschung

Normalerweise packen mich preisgekrönte Bücher eher nicht - die Symbolik dieses Buches hat mich jedoch abgeholt. Martina Hefter gelingt es in ihrem Buch, zeitgemäße Themen wie Pflegearbeit, Selbstentdeckung und Rassismus aufzugreifen und setzt sie gekonnt in Kontrast zum Motiv der Mythologie. Dies ist kein Buch, was sich schnell runterliest, auch wenn die Sprache sehr leicht ist. Es lohnt sich hier, die Symbolik des Buches zu analysieren, um das Werk vollständig zu verstehen. Vielleicht keine Urlaubslektüre, trotzdem eine tolle Überraschung! 🙏🏼

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
15. März
Rating:4.5

Eine stille Geschichte, die doch ihren ganz eigenen, tiefen Sog hat. Junos Lebendigkeit im Kontrast zu Jupiters Krankheit, Junos Biographie im Kontrast zu dem Love-Scammer Benu. Der Text, eine Mischung aus Geschichte, Chat-Verläufen, Gedicht und medienübergreifenden Hinweisen. Ein Buch, das mich durch gerade das Leise berührt hat und weiter beschäftigt. Eines, das man nach einer Weile noch einmal lesen muss. Große Empfehlung.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
13. März
Rating:2

Puh, ich hätte es wirklich gerne gemocht, aber der Funke ist nicht über gesprungen. 2 Sterne weil ich den Anfang wirklich gut fand und mir viel erhofft habe, aber es wurde dann einfach immens langweilig und ich hab mich eher durchgequält. Was schade ist, denn es wär Potential da gewesen

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
13. März
Rating:4

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises von 2024 konnte mich überzeugen. Der Schreibstil war leicht und nicht so konstruiert, wie bei anderen Buchpreis Kandidaten. Die Geschichte ist schnell erzählt: Juno, Performance Künstlerin lebt mit Mann Jupiter zusammen. Ihr Mann ist an MS erkrankt, sie kümmert sich um ihn. Nachts chattet sie mit Love Scammern aus Nigeria. Dem Buch klingt eine Traurigkeit und Melancholie mit. Es geht um Einsamkeit innerhalb einer Ehe, um den Umgang mit der Erkrankung eines Partners, um Isolation und die Flucht aus dem Alltag.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
12. März
Rating:3

Panorama View in Leipzig

Es wirkt surreal und recht distanziert durch den Erzählstil, trotz der intensiven persönlichen Geschichte. Bekannte teilweise auch alltägliche Themen wie zum Beispiel das Love-Scamming und die Verzweiflung darin, die Sorgen einer Leipzigerin im Vergleich zu einem Bewohner von Nigeria, das Fremdgehen, das Pflegen eines Angehörigen gar Partner, das Älterwerden oder der Leidensweg als Frau oder Künstlerisch Schaffende, die Frage der Selbstwirksamkeit und noch einige mehr werden hier in wenigen Seiten beim genauen Hinsehen zum Ausdruck gebracht. Sicherlich kann der ein oder andere beschreiben, dass die Details fehlen und es fehlte für mich ein Spannungsbogen, den man gerne in der Fiktion trifft. Es fühlte sich an als stille Beobachterin das Leiden einer anderen Zeitgenössin zu beobachten und ich frage mich ehrlich wie geht es mir, wenn das Leben an mir vorbei zieht und ich auf ein späteres Alter treffe?

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
8. März
Rating:4.5

Melancholisch und leicht düster

Ich mochte den melancholischen und „vergänglichen“ Beigeschmack des Buches. Sicher kein Highlight für jeden, doch finde ich, dass diverse wichtige Themen im Buch aufgegriffen werden und mit einander verflochten werden, ohne dafür eine Lösung am Ende liefern zu müssen. Ich persönlich kannte den Film „Melancholia“ nicht und war daher dankbar, hier in einer erst kürzlich veröffentlichten Rezession sehr gute Anmerkungen dazu lesen zu können. 🪐 🌍

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
5. März
Rating:2.5

Ich hab nicht wirklich eine Meinung zu diesem Buch

Ich kann weder sagen, dass es mir gefallen hat, noch dass es das nicht hat. Es ist irgendwie eine Aneinanderreihung von Banalitäten des Alltags. Ich hab nicht verstanden, was mir die Geschichte jetzt erzählen wollte. Der Stil war gut. Im Mittelteil hat es sich sehr gezogen. Ich bin irgendwann aufs Hörbuch umgestiegen und mehrfach dabei eingeschlafen.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
28. Feb.
Rating:2

Verwirrt, distanziert, unberührt. Nicht Meins!

Ich habe mich mit „hey guten Morgen, wie geht es dir?“ von Martina Hefter schwergetan. Die Sprache wirkte auf mich oft zu abstrakt und widersprüchlich, sodass ich keinen richtigen Zugang gefunden habe. Obwohl das Thema an sich spannend klang, blieb es für mein Gefühl unausgeschöpft und verlor sich in stilistischen Experimenten. Die Hauptfigur empfand ich als unsympathisch, was meine Distanz zur Geschichte noch verstärkte. Zusätzlich haben die häufigen Zeitsprünge meinen Lesefluss gestört und mich immer wieder aus der Handlung geworfen. Insgesamt war der Roman einfach nicht meins.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
27. Feb.
Roman des Jahres 2024 💛
Rating:4

Roman des Jahres 2024 💛

✨Rezensionsexemplar✨ Nachdem ich letztes Jahr nun auch noch (zu allem Überfluss 😂😂) meine Leidenschaft für zeitgenössische Literatur entdeckt habe, aber wenig davon auf dem SuB habe, war ich sehr glücklich, diese Geschichte zu entdecken. Das war mein erstes Buch der Autorin und ich bin beeindruckt! ✨Zitate „Eine der Frauen hatte sich das Leben genommen, mit Anfang sechzig. … Ihr Haus war verpfändet worden, sie hatte ihren Job verloren. Sie hatte über 250.000 Euro an den Love-Scammer gesendet, weil er versprach, bald nach Deutschland zu kommen, erzählte die Freundin.“ „Jupiters Rollstuhl war mindestens fünfzig Kilo schwer, ohne Hilfe bekam sie ihn nicht die Treppe vom Hochparterre runter auf den Gehweg. Man brauchte eine zweite Person, und Jupiter musste auch unterstützt werden, wenn er sich die Treppe hinunter hangelte.“ ✨Inhalt Juno und Jupiter sind glücklich, aber Jupiter ist auch schwer krank und auf Junos Hilfe und Pflege angewiesen. Juno vertreibt sich außerdem ihre wenige freie Zeit damit, Love Scammer im Internet zu entlarven… ✨Meinung Das Buch hat sich sehr angenehm lesen lassen. Trotz der Schwere und Brisanz der Themen schreibt Martina Hefter mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Gerade deshalb sind mir einige Abschnitte sehr nahe gegangen. Der respektvolle Umgang zwischen Juno und Jupiter, ihre spürbare Verbundenheit, mein Herz schmerzt immer noch, wenn ich daran denke. Hingegen die Ungerechtigkeit von Krankheit und Pflegebedürftigkeit… diese Themen betreffen alle, aber nicht alle sind so mutig, darüber einen Roman zu schreiben bzw. sich damit auseinanderzusetzen. Jupiter kämpft gesundheitlich mit vielen Problemen, das Angewiesensein auf Hilfe fällt ihm nicht leicht. Auch den Umgang Fremder mit einem Rollstuhl thematisiert die Autorin. Es wird so lange gestarrt, bis Juno zurückstarrt. Mich hat das alles sehr beschäftigt und aufgewühlt. Die Abschnitte bzgl. der Lovescammer habe ich auch gern und mit Interesse gelesen, es fiel mir da aber etwas schwerer mich reinzufühlen. Dennoch ist auch das ein wichtiges Thema, über das gesprochen werden muss. ✨Fazit Das Buch ist ein würdiger Buchpreis Sieger🥇und ich habe die Geschichte auf jeden Fall verschlungen. Meine Bewertung mit 4⭐️ bedeutet in diesem Fall lediglich, dass ich etwas Luft nach oben für weitere Werke der Autorin lasse und aktuell noch andere Bücher meine Genre Highlights sind. Juno und Jupiter habe ich aber definitiv für immer im Herzen. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
26. Feb.
Rating:2.5

toll als Schullektüre

Der Roman mit autobiografischen Anteilen eignet sich wunderbar als Schullektüre, da er so überladen mit plakativ gewählten Stilmitteln ist, hat mich jedoch aufgrund der Handlungskargheit und fehlendem Privatinteresse am behandelten Themenfeld 'Leben als pflegender Angehöriger' gelangweilt. Während ich mir den Spaß beim Lesen vorerst durch das Interpretieren der Lektüre beschafft habe, wurde dies in Leseverlauf ungemein anstrengend, da es so viel und so offensichtlich zu analysieren gibt. Allein über jedes tattoo könnte man seitenlange Abhandlungen schreiben. Und nein, das macht ein literarisches Werk nicht zu einem guten. Kunst ist dann perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann. Und hier hätte man so einiges weglassen und dafür doch lieber einen spannenden Handlungsbogen schaffen können. In von meiner lieben Vorleserin angeheizter Motivation hier meine während des Lebens verfassten Notizen: Meiner Meinung nach macht es total Sinn, dass hier keine Anführungszeichen der wörtlichen Rede verwendet werden. (Stand S.83) Es gibt nämlich keine. Die Chatverläufe sind durch einen Einzug verschmälert wie ein echter Chat dargestellt. An einem Chat kann Juno distanziert teilnehmen. Sämtliche Akte intensiver persönlicher Begegnung werden vermieden. Ja, offensichtlich redet sie manchmal mit Jupiter oder mit den Tanzkollegen. Aber offensichtlich sind das immer nur oberflächliche Gespräche. Wo nötig, wird eine stattgefunde Konversation dargestellt aber immer mit der Distanz und Passivität, mit der Juno sich daran erinnert oder erst daran teilnimmt. Eine wörtliche Rede würde ein aktives Teilnehmen am gesellschaftlichen Leben suggerieren, was Juno durch ihre Depression nicht tut. Und zu dem Film Melancholia: Achte mal darauf, wann er erwähnt wird. Juno flüchtet sich in die Gedanken an den Film mit dem plakativen Namen an ihre Krankheit erinnernd immer dann, wenn ihr das wahre Leben zu intensiv wird. Beispiel: S.84, Juno beendet die Doku über Scammer. Anstatt an Benu zu denken - Melancholia. Und warum andauernd diese Planeten, über die man dann doch nichts erfährt? Na, weil es unbedeutend ist. Die riesigen Planeten verdeutlichen, wie winzig und irrelevant jeder einzelne Mensch und das Geschehen auf der Erde ist. Gleichzeitig sind sie so weit entfernt, dass trotz ihrer Größe auch sie für uns eigentlich nicht weiter von Bedeutung sind. Keinerlei Konfrontationsgefahr mit der Wirklichkeit. Was erfährt man aber doch - nicht über, sondern durch - die Planeten? Jupiter ist der größte Planet unseres Universums mit einem extrem starken Magnetfeld. Er ist in Junos Leben allgegenwärtig. Von ihm lösen kann sie sich nicht. Benu (eigentlich Bennu) ist ein Satellit beziehungsweise ein der Erde naher Asteroid, der eine zukünftige Einschlagsgefahr zur Bürde trägt. Keine Erklärung nötig. Plutos steht in der griechischen Mythologie für Reichtum. Pluto wurde aufgrund seiner geringen Größe das Planet-Sein aberkannt. Plutos ist ein mutmaßlich reicher Mann, mit dem Juno zwischenzeitlich Kontakt hatte, an dem sie jedoch das Interesse verloren hat. Passt. Achlys steht für Dunkelheit und tiefe Trauer. In der Zeit mit ihm hat Juno einen Teil ihrer Persönlichkeit aufgegeben. Phoebus als der Gott des Lichts und Tristan, vermutlich in Anlehnung an Tristan und Isolde, wo er ein Ritter mit Liebestrank ist, sind ein Lichtblick in Junos Leben. Begegnungen mit ihnen sind Begegnungen mit dem Theaterspielen. Aber man beachte: Ein Liebestrank bringt keine wahre Liebe. Juno betont immer wieder, dass sie nur in Theaterrollen wirklich sie selbst ist. Wieder eine Flucht aus der Realität, ein sich Bezirzen Lassen durch einen Liebestrank, eine Lüge. Glücklich zu sein, weil man die Lasten des realen Lebens überspielt und vergisst ist keine Glückseligkeit. Seite 11: Sie wird beschrieben als eine Frau, die im Zimmer neben Jupiter lebt. Juno hat schon lange aufgehört, mit Jupiter zusammenzuleben. Seite 123-125: Juno erlebt zwei Dinge: Jupiter muss wegen Schmerzen zum Zahnarzt und später muss sie los, um Klopapier zu kaufen. Für die beides lediglich lästige Alltagssituationen, für die sie das Haus verlassen muss. Seite 129: Der Roman soll, ursprünglich als Theaterstück gedacht, von Juno selbst geschrieben sein. Das bedeutet, wann immer Juno sich selbst belügt, lesen wir im Roman einen falschen Fakt. Das erklärt auch, weshalb der Roman so handlungsarm ist. Denn dazu müsste Juno einen größeren Teil ihres Lebens intensiver reflektieren oder zumindest Revue passieren lassen. Epilog: Das war dann wohl autobiographisch?

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
22. Feb.
Rating:3

In diesem Roman begleitet man Juno, eine Performancetanzkünstlerin, die sich mit kleineren Auftritten und Engagements durchs Leben schlägt. Sie lebt mit ihrem Partner Jupiter in einer kleinen Wohnung und kümmert sich um ihn, weil er an MS leidet. Junos Alltag ist geprägt von Fürsorge, Existenzängsten und dem ständigen Versuch, ihre Kunst, ihren Lebensunterhalt und ihr Innenleben in Einklang zu bringen. Parallel zu diesem Alltag berichtet sie über ihren Kontakt zu Love-Scammern auf Social Media. Einer dieser Betrüger verwandelt sich über die Zeit sogar in eine merkwürdige, zarte Online-Beziehung. Diese wird zu einem der wenigen Geheimnisse, die sie vor Jupiter bewahrt. Insgesamt wirkt Junos Leben eher traurig und schwer: sie hadert oft, trägt viel Last und überlegt immer wieder, wie es weitergehen soll. Die Geschichte verläuft ruhig und alltäglich. Es gibt keine klassische Spannung oder dramatische Zuspitzung, doch gerade die Nähe zum Alltag macht neugierig: Ich wollte stets wissen, wie es Juno ergeht, wie sie mit ihren Herausforderungen umgeht und was aus ihr wird. Am Ende gibt es keine überraschende Wendung – vielmehr bleibt das Gefühl eines gelebten, durchwachsenen Lebens, das sich nicht spektakulär auflöst, aber in seiner stillen Intensität nachklingt.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
12. Feb.
Rating:4

Mir hat besonders der Satz gefallen den die Autorin über Sora schreibt, den wo die ganze Welt vor Liebe an den Hund aus dem Gleichgewicht fällt, so fühlt es sich ja in echt an. Ich mochte die Gefühle und Situationen die beschrieben wurden. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen und fand es die ganze Zeit gut, aber die Geschichte ist nicht so spannend finde ich. Allerdings habe ich das Gefühl Juno jetzt zu kennen und das gefällt mir.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta
12. Feb.
Rating:3.5

Gut angefangen, stark nachgelassen

Juni ist Performancekünstlerin und pflegt gleichzeitig ihren kranken Mann Jupiter. Und nachts, wenn sie nicht schlafen kann, macht sie sich einen Spaß darauf, auf die Nachrichten von Love Scammern zu antworten und sie an der Nase herumzuführen. Bis sie auf einen Mann trifft, der sie zu einem ehrlichen und tiefergehenden Austausch bewegen kann. Ich fand das Buch anfangs sehr spannend und habe mich aufs Lesen gefreut. Aber ab der zweiten Hälfte hab ich kaum noch Handlung wahrgenommen, die Geschichte ist irgendwie stehengeblieben und es passierten nur noch banale Dinge. Außer dem Ende, das wiederum viel zu abrupt kam und mich etwas ratlos zurückgelassen hat.

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
Hey guten Morgen, wie geht es dir?by Martina HefterKlett-Cotta