Mein lieber Fjodor, da hast du aber - wie man heutzutage sagt, ordentlich abgerissen! Ich verstehe warum dies Buch auch 160 Jahre später noch gelesen und genossen wird. Ich bin mir sicher: Durch Raskolnikows Geschichte bin ich ein besserer Mensch geworden. Etwas schwülstig mein guter ich weiß.... Doch empfinde ich dem so. Wenn ich mit einem Axtmörder(Beil, es war ein Beil, klar) mit empfinden kann, ist dies eine große Leistung deines Feinsinnes. Und die Antagonisten. Fjodor ich sage dir wenn du heute ins Lichtspielhaus gingest. Nichts als vulgäre 0815 Bösewichte würdest du vorfinden, ab und an ist eine Ausnahme dabei. Auch sprachlich war ich hin und weg, konnte mich kaum sattschmausen an deinen wohldosierten Spezialwörtchen( Physiognomie etwa) oder wohlgeformten Sätzen(Ja, ich bin Raskolnikow! Was wollen Sie!) Viel hast du zu sagen, alles konnte ich nicht zusammenklauben, aber das war nicht die letzte Begegnung mit Rodin Romanowitsch Raskolnikow und ganz sicher nicht mit dir Fjodor! Auch das Ende übrigens: Ein Schlag in den Magen, aber ein guter...du verstehst. Bis zu deinem nächsten Werk bis Bald mein lieber Freund, in Bälde ganz bestimmt. PS: Eine höchlichst empfehlenswerte Lektüre, höchlichst!
Ach ich weiß nicht! Es hatte seine Höhen und Tiefen und die Tiefen waren leider .... sehr lang und ausgeprägt. Die Hälfte des Buches hätte es auch getan. Auch finde ich die indirekte Fragestellung hier, ob es Situationen gibt, die Mord rechtfertigt seeeeehr fragwürdig im Hinblick auf die Morde (ja es sind zwei, das wird sehr gerne mal vergessen, auch in Buch!), die in diesem Buch passieren. Die passieren schon aus sehr niederen Motiven und da gibt es auch nix dran rum zu interpretieren. Die Hauptfigur macht einfach nur wütend (und soviele - vor allem männliche - Nebenfiguren ebenso) und dieses Ende ist einfach ... poah. Ich finde in diesem Buch zwar Schuld, aber keine Sühne. Hier war es mal wieder allen voran die Leserunde, die es aufgewertet hat, insbesondere weil man sich da Luft machen konnte (und die wenigen Passagen im Buch, die sich gut und interessant weg lesen lassen haben). Ob sogenannte Weltliteratur und ich noch Freunde werden? ^^
Geniales, Doppelbödiges Werk
Mein zweites Mal „Verbrechen und Strafe“, aber das erste Mal in der Swetlana Geier Übersetzung, die ich uneingeschränkt empfehlen kann, sogar als Pflicht ausrufen würde. Wenn Dostojewskij, dann Swetlana Geier. Es liest sich generell flüssig, in dieser Übersetzung noch flüssiger. Vielleicht ist es mein persönlicher Geschmack, aber mir imponiert der Mut zu Änderungen in den Titelnamen. Vielleicht schürrt das auch mein Vertrauen in die Übersetzung. Alles in allem konnte ich mir alles gut vorstellen, und die Eckpfeiler wie die Dialoge mit Porfirij wirkten noch intensiver für mich. Ich hatte das Gefühl, alles gut ausgeleuchtet zu bekommen, um mich so auf die Details konzentrieren zu können. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs dachte, ich weiß, was mich erwarten würde. Ich bin ja im Bilde, was alles passieren wird. Pustekuchen, es entwickelte sich zu einem anderen Buch. Ist man generell beim ersten Durchgang im Strom und lässt sich treiben, weil man fast schon „eingesperrt in Raskolnikows Kopf“ ist. Wird beim zweiten Durchgang das Fragile in allem und jedem, vor allem in Raskolnikow, sichtbar und rückt Charaktere wie Sonja in die Präsenz. Um es einfach zu sagen, man ist nicht mehr so beeinflussbar wie beim ersten Mal, aber das ändert nichts. Gefühlt geht es eigentlich beim zweiten Mal los. Man hat mehr Zeit, die Dinge zu analysieren und merkt umso mehr, wie inkonsequent diese teilweise gedacht oder umgesetzt werden (Z.b Raskolnikow) und wie konsequent die entgegengesetzten Dinge dazu durchgeführt werden. (Z.b Porfirij) Eigentlich hat sich fast jeder Charakter in einem anderen Gewand gezeigt. Natürlich nicht von böse zu gut, überspitzt gesagt, aber in deren Bedeutung, vor allem für mich und für das Buch, teilweise erheblich. Dostojewskij schreibt sehr szenisch, Menschen reden nicht realistisch miteinander, sondern zum Zweck, so dass Zustände sichtbar werden. Der Mörder, der die Liebe seiner Mutter nicht ertragen kann. Sowas wird nicht einmal ausgesprochen, sondern intensiv dargestellt. Und von diesem Kaliber gibt es mehrere Szenen. Man kann sich hier richtig abarbeiten an einigen Charakteren. Speziell die Dialoge mit Raskolnikow und Porfirij entwickeln eine Dynamik, die so unter die Haut geht, dass man sich immer irgendwas fragt, aber sich nie sicher ist, und man als Leser in die Position von Raskolnikow langsam rüber gleitet. Mir wird der Geldbeutel, wie im Urlaub, aus der Tasche gezogen, ohne dass ich es merke. So fühlen sich die Szenen mit ihm an. Erwähnt muss werden, dass ich hier und da auch an meine Grenzen gestoßen bin. Ich möchte nicht wissen, was ich noch alles nicht verstanden habe. Persönlich muss ich sagen, dass es schon auch eine Arbeit ist, in Raskolnikow seinem Kopf zu sein, dabei den Versuch zu unternehmen, zu verstehen und zu analysieren, was in ihm vorgeht. Bei aller Genialität, manchmal ist es auch anstrengend, bei allem dabei zu sein. Starkes Buch! Mein Einstieg in die nächsten Romane von Dostojewskij.
Ein junger Mann, ehemaliger Student begeht einen Doppelmord um seine finanzielle Lage aufzubessern. Doch wie beeinflusst ihn diese Tat und wird er von SChlud zerfressen?Raskolnikow scheint ja eigentlich ein sehr hilfbereiter und selbstloser Mensch gewesen zu sein (bezahlt Beerdigungen und kümmert sich um pfelgebedürftige Menschen, rettet Kinder aus einem brennenden Haus, ...). Und trotzdem hat er einen Doppelmord begangen, in der Hoffnung seine eigene missliche Lage damit verbessern zu können. Schluss endlich frisst ihn die Schuld aber so auf, dass er das Verbrechen gesteht. Leider war mir jedoch der innere Konflikt nicht ausgearbeitet genug. Ich habe das Gefühl wir haben kaum etwas von Raskolnikows Gedanken erfahren. Stattdessen haben wir viel mit Interaktionen zugebracht, die in meinen Augen nicht zwingend hätten sein müssen. Wofür all diese Nebengeschichte mit dem Gutsbesitzer? In meinen Augen hätte das Buch nicht 750 Seiten lang sein müssen. Für diese Seitenzahl hat mir einfach zu viel gefehlt und ich hatte erhoft mehr darüber zu erfahren, was einen Menschen dazu treibt so ein Verbrechen zu begehn und vor allem, wie es ihn danach beeinflusst.

Erlösung — oder völlige Kapitulation?
Auf den Straßen von St. Petersburg wird Raskolnikow unmittelbar mit dem Leid seiner Mitbürger konfrontiert. Soziale Ungleichheit, Armut und Raub dringen wie dichter Nebel in jede Ecke der Stadt. Doch was nützt die Rede von Gerechtigkeit, wenn niemand den ersten Schritt wagt? Raskolnikows Gedanken widern ihn an. In seinem Aufsatz entwirft der verarmte Student die Theorie vom „außergewöhnlichen Menschen“, der das Recht — oder vielmehr die Pflicht — hat, Gesetze zu brechen, um höhere Ideen zu verwirklichen. Er fragt sich, ob er selbst zu diesem Typus gehört, und begeht einen Mord — nicht bloß als Verbrechen aus seiner Armut, sondern als Versuch, sein eigenes Gewissen zu prüfen. Kurz nach dem Tathergang trifft die Schwester der Ermordeten als Zeugin ins Zimmer auf — eine vornehme Dame, welche Unschuld und Sanftmut verkörpert und auch zum Opfer seiner Handlung wird. Doch statt Überlegenheit erfährt Raskolnikow Fieber, Isolation und inneren Zerfall. Von Beginn an verstrickt er sich in Kleinigkeiten – Ausdruck seiner inneren Zerrissenheit und Unruhe. Diese Detailbesessenheit wird ihm im Verlauf der Geschichte zum Verhängnis. Seine persönlichen Begegnung mit Elend und Selbstsabortage spiegelt sich durch das Treffen mit Marmeladow wider; einem Trunksüchtigen, der seine Familie ins Elend stürzt. Marmeladow übernimmt Verantwortung für sein Unrecht, aber nicht indem er Ordnung wiederherstellt, sondern indem er sich selber um Leiden reinigt. Normalerweise würden man eine solche Person verabscheuen, doch auf seltsame Weise empfinde ich Sympathie für ihn. Absolutes Leid als Akt der Vergebung wirkt für mich wie eine aufrichtige Annahme des Lebens, mit all seinem Schmerz und Glück, ohne selbst einzugreifen. Im Gespräch mit Marmeladow erfährt Raskolnikow von dessen Tochter Sonja. Eine junge Frau, die sich als Prostituierte aufopfert, um die Familie und ihre Finanzen aufrecht zuhalten. Schnell wird in dem Roman klar: Die Frauen sind die eigentlichen Träger der Gesellschaft — als ewiges Opferlamm in einer Welt von Männern verursachten Not. Ob sich diese Problematik auch auf die heutige Zeit zurückführen lässt? Dostoyevsky thematisiert in Verbrechen und Strafe weniger den Mord selbst als vielmehr den Umgang des Gewissens mit der Tat. Raskonlikow verfällt wiederholt in Ohnmacht und kann seinen Sinnen kaum trauen. Sein Körper rebelliert, seine Gedanken quälen ihn — funktioniert seine Theorie nicht, oder ist er zu schwach? Wie gelingt es ihm, das Verbrechen zu verbergen? Porfirij Petrowitsch, der ermittelnde Staatsanwalt, durchschaut Raskolnikow vom ersten Moment an. Doch statt ihn sofort zu verurteilen, spielt er ein psychologisches Spiel, das Raskolnikow zunehmend belastet. Er provoziert Raskolnikow, lässt ihn mit schlechtem Gewissen frei, in der Gewissheit, dass die Wahrheit schließlich ans Licht kommt. Der Dialog zwischen den beiden war äußerst unterhaltsam. Spannend war vor allem wie Porfirij Petrowitsch das Gewissen Raskolnikows verstand und spielerisch lenkte. Wie kann Raskolnikow seine Tat mit seinem Gewissen vereinbaren? Seit dem Mord distanziert er sich von allen Menschen, selbst von Mutter und Schwester, und trägt seine Schuld allein. Das eigentliche Verderben seines Verstandes liegt nicht im Verbrechen selbst, sondern in der Absonderung vom Menschsein. Eine solche existenzielle Schuld lässt sich weder durch Rechtfertigung noch durch Stolz erlösen. Hier tritt die christliche Prägung in den Vordergrund: Das Leiden muss bewusst angenommen werden, um Erlösung zu erfahren. Raskolnikow wollte Richter und Gesetzgeber sein, entscheiden, wer leben darf, nur um schließlich zu erkennen, dass er selbst schuldig ist und nicht zu den „außergewöhnlichen“ Menschen gehört. Sonja wird zum zentralen Ankerpunkt: Sie zwingt ihn nicht zum Geständnis, sondern ruft ihn zurück ins Menschsein. Letztlich gesteht Raskolnikow seine Tat und wird zu acht Jahren Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Am Ende blieb mir die Frage offen, die schon der Titel stellt: Erlösung — oder völlige Kapitulation? Raskolnikows Geständnis und die Annahme der Strafe markiert kein einfaches Aufgeben, sondern den bewussten Schritt zurück ins Leben — ins Menschsein. Die Kapitulation, die er vollzieht, ist zugleich der erste Atemzug der Erlösung – die Erkenntnis, dass wahre Freiheit in der ehrlichen Konfrontation mit sich selbst und den Mitmenschen. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft für unser eigenes Leben: Wahre Größe die sich nicht im Überschreiten moralischer Grenzen zeigt, sondern in der Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.

Ist Mord akzeptabel, wenn er positive Auswirkungen auf die Gemeinschaft hätte?
Diese Frage hat sich Dostojewskijs Protagonist Raskolnikow fast wie im Wahn gestellt und letztendlich auch in die Tat umgesetzt. Das er daran aber psychisch zugrunde geht, hatte er weniger auf dem Schirm. Der Protagonist wird nach seiner Tat von Schuldgefühlen zerfressen, die Psyche schlägt sich (wahrlich schon 1865 so dargestellt!) auf das körperliche nieder. Er bekommt Fieber, fällt vor Erschöpfung ins Delirium, bekommt Psychosen und kapselt sich von seinesgleichen ab. Ein immer heftigerer innerer Kampf von Schuld und Unschuld – sich lieber stellen oder aushalten? Der Roman und dessen Leser suchen letztendlich in diesem Kriminalroman nicht den Täter, sondern danach, wie dieser Täter überführt wird. Da Raskolnikow dem Wahn verfallen ist, verrät er sich aufgrund seines so manischen Benehmens fast ständig selber. Immer wieder geht sein Temperament mit ihm durch, er verspricht sich, überreagiert oder sucht ständig die Nähe zum ermittelnden Staatsanwalt. Die 750 Seiten sind, durch seine alten Schreibweise, schon ein Schwergewicht. Von der Handlung her, hätte man diese auf 300 kürzen können… Was aber Dostojewskij hier geschmiedet hat, ist nicht nur ein Krimi, sondern eine gesellschaftliche, emotionale und psychologische Meistertat. Er schildert unfassbar detailverliebt die Kommunikationen zwischen den Menschen auf vielen Ebenen. Und zwar so ins kleinste gehend, dass sich eine enorm dramatische Atmosphärische aufbaut. Und diese wirkt erdrückend. St.Petersburg im Jahr 1865 wirkt so realistisch. Die Charaktere sind sehr echt beschrieben. Sie entwickeln eine ganz eigene Dynamik. Es zeigen sich wunderbar die verschiedenen Gesellschaftsschichten und der Ernst der Lebensrealität im damaligen Russland vor der Revolution. Auch wenn die ewigen Konversationen nicht gerade leicht zu lesen sind und einen schnell ermüden, ist es gerade diese Detailverliebtheit im Zwischenmenschlichen, die dieses Werk zu Fjodors unsterblichen, grössten Nachlass macht.
Ein junger Mann, ehemaliger Student begeht einen Doppelmord um seine finanzielle Lage aufzubessern. Doch wie beeinflusst ihn diese Tat und wird er von SChlud zerfressen?Raskolnikow scheint ja eigentlich ein sehr hilfbereiter und selbstloser Mensch gewesen zu sein (bezahlt Beerdigungen und kümmert sich um pfelgebedürftige Menschen, rettet Kinder aus einem brennenden Haus, ...). Und trotzdem hat er einen Doppelmord begangen, in der Hoffnung seine eigene missliche Lage damit verbessern zu können. Schluss endlich frisst ihn die Schuld aber so auf, dass er das Verbrechen gesteht. Leider war mir jedoch der innere Konflikt nicht ausgearbeitet genug. Ich habe das Gefühl wir haben kaum etwas von Raskolnikows Gedanken erfahren. Stattdessen haben wir viel mit Interaktionen zugebracht, die in meinen Augen nicht zwingend hätten sein müssen. Wofür all diese Nebengeschichte mit dem Gutsbesitzer? In meinen Augen hätte das Buch nicht 750 Seiten lang sein müssen. Für diese Seitenzahl hat mir einfach zu viel gefehlt und ich hatte erhoft mehr darüber zu erfahren, was einen Menschen dazu treibt so ein Verbrechen zu begehn und vor allem, wie es ihn danach beeinflusst.
Ich schätze dieses Buch und hänge doch auf Seite 480. Kann mich nicht motivieren weiter zu lesen und es gibt eigentlich keinen Grund dafür. Ich kann mich in die Charaktere hinein versetzen, mag den einen mehr als den anderen, will wissen wie es weiter geht und trotzdem hänge ich....
Genial!
Ein geniales Werk des großen Fjodor Dostojewskij. Eine wundervolle Übersetzung von Swetlana Geier. Wer in die Tiefen der Psyche eines Mörders einsteigen möchte, ist bei diesem Buch genau richtig. Packend. Spannend. Nur das Ende scheint ein wenig nach dem Motto entstanden zu sein: "Jetzt muss ich aber zum Schluss kommen..."
Verbrechen und Strafe hat mich wirklich gepackt. Diese Übersetzung liest sich wirklich gut und man wird wie ein Sog in sie hineingezogen. Es war eine Achterbahn von Emotionen, ein Einblick in einen Abgrund. Raskolnikow ist ein ehemaliger Student, der in der ersten Zeit, wie im Fieberwahn, durch die Straßen von Petersburg wandert. Er verübt ein Verbrechen, dass ihn verfolgt, ihm Qualen bereitet, dass er so nie wollte. Ein zerrissener Mann, der sich quält, aber auch verteidigt. Das Buch hat mich in eine Welt entführt, die einem Fieberwahn ähnelt. Spannend und poetisch. Ich fand es grandios. ▪️Fieberwahn ▪️Soll ich leben? ▪️ Ich muss morden▪️Bereuen ▪️Mutter und Schwester ▪️ gewöhnliche und außergewöhnliche Menschen ▪️ Abgrund der Emotionen ▪️ frei sein von Schuld
This one was really surprising to me.I went in not knowing if I was even going to finish because it’s one of the longer reads I’ve reached for in a while. But I have to say although the pace is slow this was never boring to me.The characters and their trains of thought are so intricately worked out that a lot of times when they make arguments you think you’ve stumbled upon an issue with what they just said just for that to be addressed in their next sentence. It’s was also interesting from a historic perspective, getting insight into 19th century Russian society and its issues.But aside from that, it was just a great crime novel. This one’s a classic for a reason. Captivating, fun, suspenseful. No notes.
Raskolnikow lebt in ärmlichsten Verhältnissen in Sankt Petersburg. Er ist der Überzeugung, dass es ihm zustehe, eine "Laus" von Pfandleiherin zu töten und von dem geraubten Geld zu leben, weil sie es nur aus Geldgier horte. Der Mord gelingt, allerdings verläuft alles nicht so wie geplant und er kämpft von da an mit Schuldgefühlen. Also. Ich wollte das Buch gerne lesen, weil es als eines der größten Kriminalromane der Weltliteratur gilt. Es hat mich auch wirklich eine Weile sehr beschäftigt – der Mord ist kein Twist oder so und geschieht relativ früh in der Geschichte, dennoch ist vieles was danach kommt total spannend. Raskolnikows Schuldgefühle sind so eindrucksvoll geschildert und ständig denkt man: Fuck, xy ist ihm auf die Schliche gekommen! Aber drumherum war viel kaum zu ertragenes Drama, Tod und vor allem: Dude, was ist mit den Namen los?! Immer wenn ich dachte, ich habe mir endlich gemerkt, wer wer ist, wurden Leute einfach anders genannt. Dafür fehlt mir jegliche Russisch-Kenntnis und das hat alles echt zäh gemacht, sodass ich immer eine Seite mit Charakter und Zusammenfassung im Internet offen hatte beim Lesen. Bester zu merkender Name: Marmeladow, aber der war leider gar nicht so lange dabei. Schade.











