Mega Illus!
Kannte den Autor bisher nur vom Rollenspiel Tales from the loop. Ich liebe seine Illustrationen und fand auch die Geschichte sehr passend. Für Fand ein Muss!
Mega Illus!
Kannte den Autor bisher nur vom Rollenspiel Tales from the loop. Ich liebe seine Illustrationen und fand auch die Geschichte sehr passend. Für Fand ein Muss!

Die Kulisse ist mehr Nebensache, es geht um die Beziehung zwischen Valter und Linus. Sehr emotional und wieder toll erzählt.

Wieder ein beeindruckender Band
Das ist bereits der 5. Roman von Simon Stålenhag und auch der 5. den ich gelesen habe. Ich bin großer Fan seiner Werke und ich finde auch, dass es nichts Vergleichbares gibt und Stålenhags Art Geschichten zu erzählen völlig einzigartig ist. Die besondere Mischung aus Science-Fiction und Neofuturismus, die durch Retro-Elemente geprägt ist. Ein Art apokalyptisches Setting liegt den Geschichten stets zugrunde, Maschinen und Roboter spielen eine Rolle und auch Paralleluniversen. Geheime Forschungen der Regierung, die zum Kollaps geführt haben und deren Auswirkungen zu spüren sind. Das sind die übergeordneten Themen, die alle seine Geschichten verbinden und die mit den einzigartigen Illustrationen beeindruckend zum Leben erweckt werden. Hierbei handelt es sich um digitale Zeichnungen, die an Ölmalerei erinnern und angelegt sind. Mit „Swedish Machines“ bekommen wir eine Coming-of-Age-Geschichte. Linus und Valter sind auf der Insel Åkerö in Svartlöten miteinander aufgewachsen. Bei der Forschung mit einer Langstreckenwaffe ereilte die Insel im Sommer 1985 ein Supergau, durch den große Teile der Insel langfristig kontaminiert sind und ein Sperrgebiet errichtet wurde. Während Linus sein Glück fernab der Heimat sucht, ist Valter wie besessen von den Ereignissen in seiner Heimat und möchte mehr darüber herausfinden. Besonders, weil sein Vater auch durch die Folgen der Katastrophe den Tod fand. Die Erzählung startet im Jahr 2025 und dann springen wir nach 1999, Linus erzählt, was damals geschah und wir reisen durch die zurückliegenden Jahre bis zum heutigen Tage. Es geht um eine Freundschaft zwischen zwei Kindheitsfreunden, die letztendlich mehr füreinander empfinden, das Erkunden des Sperrgebiets und Aufdecken von Geheimnissen, persönliche Krisen, Verarbeiten von Traumata, das Finden der eigenen Identität und seinen Platz im Leben. Der Roman war wieder ein besonderes Erlebnis, auch wenn er mich emotional nicht so erreichen konnte wie „The Electric State“ und „Das Labyrinth“ (nachwievor meine persönlichen Favoriten). Wer außergewöhnlichen Lesestoff sucht, dem seien Stålenhags Illustierte Romane wärmstens empfohlen!!