„Für immer und ein Jahr“ von Stefanie Hansen ist ein emotionaler Roman über Trauer, Verlust und Neuanfänge, denn Protagonisten Jan stellt sich, nach dem Tod seiner Frau, die Frage „Wie weiterleben, wenn der wichtigste Mensch nicht mehr da ist?“
Jan redet nicht gerne, doch vor Kayas Tod verspricht er ihr, jedem zu gratulieren, der in Kayas Geburtstagskalender steht.
Um sein Versprechen zu halten springt Jan über so einige Hindernisse und ganz unerwartet steht seine Welt schon bald Kopf.
Das Buch beinhaltet keine leichten Themen und doch schafft es die Autorin Tod und Verlust gut umzusetzen und greifbar zu machen.
Mir taten Jan und die Kinder sehr leid und es gab viele Momenten in denen ich Tränen in den Augen hatte, gegen Mitte der Geschichte gibt es aber immer mehr Lichtblicke und auch den einen oder anderen humorvollen Moment.
„Für immer und ein Jahr“ hat mich sehr berührt und wenn ihr gerne emotionale Geschichten lest, dann kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen.
In diesem Buch geht es um Jan der 6 Wochen vor Beginn seine Frau Kaya an den Krebs verlor. Um ihm in der Trauerzeit zu helfen musste Jan ihr (vor ihrem Tod) versprechen das 1. Jahr alle Nummern die sich in ihrem Geburtstagskalender befinden anzurufen um den Menschen zu gratulieren. Anfangs fällt es ihm sehr schwer, vor allem da da auch noch seine trauernden Kinder, sein schräge Schwiegermutter und seine anspruchsvolle Mutter sind, die alle etwas von ihm wollen.
Der Anfang war wirklich sehr authentisch. Jan war in seiner Trauer verstrickt und auch seine Kinder kommen kaum mit ihrem Verlust klar. Sowohl Mutter auch als Schwiegermutter wollen ihm zwar helfen allerdings will die eine ihn nur wieder in ein Leben innerhalb des Familienunternehmens ziehen und die andere macht ihn mit ihrer Esoterik verrückt.
Je länger das Buch ging desto mehr hatte ich das Gefühl dass sich alles im Handumdrehen und ganz einfach löst: die Trauer, die Probleme mit den Kindern usw. Der Schluss war mir zu schnell und sauber gelöst und hat irgendwie, für mich, gar nicht mehr gepasst. Von mir gibt es 3 ⭐️
Irgendwie habe ich mir mehr Tiefgang bei einem so ernsten Thema gewünscht. Zum Schluß ging mir dann alles zu schnell. War ehrlich gesagt nicht so meins.
Jan ohne Kaya - ein Jahr voller Gefühl und Trauer
Jan und Kaya führten eine perfekte Ehe und waren glücklich mit dem, was sie hatten. Doch dann kam Kayas Krebsdiagnose und alles war von einem auf den anderen Tag anders. Denn nun hatten sie immer vor Augen, dass Kayas Leben bald enden wird. Jan tut alles für seine Frau und erhält den Alltag so gut es geht aufrecht. Doch Kaya stirbt irgendwann und Jan bleibt mit den beiden Kindern Finn und Lina zurück. Obwohl er sich bemüht, alles so zu lassen, wie es immer war, ist das Vorhaben kaum zu schaffen. So manövriert er sich und seine Kinder durch den Alltag, versucht möglichst wenig Zeit zum Nachdenken zu haben und schafft es trotzdem nicht, den Schmerz und die Trauer loszuwerden. Denn am liebsten wäre er nur noch für sich, würde sich gerne einigeln und auch bei der Arbeit nur so vor sich hin zu werkeln. Das hat aber schon mit dem Eintreffen seiner Schwiegermutter und deren Altrocker-Freund ein Ende. Jan wird richtig wütend, denn sie kommt und geht, wie es ihr passt. Da bringt ihn die Bitte Kayas, im Jahr nach ihrem Tod alle eingetragenen Personen in ihrem Geburtstagskalender an deren Ehrentag anzurufen, an seine Grenzen. Doch er fügt sich Kaya und stellt sich dieser riesigen Herausforderung...
Stefanie Hansen erzählt diese Geschichte stellvertretend für alle Menschen, die jemals einen ihrer Liebsten verloren haben. Denn der Erzählstil ist sehr einfühlsam und fühlt sich trotz der schweren Themen und dunklen Stunden des Protagonisten, lockerleicht an. Trotzdem macht der Roman sehr nachdenklich und ist tiefgründig.
Anfangs wusste ich nicht so genau, auf was ich mich bei diesem Roman einlasse und war gespannt, wie die Autorin mit diesem ernsten und bewegenden Thema umgeht. Doch sie hat mich sofort mit ihrer Handlung und dem, in seiner Trauer gefangenen Protagonisten Jan berührt und gefesselt. Ich mochte die Entwicklung, die Jan in diesem Jahr durchmacht sehr und war richtiggehend stolz auf ihn, wie er sich letztlich aus seiner Trauer befreit hat. Ein wirklich emotionaler Roman, der mir nachdenkliche und trotzdem wunderschöne Lesestunden geschenkt hat.
Auf "Für immer und ein ganzes Jahr" bin ich durch diverse positive Rezensionen aufmerksam geworden und meine Neugier war geweckt.
Der Stil und der Aufbau der Geschichte haben mich prompt an "P.S. Ich liebe dich" von Cecelia Ahern erinnert; und ich gehöre wohl zu den wenigen, die diesen Roman nicht wirklich mochte.
Und auch "Für immer und ein Jahr" konnte mich leider nicht wirklich berühren. Viele Charaktere empfand ich als sperrig - sie waren mit entweder unsympathisch oder aber ich wurde mit ihnen nicht warm (allen voran Jan) und ganz besonders haben mich die Einschübe von Kaya als Geist gestört.
Kurz bevor Kaya mit gerade einmal 40 Jahren an Krebs stirbt, nimmt sie ihrem Ehemann Jan ein besonderes Versprechen ab: Ein Jahr lang soll er jede Person aus Kayas Geburtstagskalender anrufen und ihr zum Geburtstag gratulieren. Für Jan, der wenig über seine Gefühle spricht, wird diese Aufgabe zur Bewährungsprobe.
Der Roman hat mich tief berührt und mich auf eine intensive, gefühlvolle Weise in die Welt der Trauer, des Abschieds und des Neubeginns eintauchen lassen. Beim Lesen kamen mir oft die Tränen, da man mit eigener unterdrückter oder überwunden geglaubter Trauer konfrontiert wird. Stefanie Hansen schafft es, die Balance zwischen ernsten und humorvollen Momenten so gekonnt zu halten, dass man beim Lesen von einem Moment zum anderen zwischen Lachen und Weinen wechselt. Besonders Jans ruhige, fast distanzierte Art empfand ich anfangs als Hürde, aber gerade diese Zurückhaltung macht seine Entwicklung so greifbar. Nach und nach lernt man ihn und seine Welt besser kennen, und ich konnte langsam hinter die hohen Mauern blicken, die er nach Kayas Tod um sich errichtet hat.
Die Charaktere wirken lebensecht und facettenreich. Jans Schwiegermutter Elke beispielsweise mag etwas esoterisch wirken, doch ihre Aussagen treffen oft den Kern – und der fluchende Graupapagei Herr Johannsson sorgt für eine willkommene Portion Humor.
Für mich ist dieses Buch ein bewegendes Werk darüber, dass die Menschen, die uns verlassen haben, immer in unseren Herzen weiterleben – und dass das Leben, auch wenn es uns einiges abverlangt, doch immer weitergeht.
Das Buch „Für immer und ein Jahr“ ist ein Einzelband von der Autorin Stefanie Hansen und die Geschichte, die die Autorin hier geschrieben hat, hat mich wahnsinnig berührt. Das Buch war ein absolutes Lesehighlight für mich.
Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte lies sich locker und leicht lesen und ich mochte es wie sich die Autorin in das Thema der Trauer und der Trauerbewältigung hineingefühlt hat. Das Buch steckt so voller verschiedener Emotionen, ob nun die Trauer über den Verlust von Kaya sowie Hoffnung und den Mut, Dinge loszulassen. Alles in der Geschichte hat sich so echt angefühlt. Das Buch wird aus der Sicht von Jan erzählt und ist in Monate und auch einzelne Tage aufgeteilt, das sind einige die Geburtstage aus Kayas Kalender. Generell mochte ich es, wie sich die ganze Geschichte um den Geburtstagskalender von Kaya aufbaut. Ab und zu gab es Passagen, die Kayas Gefühle und Gedanken in bestimmten Situationen beschreibt, was mir auch sehr gefiel und auch wenn man Kaya nur sehr kurz selbst kennenlernen durfte, bekam man doch ein sehr gutes und auch tolles Bild ihrer Person.
Die Charaktere im Buch haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie wurden sehr gut von der Autorin ausgearbeitet Und wirkten sehr lebensecht auf mich. Vor allem die Vielfalt an Charakteren, die man im Laufe des Buches kennenlernte, hat mir sehr gefallen und sie machten die Geschichte so sehr lebendig. Jan und seine beiden Kinder Lina und Finn stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Jan ist Tischler, redet nicht sehr gerne und hat durch Kayas Tod einen großen Verlust erlitten, ebenso wie seine zwei Kinder. Man lernte die kleine Familie von den verschiedensten Seiten kennen und begleitete sie durch ihren Alltag, der manchmal schwerer und manchmal leichter fällt. Ich konnte mit Jan und seinen Kindern lachen, aber genauso weinen, wenn ihre Trauer zu groß wurde, ebenso konnte ich auch Jans Verzweiflung und Hilflosigkeit nachfühlen. Ich hatte so viel Freude daran die drei in diesem einen Jahr zu begleiten und habe jede Seite im Buch genossen.
Das Buch „Für immer und ein Jahr“ ist ein absolutes Lesehighlight für mich gewesen. Ich mochte die Idee mit dem Geburtstagskalender unheimlich gerne und Jan und seine Kinder habe ich einfach so sehr in mein Herz geschlossen. Die Themen, die die Autorin rund um Trauer und Verlust aufgreift, sind einfach nur wundervoll in die Geschichte integriert. Von mir bekommt das Buch volle fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Für immer und ein Jahr ist ein Roman, der leise und doch intensiv eine Familiengeschichte nach einem unfassbaren Verlust erzählt. Was mich besonders berührt hat, ist nicht nur die Schwere der Trauer, die Jan und seine Kinder durchleben, sondern wie alltägliche, schnelle unscheinbare Momente, um den Weg zurück ins Leben zu finden. Der Geburtstagskalender, den Jan pflichtbewusst nutzt, ist dabei mehr als nur ein symbolisches Versprechen an seine verstorbene Frau Kaya – es wird zu einem Katalysator für Begegnungen, die Jan Schritt für Schritt aus seiner emotionalen Isolation holen.
Die Telefonate, die Jan führt, sind manchmal banal, manchmal tiefgreifend, aber sie spiegeln das reale Leben weiter – es fühlte sich nichtswegs kitschig an. Vielmehr brachte es eine tröstliche Wärme in die Geschichte, die zeigt, dass Liebe über den Tod hinaus Bestand haben kann.
Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin die Dynamik zwischen Trauer und Hoffnung balanciert. Die stillen Kämpfe von Jan mit sich selbst, seine Unsicherheiten als Vater und seine Abneigung gegen Veränderung – all das wurde so authentisch dargestellt. Ich konnte die Erschöpfung und den inneren Widerstand förmlich spüren. Und doch gibt es humorvolle, schnell skurrile Szenen, wie mit dem Papagei, die mir ein Schmunzeln entlockt haben :-)
Es gibt nur einen kleinen Punkt, der mich ein wenig gestört hat: Die Kinder von Jan und Kaya hatten meiner Meinung nach noch mehr Raum in der Erzählung verdient. Ihre Trauer und wie sie mit dem Verlust ihrer Mutter umgehen, blieben für mich etwas im Hintergrund. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, gerade weil der Verlust für Kinder oft ganz anders empfunden wird.
Insgesamt ist „Für immer und ein Jahr“ ein Buch, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch leise tröstet. Es zeigt, dass das Leben weitergeht – nicht ohne Schmerz, aber auch nicht ohne Hoffnung. Ein Buch, das man nicht einfach zur Seite legt, sondern das einen noch lange begleitet.
Einen geliebten Menschen verlieren und dann auch noch mit jedem zurechtkommen, der es eventuell noch nicht weiß oder die Trauer nicht versteht?
Jan muss nach Kayas Tod viel durchmachen. Die Emotionen sprühen über.
Da stellt sich die Frage, was genau der Geburtstagskalender genau ist und welche Rolle er bei der Bewältigung spielt?
Lest selbst, verstrickt euch und seit hoffnungsvoll dabei, dass Jan wieder ins Leben findet.
Eine emotionale, berührende als auch humorvolle Geschichte beginnt, die sofort von dem Schicksal und Jan Weg durch die Trauer mit nimmt.
Die Idee des Verstorbenen bringt einen zum Nachdenken und hofft am Ende, mit dem Zeitfaktor man bittersüß alles durchstehen kann.
Ein interessantes Buch, das nicht nur emotional, sondern mit humorvollen Seiten mal etwas anderes bietet.
Ich muss gestehen, ich wurde nicht wie erwartet so mitgenommen, dass ich Jans Trauer spüren konnte, fand den Verlauf jedoch unterhaltsam.
Ich bleibe daher recht gut unterhalten, begeistert und erfreut über Jans Entwicklung zurück.
Jan steht nach dem Tod seiner Frau Kaya vor einigen Herausforderungen. Er muss sich um die Beerdigung hinter sich bringen, er muss sich um seine Tischlerei kümmern, gleichzeitig die Kinder versorgen, er muss sie von ihren Nachmittagsaktivitäten abholen und das Versprechen an Kaya einlösen. Jeder Person ein Jahr lang zum Geburtstag zu gratulieren, die in ihrem speziellen Kalender drinsteht.
Jan möchte bloß seine Ruhe, doch dann taucht seine Schwiegermutter Elke auf und bringt das Leben von ihm, Lina und Finn durcheinander. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, taucht auch noch seine Mutter auf. Beide Frauen meinen, die besten Tipps für ihn zu haben, wie er mit der Trauer umzugehen hat, die sogar bis zu einem Umzug und Jobwechsel reichen.
Zu Beginn der Geschichte denkt man, dass dieser Kalender keine besondere Wirkung haben kann, doch man wird schnell eines Besseren belehrt. Jan lernt neue Leute kennen, die ihm sogar helfen, einen anderen Blick auf das Leben „danach“ zu werfen. Eine ganz wichtige Stütze wird mit der Zeit Tina, die Frau, die die Trauerrede gehalten hat. Doch neben dem komischen Magenflattern, was er in ihrer Gegenwart fühlt, hat er noch viele Baustellen, die er zunächst beseitigen muss. Aber das ist gar nicht so einfach, denn dazu müsste er erstmal etwas wichtiges zulassen: Zu trauern.
Die ganze Geschichte war für mich sehr emotional, da ich mich sehr gut in die Lage von Lina – und im Grunde der ganzen Familie – versetzen konnte. Ich war damals erst zehn, als ich meine Mama an Krebs verloren habe. Es war für meinen Papa und mich eine schwierige Zeit. Aber auch er hatte schnell – viel schneller als Jan – wieder eine neue Frau an seiner Seite.
Die Geschichte zeigt viele Facetten. Es zeigt, wie Kinder mit der Trauer umgehen, wie Erwachsene damit umgehen. Wie Familien wieder in ihren Alltag finden müssen. Es zeigt aber auch, dass man den Kontakt zu anderen Leuten suchen sollte und sich nicht einigeln darf. Dass man manchmal das Gespräch suchen muss, auch wenn es um schwierige Themen geht.
Vielen Dank an den S.Fischer Verlag und Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Stefanie Hansen schafft es in ihrem Roman „Für immer und ein Jahr“, eine zutiefst berührende Geschichte über Verlust, Trauer und den schweren Weg zurück ins Leben zu erzählen. Im Mittelpunkt steht Jan, der nach dem Tod seiner Ehefrau nicht nur seine große Liebe, sondern auch den Anker seines Alltags verliert. Seine Kinder stehen ebenfalls vor der schmerzhaften Realität, dass ihre Mutter nicht mehr da ist.
Ein unerwarteter Wendepunkt für Jan ist der Geburtstagskalender seiner Frau – ein Symbol der Routine und Erinnerung, das ihn zwingt, sich dem Leben außerhalb seines Rückzugs zu stellen. Auch wenn er sich am liebsten im Haus verkriechen und alle Kontakte abbrechen würde, ist es gerade diese Verbindung zur Vergangenheit, die ihm und den Kindern langsam den Weg in eine neue Normalität ebnet. Dabei begleiten wir die kleine Familie durch den Prozess der Trauerbewältigung, der oft schmerzhaft ist, aber auch von unterstützenden Nebenfiguren erleichtert wird, die für Jan und die Kinder unerwartet wichtig werden.
Hansen beschreibt diesen emotionalen Weg mit einem flüssigen, sehr gefühlvollen Schreibstil, der die Leser in jede Gefühlsregung der Figuren hineinzieht. Das Thema ist zweifelsohne schwere Kost, und es ist kaum möglich, das Buch ohne Tränen zu lesen. Doch gerade das macht „Für immer und ein Jahr“ so authentisch und bewegend. Es ist ein Buch, das zeigt, dass Trauerbewältigung Zeit braucht und dass man im Schmerz auch Trost finden kann, wenn man die richtigen Menschen um sich hat.
Ein tief berührendes Buch, das den Leser nicht loslässt. Stefanie Hansen bringt das schwierige Thema der Trauer auf sehr einfühlsame Weise nahe und schafft es, Hoffnung inmitten der Dunkelheit zu vermitteln. Absolut empfehlenswert.
5/5⭐️
„Für immer und ein Jahr“ von Stefanie Hansen
Verlag: Fischer
Stefan Hansen schreibt einen berührenden, wunderschönen Roman über das Verlieren, Loslassen und geschehen lassen.
Ihr Schreibstil ist humorvoll, flüssig und ich wurde auf einfühlsame Weise mitgenommen, das Thema Sterben und Loslassen zu begleiten.
Jan und Kaya lebten mit ihren beiden Kindern in einem kleinen Dorf. Nun ist Kaya gestorben und der wortkarge Jan konnte ihr den letzten Wunsch nicht abschlagen. Ein Jahr lang alle Menschen aus Kayas Geburtstagskalender anzurufen, um zu gratulieren. Für ihn ist dies ein Graus, Kaya war immer diejenige, die die Verbindungen zu Freunden und Familie aufrechterhalten hat.
„Liebe ist das Einzige, das wir über die Grenzen des Lebens hinaustragen.“ (Pos.187)
Jan versucht sein Versprechen zu halten und es kostet ihn oft starke Überwindung die Geburtstagstelefonate zu tätigen.
Und doch ist jeder Anruf ein kleiner Meilenstein auf dem Weg.
Jan versteht dieses letzte Geschenk von Kaya erst nach einiger Zeit und etlichen Gesprächen.
Die Autorin zeigt auf, wie wichtig ein normaler Alltag nach einem Todesfall ist. Routine hilft, doch kann sie nicht die Stille vertreiben. Mitgefühl und Hoffnung kann man direkt im Herzen spüren, die Schwere wechselt sich mit Humor ab und man spürt nach und nach die leisen Schritte zu neuen Wegen.
Kaya hat alles für die Zeit nach ihrem Tod vorbereitet, sie hat Listen und Notizzettel erstellt und Jan musste sich nur an die Anweisungen halten. Was nicht immer einfach war.
„Lerne jeden Tag etwas zu verlieren.“ (Pos.238)
Kayas Mutter ist sehr esoterisch und egozentrisch. Nach deren Tod steht sie überraschend mit einem Campingbus und fremden Mann in Jans Einfahrt und beschliesst der kleinen Familie zu helfen.
Mit veganer Kost, Räucherstäbchen, Yoga und esoterischen Sprüchen kann Jan wenig anfangen, das heißt es freuen sich nur die Kids über den Besuch.
Als Jans vornehme Mutter plötzlich auch beschließt, die Familie mit Hausmannskost und Putzorgien zu unterstützen, wird es Jan zuviel.
Das Chaos ist komplett und seine Nerven liegen blank. Der Geburtstagskalender setzt ihm zu und plötzlich wächst ihm in seiner Trauer alles über den Kopf.
Bis er der Trauerrednerin von Kaya zum Geburtstag gratulieren soll. Dies ist der Tag, an dem sich Jans Leben ändert. Langsam, Schritt für Schritt führt ihn Kaya zurück ins Licht.
Ein absolut großartiges Buch über Trauerbewältigung. Stefanie Hansen hat das schwere Thema unglaublich gut in diesem Roman verpackt und auch wenn das Buch nicht für jedermann geeignet ist, kann ich es von Herzen empfehlen.
„Ich bin nicht nur ein Funke, der glüht und verglüht. Niemand ist nur das. Wir sind alle Teil dieser großen Urenergie, und jeder von uns hat eine Aufgabe. Die Schwierigkeit ist rauszufinden, welche das ist.“
(Pos. 1843)
Kurzfazit: Es ist ein richtig tolles Buch (4,5/5 Sternen); das sehr locker geschrieben ist jedoch mir das gewisse Etwas gefehlt hat.
Das Cover hat mich im ersten Moment nicht ganz so angesprochen. Ich fand es hätte jeder fix auf Photoshop erstellen können. Jetzt nach dem Lesen finde ich, dass dad Cover sehr gut zum Buch passt! Es beschreibt das Loslassen und neu ins Leben starten auf metaphorische Weise!
Der Schreibstil hat mich durch das Buch schweben lassen. Es gab keine Stelle wo ich angeeckt bin. Alles war locker, leicht und harmonisch! Richtig toll! Dieses Gefühl habe ich bei einem Buch selten.
Das Wichtigste, wie fand ich den Inhalt. Nun ja, die Geschichte hatte es mir von Anfang an angetan. Die herzzerreißende Situation mit dem Tod umzugehen und wie alle Gedanken dargestellt werden ohne etwas zu beschönigen. Die kleinen Einspieler, wo Kaya noch präsent ist und kommentiert. Fantastisch! Die Entwicklung mit manch einer Wendung fand ich unvorhersehbar. Am Ende bei den letzten 60 Seiten hat mir das Gewisse etwas gefehlt. Eine Wendung, ein Spannungsbogen,… . Dadurch ist das Buch kein Highlight geworden. Ein sehr gutes für sich stehendes Buch. Mit berechtigten 4,5 oder 4 Sternen.
Empfehlen würde ich das Buch tatsächlich jeden. Ob man mit dem Thema schon Kontakt hatte oder nicht. Abschied nehmen muss jeder lernen. Genauso wie, wie viele Menschen um einen herum sind und einen helfen; wenn man frägt und auch einmal den ersten Schritt wagt.
Ich war sehr neugierig was mich hier erwarten würde und die ersten Seiten waren schwer. So traurig und voller Emotionen. Jan bleibt nach dem Verlust seiner Frau Kaya allein mit seinen Kindern Lina und Finn. Und seine Verzweiflung und Überforderung wird nur allzu deutlich. Trotzdem macht er Schritte nach vorn. Kleine, manchmal schwerer als andere, aber er macht Schritte. Ihn dabei zu begleiten ist - obwohl sich’s widersprüchlich anhört- Mutmachend. Ein richtig schönes Buch
Dieses Buch - diese Geschichte von Kaya und Jan hat mich direkt gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich werde sie auch so schnell nicht vergessen. Diese Geschichte wird immer einen Platz bei mir behalten. Durch Zufall fand ich dieses Buch bei NetGalley und hab es angefragt. Was Jan mit seinen zwei Kindern - Lina und Finn - nach dem Tod seiner Frau Kaya durch- und erleben und danach auch wieder leben ist so wundervoll geschrieben. Vor ihrem Tod hat Kaya ihm das Versprechen abgenommen, ein Jahr allen Menschen zum Geburtstag zu gratulieren, die in ihrem Kalender stehen. Keine leichte Aufgabe für Jan. Er kämpft sich durch den Kalender, durch seine Trauer und…..lest dieses Buch bitte einfach selber.