Hoffnungsvoll, faszinierend - lesenswert
Das Buch „Das Mädchen mit dem Drachen“ (Band 3/3) entführt in eine fremde Welt – Indien. Ein faszinierendes Land mit einem Rollenverständnis, welches für die westliche Kultur befremdlich wirkt. Veränderungen, insbesondere zugunsten der niederen Kasten, sind dort nur schwer umsetzbar. Da braucht es eine ordentliche Portion Mut, Zuversicht und Geduld. Das bringt die Protagonistin zum Glück mit. Bewundernswert ist ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf sowie ihr Wille, in Indien etwas Gutes zu tun. Das kleine Mädchen mit dem Drachen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Wie ihre „Zieheltern“ ihre Vergangenheit gelöscht haben war für mich aufwühlend. Im Nachhinein, sogar verständlich, um der Kleinen die Zukunft ein wenig besser zu machen. Umso überraschender war, dass die Zieheltern sie dennoch nicht in die Schule gehen lassen wollten, aber auch das hatte, für Indien, nachvollziehbare Gründe. Ja, die Geschichte enthält einige Klischees und dennoch hat die Autorin eine berührende Erzählung erschaffen. Wundervoll fand ich, dass eine Verbindung zum zweiten Buch hergestellt wurde. Nun erfährt der Leser, was aus Lalita und ihrer Mutter (Buch „Der Zopf“) geworden ist. In die Geschichte „Das Mädchen mit dem Drachen“ konnte ich regelrecht eintauchen, das indische Flair spüren und die orientalischen Gewürze riechen. Für mich ist Laetitia Colombani zu einer meiner Lieblingsautoren geworden. Ich hoffe, sie schreibt weitere, so wunderbare Bücher und lässt es auch von Claudia Marquardt übersetzen.

























































