Die verschiedenen Arten von Trauer und der Vergleich der Familie als Baum macht Nachdenklich
"Hallo mein Kind, wie geht es dir, mein Kind, schön, daß du dich meldest, mein Kind, Tschüss, mein Kind, pass auf dich auf, mein Kind." Niemand wird das mehr zu ihr sagen, denn der Vater ist gestorben. Er war der Einzige der sie immer so angesprochen hat. In dem autobiographischen Roman begleiten wir die Autorin auf ihren letzten gemeinsamen Wegen mit ihrem Vater. Teilen Erinnerungen, Gespräche, Begebenheiten, besondere Momente und den Geruch an ihn. Es ist unglaublich bewegend und intensiv. Es erinnert mich an den Tod meines eigenen Vaters und die unglaublich tiefe Trauer, den großen Verlust, der Fels in meiner Brandung fehlt bis heute. Bis heute auch, hebe ich seine letzte Flasche Tabac original auf, um noch manchmal daran zu schnuppern.
Es tut weh und ist dennoch so wundervoll geschrieben.
Literarische Trauerbewältigung, die zwischenzeitlich recht langatmig wird. Aber so ist Trauer nunmal.



