Anfangs schleppend, dann spannender
Mich hat die Geschichte um die letzte Fahrt der Hindenburg nur teilweise mitreißen können. Die Geschichten um Emilie, Max, die Journalisten, den Amerikaner und einige weitere Personen, sind interessant, aber bleiben häufig eher flach. Ich denke, es könnte etwas mit der extremen Kürze der Kapitel zu tun haben. Sowie ich in eine Situation eingetaucht war, wurde mindestens die Perspektive geändert und sehr oft auf eine andere Situation umgeschwenkt. Dadurch kam ich beim Lesen immer wieder ins Stocken und konnte in keine der Geschichten so richtig eintauchen. Zum Schluss haben sich die kurzen Kapitel dann gut gemacht, weil sie die Hektik der Lage wiedergespiegelt haben. Insgesamt bleibt dieser Roman - wenn auch lesenswert, besonders wieder das Nachwort - für mich leider deutlich hinter dem gefrorenen Fluss zurück.

