15. März
Rating:3.5

Anfangs schleppend, dann spannender

Mich hat die Geschichte um die letzte Fahrt der Hindenburg nur teilweise mitreißen können. Die Geschichten um Emilie, Max, die Journalisten, den Amerikaner und einige weitere Personen, sind interessant, aber bleiben häufig eher flach. Ich denke, es könnte etwas mit der extremen Kürze der Kapitel zu tun haben. Sowie ich in eine Situation eingetaucht war, wurde mindestens die Perspektive geändert und sehr oft auf eine andere Situation umgeschwenkt. Dadurch kam ich beim Lesen immer wieder ins Stocken und konnte in keine der Geschichten so richtig eintauchen. Zum Schluss haben sich die kurzen Kapitel dann gut gemacht, weil sie die Hektik der Lage wiedergespiegelt haben. Insgesamt bleibt dieser Roman - wenn auch lesenswert, besonders wieder das Nachwort - für mich leider deutlich hinter dem gefrorenen Fluss zurück.

Flug der Träume
Flug der Träumeby Ariel LawhonFISCHER Taschenbuch
18. Juli
Rating:4

Die Autorin Ariel Lawhon schildert in "Flug der Träume" den letzten Flug des Zeppelin "Hindenburg" im Mai 1937, der in Lakehurst/New Jersey in Flammen aufging, zahlreiche Tote und Verletzte hinterließ und dessen Ursache bis heute nicht restlos aufgeklärt wurde. Alle vorkommenden Charaktere sind historisch belegt, sie gehörten zu den Passagieren und der Crew. Allein die Handlung ist fiktiv und erzählt, wie es an Bord zugegangen sein könnte. Diese wird dann auch zusehends spannender, denn es wird nicht nur vom alltäglichen Bordleben berichtet, die Autorin wartet auch mit Intrigen auf, die sich zwischen den agierenden Personen spinnen und gibt ebenso Einblick über ein wenig technische Details des Luftschiffes. Wer sich über das Thema noch weiter informieren möchte, dem sei der englischsprachige Blog von Patrick Russell, Faces of the Hindenburg, empfohlen, auf dem er minutiös und reich bebildert die Schicksale der einzelnen Passagiere und Crew-Mitglieder aufzeichnet.

Flug der Träume
Flug der Träumeby Ariel LawhonFISCHER Taschenbuch