
Kurz & nett
Das war ein sehr kurzes Hörbuch. Ich fand die Geschichte die Herr Kafka uns erzählt hat ganz interessant. Hat jetzt langfristig nicht viel mit mir gemacht, aber war trotzdem ein guter Zeitvertreib. Kann man gut machen 👍

Kurz & nett
Das war ein sehr kurzes Hörbuch. Ich fand die Geschichte die Herr Kafka uns erzählt hat ganz interessant. Hat jetzt langfristig nicht viel mit mir gemacht, aber war trotzdem ein guter Zeitvertreib. Kann man gut machen 👍
Was soll ich sagen: Kafka und ich, das passt einfach.
Bin ich zu dumm für Kafka? ich denke schon 😅
Ich kann noch nicht einmal eine Sternebewertung abgeben, denn wie bewertet man etwas, das einen maximal verwirrt zurück lässt? "Das Geheimnis unserer Existenz in dichterischer Deutung" - my ass! Bei dem Spruch vorne auf dem Cover hätte ich es schon besser wissen sollen. Don't get me wrong, ein paar der "Geschichten" waren irgendwie okay. Hab ich sie verstanden? Nein. Würde ich sie nochmal lesen wollen? Auch nein. Haben sie mich zum Nachdenken gebracht? Ich glaube ab einem bestimmten Punkt habe ich einfach innerlich aufgegeben. Ich bin einfach nur froh, dass wir Kafka nie in der Schule durchgenommen haben. Tschüss Deutsch Leistung im Abi sag ich da...
Familiäre Konflikte und innere Zerrissenheit.
„Das Urteil“ von Franz Kafka ist eine beklemmende Erzählung über Autorität, Schuld und das Zerbrechen familiärer Bindungen. In knapper, eindringlicher Sprache schildert Kafka den inneren Konflikt eines Sohnes, der der übermächtigen Vaterfigur ausgeliefert ist. Die scheinbar klare Handlung kippt ins Absurde und lässt den Leser verstört, aber nachdenklich zurück. Ein kurzer Text von großer psychologischer und literarischer Wucht.
Eigentlich ein sehr interessantes Buch und in der Literaturwissenschaft viel diskutiert aber ich konnte nicht unglaublich viel damit anfangen! Ich war die meiste Zeit verwirrt, ob sich dies nun eher in Georgs Gedanken abspielt oder ob es Wirklichkeit ist, wie Georgs Entscheidung begründet sein könnte, das Urteil am Ende zu befolgen und wie man generell den Vater-Sohn-Konflikt deuten soll. Der Vater und Georg waren zwei vielschichtige Gegensätze, wobei die Rollen zum Ende hin vertauscht wurden und der Konflikt seinen Höhepunkt gefunden hat. Ich konnte mit keinem der Protagonisten besonders mitfühlen, dazu ist die Erzählung vermutlich aber auch nicht gedacht. Insgesamt war ich also leider etwas ratlos bezüglich der Deutung der Geschichte, weiß aber auch, dass Kafka hier biographische Informationen mit einfließen lassen hat - vermutlich ist es also auch eine Art Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen gegenüber seinem Vater und seiner Familie gewesen!
Der 100. Todestages von Franz Kafka habe ich als Gelegenheit genutzt, mich etwas weiter mit diesem überaus bekannten, deutschsprachigem Schriftstellers zu beschäftigen. Passend dazu erscheint gerade im Anaconda Verlag ein Sammelband mit verschiedenen Erzählungen Kafkas. Darunter befinden sich einige seiner bekanntesten und bedeutendsten Werke, wie "Das Urteil" und "Die Verwandlung", die ich schon gelesen habe und zu meinen Lieblingswerken von Kafka zähle. Sie zeugen von seiner meisterhaften Fähigkeit, die existenziellen Ängste und Konflikte seiner Protagonisten in surrealen und grotesken Situationen darzustellen. Die anderen Erzählungen dieses Sammelbandes waren mir bisher unbekannt, und ich muss gestehen, dass sie mich nicht so sehr beeindruckt haben wie die beiden genannten. Das liegt nicht daran, dass sie schlecht geschrieben sind, im Gegenteil, sie sind voller sprachlicher Präzision und symbolischer Tiefe. Aber sie sind auch sehr düster, trostlos und verstörend, und lassen den Leser oft ratlos und bedrückt zurück. Die Erzählung "Vor dem Gesetz" hat mir noch am besten gefallen, weil sie eine spannende Parabel über die Unzugänglichkeit der Gerechtigkeit ist. Ein Mann wartet sein ganzes Leben lang vor dem Tor des Gesetzes, ohne je eingelassen zu werden. Am Ende erfährt er, dass das Tor nur für ihn bestimmt war, aber nun für immer geschlossen wird. Diese Geschichte regt zum Nachdenken an über die Rolle des Individuums in einer bürokratischen und autoritären Gesellschaft, die Kafka selbst erlebt hat. Diese Geschichten sind sicherlich faszinierend und originell, aber auch sehr deprimierend und nihilistisch. Sie spiegeln die innere Zerrissenheit und Isolation Kafkas wider, der sich als Jude in einer antisemitischen Gesellschaft und als Schriftsteller in einer feindlichen Umwelt fühlte. Sie sind daher keine leichte Lektüre, sondern erfordern viel Geduld und Einfühlungsvermögen von dem Leser. Ich würde diesen Sammelband daher nur denjenigen empfehlen, die sich wirklich für Kafkas Werk interessieren und bereit sind, sich auf seine dunkle und verstörende Vision der Welt einzulassen.

Ich dachte immer, Kafka könne man nur lieben oder hassen…
… und doch befinde ich mich nun irgendwo dazwischen. Das Rätselhafte und Vieldeutige macht vermutlich gerade das Faszinierende an Kafkas Texten aus und ermöglicht einen unfassbar großen und individuellen Interpretationsspielraum. Nicht ohne Grund wird er als „Meister der Mehrdeutigkeit“ bezeichnet. Oft musste ich mich nach dem Lesen selbst fragen, um was genau ging es denn jetzt in dem Text ganz konkret. Eine etwas intensivere Auseinandersetzung mit Kafka und seinen Werken ermöglich es jedoch, in die Tiefen seines modernen Denkens einzutauchen und gewährt dunkle Einblicke, die ein neues Bewusstsein für die Absurdität und Brüchigkeit des Lebens schaffen. Themen wie Entfremdung, Schuld, Verlust, Ohnmacht und Ausgeliefertsein sind Inhalt seiner Texte und eröffnen eine sehr düstere und unheilvolle Welt, die einem Alptraum gleicht, und doch mit einem sehr sachlichen und nüchternen Stil beschrieben wird. Kafkas Sprache ist glasklar und wirkt rational und unheimlich zugleich. Seine Texte haben in mir gleichzeitig ein Gefühl des Bedrückens und der Neugier ausgelöst. Ich habe Kafka gerne gelesen, aber es gibt Autor:innen, die ich durchaus gerner lese…
Tolle Zuglektüre

Ich verstehe jetzt, warum Kafka ein nach ihm benanntes Adjektiv hat: kafkaesk.
So, vier Werke von Kafka und ich steh grad zwischen dem Gefühl eines Fiebertraums oder reinem Amüsement. Insgesamt ist es auch hier, wie eigentlich immer bei klassischen Werken, wichtig, den Autoren oder die Autorin zu mögen wie auch seinen Schreibstil. Oder, wie in Kafkas Fall, seine Art Situationen und die eigentlich wahre Aussage auszudrücken. Da muss ich persönlich einfach sagen, dass es vielleicht etwas zu verschleiert verfasst ist, dass ich es doch verstehen könnte. Bei der einen Geschichte war dieses Empfinden deutlicher und in manche weniger. Ganz meins ist es trotzdem nicht. Ich geb auch etwas noch meine Meinung zu den einzelnen Kurzgeschichten, deshalb beginne ich gleich mit der ersten: „ Gibs auf!“ -> Eine halbe Seite, bei der sich mir der tiefere Sinn nicht entschließt. Ehrlich gesagt, ist die einzige Aussage, dass man aufgeben soll. Warum und weshalb? - keine Ahnung. 🥲 „ In der Strafkolonie“ -> Ich denke, es ist noch die bessere Kurzgeschichte. Ich war ja ein Fan dieser etwas brutalen Foltermaschine ( nicht das ich dieses Justizverfahren befürworte, ich bin halt einfach ein kleiner Thrillerfan 😂). Der Ausgang der Geschichte war aber doch wieder etwas seltsam, aber noch im Rahmen insgesamt. … Nicht so wie bei der nächsten… „Ein Landarzt“ -> Keine Ahnung, wie Kafka auf diese Geschichte kam, aber das kam einem Fiebertraum gleich. Das wurde mir spätestens ab dem Moment bewusst, als zwei Pferde plötzlich ihre Köpfe in die Fenster des Zimmers von dem Kranken steckten. Da hörte es aber noch nicht auf. War schon fast witzig zu lesen, so absurd war das ganze. „Das Urteil“ -> Irgendwie war die Kurzgeschichte wieder etwas bodenständiger. Ich kann mich zwar noch an alle Handlungsschritte erinnern ( schreibe die Rezi viel später), nur kam das alles nicht bei an. Es war so verschleiert. Ich weiß ja nicht.. War aber trotzdem nicht übel. Schließlich kann ich nur sagen, dass ich beim Lesen etwas erheitert wurde, aber nur weil es für meinen Geschmack so „mies“ war, dass es schon wieder Spaß machte. Kafka hatte viel Talent, nur sind seine Werke für mich überhaupt nicht greifbar. Der Interpretationsspielraum ist so groß, dass ich mich trotz Recherche frage, was mit diesen Worten ausgedrückt werden wollte. Es könnte natürlich sein, dass ich nur ganz lange über diese Werke nachdenken müsste, um den tieferen Sinn erkennen zu können, aber diese Zeit will ich mir dann doch auch nicht nehmen. Viel wird vom Inhalt wieder vergessen werden, aber es war teilweise amüsant. Deshalb: 2 Sterne ⭐️⭐️
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.
Vater-Sohn
Wenn jemand den Vater-Sohn-Konflikt nicht versteht ist diese kurze Erzählung ein perfektes Abbild.
Ich habe tausend und keine Interpretation. Genau das was Kafka für mich ausmacht.
Kaum zu glauben, welche Literatur nicht geschrieben worden wäre, wenn Franz Kafka einen liebe- und verständnisvollen Vater gehabt hätte. Das Ringen mit der übergroßen Vaterfigur bringt dann so verstörende Erzählungen hervor, voller Täuschungen und Enttäuschungen. Das Urteil beginnt eigentlich recht harmonisch, selbst in den ersten Momenten mit dem Vater, aber dann verdunkelt sich alles in einer Schnelle, dass man am Ende wirklich wieder nur mit offenem Munde den letzten Satz liest, als das vernichtende Urteil vollzogen wird. Hervorragende Kurzgeschichte.