„Nichts kann das Gefühl, wertvoll für einen anderen Menschen zu sein, überbieten.“
Ich habe ein Buch von Jesper Juul gehört und fand es sehr angenehm, verständlich und gut aufgebaut. Besonders interessant war das Thema Aggression für mich, weil ich immer wieder erlebe, dass Institutionen und Menschen, die mit Kindern arbeiten, diesem Bereich wenig Raum geben und sich kaum damit beschäftigen oder es tabuisieren. Juul beschreibt Aggression als soziale Reaktion, die aus unserem Gehirn entsteht und nicht einfach genetisch festgelegt ist, und er zeigt, wie bedeutsam es ist, den Umgang mit starken Gefühlen zu lernen, durch Vorbilder zum Beispiel. Dabei hat mich das Bild berührt, dass Kinder ihre emotionale Musik und Poesie zum Klingen bringen können, wenn wir ihnen echte Beziehung anbieten und nicht erwarten, dass sie Rollen erfüllen oder schauspielern. Die Subjekt Subjekt Beziehung ist dabei zentral, weil wir mit unserer Präsenz immer Einfluss auf die Qualität von Beziehung nehmen. Und am stärksten hat mich der Gedanke berührt, dass es nichts gibt, was uns mehr schenkt, als für einen anderen Menschen wertvoll zu sein.




