Ich habe einfach über drei Monate für dieses Buch gebraucht. Mein Ehrgeiz lässt mich Bücher nicht abbrechen…leider. Bestimmt gibt es viele schlaue Erklärungen, was dieses Buch soll. -Mir erschließt sich der Sinn nicht. Falls mich jemand aufklären möchte, meine dms sind offen…
Die drückende Hoffnungslosigkeit in diesem Dörfchen erfährt man hier in völliger Atemlosigkeit. Der Schreibstil lässt keine Verschnaufpause zu. Kommt man so richtig in der Tristesse an, nimmt das Buch plötzlich Fahrt auf und wartet mit ein, zwei unerwarteten Plottwists auf. Wie der Verlag allerdings auf die Idee gekommen ist so einen Spoiler in den Klappentext zu drucken ist mir ein Rätsel. Lest das Buch, es ist grandios. Aber lest NICHT den Klappentext. P.s. Lange habe ich nicht mehr so über einen Furz gelacht
Ein fast komplett von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf in Ungarn. Einwohner, die den Moment verpasst haben, das Dorf zu verlassen und ihr Leben in der Stadt zu verbessern. Abgehängtheit, Trunksucht, Depression wo man auch hinschaut. Da kommt Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner zurück, schildert eine Zukunft in schillernden Farben für alle in der Stadt, er bräuchte nur etwas Startkapital. Die Lesenden ahnen schon, wie es kommen wird und so ist es auch. Irimias ist ein Betrüger und verschwindet mit dem Geld, nachdem er alle Dorfbewohner getrennt voneinander irgendwohin in der Stadt geschickt hat Die Geschichte ist sehr düster und deprimierend. Der Verfall der Gebäude und die Abgehängtheit der Bewohner*innen aber sprachlich so gekonnt und empathisch erzählt, dass ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen habe. Das Buch ist unfassbar düster, die Geschichte sehr deprimierend. Die Charaktere, die Trostlosigkeit und der Verfall aber grandios erzählt. Die Sprache und
Sehr spannendes Buch, lesenswert.
Ich habe das Buch in 1 1/2 Tagen gelesen. Von der ersten Seite an spannend geschrieben. Das Bauch hat mir wieder einmal gezeigt, dass man alles was man besitzt, schätzen sollte. Ein Buch über Armut, vernachlässigte Kinder, Erwachsene ohne Zukunft, ohne Perspektiven und vom Staat sich selbst überlassen… Aber lest es selber!
Abbruch nach der Hälfte des Buches. Egal welche Rezension im Feuilleton ich gelesen habe, alle sprachen von einem dunklen Meisterwerk der Apokalypse. Und das stimmt auch alles, es ist dunkel, trübsinnig, meisterlich geschrieben und eine Endzeitstimmung vermittelnd. Aber trotzdem: es ging nicht zu mir. Der ungarische Autor entwickelt wie bei Dürrenmatts Besuch der alten Dame ein Szenario, in dem eine Person von außen in eine Dorfgemeinschaft eindringt und sie verführt. Stilistisch sind die Kapitel wie ein Teufelskreis aufgebaut, die Kapitel sprachlich und zeitlich unterschiedlich gestaltet und die Sätze lange Wortkaskaden. Ich hatte beim Lesen trotzdem das Gefühl, dass es hier ein Qualitätsproblem gibt. Nicht etwa bei Buch oder Autor, sondern bei mir als Leser. Ich bin einfach nicht geeignet für das Buch. Es war mir täglich eine Qual, es in die Hand nehmen zu müssen. Das Gelesene blieb unverständlicherweise immer auf Distanz zu mir. Das Buch vermittelte schon hervorragend ein traurig-beklemmendes Gefühl bei mir, es erzeugte aber keine Bilder in meinem Kopf. Vor lauter Meisterhaftigkeit gelang es dem Autor nicht, mein Kopfkino zu starten. Das absatzlose Schreiben im Blocksatz lässt die Wörter wie eine undurchdringliche Wand erscheinen. Nach der Hälfte des Buchs konnte ich mich nicht mehr auf den Inhalt konzentrieren. Ich hätte es gerne gemocht. Aber so macht es keinen Sinn. Ein Tango, bei dem ich nicht führte, sondern wie eine Anfängerin hin- und gerissen wurde vom Satanstänzer.




