Ein atmosphärisch spannender Krimi mit vielschichtigen Figuren und einer fesselnden Erzählweise, grandios gelesen von David Nathan, dessen Ende mich jedoch persönlich etwas unzufrieden zurückließ.
Ich habe Grabesgrün als Hörbuch gehört und gleich vorweg: David Nathan als Sprecher ist ein echtes Highlight. Mit seiner markanten Stimme und seinem Gespür für Atmosphäre verleiht er der Geschichte Tiefe und Spannung, ohne jemals zu übertreiben. Die Handlung selbst ist flüssig erzählt und zieht einen schnell in ihren Bann. Tana French versteht es, ihre Figuren vielschichtig darzustellen und das Geschehen so aufzubauen, dass man zwar miträtselt, aber nie zu früh durchschaut, wie sich alles tatsächlich zugetragen hat. Gerade diese Ungewissheit hält die Spannung bis weit ins letzte Drittel aufrecht. Allerdings hat mich das Ende etwas unbefriedigt zurückgelassen und ohne zu viel zu verraten, verlief die Auflösung anders, als ich es mir gewünscht hätte, sowohl im Hinblick auf den konkreten Fall als auch auf das persönliche Schicksal der Protagonisten. Es fühlte sich weniger rund an, als es die vielversprechende Ausgangslage erwarten ließ. Trotzdem bleibt Grabesgrün ein atmosphärisch dichter und psychologisch interessanter Kriminalroman, der vor allem durch seine Erzählweise und den Sprecher in der Hörbuchversion überzeugt. Fazit: Spannend, vielschichtig und hervorragend gelesen – aber mit einem Ende, das mich persönlich nicht ganz zufriedenstellte.


































