Stimmungsvoll, ereignisarm und teils verwirrend.
Das Buch beschreibt die Erinnerungen des norwegischen Protagonisten Trond in zwei zeitlich wechselnden, wesentlichen Erzählsträngen (als 67-Jähriger und 15-Jähriger) und legt dabei sehr viel Wert auf Stimmung, Beziehungen und Umgebung. Die Beschreibungen sind sehr detailliert, sodass man leicht in die jeweiligen Situationen abtauchen kann. Auch wenn der Roman sprachlich gut ist, passiert auf der Handlungsseite wenig. Ich lese auch öfter eher introspektive Texte, jedoch werden die relevanten Konflikte und Beziehungen interessant aufgebaut und bleiben anschließend sehr vage. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mich an manchen Stellen etwas überfordert, und ich musste mich wieder orientieren, wodurch für mich persönlich teils Zusammenhänge unklar und unbefriedigend blieben. Hinweise in Blogs lassen den Roman im Nachhinein nochmals deutlicher wirken.





