Sehr besonderer Erzählstil
Wir begleiten hier eine Familie in den 60er Jahren in Hamburg. Die Mutter ist Jüdin, der Vater nicht. Sie leben mit 2 Töchtern und der jüdischen Großmutter zur Miete in einem schönen Viertel, auch wenn das Haus etwas heruntergekommen ist. Erzählt wird aus Sicht der 13jährigen Tochter Fania. Sie ist ein sehr typischer Backfisch, in ihrem Hirn geht es drunter und drüber und genau so liest sich das Buch. Es ist anstrengend zu lesen, da sie sehr viel hin und her hüpft gedanklich. Wir erfahren viel über die Familie, über die Umstände, wie die Eltern zueinander gefunden haben und auch über das Leben jetzt. Die Familientraumata kommen gut durch und auch der Druck, der dadurch auf Fania lastet. Leider verliert das Buch am Ende den roten Faden und endet - zumindest aus meiner Sicht - sehr abrupt. Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht.

