20. Okt.
Rating:3

Max Tivolis Alterungsprozess verläuft genau umgekehrt zu anderen Menschen. Zu Beginn seines Lebens steckt sein kindliches Hirn in einem greisen Körper der fortan dazu verdammt ist mit jeder Minute die vergeht jünger zu werden. Wie jeder normale Jugendliche verliebt er sich, aber äußerlich ein älterer Herr, findet eher die Mutter seiner Angebeteten ihn attraktiv. Als er sich der jungen Alice doch anzuvertrauen wagt, kommt es zum Eklat und sie verschwindet aus seinem Leben. Aber man trifft sich immer zweimal im Leben. Der Zufall führt beide in ihren Mittdreißigern zusammen, ohne das sie ihn erkennt und es scheint als bekäme seine Liebe eine zweite Chance. Aber sie zerbricht an seiner Lüge und ihrem Freiheitsdrang. Erst nach vielen Jahren als sein Körper dem eines Kindes entspricht, findet er heraus, dass er einen Sohn mit Alice hat und beschließt, so er ihm schon kein Vater sein kann, sein Bruder zu werden und das Ziehkind seiner einstigen Frau. Er beginnt seine Lebensbeichte und erzählt seinem Kind, wie er zuerst die Vaterrolle, dann die des liebenden Ehemannes und später die des Kindes im Leben seiner großen Liebe gespielt hat. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch nicht schlecht. An einigen Stellen zu pathetisch, zu aufgeblasen und die Charaktere eher skizzenhaft dargestellt, bin ich doch nie so richtig warm geworden mit Max Tivoli. Aber auch Alice war mir nicht sonderlich sympathisch. Der einzige dem ich wirklich soetwas wie Mitgefühl entgegenbrachte, war Max bester Freund Hughie. Alles in Allem war das Buch jammern auf hohem Niveau, die Story ist ganz nett und hätte noch vielmehr hergegegeben wenn sie mit etwas mehr Feingefühl erzählt worden wär

Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli
Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoliby Andrew Sean GreerFISCHER Taschenbuch