Ein grundsätzlich falscher Umgang mit diesen Thema
Mein Problem mit dem Buch ist vielleicht nicht ganz sachlich, dennoch möchte ich meine Gedanken zum Buch hier einmal kurz darlegen. Das Buch an sich ist dabei relativ einfach geschrieben. Kein Wunder, schließlich ist es ja auch ein Kinderbuch, mehr oder weniger zumindest. In ungefähr hundert Seiten wird ein noch heute von der Gesellschaft stigmatisiertes Thema behandelt: Der Tod und das Sterben. Protagonist Oskar ist nämlich todkrank, und das gerade einmal mit zehn Jahren. Zwölf Tage bleiben ihm noch zum Leben, ein hartes Schicksal, gerade für einen Zehnjährigen. Krankenschwester „Oma Rosa“ rät Oskar zuerst, Briefe an Gott, den Allmächtigen, zu schreiben, und später dazu, jeden Tag so zu leben, wie als würde er für zehn Jahre stehen. Einige Passagen des Buches gefallen mir durchaus, etwa die Gedanken zur Wertschätzung des Lebens, oder dass das Unbekannte nichts ist, wovor wir Angst haben brauchen. Wovor wir wirklich Angst haben, ist doch eher, dass wir das, was wir besitzen, verlieren, dass wir die Menschen, die wir lieben, verlieren, und vielleicht nie wieder sehen werden. Der Tod wird im Buch nicht stigmatisiert, sondern als natürlicher Teil des Lebens eingebunden, womit das Buch vielen Menschen heutzutage voraus ist. Auch ist es teilweise ganz witzig geschrieben, die plumpen Metaphern und der kindliche Humor haben mich zeitweise durchaus zum schmunzeln gebracht. Mein Problem mit dem Buch ist ein tiefliegenderes. Denn das Buch stützt sich hauptsächlich auf den Glauben an Gott und Religionen. Alles wird darauf zurückgeleitet. Ob nun zwischenmenschliche Beziehungen oder das Konzept von Schmerzen, alles davon wird auf den einfachen Glauben an einen Gott reduziert. Gott und Religion ist praktisch die Lösung für alle Probleme. Was nur, wenn man wie ich nichts vom Glauben an einen Gott hält? Schließlich bin ich gegen jede Hierarchie, was einen Gott auch mit einschließt. Ein ernsthaftes Problem somit einfach mit einen Glauben an Gott zu erklären, ist meiner Meinung nach die falsche Herangehensweise. Der Tod ist auch ohne den Glauben an Gott nichts schlimmes, aufzuhören, zu existieren, ist nichts schmerzhaftes. War es schmerzhaft, nicht zu existieren, bevor man geboren wurde? Sicherlich nicht. Auch so kann man sich das, was nach dem Tod kommt, erklären, es ist praktisch wie ewiger Frieden. Man merkt es nicht, es ist nicht schlimm, zu sterben. Dies halte ich für eine bessere Erklärung, als den Gang zu einen Gott. Für mich ist das Buch eine ungefähre 5 von 10, es ist nicht unbedingt schlecht, meiner Meinung nach geht es aber an das Thema des Todes fundamental falsch heran. Sowwy >:3 .






















