
Rot ist mein Name - Die Kunst zeigt nicht nur, was man sieht – sondern auch, was dahinter verborgen ist
„Rot ist mein Name“ spielt im Istanbul des 16. Jahrhunderts. Am Anfang wird ein Miniaturmaler ermordet. Während versucht wird, den Täter zu finden, erzählt der Roman gleichzeitig von Liebe, Macht und von der Frage, wie Kunst aussehen darf. Besonders wichtig ist der Konflikt zwischen der traditionellen osmanischen Miniaturkunst und neuen europäischen Einflüssen – ein Thema, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Der Roman ist literarisch anspruchsvoll und sehr besonders erzählt. Viele verschiedene Erzähler kommen zu Wort, was eine dichte und eigene Atmosphäre schafft. Auch die Einblicke in die Welt der Miniaturmaler und die Diskussionen über Kunst sind spannend und ungewöhnlich. Gleichzeitig kann das Buch stellenweise anstrengend sein. Die Handlung entwickelt sich eher langsam, und viele lange Gedanken und Gespräche über Kunst rücken die eigentliche Krimigeschichte manchmal in den Hintergrund. Ein besonderer Roman mit starken Themen, der trotz einiger Längen im Gedächtnis bleibt. Von mir 7 von 10 P. (Ein Band aus meinem Bestand)


