
Ein melancholischer, poetischer Roman über zwei Geschwister, die nach dem Verschwinden der Mutter mit ihrem Vater durch Ungarn ziehen. Die Sprache von Zsuzsa Bánk mag ich sehr, auch wenn mir ihre anderen Bücher besser gefallen haben. „Es war, als habe jemand alle Uhren zum Stehen gebracht … als liefe die Zeit für uns nicht weiter.“ „Unser Vater verließ das Abteil, und Isti sagte, er wolle das Weinen verlernen, er wolle aufhören damit, und er drehte sich nicht um zu mir, er schaute weiter auf sein Spiegelbild, durchs Fenster in die Dunkelheit, und ich erwiderte, gut, laß es uns verlernen.“ „Irgendwann zerbrach etwas, sagte Anna, wie manchmal etwas zerbreche, ohne daß man ungeschickt sei, ohne daß man es wolle, es geschehe einfach. Irgendwer habe dieses Glück wieder eingesammelt, es entzogen, ohne die beiden zu fragen, ob sie genug davon gehabt hätten, ob es ihnen ausgereicht habe.“






