Slowburn mit zu kurz geratenem Ende und verpasster Story
Wenn mich jemand fragen würde, was ich unter Slowburn verstehe - ich würde dieses Buch benennen. Endlich ein Buch über die schon mehrfach erwähnte Freundin anderer bisheriger Hauptcharaktere - Bridget! Bridget als Maincharakter ist sehr sympathisch - wenn auch nicht besonders in die Tiefe gehend - man erfährt viel aus ihrer Vergangenheit und taucht langsam in ihre Gedanken und Gefühlswelt ein - wobei sie ihre eigenen Gefühle lange erstmal nicht selbst erkennt und wahrnimmt. Bei den Storys um ihre Exfreunde habe ich dann aber doch auch den Überblick verloren und kam nicht mehr ganz mit. Bridget wird als Ghostwriterin für eine verstorbene Autorin eingestellt und lebt dafür für einige Wochen mit dem trauernden Witwer und seiner Tochter zusammen. Und ansonsten passiert erstmal viele viele Seiten lang nichts anderes. Anhand des Klappentextes ist eigentlich schon klar worauf das ganze Buch hinauslaufen wird - bis wir da endlich mal ankommen dauert es aber seeeeeeeehr lang. Trotzdem hat Paige Toon einen so locker leichten Schreibstil, dass sich das Buch sehr schnell und leicht lesen lässt. Man ist schnell in der Geschichte und kommt gut ins Buch. Es ist wie immer eine gut lesbare nette Frühlings- oder Sommerlektüre und genau das, was man erwartet. Trotzdem 2 Sterne Abzug weil: - Achtung ab hier kleiner Spoiler - Ich finde die Auflösung mit Elliot viel zu kurz geraten und ein bisschen lieblos gestaltet. Auch endet das Buch für mich mal wieder an einer Stelle, wo die spannende Phase eigentlich gerade erst anfängt. Charlie will Bridget, aber dann doch nicht - und dann plötzlich doch? Was ist mit seinen Sorgen und Bedenken passiert? Wie konnte Bridget ihn nun doch überzeugen? Und ehrlich gesagt war er echt gemein und arschig und sie liebt das einfach so weg? Klingt nicht nach der Bridget von vorher. Wie löst sich das angespannte Verhältnis zu Valerie und Kate auf? Alles Themen die irgendwie sehr knapp und kurz nur im Epilog etwas lieblos abgefrühstückt werden und auf wenigen Seiten passieren. Da hätte ich lieber auf 100 Seiten Slowburn verzichtet und 100 Seiten mehr dazu gelesen, wie die beiden ihre Vorbehalte auflösen, wie Freunde und Familie auf die zwei reagieren und wie Charlie sich komplett auf Bridget einlässt. Schade!














