27. Apr.
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Rating:5

𝒲𝑒𝓇𝒷𝓊𝓃𝑔[Rezensionsexemplar] „Was wir nicht sagen können“, das vorerst letzte Jugendbuch von der wundervollen Adriana Popescu hat mich nach und nach sehr abgeholt, obwohl das Setting (Internat) nicht unbedingt immer so meinen Nerv treffen. Die Geschichte von Lennox und Katharina fühlte sich beim lesen einfach sehr nah an. Es wird nicht nur von der ersten Liebe erzählt, sondern eben auch von den Dingen, die man lieber verschweigt oder akribisch verheimlichen möchte und wie schwer das mitunter ist, wenn man in der Phase des Erwachsenwerdens eigentlich ohnehin schon genug mit sich selbst zutun hat. Besonders gefallen hat mir hier, wie Adriana Popescu Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden hat, und eben auch auf emotionaler Ebene, die für mich sehr greifbar war! Themen wie starker Leistungsdruck, Druck im Bezug auf die eigene Identität, Freundschaft, Liebe und eben ganz viele verschiedene Päckchen, die jeder Charakter zu tragen hat bekommen hier sehr viel Raum und bringen die Geschichte letztlich an einen Punkt, an dem ich wirklich am hoffen und bangen war, wie es ausgehen wird und muss sagen, dass ich das Ende der Geschichte ganz toll fand! Besonders im Bezug auf Katharina, die am Ende den vielleicht wichtigsten Schritt machen kann (hier kann ich natürlich nicht näher drauf eingehen, aber es war so wichtig für sie und hach... ich hätte ihr gern beigestanden!)- aber auch Lennox war mir sehr nah mit all dem, was er aushalten muss und musste und Jesper ist wohl ein Freund, den jeder gern an seiner Seite hätte💖 Mein Fazit: Ein ganz toller Jugendroman, der tief blicken lässt und sich gleichzeitig auch irgendwie nach und nach befreiend anfühlt und Mut macht zu sein, wer man ist und seinen eigenen Weg gehen zu können... #adrianapopescu #waswirnichtsagenkönnen #cbt #jugendbuch #bücherliebe #bookworm #bookstagram

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
26. Apr.
Rating:5

Wow,wow,wow

Und ein weiteres Jahreshighlight auf meiner Liste. Adriana Popescu schafft es einfach immer wieder, mich zu überzeugen. Dieses Buch bespricht mal wieder so wichtige Themen. Es hat Figuren, die man liebt oder hasst und man fühlt absolut mit. Grandios geschrieben! Man muss einfach immer weiter lesen und will die Figuren schütteln, eingreifen. Ich habe Teile des "Geheimnisses" erraten, aber dann hat sie mich doch wieder mit weiteren Infos überrascht. Es ist verdammt gut gemacht. Und ich LIEBE ES, dass das nicht als Grund genommen wurde, weshalb Lennox und Kathi dann einen Streit haben, wie sonst immer in so vielen Büchern. Und ganz ohne Spice. Also ich liebe, liebe, liebe es!

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
6. Apr.
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Rating:5

🅆🄴🅁🄱🅄🄽🄶 📝 Rezension 📚 Selbst gekauft / Roman / Jugendbuch #Adrianapopescu #cbt #penguinbücher #Waswirnichtsagenkönnen #comingofage ❓️Warum wollte ich das Buch lesen? Ich glaube, diese Frage stellt sich bei mir inzwischen gar nicht mehr wirklich. Ein Buch von Adriana Popescu bedeutet für mich automatisch lesen. Ich bin seit Jahren ein riesiger Fan ihrer Jugendbücher, weswegen sie für mich zur absoluten Pflichtlektüre gehören. Ich liebe ihre Art zu schreiben, ihre Figuren, ihre Themen. Dieses Buch war allerdings besonders. Es ist ihr letztes Jugendbuch und genau deshalb war die Vorfreude dieses Mal mit einer spürbaren Wehmut verbunden. Nach 11 Jahren endet eine Ära, die mich als Leserin stark geprägt hat. 🧠 Meine Meinung: Ich war sofort wieder drin. Genau dieses Gefühl, das ich von der Autorin so gut kenne. Ankommen, eintauchen, Figuren kennenlernen und direkt Lieblinge finden. Lennox, Katharina und auch Jesper haben mein Herz im Sturm erobert. Was ich an den Jugendbüchern von Adriana Popescu immer besonders schätze, ist die Tiefe. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, inklusiver eigenen Kämpfe mit. Selbst vermeintlich unsympathische Charaktere wie Dexter haben mehr Facetten, als man zunächst glaubt. Dadurch wirkt alles unglaublich nahbar und echt. Besonders gelungen fand ich, wie lange Lennox’ Hintergrund im Verborgenen bleibt. Diese Spannung, dieses langsame Enthüllen und gleichzeitig das Entsetzen darüber, je mehr man versteht. Das hat mich wirklich gepackt. Auch Katharinas Geschichte und ihre moralischen Konflikte haben das Ganze noch intensiver gemacht. Das Setting am Genfersee in einem Schweizer Eliteinternat hat starke Vibes wie die Serie Maxton Hall. Nur hatte ich hier noch stärker das Gefühl, etwas sehr Reales zu lesen. Eine Geschichte, die genau so passiert sein könnte. Thematisch trifft das Buch wieder mitten ins Herz. Trauma, Panikattacken, äußerer Druck, Selbstfindung, um ein paar Punkte zu nennen. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus. Es sind wichtige Themen, die nicht beschönigt werden und zum Nachdenken anregen. Ehrlich gesagt, würde mir wünschen, solche Bücher wären häufiger Schullektüre. Und dann dieses Ende. Ich wusste lange nicht, wie die Autorin diese scheinbare Ausweglosigkeit auflösen will. Aber sie hat es geschafft und das auf eine Weise, die sich nicht künstlich anfühlte, sondern Hoffnung gibt. Keine klassische Lovestory, sondern etwas viel Echteres. Ich war glücklich und gleichzeitig hatte ich einen Kloß im Hals. Dass mit diesem Buch auch ihre Jugendbuch-Ära endet, hat mich wirklich getroffen. Ihre letzten Worte in der Danksagung haben das Ganze noch emotionaler gemacht. ✅️ Fazit: Eine wunderschöne, emotionale Coming-of-Age-Geschichte voller Tiefe, wichtiger Themen und echter Gefühle. Adriana Popescu beweist ein letztes Mal, warum ich ihre Jugendbücher so liebe und verabschiedet sich mit einem Werk, das nachhallt. 🔎 Worum geht’s? In Was wir nicht sagen können geht es um Lennox, der für sein letztes Schuljahr an ein Eliteinternat in der Schweiz wechselt, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Niemand soll erfahren, wer er wirklich ist. Dort trifft er auf Katharina, eine talentierte Pianistin, die selbst unter großem Druck steht. Zwischen beiden entwickelt sich eine vorsichtige Verbindung, doch Geheimnisse, innere Kämpfe und äußere Erwartungen stehen ihnen im Weg. Gemeinsam müssen sie herausfinden, was es bedeutet, ehrlich zu sich selbst zu sein und was im Leben wirklich zählt.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
5. Apr.
Rating:5

Sehr emotional 💔 ein Herzensbuch

📖 Was wir nicht sagen können 📝 Adriana Popescu 📍 cbt Verlag Ach wie schön. Das war so sehr mein Buch. Ein paar mal beim Lesen hatte ich so ein „Maxton Hall“ Gefühl 😉. Einfach wunderbar. Schade das es Adriana‘s letztes Jugendbuch gewesen sein soll! Der Jugendroman „Was wir nicht sagen können“ erzählt eine sensible und zugleich intensive Geschichte über das Erwachsenwerden, geprägt von inneren Konflikten, Erwartungen und unausgesprochenen Gefühlen. Im Mittelpunkt stehen Lennox und Katharina, zwei junge Menschen, die versuchen, ihren Platz im Leben zu finden – und dabei vor allem lernen müssen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ein zentraler Schwerpunkt des Romans ist die Suche nach der eigenen Identität. Beide Hauptfiguren stehen an einem Wendepunkt ihres Lebens: Sie müssen Entscheidungen treffen, die ihre Zukunft bestimmen, fühlen sich dabei jedoch stark von äußeren Erwartungen beeinflusst. Besonders eindrucksvoll ist, wie der Roman zeigt, dass Selbstfindung kein geradliniger Prozess ist, sondern von Zweifeln, Rückschlägen und Unsicherheiten begleitet wird. Eng damit verknüpft ist das Thema Leistungsdruck und gesellschaftliche Erwartungen. Katharina kämpft mit dem Druck ihrer Familie und dem Gefühl, funktionieren zu müssen, während Lennox versucht, sich von seiner Vergangenheit zu lösen. Der Roman macht deutlich, wie belastend es sein kann, wenn man ständig versucht, den Ansprüchen anderer gerecht zu werden, anstatt auf die eigene Stimme zu hören. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Motiv der unausgesprochenen Gefühle. Viele Konflikte entstehen nicht durch das, was gesagt wird, sondern durch das, was verschwiegen bleibt. Die Figuren haben Angst vor Ablehnung oder davor, verletzlich zu sein, und genau das steht ihnen im Weg. Der Titel des Buches wird dadurch sehr treffend umgesetzt: Es geht um all die Dinge, die man denkt und fühlt, aber nicht auszusprechen wagt. Auch das Thema emotionale Belastung und mentale Gesundheit spielt eine bedeutende Rolle. Der Roman zeigt auf einfühlsame Weise, wie Überforderung, Angst und innere Anspannung das Leben junger Menschen beeinflussen können. Dabei wirkt die Darstellung weder übertrieben noch beschönigend, sondern realistisch und nahbar. Fazit „Was wir nicht sagen können“ ist ein ruhiger, aber tiefgehender Roman, der besonders durch seine emotionalen Themen und authentischen Figuren überzeugt. Die Geschichte lebt weniger von äußeren Ereignissen als von inneren Entwicklungen und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen und auszusprechen. Große Leseempfehlung von mir … auch für Erwachsene 🙂😉🫶🏽

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
31. März
Rating:5

Meine unangefochtene Queen des Jugendbuchs und das sage ich als Ü55, die wirklich jede Reise mitgemacht hat. Ich liebe ihre unverkennbare Art zu schreiben, bin mit ihren Geschichten auf Roadtrips gegangen, habe mich verliebt, gelacht, geweint und auch geflucht. Und einmal mehr beweist Adriana warum. • In unserer letzten gemeinsamen Reise geht es um Freiheit, um das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen, ohne ständig Rücksicht auf familiäre Erwartungen nehmen zu müssen. Das Eliteinternat in der Schweiz trägt diese Atmosphäre auf besondere Weise. Nach aussen priviligiert und perfekt, ist es ein Ort, an dem Druck, Erwartungen und Einsamkeit besonders intensiv spürbar werden. Diese Gegensätzlichkeit verstärkt die Emotionen und eine beeindruckende Tiefe. • Wer Adriana's Bücher kennt, weiß, dass ihre Dialoge und Figuren das Herzstück sind. Auch hier lebt die Story von Blicken und unausgesprochenen Gedanken. Lennox und Katharina sind mir sofort ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen mitgefiebert, jede Emotion gespürt. Es sind Figuren mit Rissen, Tiefe, echter Seele und so authentisch. Lennox inneres Spannungsfeld macht ihn unglaublich greif- und nahbar. Katharinas Geschichte hat mich innerlich zerrissen, ich war stellenweise atemlos, die Tränen liefen. Ihr innerer Druck, der Wunsch, Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig ihre eigene Stimme zu finden, gingen mir tief unter die Haut. Beide tragen etwas in sich, das sie auf stille, fast zerbrechliche Weise verbindet. Selbst die Nebenfiguren mit ihren Entscheidungen machen die Handlung noch lebendiger. • Mit jeder Seite wurde der Sog intensiver, wurde emotionaler, spannender und war voller Wendungen. Besonders beeindruckt hat mich mal wieder der sensible Umgang mit einem bedrückenden, aber unglaublich wichtigen Thema. • Für mich sind die Werke der Autorin eine uneingeschränkte Leseempfehlung und das weit über die Zielgruppe junger Leser hinaus. Gleichzeitig bleibt dieses leise Gefühl von Wehmut zurück und so möchte ich von Herzen DANKE sagen, für eine wundervolle Reise über 11 Jahre und wünsche mir sehr, dass ihre Bücher eines Tages ihren festen Platz als Pflichtlektüre an Schulen finden.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
30. März
Rating:5

Die Geschichte lebt nicht von großen, lauten Dramen, sondern von Blicken, unausgesprochenen Gedanken und genau den Momenten, in denen Worte fehlen. Die Charaktere sind für mich das absolute Herzstück des Romans. Lennox ist kein typischer „mysteriöser Bad Boy“, sondern eine Figur mit echten Rissen. Seine Vergangenheit liegt wie ein Schatten über ihm, und man spürt von Anfang an, wie sehr er sich nach einem Neuanfang sehnt – und gleichzeitig Angst davor hat, gesehen zu werden, wie er wirklich ist. Dieses Spannungsfeld macht ihn unglaublich greifbar. Katharina hingegen hat mich auf eine ganz andere Weise bewegt. Ihr innerer Druck, der Wunsch, Erwartungen zu erfüllen, und gleichzeitig ihre eigene Stimme zu finden – das ist so authentisch beschrieben worden von der Autorin. Ihre Leidenschaft für das Klavier ist dabei nicht nur ein Talent, sondern Ausdruck ihrer Gefühle, ein Ventil, wenn Worte nicht reichen. Beide Figuren tragen etwas in sich, das sie nicht aussprechen können – und genau das verbindet sie auf eine stille Weise. Oft hatte ich das Gefühl, zwischen den Zeilen genauso viel zu lesen wie in den Dialogen selbst. Kennt ihr dieses Gefühl? Auch wenn der Fokus hier ganz klar auf den beiden Hauptcharakteren liegt, wirken die Menschen um sie herum nie wie bloße „Nebendarsteller“. Sie tragen alle mit ihrem Tun und Handeln ihren Teil zur Geschichte bei. Und dann ist da noch die Atmosphäre: dieses Eliteinternat in der Schweiz, das einerseits so privilegiert wirkt, andererseits aber auch ein Ort ist, an dem Druck, Erwartungen und Einsamkeit besonders stark spürbar werden. Diese Kulisse verstärkt die Emotionen perfekt. Fazit: Der Roman Was wir nicht sagen können hat mich auf eine Weise berührt, die man sich als Leser wünscht, aber selten erlebt – er hat mich nicht nur mitgerissen, sondern auch noch lange nach dem Zuklappen begleitet.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
26. März
Rating:5

Adriana hat es wieder einmal geschafft, ich war nach nur einigen Seiten komplett in der Geschichte drin und konnte nicht aufhören zu lesen. Die Protagonisten werden wieder großartig gezeichnete. Schade, dass dies wohl Adrianas letztes Jugendbuch sein sollte. Ich würde mich über weitere freuen.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
15. März
Rating:4.5

Wieder eine tolle Coming-of -age Geschichte mit wichtigen Themen! Besonders Lennox Geschichte hat mich sehr beschäftigt. Ich habe zwar schon andere Bücher mit einer ähnlichen Thematik gelesen, aber diese Perspektive war für mich neu. Daher hat mich seine Geschichte auch wirklich bewegt. Was er durch die Tat eines anderen durchleben musste hat mich innerlich zerrissen. Wieder einmal muss ich sagen, dass Adrian Popescus Jugendromane sich wunderbar als Schullektüre eignen würden.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt
11. März
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Rating:5

Ein Internatsroman, der unter die Haut geht „Ich will hier einfach nur Lennox sein.“ (S. 89) Lennox will sein letztes Schuljahr möglichst unauffällig und unerkannt verbringen. Genau deshalb ist er extra an ein Schweizer Eliteinternat gewechselt. Doch dort zählen vor allem der (Familien)Name, das Vermögen und der Einfluss und die Macht, die Geld mit sich bringen. Natürlich sorgt es für Aufsehen, wenn plötzlich ein völlig Unbekannter auftaucht, dessen Namen niemand kennt, der auf Social Media nicht existiert und auch sonst nicht besonders gesprächig ist. Lennox lässt niemanden an sich heran, nicht mal seinen Zimmergenossen Jesper, der sich ehrlich bemüht, Freundschaft zu schließen. Erst als er seine Mentorin Katharina kennenlernt, beginnt sich etwas zu ändern. Sie spielt nicht nur sagenhaft gut Klavier, sie komponiert auch eigene Stücke. Ihre Musik berührt Lennox tief. Wenn er ihr zuhört, kommt er endlich zur Ruhe. Die Geräusche in seinem Kopf verstumme und das Unvergessliche tritt kurz in den Hintergrund. Sie kommen sich näher, schließlich verlieben sie sich. Doch wie nah kann man sich wirklich kommen, wenn man seine Geheimnisse um jeden Preis bewahren will? Katharina merkt schnell, dass Lennox auf laute Geräuschen mit Panikattacken reagiert und dann kaum noch ansprechbar ist. Gleichzeitig haben sie noch mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: Katharinas Exfreund Dexter, der Kapitän des Ruderteams, will sie unbedingt zurückgewinnen. Außerdem versucht er verzweifelt, den Erwartungen seiner Familie gerecht zu werden. Sein Vater und sein Bruder waren beide Jahrgangsbeste – und dasselbe wird nun von ihm erwartet. Um dieses Ziel zu erreichen, schreckt er vor nichts zurück. „Dexters Währung sind Informationen. Er kennt so viele Geheimnisse. Über Mitschüler, Lehrer, Ehemalige, Eltern.“ (S. 148) Lennox ist so sehr seinem eigenen Geheimnis beschäftigt, dass er lange nicht erkennt, was sich hinter den Fassaden seiner Mitschüler verbirgt. Denn der Druck ist bei für alle enorm. Die Schule allein ist schon anspruchsvoll genug, doch die Erwartungen ihrer Eltern sind oft kaum zu erfüllen. Eigene Wünsche und Träume müssen hinter den Vorstellungen ihrer Familien zurückstehen. „… hier lernt der Elitenachwuchs der Elite für ihr Leben in der Elitegesellschaft. Geschenkt kriegst du hier nichts.“ (S. 33) Auch Katharina steht vor dieser Entscheidung. Sie soll später ins Familienunternehmen einsteigen, obwohl sie viel lieber Pianistin wäre. Die Stunden am Klavier sind ihre Zuflucht und gleichzeitig schmerzhaft. „Jedes Mal, wenn ich hier spiele, ist es wie ein Abschied. Jeder Tag, der vergeht, lässt meine Musik leiser werden. Bis sie irgendwann nur noch eine Erinnerung sein wird.“ (S. 215) Dexter hingegen nutzt die Geheimnisse anderer, um seine Stellung zu sichern. Mit Angst, Loyalität und Gefälligkeiten bindet er die Menschen an sich. Nach außen gibt er sich als harter, aber auch großzügiger Anführer. Adriana Popescu versprüht in Was wir nicht sagen können dank Schuluniformen, Internatsalltag und komplexen Beziehungen zwar ein wenig Maxton-Hall-Vibes, doch ihr neuestes – und wahrscheinlich leider auch letztes – Jugendbuch geht deutlich tiefer. Es geht um die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, welchen Weg man im Leben gehen will, ohne ständig Rücksicht auf familiäre Erwartungen nehmen zu müssen. Es geht um den Wunsch, Träume wenigstens ausprobieren zu dürfen. Die wichtigste Botschaft des Buches ist jedoch, dass man um Hilfe bitten darf, wenn man überfordert oder gestresst ist, und dass Hilflosigkeit nicht an anderen ausgelassen werden sollte. Popescues Coming-of-Age-Roman ist emotional, spannend und voller unvorhersehbarer Wendungen. Besonders beeindruckend ist ihr sensibler Umgang mit einem bedrückenden, aber wichtigen Thema. Ein berührendes Lesehighlight, das zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte.

Was wir nicht sagen können
Was wir nicht sagen könnenby Adriana Popescucbt