Ein wirklich unglaublich schönes Buch über Freundschaft, Leidenschaft und Schicksal.
Da für mich das Tanzen, das Schauspielern und auch das Singen eine wirklich große Rolle in meinem Leben spielen, hat es mir wirklich unfassbar viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. All die angesprochenen Bereiche und Themen wurden auch wirklich gut und gründlich behandelt, was mir sehr gefallen hat. Besonders, wenn detaillierte Beschreibungen von Bewegungen oder Musicals besprochen wurden, hat es mich jedes Mal sehr gefreut.
Auch der Schreibstil, die Charaktere und die Story an sich haben mich alle begeistern können. Vor allem Diya und ihr Ehrgeiz haben mich überzeugt.
Das Buch hat mich am Anfang leider nicht so gepackt. Doch ab der Hälfte wurde es immer besser. Es war, als müsste Alina sich selbst erstmal finden, um ihre Geschichte zu erzählen.
Und das ist ihr (bzw. Mariko Turk) auf jeden Fall gelungen 🤗
Die Charaktere haben sich toll entwickelt, am allermeisten natürlich Alina 😁
Das Thema Rassismus und Mobbing wurde
toll eingebaut, es wirkte nicht wie ein
Aufklärungsbuch, sondern echt und natürlich
Das Thema Musical nimmt im Laufe des Buches habe immer mehr Raum ein, was was ich ich persönlich geliebt habe 🥰
Weiterempfehlen würde ich das Buch dennoch nicht jedem. Die Themen sprechen evtl nicht jeden an, auch wenn sie das bei mir gemacht haben.
Wenn ihr das Buch lesen solltet: Macht euch
gefasst auf:
Spannung, Trauer, Mobbing, Liebe, Freundschaft, Rassismus, Musical, Kritik und vieles mehr ✨️
Geschichten über Sportler, deren Karriereweg ich aufgrund eines Unfalls ändern waren schon immer etwas, was eine gewisse Faszination in mir auslöst. Zu sehen, wie sie sich aus einem tiefen Loch kämpfen, der Welt beweisen, dass sie doch noch weiter machen können oder dass sie in neuen Sachen Freude finden können, ist sehr inspirierend. Der Klappentext von „So federleicht wie meine Träume“ versprach mir eine ähnliche Geschichte, weswegen ich sehr gespannt auf das Debut von Mariko Turk war. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr jetzt in der Rezension.
Handlung
„So federleicht wie meine Träume“ lässt sich als eine eher ruhigere Geschichte beschreiben, die ohne größere Dramen auskommt. Während das Buch einen meiner Meinung nach starken Anfang aufweist, hat es im Mittelteil ein paar Längen. Die Handlung selbst war relativ vorhersehbar, was mich persönlich aber in keinsterweise gestört hat.
Die Vermischung von Ballett und Musical hat mir persönlich ebenfalls sehr gut gefallen, wobei ich mir schon eine Erklärung zu den ganzen Ballett Begriffen gewünscht hätte, denn mit denen konnte ich leider absolut nichts anfangen.
„So federleicht wie meine Träume“ behandelt einige sehr wichtige Themen darunter Alltagsrassismus und Rassismus im Sport. Der Umgang mit diesem Thema hat mir sehr gut gefallen und aufgrund der Wichtigkeit dieser Themen fand ich es sehr gut, dass sie nicht einfach nur ein kleiner Handlungsstrang ausgewählt wurden, sondern es sich wirklich durch die Geschichte zieht. Bei den vielen Themen die angesprochen wurden kamen mir jedoch einige zu kurz bzw. bei einigen hätte ich mir sehr eine vernünftige „Auflösung“ gewünscht. Aus Spoilergründen werde ich hier rauf jetzt aber nicht genauer eingehen.
Charaktere
Alina ist eine Protagonistin, mit der vermutlich nicht jeder direkt warm wird. Sie ist mürrisch, verbittert, gemein und vor allem wütend. Wütend darauf, dass ihr Traum zerstört wurde, während anderen diesen weiterleben können. Normalerweise würde ich diese Art von Protagonisten eher nervig finden, doch wie sage ich immer: Gebt mir einen Grund, warum die Charaktere sich so verhalten, sodass ich Verständnis für sie aufbauen kann und ich werde sie eher lieben als hassen. Und so war es hier auch. Alina hat allen Grund sich so zu verhalten, wie sie es tut. Selbst ihr Neid und ihre phasenweise Gehässigkeit gegenüber den Menschen, die das tun können, was sie nicht kann, war für mich nicht nervig. Ich konnte komplett verstehen warum sie so war, warum sie so gehandelt hat. An dieser Stelle ein großes Lob auf Turk, die es geschafft hat eine Protagonistin zu kreieren, bei der man ihr Leid nachvollziehen und spüren kann.
Einer der schönsten Momente in der Geschichte war für mich, als Alina erkannt hat, was alles schief läuft und sie für sich und andere eingestanden ist. Generell hat mir der Wandel von Alina sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss das es mir am Ende dann doch etwas zu schnell damit ging.
Auch die Liebesgeschichte mit Jude fand ich sehr schön. Vermutlich sind meine Ansprüche durch andere Bücher mit Romance Anteil eher gering, aber gebt ihr einen Charakter der fragt ob er sie küssen darf, der verständnisvoll ist, der sie trotzt seiner eigenen Laster nicht fertig macht und ich bin zu frieden. Ich fand es sehr schön, dass einer der ersten Sachen, die Alina an Jude gefallen haben, sein Lächeln war und ich fand es auch sehr mit anzusehen, wie beide sich dem jeweils anderen langsam öffneten. Wer ein Fan von Slow Burn ist, sollte sich das Buch definitiv anschauen.
Auch die Freundesgruppe hat mir sehr gut gefallen, wobei ich gerne noch etwas mehr davon gesehen hätte, wie Alina etwas gemeinsam mit ihren Freunden macht. Natürlich passte es, dass sie sich eher etwas distanziert hielt, aber dennoch hätte ich da gerne mehr gesehen.
Schreibstil
Den Schreibstil würde ich als einer der größeren „Schwächen“ der Geschichte beschreiben. Es ist keineswegs schlecht, aber irgendwie hat mir das gewisse etwas gefehlt.
Fazit
„So federleicht wie meine Träume“ bietet den Lesenden eine wunderschöne, süße Geschichte über eine Protagonistin der etwas anderen Art, die lernen muss, aus ihren alten Träumen neue Träume zu machen. Die Slow Burn Romance rundet die Geschichte meiner Meinung nach perfekt ab.
Federleicht und seelentief.
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Geschichten über das Ballett liebe und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch ist anders, weil es mehr um den Verlust des Balletts als um das Tanzen selbst geht und doch wurde die Leidenschaft für diese Kunst hier lebendig. Sowohl das Hochgefühl der Schwerelosigkeit beim Tanzen einzelner Schritte als auch der tiefe Schmerz und Verlust des eigenen Lebenssinns werden hier so authentisch beschrieben und greifbar vermittelt, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, es selbst zu durchleben. Alina's Schmerz, sowohl physisch als auch psychisch, wurde in den Worten der Autorin real und ging mir beim Lesen durch Mark und Bein. Alina's Geschichte brach mir das Herz und fügte es anschließend wieder zusammen, denn trotz all der Tragik, der Wut und des Leids ist dieses Buch nicht hoffnungslos, im Gegenteil, es hat so viel zu geben. So, so viel.
Die Geschichte ist nicht nur anrührend und emotional, sondern auch unheimlich vielfältig und auf jeder einzelnen Ebene sehr nahbar, was ich mehr als beeindruckend finde. Im Regelfall kommt immer irgendetwas zu kurz, aber das ist hier nicht der Fall. Man konnte beim Lesen alles fühlen und es erweckt den Eindruck als wäre man hautnah mit dabei. Die Geschichte hat mich voll und ganz in ihren Bann gezogen, mitgerissen, nachdenklich gestimmt und bewegt. Sowohl thematisch als auch hinsichtlich der Ausarbeitung seiner emotionalen Ebene ist dieses Buch sehr, sehr stark.
Sensible Themen werden gekonnt mit der restlichen Handlung verwoben, sie sind omnipräsent ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängen. Dadurch hat diese Geschichte auf mich sehr lebensnah und authentisch gewirkt. Es gibt kein inszeniertes Drama oder künstlich erzeugte Spannung, sondern natürliche und nachvollziehbare Konflikte, echte menschliche Reaktionen und wahre Emotionen. Die Geschichte ist mal ernsthaft und mal unbeschwert, mal todtraurig und mal witzig, aber immer authentisch und gefühlvoll. Es geht um Ängste, Träume und neue Wege, um Freundschaft, Familienbande und die erste Liebe, um Leidenschaft, Verlust, Loslassen-Können und Courage.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Alina in der ersten Person Singular erzählt, welche in meinen Augen eine mehr als nahbare sowie authentische Protagonistin ist. Sie verhält sich nicht immer richtig, handelt egoistisch und macht Fehler, was sie in meinen Augen aber nur umso menschlicher erscheinen lässt. Sie hat Stärken und Schwächen, muss sich neuen Herausforderungen stellen und wächst an ihren Erfahrungen. Alina entwickelt sich in ihrem eigenen Tempo weiter und wächst dabei Schritt für Schritt über sich selbst hinaus, was unheimlich schön zu begleiten war.
Die restlichen Charaktere sind ebenso liebenswert, facettenreich und lebendig. Ich habe die bunte Truppe mit jeder Seite noch mehr in mein Herz geschlossen und konnte die einzelnen Figuren gut greifen. Die Charakterbeziehungen sind ebenso vielschichtig wie ihre Charaktere und haben mich jede auf ihre Weise bewegen können.
Dieses Buch hat sich für mich durchweg schön lesen lassen. Ich bin jedes Mal tief in diese Geschichte eingetaucht und dabei voll und ganz in ihr versunken. Hätte ich die Zeit dazu gehabt, hätte ich dieses wundervolle Buch sicherlich in einem Stück verschlungen, denn ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Irgendwie finde ich es aber auch schön, dass mich diese Geschichte nun umso länger begleiten konnte. Dieses Buch ist so vielfältig wie das Leben und braucht keine inszenierten Konflikte, um zu fesseln, es war auch so keine Sekunde langweilig. Ich habe dieses Buch geliebt! Mit Haut und Haar.
Manche Erkenntnisse und Sinneswandel kamen vielleicht etwas schnell oder übereilt daher, aber das tat der Geschichte keinen großen Abbruch. Man kann in meinen Augen leicht darüber hinwegsehen und sich stattdessen in den gefühlvollen und lebendigen Worten der Autorin verlieren. Ich habe ihr jede beschriebene Emotion abgenommen und jeden einzelnen geschriebenen Satz geglaubt.
Ganz große Empfehlung! ♥️
4,5/ 5 Sterne ⭐️
Durch die Geschichte geflogen und sehr gerne gelesen. Ein gelungener Roman über strukturellen Rassismus im Ballett und Musical, Freundschaft, Liebe und sich ins Leben zurückkämpfen. Ein Jugendroman, der auch jenseits der 20 Spaß macht.
Ich weis echt nicht wo ich bei diesem Buch anfangen soll. Es ist einfach krass! Ich hatte wirklich gar keine Lust es zu lesen und habe es seit Weihnachten vor mir her geschoben. Jetzt in den Ferien habe ich Zeit und Lust gefunden und angefangen das Buch zu lesen. Mein erstes Fazit „Ich konnte es wirklich fast nicht mehr aus der Hand legen". Das Buch gesamt ist irgendwie wie eine Therapie und Lehre über das Leben. Es zeigt einem die nackte Realität und genau was in Alina (der Protagonistin) vorgeht. „Federleicht wie deine Träume" ist ein auf und ab aus Gedanken, Gefühlen und Liebe. Es ist Lustig, traurig und unglaublich romantisch zugleich. Zwischendurch kann es auch verwirrend sein aber ist so nicht jedes Leben? Ich würde es allen empfehlen. Entweder es packt einem von Anfang an oder nicht. Man muss sagen dass Alina auch sehr ehrgeizig und leidenschaftlich ist im Ballett und das könnte allgemein leidenschaftlichen Menschen gefallen.
Hier aber auch definitiv noch ein grosses Lob an die Autorin für dieses fantastische Buch.
Ein richtig toller Jugendroman, ein Must-Read für Ballett- und Musicalfans und eines meiner Jahreshighlights! Alinas Lebenstraum ist geplatzt: seit sie klein ist, tanzt sie Ballett. Die Profikarriere vor Augen verbrachte sie ihre ganze Zeit beim Training. Nach einem Sturz ist klar, dass sie nie wieder so tanzen kann wie zuvor. Eine Mitschülerin überredet sie, am Schulmusical teilzunehmen, wo Alina unerwartet wieder auflebt. Sie muss sich selbst neu kennenlernen und einen Weg finden mit ihrer Trauer um den Verlust des Lebens, für das sie so hart gearbeitet hat, umzugehen. Hinzu kommt der Konflikt mit ihrer jüngeren Schwester, durch den ihr die Schattenseiten des Balletts bewusst werden. Alina hat japanische Wurzeln, ihre beste Freundin beim Ballett, Colleen, ist schwarz. Beide versuchten – ihrem Traum zuliebe – zu verdrängen, dass sie – wie viele andere nicht weiße Tänzer:innen Diskriminierung erfahren. Die Thematik ist da und wichtig, dominiert aber die Geschichte nicht. Denn im Zentrum stehen Alina und ihre Freund:innen: das Ensemble ist so divers auf eine natürliche Art und Weise, wie es an einer typischen amerikanischen High School der Fall sein könnte. Die Jugendlichen wirken ihrem Alter entsprechend und führen keine hochphilosophischen Dialoge wie in manch anderem Young Adult Roman. Das fand ich sehr erfrischend und authentisch. Die Bande zwischen den Figuren entwickeln sich langsam: es geht um Freundschaft, erste Liebe aber auch die Beziehung zweier entfremdeter Schwestern. Alinas Entwicklung ist keine leichte; nicht immer wirkt sie dadurch nahbar, aber ihr Lernprozess und die Art, sich selbst, ihre Gefühle und ihr Verhalten zu reflektieren, werden von Autorin Mariko Turk einfühlsam und realistisch dargestellt. „So federleicht wie meine Träume“ ist zart und kraftvoll zugleich, wie eine Balletttänzerin, die anmutig und elegant über die Bühne schwebt, den Zuschauer:innen verborgen getragen von der Muskelkraft einer Hochleistungssportlerin.
Lange ist mir keine Young Adult Geschichte mehr in die Finger gekommen, weil mich die Klappentexte oft einfach nicht überzeugen konnten. Anders war es bei „So Federleicht wie meine Träume“, denn entgegen meines ersten Eindrucks durch das eher ungewöhnliche Cover, wollte ich nach dem Klappentext unbedingt wissen, was es mit Alina und ihrem Schicksal auf sich hat.
Nach einem Unfall muss Alina ihre vielversprechende Ballet-Karriere aufgeben und findet sich plötzlich im normalen Schulalltag wieder. Für ihre neu gewonnene Freundin Margot bewirbt sie sich auf eine Rolle im Schulmusical und wird wider Erwarten für das Stück genommen. Während der Proben lernt sie Jude kennen, einen gutgelaunten Kerl, der das Leben auf den ersten Blick auf die leichte Schulter nimmt, was Alina in ihrer Verbitterung nicht verstehen kann. Das Ballett lässt sie einfach nicht los, auch wenn ihr nach und nach bewusst wird, dass ihr mit ihren japanischen Wurzeln oft Alltagsrassismus entgegengebracht wurde. Dass aber nicht nur sie ihr Päckchen zu tragen hat, muss auch Alina sich irgendwann eingestehen und sich die Frage stellen, ob sie den Absprung aus ihrer Vergangenheit schafft und sich auf ihr neues Leben einlassen kann.
Mariko Turk schafft es mit diesem Roman die Strapazen des Erwachsenwerdens so unfassbar echt einzufangen, das ich mich als Leserin selbst in meine Pubertät zurückversetzt gefühlt habe, als Emotionen die Überhand genommen und fragwürdige Entscheidungen haben treffen lassen. Alina ist ein vielschichtiger Charakter, der am Anfang alles andere als sympathisch daherkommt, aber im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchlebt. Vom ersten Moment an ist sie sich ihrer Fehler bewusst, kann aber oft einfach nicht aus ihrer Haut und verbaut sich damit selbst ihre Möglichkeiten. Es ist schön zu beobachten, wie Jude, ihre Freunde und ihre Schwester Paulina sie nach und nach aus ihrer Reserve locken und ich kann hier nur meinen Hut vor den grandiosen Nebencharakteren ziehen, die die Geschichte einzigartig machen.
Die Charaktere in diesem Buch sind alles andere als oberflächlich, sondern gehen regelrecht unter die Haut. Und das mit einer Selbstverständlichkeit, die einfach nur genial ist! Hier gibt es keine Stereotypen, denn auf den zweiten Blick wird einfach mit jedem gebrochen und das habe ich geliebt. Außerdem fand ich es super authentisch, dass neben Alinas und Judes Beziehung auch der Freundschaft so großer Raum gegeben wurde, denn die ist gerade in der Jugend mindestens genauso wichtig, wie die Liebe!
Dieses Buch bekommt eine ganz klare Leseempfehlung von mir.
Dieses Buch habe ich vorab vom Verlag bekommen und ich vom Cover hätte es mich eher nicht angesprochen, aber der Inhalt hat sich echt interessant angehört. Zu Beginn war ich von Alina genervt. Ich kann mir schon vorstellen, dass es wirklich schlimm ist, wenn der größte Traum in sich zusammenbricht. Doch ich habe sie besser kennengelernt und auch ihre Sichtweise verstanden. Ich verstehe, warum sie so verzweifelt ist und auch warum sie so zu ihrer Familie und ihren Freunden ist. Schade fand ich, dass sie den Kontakt zu ihrer besten Freundin abgebrochen hat, weil die noch ihren Traum leben darf. Die Entwicklung hat mir gut gefallen. Alina ist über sich selbst hinausgewachsen und hat zu sich selbst gefunden. Die Story und die Idee dahinter fand ich wirklich toll und zum Nachdenken.
4 Sterne
Ein gelungenes Debüt über zerbrochene Träume und neue Chancen
Dieses Buch wurde mir in der Buchhandlung in meiner Stadt empfohlen. Ich muss zugeben, von selbst hätte ich wahrscheinlich nicht nach diesem Titel gegriffen. Umso besser, dass ich es dennoch gelesen habe, denn die Geschichte konnte mich voll und ganz überzeugen und begeistern.
Das Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. Es werden wichtige Themen wie Rassismus, Antirassismus, das Verarbeiten von Schicksalsschlägen und der Umgang mit Fehlern angesprochen und beleuchtet. Gerade die Thematik Rassismus im Ballett fand ich sehr interessant dargestellt und aufgearbeitet. Ich habe bisher auch noch kein Buch gelesen, dass dieses Thema behandelt. Ebenso fand ich die Thematiken rund um Ballett und Musicals sehr gelungen und toll in die Geschichte integriert.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem die Hauptprotagonisten hatten sehr viel Tiefgang. Die Geschichte wird zwar "nur" aus Alinas Sicht erzählt, aber das hat sich für mich genau richtig angefühlt. Es gibt ihrer Geschichte den nötigen Raum, um erzählt zu werden. Die Geschichte hat Hochs und Tiefs, Entwicklungen und Rückschläge, jedoch ohne dass es zu dramatisch oder unglaubwürdig wird. Ich habe jedes Wort, jedes Gefühl geglaubt und mitgefühlt.
Am Anfang des Buches habe ich mit Alina ihre ganze Trauer, Wut und Verzweiflung miterlebt. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle jederzeit nachvollziehen. Sie kam mir auch zu keinem Zeitpunkt anstrengend oder unlogisch vor. Wenn man so einen schweren Schicksalsschlag erlebt hat, handelt man eben oft auch emotional oder für andere nicht nachvollziehbar. Alina macht im Laufe der Geschichte eine tolle, authentische Entwicklung durch, sie erleidet Rückschläge und kämpft sich zurück. Zum Ende hin wird Alina immer lebensfroher, selbstbewusster und reflektierter und sie findet einen neuen Weg für sich. Das Ganze war so ansteckend, dass ich beim Lesen die ganze Zeit nur noch grinsen musste.
Auch Jude hat mir wahnsinnig gut gefallen. Er hat mir eine ganz neue Sicht auf das Leben eröffnet. Seine Ansichten und Ratschläge haben mich mehr als einmal nachdenklich gestimmt. Die Liebesgeschichte zwischen Alina und ihm hat sich in einem angemessenen Tempo entwickelt, nichts wirkte übereilt oder überdramatisch. Sie hat auch nicht zu viel Raum eingefordert, sodass immer noch genug Platz für all die anderen wichtigen Themen war.
Auch die Nebencharaktere waren sehr schön ausgearbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass kaum jemand nur nett oder nur schlecht war. Jeder Charakter hatte seine Vorzüge und seine Schwächen. Und genau das macht die Charaktere so menschlich und authentisch. Ich hätte zwar gerne noch gewusst, wie die Zusammenarbeit von Josie und Alina später noch abläuft und wie ihr Tanz dann wird, aber das ist rein mein persönliches Interesse und meine Neugier. Denn das Ende so wie es ist hat einfach perfekt zur Geschichte gepasst.