Seite für Seite ist mir die Familie Wolfe mehr ans Herz gewachsen. Zuerst hatte ich das Gefühl, dass Cameron ein „herzloser Prügeltyp“ ist, wurde jedoch bald eines besseren belehrt. Bis im letzten Band seine Sensibilität deutlich gezeigt wird. Süffiger Schreibstil, die Zwischenteile waren für mich jeweils jedoch etwas anstrengend, dass ich sie teilweise übersprungen habe.
Auf mich wirkt die Geschichte ein wenig unfertig…
Obwohl nicht besonders viel in dieser Triologie passiert und keine großen Spannungskurven aufgebaut werden, ist das ganze Buch angenehm zu lesen. Mir ist die gesamte Familie Wolfe, insbesondere der Protagonist Cameron, ans Herz gewachsen. Jeder von ihnen hat mit seinen eigenen Probleme in der Vorstadt zu kämpfen und doch halten sie zusammen - meist ohne große Worte. In jedem einzelnen der drei Bücher gibt es neben der Hauptgeschichte noch kleine Zusätze nach den Kapiteln. In Buch 1 erfährt man von den nächtlichen Träumen von Cameron, Buch 2 erzählt am Ende der Kapitel die spätabendlichen Gespräche, die Cam und sein Bruder Ruben führen und in Buch 3 schreibt Cam seine eigenen Kurzgeschichten. Diese kurzen Einschübe geben der Geschichte mehr Tiefe und ergänzen sie perfekt.
Markus Zusak, der Autor von „die Bücherdiebin“ und „der Joker“
Dieser Roman/ sogar Trilogie ist sein erstes Werk gewesen. Ich bin immer wieder neu beeindruckt von seiner Schreibweise, seinen Gedankengängen und seiner Art der Handlung etwas besonderes zu geben, obwohl es eigentlich um die kleinen Dinge geht. Aber gerade die kleinen und alltäglichen Dinge lässt Zusak wie etwas Großes und Erhabenes erscheinen. Es geht um Brüder, um Familie, ums Kämpfen (wortwörtlich) und ums Wiederaufstehen (wortwörtlich). Und auch ein bisschen um Liebe.
Ich freue mich, dass es dieses Buch doch noch zu mir geschafft hat. So richtig vom Hocker (wie z.B. Der Joker oder Die Bücherdiebin) hat mich dieses frühe Werk des Autors aber nicht gerissen




