Fande dieses Buch toll die Schreibweise ist mega und auch die Geschichte über denn Verlust und die Angst einen weiteren geliebten Menschen zu Verlieren hat mich nachdenken lassen. Dieses Buch kommt auf jeden Fall auf meine Top 10 Bücherliste
Annie bereitet sich mit Hilfe von Matt auf einen Marathon vor, da ihr verstorbener Freund das gerne gemacht hätte. Dabei lernt sie Jeremiah kennen, den sie unglaublich interessant findet und es auch eine gewisse Anziehung gibt. Doch irgendetwas beschäftigt Jeremiah, weswegen er sich in waghalsige Sportarten stürzt. Ich habe dieses Buch zufällig als Mängelexemplar gefunden und Titel und Klappentext haben sich sehr interessant angehört. Daher ist es bei mir eingezogen. Aber lange stand es jetzt ungelesen herum. Irgendwie schade, denn die Geschichte war eine wirklich gute Unterhaltung. Wir begleiten Annie auf ihrem Weg, einen Marathon zu laufen. Nebenbei muss sie die Trauer um ihren Freund verarbeiten und sich auf das College vorbereiten. Ich finde es war gut beschrieben, wie sie sich mit den Trainingseinheiten langsam vortastet und welche Probleme ihr das teilweise bereitet. Jeremiah sucht auch immer wieder nach der Gefahr. Er kann einfach nicht stillsitzen und muss immer neue Sachen ausprobieren, was ihn schon in den Zwiespalt mit seiner Familie gebracht hat. Trotzdem versucht er Annie zu helfen, auch wenn beide eine Weile brauchen, um sich zu finden.
Der Schreibstil von Miranda Kenneally ist nicht wirklich besonders, es wird nicht unfassbar detailliert beschrieben und schon gar nicht die Gefühle der Protagonisten. Jedoch lässt sich die Handlung sehr flüssig und schnell lesen. Generell geht es in dem Buch fast ausschließlich um das Lauftraining, dass Annie absolviert und um die Dinge, die ihr währenddessen passieren. Wenn man sich nun, so wie ich, nicht wirklich fürs Laufen im Leib und Seele interessiert, ist das natürlich manchmal etwas langweilig. Aber es passieren natürlich auch manche Dinge, die es dann wieder etwas ausgleichen. Da die Handlung ausschließlich von Annies Sicht erzählt ist, lernen wir Jeremiahs Gedanken und Gefühle nicht wirklich kennen, was sehr schade ist, da er ein ziemlich interessanter Charakter mit einem doch recht außergewöhnlichen Hobby ist. Annie und Jeremiah haben beide eine Last mit sich zu tragen und ich hätte mir gewünscht, dass das ein wenig intensiver hervorgebracht worden wäre. Leider kamen bei mir die Gefühle nämlich kaum an. Generell gab es Handlungen von Annie, die für mich völlig unplausibel waren und sie kam mir schon fast sprunghaft vor. Sie hat sich Jeremiah irgendwann angenährt, da kannten sich beide kaum und dann ist das ganze etwas arg schnell abgelaufen und sie waren plötzlich verliebt und ich als Leser hatte keine Ahnung, wie das jetzt zu stande kam. Ich fand die Grundidee der Geschichte wirklich sehr schön, aber meiner Meinung nach wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Die Trauer die Annie eigentlich empfand, kam bei mir nicht an und ihre Gefühle für Jeremiah auch nicht. Das Ende war dann auch irgendwie so schnell, in ein paar Sätzen, erzählt was ich etwas schade fand, da gerade dass etwas war, woraufhin ich dann doch die ganze Zeit gefiebert hatte.
Erster Eindruck zum Buch: Leichtigkeit, Lebensfreude und eine sommerliche Atmosphäre strahlt das Cover für mich aus. Die beiden Personen wirken vertraut miteinander. Nach kurzer Zeit merkt man die bedrückende Stimmung im Buch, ganz anders als die Aufmachung aussen erstmal scheint. Ich hab mich schnell & gut in der Geschichte zurechtfinden können und war nach wenigen Kapiteln in der Geschichte. Protagonisten: Annies Schmerz kann man durchaus nachvollziehen, auch wie sie sich meist verhält, aber manchmal hab ich mich gefragt, ob sie nicht in der Trotzphase ihrer Pubertät steckengeblieben ist. Es ist gut Ziele zu haben, doch die Art und Weise wie man sie erreicht ist auch von Bedeutung, das muss Annie schnell einsehen. Das athletische Aussehen, das Frauenmagnet schreit ist nur die äussere Hülle von Jeremiah. Natürlich geniesst er das Leben, mit all seinen Risiken, die es mit sich bringt. Er ist absolut kein übler Kerl, der mit seiner frechen und selbstbewussten Art auf manche einschüchternd wirken könnte. Meine Meinung: "Der Weg ist das Ziel". Könnte man wohl als Moral der Geschichte nehmen. "Ein Schritt nach dem anderen" lässt sich allerdings viel besser darauf anwenden. Es zieht sich etwas beim Lesen und gestaltet sich überwiegen eintönig. Nach und nach wurde es besser und die Art wie Annie sich treu blieb hat mir gefallen. Die Charakterentwicklung war nicht die größte, doch vor allem war sie realistisch und auch angebracht. Eine tolle Geschichte über das kämpfen für seine Ziele, wie das Leben nach einem Schicksalsschlag neue Wege aufzeigt und den Mut sein Leben zu leben.




