Dieses war mein erstes Buch von der Autorin. Ich hatte zwar ein bisschen was anderes erwartet, konnte mich aber doch schnell an die eher ungewöhnliche Schreibweise gewöhnen. Genauso wie an die Dinge, die passierten. Dass man bei der Flucht vor einer Menschenmenge über eine Mauer klettert und im Garten einer türkischen Familie landet, bei der man spontan mitgrillt. Oder dass sich eine wildfremde Frau neben einen setzt und fragt, ob sie einen Schluck von meiner Limo haben darf. Frieda, die ihr Leben bisher als langweilig empfand, lernt Jeffer an ihrem 17. Geburtstag kennen. Sie ist fasziniert von seiner Spontanität und seiner Art, die Dinge locker anzugehen. Die beiden merken, dass sie etwas verbindet und sie verbringen viel Zeit miteinander. Als Friedas Eltern verreisen, freut sie sich natürlich tierisch darüber und Jeffer schlägt vor, dass sie währenddessen bei ihm einzieht. Um Jeffers Lebensstil vollkommen mitmachen zu können, entschließt Frieda, die drei Wochen nicht zur Schule zu gehen. Ich kann nicht sagen, dass Frieda mir unsympathisch war. Die Autorin hat mir auch einige Details gegeben, mit denen ich mich gut mit der Protagonistin hätte identifizieren können. Aber irgendwie blieb Frieda auf Distanz. Das mag daran liegen, dass ich ihre Person manchmal als unstet empfunden habe. In einem Moment wollte sie mir weismachen, dass sie ein Mauerblümchen ist, aber im nächsten Moment hat sie wieder Dinge gesagt, die mir das Gegenteil weismachen wollten. Überhaupt hat sie viele Dinge gesagt (meist zu Jeffer), die mich überrascht haben und die Frieda dann doch wieder tough und selbstbewusst erschienen ließen. Das passte für mich irgendwie nicht zusammen. Trotzdem mochte ich sie, keine Frage. Ich fand sie nur manchmal ein bisschen undurchschaubar. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die Situation ein bisschen unrealistisch fand. Zum Beispiel, dass Frieda drei Wochen lang nicht zur Schule geht. Oder wie sie ihrer Freundin Maja in der Zeit vor den Kopf stößt. Ich persönlich fand es jetzt nicht so schlimm. Aber wenn ich sehe, dass die Altersempfehlung des Verlags bei 13 Jahren liegt, muss ich doch noch mal den moralischen Zeigefinger erheben. Ich als 19-jähriges Mädchen kann die Situation, in der Frieda ist, einschätzen. Aber wenn das jetzt so junge Mädchen lesen und Friedas Lebensstil und das Gefühl von Freiheit so toll finden, könnte das zu falschen Vorstellungen vom Leben führen. Zum Beispiel raucht Frieda extrem viel in dem Buch und das ist ein Teil ihrer Freiheit. Ich muss zugeben, dass das sogar mir immer wieder Lust gemacht hat, zu rauchen, obwohl ich weiß, dass dieses Freiheitsgefühl, das Frieda damit verbindet, natürlich mit dem echten Leben nichts zu tun hat. Ein 13-jähriges Mädchen, das nie geraucht hat, weiß das aber nicht… Außerdem kann Frieda nach diesen drei Wochen ohne Probleme in ihr altes Leben zurückkehren. Ihre Eltern sind nicht wirklich sauer und nicht mal ihre Freundin trägt ihr das schlechte Verhalten nach. Auch das könnte falsche Eindrücke bei Jugendlichen erwecken. Okay, jetzt senke ich den moralischen Zeigfinger mal wieder. Mir persönlich hat Friedas Geschichte sehr gefallen. Sie hat mir ein Gefühl von Freiheit und Lebenslust vermittelt. Friedas Leben war bisher eher durchschnittlich und langweilig. Sie hat nie etwas Verrücktes gemacht. Jeffer zeigt ihr eine andere Seite des Lebens, die des in den Tag Hineinlebens, die voller Spontanität und Musik ist. Mit ihm erlebt sie ein Abenteuer nach dem nächsten. Der Klappentext erzählt ja mal irgendwie voll den Quatsch. Schließlich ist es genau ein Kuss, der alles verändert? Bullshit. Die küssen sich zwar, aber das ändert nicht wirklich irgendwas. Diese Sache zwischen Frieda und Jeffer zu erklären, ist zu viel verlangt. Das können ja nicht mal die beiden selbst und so hat es die Autorin auch sicherlich gewollt. Deshalb verleitet der Klappentext hier zu völlig falschen Annahmen. Das Ende jedoch hat mir alles kaputt gemacht. Ich war drauf und dran, dem Buch 6 Herzen zu geben, aber nein. Das Ende hat es wirklich zerstört. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich langweilig bin und mein Happy End brauche. Aber so ist es nun mal. Ich kann mit Friedas Verhalten am Ende und wie sie alles hinnimmt einfach absolut und überhaupt nicht leben. Es hat mich richtig sauer gemacht. Ich will euch jetzt natürlich nicht zu viel verraten, aber das Ende war halt echt grausig. Fazit: Echt, einfach nur schade. Wenn ich jetzt über das ganze Buch nachdenke, kann ich es einfach nicht mehr schön finden. Es war wirklich nicht schlecht. Nur dieses Ende. Das lässt alles so sinnlos erscheinen. Ich kann es nicht anders sagen: Es hat einfach das ganze Buch zerstört. Damit hat die Autorin sich selbst ins Knie geschossen, auch wenn sie vielleicht versucht hat, es realistisch zu machen. Ich würde es euch wirklich gerne weiterempfehlen, denn die Geschichte an sich war ja gut! Aber das kann ich einfach nicht. Nicht mit dem Ende. Grr.
Der Klappentext hat mir ein leicht zu lesendes Jugendbuch versprochen und obwohl ich dank des Titels irgendwie Angst hatte, dass das Ganze etwas zu kitschig oder zu naiv wird, hab ich das Buch dann doch gelesen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch kann man wirklich sehr flüssig lesen. Keine unnötigen Beschreibungen oder Details und viele Dialoge, die sich tatsächlich so abspielen könnten ohne dabei zu sehr auf Jugendsprache getrimmt zu sein. Die Sprache ist wirklich erfrischend leicht und dabei enthält das Buch so viele kleine Wahrheiten des Lebens, dass ich mehre Male einfach vor mich hin grinsen musste. ❝Bei neuen Menschen habe ich immer Hemmungen zu essen, weil man dabei immer ein bisschen blöd aussieht. Ausgebeulte Wangen, feuchte Lippen, Schmatzgeräusche und immer die Angst, dass einem gleich etwas im Hals stecken bleibt und man dann alles quer über den Tisch aushustet.❞ Auch die Charakter könnten in der Realität existieren und wirken meistens glaubwürdig. Frieda ist einfach ein normales Mädchen und Jeffer & seine Freunde leben einfach in den Tag hinein und machen das, worauf sie gerade Lust haben. Frieda lässt sich zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich auf etwas Spontanes ein, als sie bei Jeffer einzieht und mit ihm zusammen einfach tagelang im Bett liegen bleibt und Musik hört oder kleinere Konzerte besucht. Wo wir bei Konzerten sind: Die Musik spielt in dem Buch auch eine große Rolle. Sticht aus dem Klappentext nicht so wirklich raus, aber die beiden sind ein echter Fan von älterer Musik und Klassikern wie Pink Floyd und den Doors. Ich zitiere hier mal eine Stelle, die mir gut gefallen hat: ❝Dabei kann man Gefühle so richtig ehrlich, glaube ich, nur durch Musik ausdrücken. Auf jeden Fall ist Musik die schönste aller Künste, die intensivste, die gewaltigste.❞ An einer anderen Stelle hat Frieda den Eindruck, dass sie sich "in einer Blase" befindet und ihre Situation "nichts mit dem wahren Leben zu tun hat". Diese Stelle möchte ich hervorheben, weil ich mich teilweise auch so gefühlt hab. Vielleicht war ich bisher nur mit den falschen Leuten zusammen, aber Jeffer und seine Freunde sind doch wirklich sehr spontan und haben anscheinend nicht wirklich eine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen beziehungsweise leben einfach mal mit der Musik, Dachpartys und vielen Zigaretten vor sich hin. Richtig kritisieren will ich das nicht, denn genau das hat irgendwie den Charme von "Ich würde dich so gerne küssen" ausgemacht. Man kann einfach mal wie Frieda eine Auszeit von allen Verpflichtungen nehmen und schauen was passiert, wenn man absolut nichts zu tun hat. Fazit Insgesamt würde ich das Buch empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer leichten Lektüre für den Frühling oder Sommer ist. Ich war nicht so ganz mit der Tatsache, dass Frieda einfach mal so für einen wildfremden Typen die Schule drei Wochen lang schwänzt, einverstanden, also hab ich stellenweise eher an meine freie Zeit nach dem Abitur oder Sommerferien gedacht und damit ging es mir etwas besser. Bin da vielleicht zu brav oder so. Auf jeden Fall erzählt "Ich würde dich so gerne küssen" von Freundschaft, Liebe, Familie und Musik und das alles, ohne zu übertreiben oder unrealistisch zu werden. 5 Sterne! (April 2012)
Nachdem mir ja bereits "Bevor die Nacht geht" sehr gut gefallen hat, konnte ich natürlich nicht anders, als auch zu anderen Büchern von Patrycja Spychalski greifen. Per Zufall fiel mir dieses hier in die Hände. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Das Setting ist wieder in Berlin angelegt und auch hier (wie in "Bevor die Nacht geht") konnte mich das total begeistern. Ich kenne die Stadt ja relativ gut und ich liebe die Art und Weise wie die Autorin mit ihren Worten genau das einfängt, was ich an der Stadt liebe. Die lauwarmen Sommernächte, in denen die Stadt pulsiert, sind für mich immer das beste Beispiel. Außerdem gibt es in "Ich würde dich so gerne küssen" eine etwas andere Geschichte zwischen zwei Menschen, die sich scheinbar mögen. Irgendwie ist dann alles ganz verworren und verstrickt. Und vor allem was ist eigentlich Liebe? Wann ist man ein Paar? Und was hat das mit dieser Kiki auf sich? Spychalski beantworte letztendlich nicht alle fragen, die mir während des Lesens im Kopf umherschwirrten. Aber so ist eben das Leben. Es gibt nicht immer auf Alles eine Antwort. Kurzum: Mir hat das Buch gut gefallen und ich weiß, dass weitere Bücher der Autorin auf meinem Nachtschränkchen ihren Platz finden werden. Es war zwar nicht ganz so gut wie "Bevor die Nacht geht", aber dennoch eine Lesetipp!
Meine Meinung: Ein absolut reales und glaubwürdiges Buch, das mich aus meiner Traumwelt rausgeschüttelt hat. Die Geschichte: Ist es nicht meistens so in Jugendliebesromanen: Sie lernen sich kennen, sie verlieben sich hals über kopf, haben Sex und sind für immer glücklich und sind sie nicht gestorben so leben sie noch heute. So ist es doch, oder ?! Aber nicht in diesem Buch. Dieses Buch ist einfach real. Im wirklich Leben gibt es auch Höhen und Tiefen und auch in diesem Buch. Dieses Buch ist eine Hommage an den Rock 'n' Roll, denn Jeffer hört die ganze Zeit über Rock 'n' Roll und auch mich hat er mit seiner Passion angesteckt. Ich muss sagen, dass ich eigentlich gedacht habe, dass auch dieses Buch so ein Friede, Freude, Eierkuchen Buch ist und erst war ich ein bisschen enttäuscht, aber ich habe das Buch und auch die Geschichte lieben gelernt. Ich kann euch nur sagen, dass dieses Buch an keiner Stelle langweilig auch wenn ich mich erst nicht so richtig in die Geschichte hineinversetzen konnte, aber ich wollte einfach wissen wie es mit den beiden unterschiedlich Protagonisten weitergeht. Die Charaktere: Frieda: Frieda ist eigentlich so wie ich. Sie probiert es allen recht zu machen und probiert Konflikten aus dem Weg zu gehen. Deswegen konnte ich mich sofort mit ihr identifizieren, aber auch sie ist nicht immer ohne. Jeffer: Er ist der absolute Rebell. Er macht was da will und was er nicht will, macht er definitiv nicht. Er steht immer im Mittelpunkt und erwartet von allen auf ihn zu hören und ihn anzuhimmeln. Also das absolute Gegenteil von Frieda. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm, aber irgendwie kam ich nicht so richtig in das Buch rein. Erst ab Seite 100 wurde ich richtig in den Bann des Buches gezogen. Das Cover: Das Cover ist sehr passend, da es eine Szene aus dem Buch darstellt und ich habe mir Frieda und Jeffer genauso vorgestellt habe. Der Titel: Passt auch wie die Faust aufs Auge, weil es ein Zitat aus dem Buch ist. Mein Fazit: Wirklich ein realer Roman, der mich aber nicht voll und ganz überzeugen konnte, weil ich mich am Anfang nicht ganz so in die Geschichte hineinversetzen konnte.
Meine Meinung: Ein absolut reales und glaubwürdiges Buch, das mich aus meiner Traumwelt rausgeschüttelt hat. Die Geschichte: Ist es nicht meistens so in Jugendliebesromanen: Sie lernen sich kennen, sie verlieben sich hals über kopf, haben Sex und sind für immer glücklich und sind sie nicht gestorben so leben sie noch heute. So ist es doch, oder ?! Aber nicht in diesem Buch. Dieses Buch ist einfach real. Im wirklich Leben gibt es auch Höhen und Tiefen und auch in diesem Buch. Dieses Buch ist eine Hommage an den Rock 'n' Roll, denn Jeffer hört die ganze Zeit über Rock 'n' Roll und auch mich hat er mit seiner Passion angesteckt. Ich muss sagen, dass ich eigentlich gedacht habe, dass auch dieses Buch so ein Friede, Freude, Eierkuchen Buch ist und erst war ich ein bisschen enttäuscht, aber ich habe das Buch und auch die Geschichte lieben gelernt. Ich kann euch nur sagen, dass dieses Buch an keiner Stelle langweilig auch wenn ich mich erst nicht so richtig in die Geschichte hineinversetzen konnte, aber ich wollte einfach wissen wie es mit den beiden unterschiedlich Protagonisten weitergeht. Die Charaktere: Frieda: Frieda ist eigentlich so wie ich. Sie probiert es allen recht zu machen und probiert Konflikten aus dem Weg zu gehen. Deswegen konnte ich mich sofort mit ihr identifizieren, aber auch sie ist nicht immer ohne. Jeffer: Er ist der absolute Rebell. Er macht was da will und was er nicht will, macht er definitiv nicht. Er steht immer im Mittelpunkt und erwartet von allen auf ihn zu hören und ihn anzuhimmeln. Also das absolute Gegenteil von Frieda. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm, aber irgendwie kam ich nicht so richtig in das Buch rein. Erst ab Seite 100 wurde ich richtig in den Bann des Buches gezogen. Das Cover: Das Cover ist sehr passend, da es eine Szene aus dem Buch darstellt und ich habe mir Frieda und Jeffer genauso vorgestellt habe. Der Titel: Passt auch wie die Faust aufs Auge, weil es ein Zitat aus dem Buch ist. Mein Fazit: Wirklich ein realer Roman, der mich aber nicht voll und ganz überzeugen konnte, weil ich mich am Anfang nicht ganz so in die Geschichte hineinversetzen konnte.



