Kann man lesen, kann man lassen. Zwischen Verwirrung und Ah-ja-Momenten ist alles dabei ⭐
Band drei folgt den Geschehnissen von Band zwei und man sollte die Vorgänger in jedem Fall gelesen haben, ansonsten versteht man nicht viel. David und Zanna sind auf Expedition in der Arktis. Sie begleiten Dr. Bergstrom und treffen, wie soll es auch anders sein, auf Eisbären. Die Frage ist, ob sie die Feuerträne des letzten Drachen finden können. Hinzukommt noch die Frage, warum Davids Roman Wirklichkeit zu werden scheint. Diesmal ist die Erzählung der Geschichte anders. Jedes Kapitel wird über einen anderen berichtet. Mal über David, dann Zanna, dann die Pennykettles, dann über einen Bären und dann über Gwilanna oder die Drachen. Es wird etwas wirr und durcheinander. Zwar macht es schon Sinn und man versteht die Zusammenhänge am Ende besser, aber im Großen und Ganzen empfand ich es als Durcheinander. David ist immernoch der gleiche, zumindest bis zu einem bestimmten Punkt in der Geschichte. Dann beißt er sich an eine Aufgabe fest und verfolgt diese wie ein Terrier. Ansonsten habe ich generell zu den einzelnen Figuren leider nicht viel Anschluss finden können. Für ein solch umfangreiches Buch ist es dann diesbezüglich in meinen Augen leider etwas zu oberflächlich geblieben. Liz, Lucy, wie auch Henry und all die anderen sind ebenso leichte Charaktere, wie David. Man kann ihrer Geschichte dennoch gut folgen. Einzig Bonington der Kater war diesmal die Figur, mit der ich wenigstens mitfühlen konnte. Interessant waren natürlich auch die Drachen. Gadzooks, Gretel, die kleinen Rabauken sind wirklich genial. Allerdings war mir die Story mit ihrer Handlung diesmal insgesamt viel zu langwierig. Gefühlt hat man sich viel im Kreis gedreht und es ging immer um die gleichen Dinge, die scheinbar erst in letzter Sekunde gelöst werden können. Das Ende war mir dann auch zu schnell und auch nicht ganz logisch. Der Schreibstil war OK und wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man gut weiterlesen. Aber irgendwas hat mich leider auch hier gestört, ich kann nur nicht genau benennen was es ist... Insgesamt hat mir das Buch mittelmäßig gefallen. Es war verwirrend und oberflächlich und trotzdem interessant. Ich werde jedoch nicht weiterlesen. Die Bücher wurden nach Band drei nicht weiter übersetzt und ich bin nicht interessiert genug mir die weiteren Bände auf Englisch zu Gemüte zu führen. Doch alleine diese Tatsache zeigt mir, dass ich mit meiner Meinung wahrscheinlich nicht allein dastehe. Schade eigentlich 🐲

