
„Soul Hunters“ ist eine volle Ladung Action – von der ersten bis zur letzten Seite. Man kommt kaum zur Ruhe, eine Verfolgungsjagd jagt die nächste, das Tempo bleibt durchgehend hoch. Und ja, das ist spannend. Aber für mich war es irgendwann einfach zu viel. Durch die permanente Action blieb kaum Raum für Tiefe. Vieles, was eigentlich wichtig gewesen wäre, wurde für meinen Geschmack sehr oberflächlich behandelt. Besonders bei den Charakteren fehlte mir der emotionale Zugang. Ich wollte mit ihnen fühlen, verstehen, warum sie handeln – doch eine echte Bindung konnte ich leider nicht aufbauen. Vor allem Phoenix’ Hintergrund hat mich beschäftigt. Er wächst allein auf, trägt unfassbare Erinnerungen in sich und scheint alles einfach zu können. Aber wie lebt er? Wer hat ihn aufgefangen? Welches Kind erlebt so etwas, ohne Angst zu haben oder daran zu zerbrechen? Diese Fragen wurden für mich zu leicht, zu spät oder gar nicht beantwortet – oft wirkte es nach dem Motto: Ist halt so. Und trotzdem weiß ich: Mein Teenager-Ich hätte diese Geschichte verschlungen und sich riesig auf Band zwei gefreut. Als Erwachsene fehlten mir jedoch Tiefe, Glaubwürdigkeit und emotionale Verbindung. ✨ Fazit: Ein rasanter, solider Auftakt für eine actionreiche Jugendbuchreihe – für mich persönlich aber eher ein Buch zur falschen Zeit. 📖💭





