1. Jan.
Rating:4

Die ersten Seiten sind verwirrend. Man liest aus der Sicht eines Wales (schön!) und was bei uns oben ist, ist bei ihnen unten (verwirrend, aber man gewöhnt sich dran). Eines muss man Patrick Ness lassen: er schreibt mit Ideen nahezu außerhalb der Norm. Ich mag die Geschichte sehr. Und die Aussage dahinter. Das Finale/die Auflösung dieser Geschichte war BÄM! Der einzige Manko: die Wale waren, für meinen Geschmack, zu sehr vermenschlicht.

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
27. Dez.
Rating:4

Anscheinend handelt es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch. Von den Illustrationen dachte ich sogar zu Beginn eher an ein Kinderbuch. Nur zu eurer Info: Das hier ist definitiv kein Kinderbuch. Das war für mich als Erwachsene, die so einiges gewohnt ist, schon keine leichte Lektüre. Vor allem eben auch durch die Illustrationen. Man würde meinen, dass die Bilder bei so einem ernsten Text auflockernd wirken und eventuell von der Ernsthaftigkeit ablenken könnten. Nope, das Gegenteil ist passiert. Durch die Bilder wurde der Text verstärkt und fast noch bedrückender. In diesem Text geht es um Bathseba und ihre Herde. Sie sind Jäger aus Überzeugung. Denn zwischen den Walen und den Menschen herrscht ein Krieg, der schon vor Ewigkeiten begonnen hat. Doch dann attackieren sie ein besonderes Schiff und finden dort ein Zeichen des Teufels höchstpersönlich. Und den Überbringer der Nachricht nehmen sie als Geisel - denn vielleicht weiß er mehr als er vorgibt. Hier geht es um eine verkehrte Welt und das machte dieses Buch für mich so spannend. Das begann schon bei den Illustrationen: Alles ist verkehrt herum. Weiter ging es mit der Darstellung der Wale: Die sind hier (bis auf ihr Aussehen) sehr menschlich. Sie haben Sprache, Werkzeug, Politik und Ideologien, sogar Religion. Sie führen Krieg und halten ihre Seite für die richtige. Das war für mich schockierend, sorgte aber meiner Meinung auch dafür, dass die Botschaft des Texts klar rüberkam. Besonders schockiert hat mich das Ende. Das ist wirklich nichts für schwache Nerven. Und durch die Illustrationen wurde das ganze noch verstärkt. Ich konnte ehrlich gesagt zu Beginn gar nicht glauben, was da jetzt passiert. Dieses Ende hätte mich nicht überraschen dürfen, immerhin deutete alles im Roman darauf hin. Aber ich hatte trotzdem nicht damit beendet. Mein Fazit? Obwohl er auf den ersten Blick unschuldig wirkt, ist dieser illustrierte Roman sicher nichts für schwache Nerven. Schockierende Lektüre, die mich fesseln konnte.

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
3. Nov.
Rating:4

Die ersten Seiten sind verwirrend. Man liest aus der Sicht eines Wales (schön!) und was bei uns oben ist, ist bei ihnen unten (verwirrend, aber man gewöhnt sich dran). Eines muss man Patrick Ness lassen: er schreibt mit Ideen nahezu außerhalb der Norm. Ich mag die Geschichte sehr. Und die Aussage dahinter. Das Finale/die Auflösung dieser Geschichte war BÄM! Der einzige Manko: die Wale waren, für meinen Geschmack, zu sehr vermenschlicht.

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
3. Aug.
Rating:4

First I gotta say, that Patrick Ness is my favourite author of all time and has been that since I was like 15 years old. Chaos Walking meant the world to me back then and even though I lost sight of his books for a bit, when I got back to them with More Than This I was completely obsessed again. It just felt like his books grew with me and that is not something I ever really had. And now we get to this book, which I probably would never have picked up, had any other author written it. I do have a soft spot for illustrated novels, but I have zero knowledge about Moby Dick and even less interest in actually reading it. Maybe I should, now that I actually enjoyed this story. I read this book in one single sitting. I got on a train and just started reading and didn't want to stop. The writing is beautiful, the illustrations are as gorgeous as they are sometimes scary, sometimes mind-blowing. It was a very enjoyable read, at the beginning I expected it to be more for children, but as it turned out, the story was quite dark and brutal at parts, so I would say it's more for teens. I really liked the messages this story carried, it had a whole deeper meaning and whole the ending seemed a bit crazy and weird to me, it still fit the overall feeling. I did actually have a moment of goose bumps on the last couple pages, so that speaks for how much this touched me. My only criticism would be, that I didn't really connect much to the characters and with that, some of the horrors in the story didn't really touch me the way they should have. It was also very short overall, wich fit the story, but the ending still happened a bit too fast for my taste. Anyway, I could recommend this book to anyone who enjoyed A Monster Calls and loves different, darker stories, especially ones with amazing illustrations.

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
10. Juli
Rating:5

aufrüttelnd, düster und ergreifend, tiefgehende Botschaften

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder eine ernstere Buchempfehlung meinerseits. Es handelt sich hierbei um den Titel "Und der Ozean war unser Himmel" von Patrick Ness. Die brillant illustrierte und packende Geschichte hinterfragt aufrüttelnd den Wert von Macht, Loyalität, Besessenheit und warum wir aus anderen Monster machen. Doch worum geht es überhaupt?! In der Tiefe lauern Monster, doch die schlimmsten erschaffen wir selbst... Die stolzen Wale in Bathsebas Herde leben für die Jagd, riskieren alles in dem ewigen Krieg gegen die Welt der Menschen. Als sie ein treibendes Schiff attackieren, rechnen sie mit leichter Beute. Doch stattdessen stoßen sie auf die Spur einer Legende, eines Monsters, vielleicht des leibhaftigen Teufels selbst... Mir ist natürlich in allererster Linie die Parallele zu Moby Dick aufgefallen. Jedoch sind im Gegensatz hierzu, bei diesem Werk die Blickwinkel vertauscht. Man erlebt die Gesichte also nunmehr aus der Sicht eines Wales und ich fand es wirklich interessant, mich auf diesen Rollentausch einzulassen. Der starke und zugleich poetische Schreibstil hatte mich von Seite eins an und obwohl anfänglich alles etwas verwirrend scheint, befindet man sich doch recht schnell mitten im Geschehen. Erstaunlich fand ich die gewöhnungsbedürftige aber äußerst interessante Welt, die hier vom Autor erschaffen wurde. Ich musste mich allerdings erst einmal irgendwie damit zurechtfinden, dass unser Himmel den Abgrund darstellt und der Ozean wiederum den Himmel, somit ist für den Leser oben und unten vertauscht. Die nachdenklich stimmenden Illustrationen, bestehend aus blau-schwarzen Zeichnungen, unterstreichen diese Spiegelperspektive nochmals, hier ist der Himmel auf der Bildunterseite, der Ozean befindet sich auf der Bildoberseite. Zudem sind sie mal nur vage, dann wieder deutlich erkennbar. Der Hauptcharakter Bathseba fängt als erster Wal der Herde an, den Sinn des Krieges zu hinterfragen, was ich unter den ihr gegebenen Umständen wirklich mutig fand. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist wirklich beachtenswert. Über die anderen Charaktere möchte ich nicht zuviel verraten, doch ich empfand jeden einzelnen als passend umgesetzt. Da die, nicht übliche, Geschichte den Leser stark emotional beeinflusst, wird eine düstere Stimmung bei ebendiesem erzeugt, zumindest war das bei mir so. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass die gesamte Handlung sich einer recht blutigen Vorgehensweise bedient, gespickt mit etlichen Metaphern und Anspielungen. Doch meiner Meinung nach muss eine solche Geschichte durchzogen sein von Tod und Gewalt, denn genau so etwas ist nötig, um das gesamte schreckliche Ausmaß des Ganzen darzustellen! Die Spirale aus Macht und Hass ist hier somit deutlich erkennbar. Dem Großteil der Menschheit wird ganz deutlich ein Spiegel vorgehalten, der deren Handlungen aufzeigt und ich muss zu meinem eigenen Entsetzen zugeben, dass man plötzlich die eigene Welt in der des Buches erkennt... "Wenn man die Zukunft vorhersagt, wenn man es entschieden tut und nicht davon abweicht, wie viel von dieser Zukunft führt man dadurch selbst herbei?" Dieses und viele weitere Zitate haben mich immer wieder zum Nachdenken gebracht und auch die tiefgehenden Botschaften in diesem Buch lassen weit blicken. Letzten Endes lässt dieses Werk unheimlich viel Spielraum für die eigenen Gedankengänge und somit auch für Interpretationen. Wie rechtfertigt man Krieg denn eigentlich? Ein wirklich ergreifendes Plädoyer gegen ihn, wurde jedenfalls hiermit erschaffen. ,,Wer den Teufel bekämpft, wird selbst zum Teufel." ,,Vielleicht kann ja aber nur ein Teufel einen Teufel bekämpfen" sagte ich. ,,Doch wenn dieser Kampf zu Ende ist, Bathseba", sagte er, ,,bleiben dann nicht nur noch Teufel übrig?"

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
21. Feb.
Rating:3.5

Ich war am Anfang etwas verwirrt, bin dann aber ziemlich schnell in die Geschichte reingekommen. Ein Spiegelbild der Gesellschaft und aktueller denn je. ,, Denn es gibt Teufel in der Tiefe, aber die schlimmsten sind die, die wir selber erschaffen "

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
10. Okt.
Rating:2

Obwohl ich ein riesen Patrick Ness Fan bin, hat mich diese Geschichte eher enttäuscht. Irgendwie habe ich mir mehr erhofft, weil für mich ist es relativ oberflächlich geblieben. Die Illustrationen waren wirklich sehr schön und vor allem hat man gesehen wie viel Mühe man sich dabei gegeben hat, leider konnte damit die Handlung überhaupt nicht mithalten

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
19. Sept.
Rating:5

>>Denn ich, ein einfacher, aber emsiger Dritter Lehrling, war im Begriff, auf die letzte Jagt zu gehen, dies es je gab. Die Jagt nach einer Legende, einem Mythos, einem Teufel. Betet für unsere Seelen. Denn diese Geschichte handelt davon, wie wir ihn fanden.<>In der Tiefe lauern Monster, doch die schlimmsten erschaffen wir selbst...<<

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj
14. Juni
Rating:5

Die Walin Bathseba geht als Lehrling der berühmten Kapitänin Alexandra auf die Jagd. Denn an der Wasseroberfläche, oder dem Abgrund, wie ihn die Wale nennen, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Walen und Menschen. Bei einem Angriff auf ein Schiff entdecken die Wale eine Münze mit einer Spur zu Toby Wick, der unter den Walen als der Teufel selbst bekannt ist. Und Alexandra beschließt, ihn zu jagen. Das Buch ist eine Neuerzählung von Moby Dick, jedoch spiegelverkehrt, denn hier jagen die Wale die Menschen. Es gibt viele kleine Hinweise dafür, angefangen bei einem Zitat zu Beginn des Buches bis hin zum ersten Satz, der eine Homage an Moby Dick ist („Nennt mich Bathseba“). In der Geschichte folgen wir einer kleinen Gruppe Wale, die sich auf der Jagd befinden. Bathseba, die Erzählerin, ist der dritte Lehrling der legendären Kapitänin Alexandra. Sie möchte jagen, sie möchte Blut vergießen, doch sie glaubt nicht an die vielen Prophezeiungen, denen die meisten Jäger hinterherjagen. Über das Buch hinweg gibt es viele Diskussionen zu dem Thema, Gedanken werden aufgeworfen und als Leser fühlt man sich mal mehr, mal weniger an die menschliche Gesellschaft erinnert. Interessant habe ich meine eigene Reaktion auf die Jagd auf Menschen empfunden. Im Grunde tun die Wale hier nur das, was Menschen seit Jahrhunderten mit Walen machen: Sie fangen und zerlegen sie. Doch während Menschen oft nur einzelne Teile von Walen verwenden, sind Wale sehr auf Ressourcen bedacht. Sie verwenden alles, was der Mensch hergibt. Obwohl dies eigentlich nur die Situation umdreht, löst es doch ganz andere Empfindungen aus. Die Gewalt, die in diesem Buch beschrieben wird, kommt roh und ungeschönt daher. Die erzeugten Bilder sind dadurch oft so grausam, dass sie vermutlich nicht für jeden gut erträglich sind. Sie sind jedoch nötig um die Schrecken, die das Buch zeigen will, richtig zu vermitteln. Ein ganz großes Highlight ist der Schreibstil. Dieser ist so unglaublich stark, so roh und gleichzeitig beinahe poetisch. Ich hatte die Möglichkeit, ebenfalls einen Blick in die englische Ausgabe dieses Buches zu werfen und dort kommt der Schreibstil sogar noch besser zur Geltung, allerdings ist die deutsche Übersetzung dennoch sehr gut gelungen! Bei einem Buch wie „Und der Ozean war unser Himmel“ kommt man nicht darum herum, auch über die Gestaltung zu reden. Diese gehört hier einfach zum Gesamtergebnis dazu! Rovina Cai hat das gesamte Buch illustriert. Jede wichtige Szene ist durch mindestens ein Bild dargestellt. Die Kunst passt perfekt zum Schreibstil und zur Geschichte. Die gleiche rohe und doch poetische Art drückt sich auch hier aus. Man kann dieses Buch definitiv als Kunstwerk ansehen! Fazit: „Und der Ozean war unser Himmel“ konnte mich voll und ganz überzeugen. Alles in diesem Buch passt perfekt zusammen, vom Schreibstil, über die Geschichte bis hin zu den Illustrationen. Dazu hat das Buch eine starke Nachricht, die uns alle etwas angeht. Ich kann dieses Buch daher allen ans Herz legen, die sich in der Lage sehen, mit der beschriebenen Gewalt darin umgehen zu können!

Und der Ozean war unser Himmel
Und der Ozean war unser Himmelby Patrick Nesscbj