Ein weiteres Buch der Autorin das mich glücklich gemacht hat. Da die erzählte Geschichte an nur einem Tag gespielt hat und ich das in Büchern besonders mag, genauso wie die Stadt Berlin die hier das Setting war. Ich habe mich beim lesen gleich noch ein bisschen mehr in die Stadt verliebt, in all den Trubel, die Farben, die Sehenswürdigkeiten, die Menschen, den Dialekt, die Magie und wurde beim lesen an meine eigenen Reisen nach Berlin erinnert und das war richtig schön. Genauso wie die erste Begegnung der Charaktere und die Geschichte, die danach erzählt wurde. Da war Kim die einen Jungen in der Bahn ansprach und diesen bat mir ihr auszusteigen, einen Jungen mit Namen Jacob. Es ging darum einem Impuls zu folgen, etwas zu tun und erst im Nachhinein darüber nachzudenken, um die Unsicherheit zwischen zwei Fremden und das Schauen ob man auf der gleichen Wellenlänge war. Die Geschichte wurde aus den Sichten der beiden Charaktere erzählt wodurch man Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekam und in ihre Gründe für das rumfahren mit der Bahn, Kim da sie Abstand von ihrem Vater in der Wohnung brauchte und ihre Freunde alle über die Ferien weggefahren war, Jacob da er sich von der Stadt verabschieden wollte da er morgen für ein Jahr nach Brasilien flog. Beide waren mir von Anfang an sympathisch und hatten etwas besonderes an sich. Genauso wie der Deal den sie eingingen, Kim wollte ihm ihre Version von Berlin zeigen. Uns das tat sie und die beiden zogen zusammen los. Da waren Straßen und Parks, Cafés und Sehenswürdigkeiten, Essen und Livemusik. Es ging um Kims Art mit den Menschen umzugehen und ihre positive Sicht auf die Dinge, Jacobs Art Witze zu versauen und sein Händchen für Kinder. Da waren tiefgründige Gespräche über Themen wie Herkunft und Familie und ein Gefühl von Verbundenheit obwohl sie sich noch nicht so lange kannten, die Zeit die davon rannte, der Wunsch sie anhalten zu können. Und dann waren da Kims Lieblingsort und das teilen von diesem mit Jacob als besonderer Moment, ein Kuss und ein Gefühl von einem Paralleluniversum, eine Party unter der Brücke und eine Nacht im Hostel. Am Ende ging es darum, dass man sich nicht an einem einzigen Tag verlieben konnte und es doch geschehen war, um Abschiedsgeschenke und Kims Worte zum Abschied: ,,Abschied ist immer der Aufbruch zu etwas Neuem und Abschied verspricht auch ein Wiedersehen. Und Sehnsucht ist ein großes, gutes Gefühl.“
3,5 Sterne. Dieses Buch passte nicht ganz zu mir. Dennoch hatte es wirklich süße Momente :)
Einstieg: 4Handlung: 5Charaktere: 4Schreibstil: 3
Hach, war das schön!Ich liebe ja Bücher, die sich in Beschreibungen der Umgebung verlieren, sodass man selbst das Gefühl hat mit den Figuren unterwegs zu sein. Genau so war es auch in Bevor die Nacht geht! Kim beobachtet Jacob in der U-Bahn und beschließt, in ihrer frechen Art, ihn einfach anzusprechen. Ohne selbst so genau zu wissen warum, folgt Jacob ihr aus der Bahn und ihre gemeinsame Abenteuerreise durch Berlin beginnt! Obwohl ich anfangs noch etwas Probleme mit Kim's doch wirklich SEHR offenherzigen Art und ihrem teilweise etwas seltsamen Verhalten hatte (irgendwie riecht sie die ganze Zeit an etwas), bin ich im Laufe der Geschichte doch noch mit ihr warm geworden. Auch wenn mir ihr Optimismus dennoch manchmal ein wenig zu viel des Guten war, kann ich verstehen, warum Jacob sie so faszinierend findet.Jacob hingegen habe ich viel schneller ins Herz geschlossen, denn sein Verhalten konnte ich eigentlich immer gut nachvollziehen. Auch dieser Hang noch einmal etwas Verrücktes zu tun, wie eben mit einer Fremden die Stadt zu erkunden, kann ich total verstehen. Dieses typische "Jetzt ist's eh egal"-Gefühl :D Worin ich mich spätestens jetzt wirklich verliebt habe ist Berlin. Die Beschreibungen der Menschen, Geräusche, Gerüche und Lokalitäten. Am liebsten würde ich heute noch losfahren und alles selbst erkunden!Der Schreibstil der Autorin ist wirklich wundervoll und sie trifft genau das richtige Maß an Detailverliebtheit, füllt aber dennoch nicht Seite um Seite mit endlosen Beschreibungen.Was mir ebenfalls positiv aufgefallen ist, ist das die Zeit im Buch in tatsächlich realistischem Tempo voranschreitet. Oft ist es ja so, dass ganzen Liebesdramen und Tragödien sich gefühlt innerhalb weniger Stunden abwickeln und man die ganze Zeit nur am überlegen ist, wie nur so viele Dinge in so wenig Zeit passieren sein konnten. Nicht so in Bevor die Nacht geht! Großes Plus! Die Geschichte war leider viel zu schnell vorbei. Gerne hätte ich noch weitergelesen, finde aber dennoch dass dieser Einzelband einen schönen runden Abschluss verpasst bekommen hat. FAZIT Eine Geschichte, so zuckersüß wie die Honigbonbons im "Knofi" : )Meine Empfehlung an jeden, der sich gerne (erneut) in Berlin verlieben möchte und dabei auch noch ganz nebenbei Zeuge der romantischen Geschichte zweier so grundverschiedener Personen werden kann.
In diesem Buch entwickelt sich eine turbulente Begegnung zwischen Kim und Jacob zu einer jungen Liebe zwischen zwei Teenagern. Kim ist ein lebensfroh,offener Mensch die Berlin lieben und leben tut. Jacob hingegen lebt im Außenbezirk von Berlin und ist alles andere als begeistert von der Stadt. Jacob hat sein Leben in Berlin satt und möchte für ein Jahr nach Brasilien fliegen. Beide begegnen sich in der S - Bahn. So offen wie Kim ist,spricht sie Jacob sofort an und bietet ihm an ihm die schönsten Seiten Berlins zu präsentieren,um seine Meinung über die Stadt doch noch ändern zu können. Wir erleben wie diese eine Begegnung für beide vieles ändern tut und dass das Schicksal es doch manchmal gut mit uns meint... Berlin ist meine absolute Lieblingsstadt. Deshalb war ich auch begeistert darüber das man in dem Buch viel rumkommen tut. Mir haben die besuchten Plätze gefallen und auch die Erlebnisse die beide miteinander geteilt haben. Beide Protagonisten waren mir auch sehr sympathisch. Dennoch hat mir leider etwas fesselndes an der Geschichte gefehlt. Manche Momente waren etwas langatmig. Andere widerum doch sehr süß. Begeistert hat mich das Ende der Geschichte,weil ich,als hoffnungslose Romantikerin,doch noch auf meine Kosten kam. Das Design der Seiten,wo die Orte aufgelistet sind,wo sie sich gerade befinden fand ich sehr ansprechend. Leider kann die Geschichte sich dennoch nicht mehr Sterne bei mir holen als 3. Was Nettes für zwischendrin. Nochmal lesen würde ich die Geschichte leider nicht.
Nachdem ich erst 4 Sterne vergeben hatte, hab ich nach ein paar Stunden Bedenkzeit doch auf 5 erhöht. Mir fehlt nämlich absolut gar nichts an der Geschichte. :)
Eine Berlin-Erkundungstour für jüngere Leser Klappentext: „Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst.“ Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich total gefreut. Berlin gehört zu meinen liebsten Städten und ich finde, es ist ein Ort, an dem man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Somit hat mich die Idee des Buches schon sehr angesprochen. Außerdem habe ich mir von der Geschichte versprochen, dass ich vielleicht selbst noch Orte in Berlin für mich selbst entdecken kann. Dafür ist das Extra am Schluss, ein Grundriss von Berlin mit Markierungen an allen Orten, an denen die Protagonisten waren, sicherlich super. Vom Schreibstil und den Charakteren, war die Geschichte jedoch eher einfach gestrickt. Es liest sich wirklich flüssig, locker und einfach, aber die starke „Jugendsprache“ in manchen Dialogen, fand ich doch etwas anstrengend. Worte und Sprüche, wie „krass“, „Alter“ oder „was geht?“ reihen sich schnell aneinander. Besonders ausländische Charaktere, die einen kurzen Auftritt in der Geschichte hatten, haben plötzlich ganz anders gesprochen. Hier wurde mal ganz tief in die Klischeetube gegriffen. Natürlich müssen jugendliche, wie ungebildete Kleinkinder sprechen – ganz besonders in einer Großstadt – und Ausländer können auf KEINEN Fall normales Deutsch! Kim und Jacob waren jedoch das Hauptaugenmerk der Geschichte. Nebencharaktere haben nur in kurzen Gesprächen oder Erzählungen ihren Auftritt. Auch die Eltern der Beiden werden nur durch einen Anruf oder eine SMS mit in die Geschichte eingebunden. Dafür wechselt die Sichtweise zwischen den Protagonisten und bei jedem Sichtwechsel wird die momentane Uhrzeit angegeben, genauso wie der Ort, an dem sie sich gerade befinden. Kim ist ein sehr offener, lebensfroher Mensch mit ihrem Pack an Problemen. Ihre Gedanken springen unheimlich schnell von einem Thema zum nächsten und oft macht sie Dinge, bevor sie wirklich darüber nachdenkt. So dreht sie in einem Laden spontan ein Bild auf den Kopf, kauft eine Blume, um sie auf ein zufälliges Grab zu legen oder spricht den süßen Jungen an, der ihr in der S-Bahn gegenübersitzt. Mit ihrer lebenslustigen und spontanen Art, wickelt sie die Menschen schnell um den Finger und hat definitiv eine sympathische Seite an sich. Doch wirkt sie oft unüberlegt, wenn sie beispielsweise auf einer Party aus einer fremden Flasche trinkt oder den Pullover von dem schwimmenden Jungen klaut, der sie gerade geärgert hat. An solchen Stellen würde man sie am liebsten durchschütteln, auch werden ihre Taten in ein zu berauschendes Licht gestellt, dass einem einen Adrenalin-Kick geben soll. Im Gegensatz soll Jacob den ruhigen, besonnenen widerspiegeln. Er ist ein ernster Typ, der im Leben über vieles nachdenkt und gerne über die Welt liest. Doch hat er auch eine spontane und offene Ader, wodurch er auf Kims abenteuerlichen Vorschlag eingeht, sich Berlin nochmal anzusehen und dass vielleicht aus einem ganz anderen Blickwinkel? Auch ihn begleiten einige Probleme, die jedoch eher gestriffen, als tatsächlich ausgeführt werden. Da die beiden Hauptfiguren nur einen Tag haben, um sich kennenzulernen, ist dies aber auch viel authentischer. Gleichzeitig geht der Geschichte aber auch das Potenzial abhanden, etwas mehr Tiefe zu erhalten. Fazit: Ein Buch, das ich eher Quer gelesen, als wirklich genossen habe. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, aber mit dem Stil in den Dialogen konnte ich mich selten anfreunden. Patrycja Spychalski hat es geschafft eine Liebesgeschichte zu schreiben, die sich innerhalb eines Tages entwickelt und trotzdem total authentisch auf mich gewirkt hat. Es wird nichts übertrieben oder übermäßig kitschig dargestellt, aber dadurch geht ihr gleichzeitig ein wenig Tiefe ab. Auf jeden Fall würde ich das Buch für ein eher jüngeres Publikum empfehlen, das auf der Suche nach einer authentischen, abenteuerlichen Liebesgeschichte ist. Zitat: „Manchmal ist es schwer vor jemanden Respekt zu haben, der so wenig welchen vor sich selbst hat.“ (S. 134)






