2,5
Ein tolles Buch, welches die Jugend von heute echt lesen sollte. Es Thematisiert welche Folgen Posts auf Facebook und Co. haben können
Bei diesem Buch war ich mir lange Zeit nicht sicher, ob ich es lesen will, oder nicht. Aber dann gab es dazu so viele postive Rezensionen und mein Interesse war geweckt. Es geht um Lucy, die am Abschlussballabende für ihre beste Freundin Ellie einspringt um mit deren Freund auszugehen. Ellie ist krank geworden und nun soll Lucy den Abend mit Cole, in den sie zufälligerweise seit 4 Jahren verliebt ist, verbringen. Doch dann folgt ein Kuss… Und am nächsten Tag tauchen Fotos davon und von einigen anderen pikanten Situationen ihrer Mitschüler auf Lucys Facebookseite auf. Doch diese hat die Fotos nicht gepostet, denn sie hat ihr Handy auf der Party am Vorabend verloren. Soll sie versuchen, ihre Freundschaft zu retten, oder die Beziehung zu Cole? Eigentlich muss ich sagen, dass ich Geschichten, in denen fremdgegangen wird, eigentlich gar nicht gerne lese. Es mag die besten Erklärungen dafür geben, aber richtig ist es trotzdem nicht. Hier hielt es sich aber in Grenzen, unter anderem aus einem Grund, den ich euch jetzt nicht verrate und zum anderen, weil Ellie in der Geschichte relativ blass blieb. Wir erfahren zwar von Lucy, was für eine tolle Freundin sie ist, aber da sie erstmal nicht so viel von ihr wissen will, kriegen wir das nicht selbst mit. So die ersten 100, 200 Seiten hatte ich richtig Spaß, das Buch zu lesen. Auch, wenn Lucy sich in einer total doofen Situation wiederfindet. Aber vor allem der Humor und der Sarkasmus haben mir die Geschichte sehr schmackhaft gemacht. Doch ab einem gewissen Punkt konnte es mich einfach nicht mehr so fesseln, und ich war nicht mehr so interessiert, wie es nun weitergeht. Und dann war da zum Beispiel noch der Punkt, dass Ellie zwei Moms hat. Darüber erfährt man aber gar nicht, was ich super schade fand. Dann waren da diese ganzen komischen Charaktere, bei denen man sich einfach nicht entscheiden kann, ob man sie jetzt mag, oder nicht. Die Auflösung fand ich dann doch überraschend, aber es war mir eigentlich auch wurscht. Es ist jetzt nicht so, dass mich das Buch zum Ende hin total gelangweilt hat, aber es war mir auch nicht mehr so wichtig, was jetzt passiert. Das Thema Cybermobbing und dessen Folgen kamen allerdings sehr gut zur Geltung. Gemeinsam mit Lucy habe ich so einiges durchgemacht und teilweise tat sie mir echt leid. Fazit: Wer gerne Bücher zum Thema Cybermobbing liest, für den ist #Skandal ganz bestimmt eine Empfehlung. Und das Buch ist auch wirklich nicht schlecht, noch dazu ist es mit Humor geschrieben. Aber irgendwas hat mich dann davon abgehalten, eine gute Bindung zu Lucy aufzubauen, um richtig mitzufiebern. So war das Buch leider nur ganz nett.
Ein nettes Buch zwischendurch mit einem sehr angenehmen Schreibstil. Das Thema des Buches lässt sich durch den Klappentext schnell herausfinden: Cybermobbing. Ein wichtiges Thema, das von vielen doch sehr unterschätzt wird. Durch das Internet bzw. Social Media Seiten fällen die meisten Leute schnell ein Urteil über alles mögliche. Schließlich ist es ja auch so schön anonym und schnell ist vergessen, dass hinter dem Computer realen Personen sitzen. Und wie wir Menschen eben so sind... wir machen Fehler. Für Lucy Vaccarro hat das schwerwiegende Konsequenzen. Die Bewertung von #Skandal fällt mir wirklich schwer. Einerseits führen die Geheimnisse zu einem Lesesog, weil man einfach wissen will, wer welche Rolle spielt. Dieses Thema ist ohne Frage wichtig und die Umsetzung ist nicht schlecht. Ich habe vorher in manchen Rezensionen gelesen, dass die Story etwas überzogen sei - das denke ich nicht. Ich glaube sogar, dass die Realität manchmal viel schlimmer aussieht. Lucy leidet ohne Frage sehr unter dem Skandal, aber so richtig haben sich die Emotionen auf mich nicht übertragen. Und so ging es mir auch oft mit den Beziehungen zwischen den Charakteren. So für sich fand ich sie sehr interessant, lustig, bereichernd, aber was zwischen ihnen ist, kam bei mir nicht an. Sehr schade, denn wäre es der Fall gewesen, hätte das Buch für mich vielleicht schon in der Favoriten-Liga mitspielen können. Auch wenn es ein paar Dinge gibt, die einen nachdenklich stimmen, hätte ich mir mehr dieser Ansätze gewünscht. Und klar, kein Leser will am Ende mit der Moral-Keule konfrontiert werden, aber auch hier hätte ich mir mehr (subtilen) Input gewünscht. Dennoch gibt es auch so kleine Details, die mir wirklich Spaß bereitet haben. Zum Beispiel Lucys Sarkasmus, ihre Vorliebe für Zombies, Gespräche über The Walking Dead oder Internet-Spionage. Sehr einmalig sind auch die Kapitel-Überschriften wie "Ist die Hölle wegen Überfüllung geschlossen, pilgern die Toten in den Pferdestall". Fazit Aufgrund der Thematik, dem guten Lesefluss und der Liebe zum ausgefallenen/ nerdigen Detail muss ich dem Buch einfach 4 Sterne geben (alles andere tut mir weh;D). Hier und da hätte ich mich gerne noch mehr mit den zwischenmenschlichen Beziehungen verbunden gefühlt. Mich konnte das Buch überzeugen, so dass ich in Zukunft zu weiteren Büchern der Autorin greifen werde.



