Spannend
Ich fand das Leben von Emilia sehr spannend und habe Neues über Shakespeare gelernt
Spannend
Ich fand das Leben von Emilia sehr spannend und habe Neues über Shakespeare gelernt
„There once was a girl who became invisible so that her words might not be.“
This book is about a „woman with something to say, who was never given a voice“ who was given a voice in this heartwarming story by Jodi Picoult. The utter unfairness of being a woman in a man‘s world, both around 1600 and in the current time is portrayed in a really relatable way following the ups and many downs of two women’s lifes. After having had a bit of a hard time getting into the story and the different timelines, at some point, I could hardly put the book down. It changed the way I look at publications from the last centuries. How lucky are we for having had and still having so many brave women using their words and / or voices to plant seeds in order to change the world.
"Es war einmal ein Mädchen, das unsichtbar wurde, damit ihre Worte es nicht waren." Emilia Bassano ist erst 13 Jahre alt, als sie, von ihrer eigenen Familie verkauft, die Kurtisane des Lord Hunsdon wird. Doch er behandelt sie gut, nimmt sie mit ins Theater, liest mit ihr Stücke, die für Aufführungen eingereicht werden. So lernt sie Christoper Marlowe kennen, der sie wiederum mit Shakespeare bekannt macht. Emilia schreibt nämlich für ihr Leben gern, doch im 16. Jhd war es Frauen verboten, etwas zu veröffentlichen. Also verkauft sie ihre Stücke an Shakespeare, der damit berühmt wird. Doch dann hat das Leben andere Pläne. Gut 400 Jahre später möchte Melina gern ein Theaterstück über ihre Vorfahrin Emilia Bassano veröffentlichen, an dem sie über 7 Jahre geschrieben hat. Ihr Mitbewohner Andre reicht es heimlich beim Theaterfestival ein. Doch ausgerechnet ein frauenverachtender Direktor und der NY Times Kritiker Jasper Tolle, der sie vor Jahren gedemütigt hat, treffen die Auswahl. Haben sich die Zeiten gar nicht geändert? Die Geschichte von Emilia hat mich absolut gefesselt. Ich kann auf vieles gar nicht eingehen, da ich damit schon zu viel spoilern würde. Emilia war eine unglaublich starke Frau, die sich im Laufe ihres Lebens immer wieder neu erfinden und behaupten musste, um zu überleben, in einer Zeit, in der Frauen keine Stimme hatten und sowieso nur für Haushalt und Kinder zuständig waren. Leben und überleben in einer von Männern dominierten Welt, in der es damals schon um Genderfragen Rassismus, Schuld und Verantwortung ging. Doch trotz aller Widerstände, Rückschläge, trotz Schmerz und Unterdrückung war ihr Wille ungebrochen. Auch wenn sie ihre Leidenschaft nicht immer in dem Maß ausleben und in die Welt tragen konnte, blieb sie im Herzen eine Dramatikerin und Dichterin. Die Handlung in der Gegenwart um Melina dagegen verblasste für mich leider relativ schnell, daher fand ich es auch nicht schlimm,dass die Kapitel deutlich kürzer waren. So interessant auch die Geschichte von Emilia war, hier hätten es für mich ein paar Seiten weniger auch getan. Vielleicht habt ihr ja auch schon mal davon gehört, dass Shakespeare seine Stücke nicht selbst verfasst haben soll? Diese These ist seit Jahren im Umlauf und die Autorin hat darum eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion geschaffen. Emilia Bassano gab es nämlich wirklich. Ob Emilia aber tatsächlich die Verfasserin einiger Stücke ist, die Shakespeare zugeschrieben werden, ist jedoch weder be- noch widerlegbar. Lest dazu auch gern das Nachwort der Autorin. Absolut faszinierend.
Dieses Buch lässt einen Shakespeare überdenken. Es lässt einen nachempfinden, welche Schwierigkeiten, Frauen in manchen Branchen immer noch haben. Es führt vor Augen, wie viel Frauen erstmals durch machen mussten, damit Frauen heutzutage so vieles erreichen können. Herzensempfehlung!!
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe
Emilia Bassano. Der Name wird niemanden, der diese Rezension liest, etwas sagen. Emilia Bassano war eine Schriftstellerin, dessen Werke jeder kennt, doch dessen Namen vergessen wurde. Das Buch ,,By Any other Name“ handelt von der Fakt gestützten Theorie, dass Emilia Bassano William Shakespeares Werke geschrieben hat. Romeo und Julia, Hamlet, Otello und vieles mehr, bekannte Werke, die eigentlich von Emilia Bassano geschrieben wurden. Eine Frau hatte damals nicht die Möglichkeit zu schreiben, also hatte Emilia nur die Möglichkeit, jemanden der unbedingt gut schreiben wollte, aber eben nicht das nötige Talent hatte, zu engagieren. William Shakespeare. Es mag merkwürdig klingen, und die meisten mögen der Theorie nicht glauben, aber ich bin fest davon überzeugt, nachdem ich diese Buch gelesen habe, ergibt es so viel Sinn. Eine Riesen Empfehlung. Emilia Bassanos Name soll nie wieder in Vergessenheit geraten.

⭐️⭐️⭐️⭐️ Hat meine Meinung zu Shakespeare ziemlich erschüttert.
Es war einmal ein Mädchen, das unsichtbar wurde, damit ihre Worte es nicht sind. Mit diesem Leitsatz hat Jodi Picoult ihre neueste Geschichte verfasst und wie immer geht es um Themen, die kontrovers diskutiert werden. Diesmal steht die Anerkennung weiblicher Leistungen im Vordergrund und die Autorin baut auf zwei Zeitebenen einen Plot rund um Theaterstücke und deren Schöpfer auf. In der Gegenwart lernen wir Melina kennen, eine junge Frau, die Theaterstücke schreibt und hofft, irgendwann davon leben zu können. Sie ist – laut Ahnenforschung ihres Vaters – eine Nachfahrin von Emilia Bassano, einer italienischstämmigen Engländerin, die um 1600 lebte. Dies führt zum historischen Strang der Handlung, denn Emilias Geschichte führt ebenfalls in die Welt des Theaters und zu einem Geheimnis, das Emilia mit William Shakespeare verbindet… Die Autorin schließt sich in diesem Buch den „Anti-Stratfordianern“ an und entwirft eine alternative Theorie über die Entstehung der berühmten Werke Shakespeares. Tatsächlich – und das erläutert sie auch ausführlich im Nachwort – gibt es nur wenige wirklich verlässliche Quellen zu Shakespeares Leben und Werk, aber viele Ungereimtheiten. Dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen über die Urheberschaft seiner Werke. Jodi Picoult bringt nach akribischer Recherche zum Leben Emilia Bassanos vor, dass auch sie die Autorin der Stücke gewesen sein könnte – und dass es viel weniger Ungereimtheiten zur Entstehung der Stücke geben würde, wenn man zugrunde legen würde, dass sie von ihr stammen bzw. von einer Frau verfasst worden sind. Tatsächlich hat Emilia zu ihren Lebzeiten nachweislich einen Gedichtband veröffentlicht, was allein schon eine außergewöhnliche Leistung für eine Frau des elisabethanischen Zeitalters war. Jodi Picoult geht der Frage nach, ob sie noch mehr geschrieben hat, es aber nicht anders veröffentlichen konnte, als durch den Verkauf der Texte an einen „Strohmann“. Von der Theorie über den Ursprung von Shakespeares Werken kann man halten was man will – ich allerdings fand ihr Ergebnis plausibel und zumindest im Bereich des Möglichen. Zudem erzählt sie die Geschichte einer Frau, der es das Leben nicht leicht gemacht hat und die sich immer wieder neu erfinden musste, um zu überleben. In diesem Zusammenhang auch eine Warnung zum Inhalt: die Darstellung von Gewalt und sexualisierter Gewalt ist sehr explizit (mir war es teilweise zu heftig). Wer Probleme hat, so etwas zu lesen, sollte das Buch mit Vorsicht zur Hand nehmen. Die Geschichte, die in der Gegenwart spielt, konnte mich leider nicht ganz so einfangen wie der historische Strang. Sicherlich wollte die Autorin damit Vergleiche ziehen, dass es für Theaterautorinnen immer noch verhältnismäßig schwer ist „einen Fuß in die Tür“ zu bekommen, da die Theaterwelt immer noch von weißen Männern dominiert wird. Ich persönlich fand allerdings, dass das Buch damit sowohl vom Umfang als auch vom Thema her den Rahmen etwas sprengt – mir war es etwas zuviel und wirkte ein wenig wie ein Rundumschlag zum Thema „weibliches Schreiben“. Mir hätte die historische Geschichte ausgereicht. Sie allein birgt schon so viel Potential zum Nachdenken, dass mir das Buch mit dem zweiten Erzählstrang leicht überfrachtet erschien. Dennoch: es ist wichtig, die Leistungen von Frauen in den Mittelpunkt zu rücken. Ob Emilia tatsächlich für Shakespeares Werk mitverantwortlich war oder nicht, wird wohl nie gänzlich geklärt werden. Dass sie allerdings eine stolze und tatkräftige Frau war, die gebildeter war als der Durchschnitt und die es immerhin geschafft hat, als Frau zur damaligen Zeit Literatur zu veröffentlichen – das kann nicht abgesprochen werden und verdient Respekt und somit auch gern ein Denkmal in Form eines Romans. Und Shakespeare? Tja…mein Vertrauen in die bisherige Lehre wurde erschüttert, das muss ich schon sagen. Zumindest bin ich in Zukunft zurückhaltender, wenn er als Genie bezeichnet und auf einen goldenen Sockel gestellt wird. Denn vielleicht war alles ganz anders…