7. Jan.
Rating:5

ERBFOLGEKRIEG IN SPANIEN Wir befinden uns im Jahr 1720 und Spanien hat gerade eine sehr nervenaufreibende Zeit hinter sich. Bis vor 6 Jahren herrschte der Erbfolgekrieg, der dadurch ausgelöst wurde, dass der letzte König kinderlos verstarb. Auch wenn er einen Nachfolger gewählt hatte, kam der Kampf trotzdem und man stand entweder auf der richtigen oder falschen Seite. KERN DER GESCHICHTE UND SEINE PROTAGONISTEN Im Mittelpunkt steht Clara Belmonte, die im Krieg nicht nur ihren Vater verlor, sondern auch ihr Vermögen. Sie ist nun gezwungen für ihren Unterhalt zu sorgen, auch wenn sie eine gute Ausbildung erhalten hat, fängt sie als Küchenhilfe im Haus Castamar an. Das Haus Castamar gehört dem heiß begehrten Herzog Diego, der seit 10 Jahren um seine große Liebe und Ehefrau trauert und kein Auge mehr auf irgendeine Frau wirft. Jedoch schafft es Clara mit ihren Kochkünsten seine harten Mauern zu durchdringen und leichte Annäherung folgt daraufhin, aber die Bediensteten sind klar dagegen und Clara hat ein Geheimnis. ATMOSPHÄRE Der Autor konnte mich gleich von Anfang an verzaubern, indem er eine angenehme und zugleich spannungsvolle Atmosphäre geschaffen hatte. Man fühlte sich schnell hineinversetzt in die Zeit des spanischen Adels und die Kulissen, die er beschreibt, taten den Rest um das Bild zu vervollständigen. INTRIGEN, MORD UND DRAMA Was mich mehr überrascht hat, als alles andere an dem Buch, war der Mix aus Intrigen, mörderischen Plot und Drama. Zunächst dachte ich an einen schönen historischen Roman, wie es das Cover verspricht. Bekam jedoch eine aufregende historische Telenovela, die ich mir gut als Netflix-Verfilmung vorstellen könnte! Das Buch hat einen wirklich aufregenden Plot und der geschickte Schreibstil von Munez, bzw. auch die gute Übersetzung von Anja Rüdiger, lassen einen den Roman in einem Happs verschlingen. Mir ging es zumindest so, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen, wie bei einer spannenden Serien, wo jede Folge (Kapitel) mit einem Knall/Wendung/Hint endet. FAZIT Ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, von dem man gleich den zweiten Teil griffbereit haben sollte! Munez versteht es einen spannenden Plot mit geschichtlichen Details zu kombinieren und entführt uns in ein aufregendes Spanien. Neben den ganzen bereits oben genannten Pluspunkten, kommt das Thema “Kochen” auch nicht zu kurz und ist rundum ein gelungener Roman! Für alle, die sich für Spanien, Drama und das höfische Leben interessieren!

Die Köchin von Castamar
Die Köchin von Castamarby Fernando J. MúñezC.Bertelsmann
7. Jan.
Rating:3

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten und letzten Teil der Reihe um die Köchin Clara Belemont von herzoglichen Sitz Castamar. Ein historischer Liebesroman mit viel Drama und Intrigen! ES GEHT NAHTLOS WEITER… Der erste Band hörte an mehreren spannenden Stellen auf und mit viel Vorfreude stürzte ich mich somit auf die Fortsetzung von Munez. Ich wurde auch nicht enttäuscht und war schnell mittendrin im Trubel von Intrigen, Gefühlen und gesellschaftlichen Ränkespielchen. Clara und der Herzog nähern sich durch ein Ereignis schnell an und genauso schnell werden auch die Gefühle offenbart, wobei sich bereits im ersten Teil viel angebahnt hatte. Auch Senorita Castro gerät in weitere Verwicklungen und Dona Sol sorgt noch für viel mehr Ärger, als sie zunächst beabsichtigt hatte. Der Roman geht nahtlos weiter, als wäre da kein Halt gewesen und auch dieses Mal konnte ich es in einem Tag runter lesen. Besonders viel Raum nimmt nun der Intrigant Don Enrique an, der mit seinen Planungen immer weiter vorankommt. Dabei werden noch einige Geheimnisse mehr ans Licht gebracht bis zum großen Showdown. SKLAVEREI, HOMOSEXUALITÄT UND DER STAND DES ADELS Besonders der Ziehbruder Gabriel, der durch seine dunkle Hautfarbe aus der Gesellschaft ausgeschlossen ist, wird hier viel öfters auftreten und seine Geschichte bekommen und es tut sich bei vielen anderen Charakteren einiges, dass noch zu Überraschungen führt. Rundum also eine sehr abwechslungsreiche Fortsetzung, die tiefer in die angesprochenen Themen reingeht. Wiederum aber mehrere Dinge viel zu schnell angesprochen und abgeschlossen hat. Als wäre es alles so einfach beim Adel und ich hatte an manchen Stellen das Gefühl, dass sich der Autor sehr beeilt hat und es alles in ein Buch packen wollte. Die romantischen Aspekten zwischen dem Herzog und Clara fand ich auch zu wenig, sodass ich sie nicht als authentisches Liebespaar sehe. Dass die beiden sich wie verrückt anhimmeln, war gleich klar, aber ihre Heirat kam mir doch sehr plötzlich und übereilt vor. Außer den Briefen, die sie sich seit dem ersten Band hin und her geschickt hatten, gab es keine richtige Unterhaltung zwischen den Liebenden. An anderer Stelle fand ich das Buch deutlich brutaler und anzüglicher als davor. Besonders der erste Punkt hatte mich sehr schockiert und ich wollte die eine oder andere Stelle nicht lesen. Für mich hatte es etwas von der schönen Atmosphäre genommen, die ich noch aus dem ersten Teil hatte und ich war wirklich verwundert vom Autor. FAZIT Im Großen und Ganzen war es ein sehr aufregender Abschluss der Dilogie und ich hatte eindeutig meinen Spaß damit. Andererseits habe ich hier mehr Dinge zu bemängeln als im ersten Teil, was das alles für mich in der Bewertung runterzieht. Ich frage mich, ob es vielleicht als Trilogie gut gewesen wäre und wenn der Autor den Charakteren mehr Raum gegeben hätte sich langsamer zu entwickeln. Auf die Verfilmung freue ich mich trotzdem und werde auf jeden Fall reinschauen!

Die Köchin von Castamar
Die Köchin von Castamarby Fernando J. MúñezC.Bertelsmann
22. Sept.
Rating:4

Clara ist eine super Köchin, die die besten kulinarischen Köstlichkeiten zubereiten kann. Also lässt sie sich von Senora Moncada bei einem befreundeten Herrn anpreisen, der sie dann in Castamar als Küchenhilfe einstellt. Die Chefköchin von Castamar ist wenig begeistert über die fleisige und talentierte Köchin und versucht sie durch eine Intrige zu verscheuchen. Dies geht nur leider nach hinten los und die Chefköchin muss ihre Sachen packen und den Hof verlassen. Während Dona Ursula die sich um alle angestellten auf dem Hof von Castamar kümmert sich auf den Weg macht, um einen neuen Chefkoch zu finden, springt Clara ein und verzaubert den Herzog von Castamar mit ihren Köstlichkeiten. Begeistert davon lässt der Herzog ihr Geschenke und Komplimente zukommen. Clara freut sich riesig darüber, doch ganz schnell nehmen Gerüchte ihren lauf, die ihren Anstellung gefährden. Doch nicht nur die Gerüchte um sie und den Herzog sondern auch ein Geheimnis das Clara hütet, kann gefährlich für sie werden. Dieses Buch war mein erster Historischer Roman und ich habe ihn genossen wie gutes Essen

Die Köchin von Castamar
Die Köchin von Castamarby Fernando J. MúñezC.Bertelsmann
22. Sept.
Rating:4

Fernando J. Múñez C. Bertelsmann Seiten 334 Historischer Roman Clara wird dank ihres wundbaren Talentes zu kochen von Herzog persönlich zur Chefköchin befördert. Sie kann sich nicht glücklicher schätzen. Hinzu kommt das sie durch die vielen Geschenke und Komplimente des Herzog sich zu gestehen muss, tiefe Gefühle für Don Diego, dem Herzog, zu empfinden. Doch ist sie sich sicher das das keine Zukunft hat. Denn jemand von ihrem Stand würde nur Schande über den Namen Castamar bringen. Also beschließt sie ihre Gefühle vorerst für sich zu behalten. Doch nehmen trotzdem Gerüchte ihren Lauf, die Don Diegos Widersacher nutzen , um dem Herzog zu schaden. Also inszenieren sie einen perfiden Plan. Der zweite Band stand dem ersten in nichts nach. Ich war begeistert. Ich mochte den starken Charakter von Clara, aber auch die Entwicklung der Haushälterin hat mich sehr gefreut. In diesem Band ging es Hauptsächlich um die Intrige die der Marquis austüftelte, man konnte miterleben wie sein Plan immer mehr Gestallt annahm und aufging. Ob der Plan bis zum Ende gelang müsst ihr selber herausfinden. Es gab nur eine Sache die mich etwas gestört hat undzwar das man obwohl man die Motive kannte, die den Marquis dazu bewegten, Don Diego zu schaden, man bis fast zum Schluss nicht so richtig viel von seiner Gefühlswelt mitbekam und er einem so weit weg vorkam. Er war für mich als Charakter daher gleichgültig. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Sehr gut mochte ich die Liebesgeschichte die sich zwischen Clara und Don Diego anbahnte und das sie so langsam und unschuldig von statten ging. Auch einen Pluspunkt gab es für das aufgreifen des Themas Sklaverei und Unterdrückung der andersfarbigen Menschen. Ich finde das wurde, hinter dem geschichtlichen Aspekt sehr gut umgesetzt.

Die Köchin von Castamar
Die Köchin von Castamarby Fernando J. MúñezC.Bertelsmann