7. Okt.
Rating:3

Uff. Es war zu befürchten, dass dieses Buch es im Vergleich zum Debüt von Inès Bayard „Scham" schwer haben wird. Denn „Scham" ist - trotz des wirklich harten Themas und aller zu vergebenden Triggerwarnungen (Vergewaltigung) - eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Von der ersten Seite hatte mich die Geschichte von Marie in ihren Bann gezogen. Ich habe mit Marie gefühlt und gelitten, sehr gelitten, konnte und wollte aber nicht aufhören zu lesen. Bei „Steglitz" ist das leider anders. Ich habe leider bis zum Ende keinen Zugang zu Leni gefunden. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mal, ob ich die Geschichte, die im Buch erzählt wird, bzw. deren Intention wirklich verstanden habe. Und das obwohl ich teilweise Kapitel mehrfach gelesen habe, weil ich vermutete zu müde zu sein. Aber ich denke daran lag es nicht. Kurz zusammengefasst daher (leider): Schade. Wenn Ihr ein richtig gutes Buch lesen wollt, lest „Scham". Aber befasst Euch vorher mit dem Thema und entscheidet, ob es eine gute Idee ist.

Steglitz
Steglitzby Inès BayardZsolnay, Paul