12. Mai
Rating:5

Spannend bis zum Schluss, gesellschaftskritisch und realitätsnah

Ich bin begeistert von diesem Buch. Mir fiel es zu Beginn etwas schwer mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Insbesondere das sehr Beschreibende irritierte mich zunächst. Allerdings nahm die Story so schnell Fahrt auf, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Insbesondere der gesellschaftskritische Aspekt, der immer wieder einfließt, ist in meinen Augen ausschlaggebend für die Handlung. Leider störte mich mit der Zeit die Artikel / Kommentar- Auflistung immer mehr. Dies ist allerdings auch einziger Kritikpunkt.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
14. Apr.
Rating:3

Drunter und Drüber

Ja was soll ich sagen. Als Österreicherin fand ich den Schreibstil in Ordnung, nur sehr ungewohnt, weil man normalerweise in Bücher immer Standarddeutsch liest. Verständnis war deshalb kein Problem. Mich haben eher zwischendurch die Kapitel mit den Postings und Kommentaren gestört. Das hab ich eher überflüssig gefunden. Ich check wozu das im Buch vorkommt, damit man sieht, dass jeder unnötig seinen Senf dazugeben muss, kennt man ja von den Insta ZiB Beträgen. Da nerven mich die Kommentare auch übelst. Sonst zur Story: hat spannend angefangen und spannend geendet. Zwischen durch das hin und her, wer jetzt Schuld ist und obs fahrlässig war, is mir bissl zu lang gegangen. Die Sidestory mit der Affäre und SoLus Internetliebe waren ok, haben aber sehr vom Thema abgelenkt irgendwie. Ich weiß nicht, mir war relativ schnell klar, dass sich hinter Pierre jemand befinden muss, den SoLu kennt und das war dann nicht mehr allzu überraschend. Hab damals den E-Mail Roman von Glattauer in der Schule gelesen. Hat mir damals auch sehr gefallen, würd ich aber heute nicht mehr lesen und „Die spürst du nicht“ finde ich, fällt auch in die Kategorie, weils irgendwie Ähnlichkeiten gibt mit Internetliebe, Emailformat/Postformat geschrieben usw. Hab mir zwischendurch überlegt, ob ich weiterlesen soll, da ich oftmals keine Spannung mehr gesehen hab. Für Leute, die so kritische Themen und den Dialekt mögen, gerne empfehl ich euch das.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
4. Apr.
Rating:3

Literarisches Experiment oder Follow-up?

Der leidige Fluch des Erfolges. Der österreichische Autor Daniel Glattauer landete 2006 einen Megahit. Mit seinem Roman „Gut gegen Nordwind“ stürmte er die Bestsellerlisten und wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert. Theateraufführung und Verfilmung waren unausweichlich. Das prägnante Merkmal dieses Überflieger-Romans war, dass die beiden Protagonisten die Story dadurch entwickelten, dass die Konversation einzig und allein über Emails erfolgte. Eine grandiose Idee. Literarisch perfekt umgesetzt. In „Die spürst Du nicht“ spüren zwar die Romanfiguren manches nicht, die Leser dieses Buches spüren jedoch ganz deutlich, dass Glattauer wieder experimentiert. Vielleicht steckt in dem Österreicher ein bisserl was von seinem Landsmann Wolf Haas, der neben seiner erfolgreichen Brenner-Krimi-Reihe gerne einmal innovative Wege geht, indem er beispielsweise dem Leser in seinem Buch „Verteidigung der Missionarsstellung“ die Chance zum Querlesen gibt, indem er Zeilen wirklich quer über das Papier laufen lässt. Aber nein, das sonstige Schaffensrepertoire von Glattauer spricht gegen diese Annahme. Also drängt sich der Verdacht auf, dass mit „Die spürst Du nicht“ der schon etwas verzweifelte Versuch eines Autors vorliegt, mit neuen, aber irgendwie doch wiederum vergleichbaren Stilmitteln einen Follow-up-Roman zu konstruieren. Herausgekommen ist eine stilistische Mixtur aus Fließtexten, Dialogen, Interviews, Presseveröffentlichungen, Social Media-Postings inklusive Kommentaren der Internetgemeinde und Fotografie-Shots, wobei Glattauer bzw. seinem Lektorat ein kleiner technischer Fehler unterläuft, indem die Foto-Beschreibungen keine Standbilder, sondern bewegte Szenen beinhalten. Unbedeutendes Detail am Rande. Was den Inhalt anbelangt ist es wie mit den Stilmitteln - fleissig bemüht, aber zu viel gewollt. Zwei wohlhabende österreichische Familien nehmen gegen den anfänglichen Widerstand der afrikanischen Eltern die Tochter einer somalischen Migrantenfamilie mit in den Toskana-Urlaub. Das unscheinbare und ruhige Mädchen ertrinkt im Pool. In einem – wegen der politischen Prominenz einer der beiden Mütter – sehr öffentlichkeitswirksamen Prozess werden Schuldfrage und Trauerschmerzensgeld wegen Schockschaden verhandelt. In diesen Rahmen presst Glattauer Themen wie Politikethos, Ehekrisen, Fremdgehen, das unmerkliche Abgleiten einer Tochter in die Drogensucht durch eine Internet- Bekanntschaft und natürlich dem Zeitgeist folgend die Darstellung eines erschütternden Migrantenschicksals. Glattauer springt auf alle Trends der Zeit auf, gibt aber keinem Thema den Raum und die Tiefe, die jedes einzelne verdient hätte, indem er fortlaufend Komplexitätsreduktion betreibt. Dadurch sind viele Handlungsstränge eher naive Malerei, welche unserer diffizilen Realität nicht gerecht wird. Daran ändern auch die Stil-Collage nichts. Hinzu kommt, dass man überall seinen erhobenen Zeigefinger zu spüren scheint. Aber leider bleibt es bei der oberflächlich-moralisierenden Geste im Sinne eines Virtue Signalling, womit Glattauer wiederum voll im Trend liegt. Daniel Glattauer ist ein Profi, an dessen handwerklich fundiertem Können nichts auszusetzen ist. Er kann Menschen abholen, allerdings geschieht dies in „Die spürst Du nicht“ inhaltlich und stilistisch recht effekthascherisch. Man wünscht sich, dass er zurückkehrt zu einer Schaffenskraft, die zum Beispiel „Ewig Dein“ hervorgebracht hat. Davon bitte mehr.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
4. Apr.
Rating:3.5

Nachdenklich und realitätsnah, konnte mich aber nicht vollständig abholen.

„Die spürst du nicht“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und greift Themen auf, die sehr nah an der Realität sind. Genau das macht das Buch grundsätzlich interessant. Trotzdem war es für mich kein Highlight. Die Geschichte konnte mich nicht durchgehend fesseln, und insgesamt hat mir etwas gefehlt, um wirklich emotional einzutauchen. Auch wenn ich die Thematik und den Ansatz schätze, bleibt es für mich ein eher schwächeres Buch im Vergleich zu anderen, die mich stärker erreicht haben. Insgesamt ein solides, nachdenkliches Buch, das mich persönlich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
31. März
Rating:4

Eine spannende Geschichte mit leider sehr vielen bekannten Momenten…

… denn die Kommentare unter den sehr einseitig berichteten Nachrichten könnte man so fast eins zu eins unter jedem Tagesschau Post finden. Daher blieb mir fast nichts anderes übrig als immer wieder kopfschüttelnd zu schmunzeln bei der Ironie die sich über das ganze Buch durchstreckt. Der Fokus auf sich selbst und dem eigenen Ruf und das Schönreden und Verdrängen der wirklich auffälligen Veränderungen von So-Lu. Das Buch hat mich wirklich berührt und gleichzeitig so wütend gemacht, weil ich so vieles davon täglich online sehe. Vor allem das Ende fand ich sehr gelungen, denn auch wenn es in einem kurzen Interview doch nochmal um die Menschlichkeit ging, war es mit der nächsten „Eilmeldung“ sofort wieder vergessen und die wilden Diskussionen über unwichtiges gingen weiter. Übrigens auch das Cover trifft es gut. So viel Fokus auf dem Wasser und nur klein und unscheinbar die Füße einer quasi unbeschrieben und unbekannten Person die eigentlich im Fokus stehen sollte.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
28. März
Rating:4

Gutes Buch, aber zu österreichisch 🫣

Die Geschichte ist echt spannend mit interessanten Wendungen. Der Schreibstil - verschiedene Perspektiven, Presseartikel mit Kommentaren und Antworten - hat das Ganze sehr lebendig gemacht. Ab einem bestimmten Punkt hat mich das Österreichische nur sehr genervt... und manchmal auch irritiert (zB das Wort angreifen). Am Ende fand ich die Beweggründe des Anwalts unrealistisch. In meinen Augen war das nur der Geschichte dienlich, daher der Punktabzug. Schön wäre es, wenn wir in einer Welt leben würden, in der sich niemand gezwungen fühlt, eine Flucht anzutreten. Jeder Mensch hat ein sicheres Zuhause verdient, unabhängig davon, wo er geboren wird, und ohne, dass er sich dorthin erst aufmachen muss 🕊

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
28. März
Rating:5

Ein sehr ergreifendes Buch von D. Glattauer. Sollten alle lesen, die über flüchtende Menschen urteilen. Die Reaktionen von verschiedenen Menschen auf ein solches Unglück sind sehr gut dargestellt und manche kaum auszuhalten. Leseempfehlung!

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
25. März
Rating:0.5

DNF - Enttäuschend und problematisch

Ich hatte mir von diesem Hörbuch deutlich mehr erhofft, wurde jedoch recht schnell enttäuscht. Ein Aspekt, der in vielen Bewertungen und Foren wiederholt kritisiert wird, ist der problematische Umgang mit dem Thema Rassismus – inklusive der mehrfachen Verwendung des N-Worts. Endgültig abgebrochen habe ich dann, als die Affäre von einer der Protagonistinnen erwähnt wird, sie aber gleichzeitig ihren Mann „noch nicht verlassen kann“. Da wurde das Fremdgehen relativiert and that‘s not ok. Rückblickend hätte ich wohl besser vorab die Bewertungen gelesen – das hätte mir diese Erfahrung vermutlich erspart.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
21. März
Rating:3

Kann man lesen, muss man aber nicht

Die Geschichte und natürlich das Ende sind gut und schrecklich zugleich. Der Teil dazwischen war mir persönlich zu langatmig und zu mühsam. Fertig gelesen hätte ich es bestimmt nicht - bin aufs Hörbuch umgestiegen.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
19. März
Rating:3

Aufschlussreich

Ein Flüchtlingsmädchen wird von ihrer Schulfreundin mit in den Urlaub genommen. Die somalische Freundin,die kaum deutsch spricht,überreicht ihrer Freundin einen Brief von ihren Eltern.Dort wird beschrieben,dass Aayana nicht schwimmen kann.Leider verdrängt Sophie Luise es,den verschlossenen Brief an die Eltern weiterzugeben. So kommt es zu einem Badeunfall. Dieser wirft viele Fragen auf. Auch bekommt Sophie Luise durch den tragischen Badeunfall psychische Probleme und geht nicht mehr regelmäßig zur Schule.Die Eltern,welche selber einige Schwierigkeiten haben,bekommen es nicht wirklich mit. So finden So-Lu eine Chatbekanntschaft,der sie vollkommen versteht und ihr anbietet mit blauen Pillen wegzufliegen. Durch die Geschichte konnte ich mir noch viel besser die Situationen von flüchtigen Menschen auf der Welt vorstellen.Ebenso kann man es verstehen, wie Sophie Luise versucht den Erinnerungen zu entrinnen.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
22. Feb.

Sehr bewegend. Es werden verschiedene Perspektiven nach einem tragischen Ereignis Bild leuchtet. Es gibt kein schwarz oder weiß. Sprachlich wieder sehr feinsinnig geschrieben Glattauer taucht mit seiner Sprache in die Gefühlswelt der Protagonisten ein. Unbedingt lesenswert!

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
18. Feb.
Rating:5

Dieses Buch berührt nicht sanft – es bohrt den Finger in die Wunden einer Gesellschaft, die verlernt hat, wirklich zu spüren.

Bis ins letzte Drittel kommt der Roman mit sitzenden Dialogen und fast schon leichtfüßigen Dialogen daher. Und genau darin liegt die Raffinesse: Während man noch schmunzelt, hat das Buch längst begonnen, unter die Oberfläche zu gehen. Im Zentrum steht eine erschreckende Ich-Bezogenheit. Erwachsene, die moralisch korrekt auftreten – und doch in erster Linie um sich selbst kreisen. Hinter guten Taten verstecken sich oft niedere Motive. Empörung wird zur Pose, Haltung zur Inszenierung. Und die Kinder? Sie laufen mit. Oder bleiben zurück. So-Lus Verliebtheit in Pierre ist keine romantische Nebenspur, sondern ein emotionales Abrutschen. Man spürt, wie sie den Boden unter den Füßen verliert – und wie wenig Raum es für ihre Unsicherheit, ihre Wut, ihre Trauer gibt. Alles bleibt unausgesprochen. Alles wird übertönt vom Grundrauschen einer Gesellschaft, die lieber kommentiert als zuhört. Besonders erschütternd ist die Geschichte der Ahmeds. Hier verlässt der Roman endgültig die ironische Leichtigkeit und wird existenziell. Die Flüchtlingskrise ist kein Schlagwort, sondern menschliches Schicksal. Niemand von uns kann sich wirklich in das Leid hineinversetzen, das Flucht bedeutet. Natürlich will man helfen. Und doch zeigt das Buch das Dilemma: Was passiert, wenn Solidarität auf Überforderung trifft? Wenn Ängste wachsen? Wenn gesellschaftliche Spannungen sich verschärfen und einfache Antworten lauter, bösartiger und abgestumpfter werden? Glattauer liefert keine Parolen. Keine Lösungen. Er zeigt, wie schnell Narrative entstehen, wie schnell geurteilt, kommentiert, weitergescrollt wird. Wie komplexe Wirklichkeit auf Schlagzeilen schrumpft. Und wie dabei oft das Menschliche verloren geht. Das offene Ende ist konsequent. Kein Trost. Keine moralische Auflösung. Nur ein Spiegel. Ich habe das Buch zugeklappt und meine schlafende Katze gestreichelt. Vielleicht, weil Tiere nicht so abgründig sind wie wir Menschen. Sie folgen ihrem Instinkt. Sie nehmen sich Raum, ohne ihn als Bühne zu missbrauchen. Sie fügen keinen Schaden zu, um sich selbst größer zu fühlen. „Die spürt man nicht“ ist ein kluger, unbequemer, messerscharfer Roman. Einer, der unterhält – und gleichzeitig entlarvt.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
18. Feb.
Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel?
Rating:5

Was ist ein Menschenleben wert? Und jedes gleich viel?

„Die spürst du nicht“ von Daniel Glattauer hat mich sehr beschäftigt und zum Nachdenken angeregt. Es geht um Schuld, Verantwortung, Familienverbände und auch Freundschaften und was diese aushalten müssen. Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Ein unglaublich wichtiges Thema und Geschichten, die für jemanden, der ein behütetes Leben führt, einfach nicht vorstellbar sind. Eine absolute Leseempfehlung von mir! 📚

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
15. Jan.
Rating:4

Bewegend, tiefgründig und gesellschaftskritisch

Ein Buch , welches ich nicht so schnell vergessen werde. Ein Unglück geschieht. Wie gehen sie Beteiligten damit um. Wer ist schuld. Freundschaften /Familien drohen zu zerbrechen. Die Fluchtgeschichte der Familie hat mich sehr mitgenommen und ich Frage mich, wie viel ist ein Menschenleben wert und sind alle gleich viel wert? Der Schreibstil war sehr besonders, allein auch mit den Kommentaren aus den sozialen Medien.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
12. Jan.
Rating:4

Spiegel der Gesellschaft Ein Familienurlaub in der Toskana. Zwei wohlhabende österreichische Familien und ein Flüchtlings Mädchen aus Somalia, die als Begleitung der pubertierenden Tochter mit in den Urlaub darf. Doch genau in der italienischen Ferienidylle kommt es dann zur Katastrophe. Daniel Glattauers Roman beleuchtet die aktuelle Gesellschaft pointiert und schonungslos ehrlich. Besonders gut haben mit dir einzelnen Artikelausschnitte samt Kommentarspalten gefallen, die in Zwischenkapiteln eingebunden sind. Das Thema ist definitiv keine leichte Kost, regt aber definitiv - auch aufgrund der aktuellen Thematik der Flüchtlingspolitik - zum nachdenken an. Der Twist der Geschichte, der zum Ende des Romans klar wird, zeichnet sich leider schon sehr früh ab, so dass die Überraschung am Ende gar nicht mehr so groß ist, wie vielleicht vom Autor gewünscht. Dennoch ist „Die spürst du nicht“ ein aktueller und wichtiger Roman, der aufrüttelt und Denkanstöße gibt.         

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
6. Jan.
Post image
Rating:4

Mood inspired by the book 🌸 not official 🌸 AI-generated 🌸 floral reinterpretation ✨ Ich bin ohne Erwartungen in dieses Buch gestartet 🤷‍♀️ – und plötzlich war ich an einem Ort, an dem es weh tut. 😞 Sophie Luise möchte ihre Schulfreundin Aayana unbedingt mit in den Urlaub nehmen. Nach langem Bitten darf sie schließlich mitfahren. Ab diesem Moment kippt die Geschichte langsam, leise – und wird tieftraurig. 😟 Dieses Buch fühlt sich erschreckend real an. Besonders die bösen Kommentare/Beiträge treffen hart, weil man weiß: Genau so passiert es jeden Tag. Genau so reden Menschen. Genau so verletzen Worte. Was mich allerdings sehr gestört hat, war die Verwendung des sogenannten „N-Wortes“. 😠 Ich habe mich gefragt, warum so etwas überhaupt ausgeschrieben werden muss. Für mich hat es nichts verstärkt, sondern eher etwas kaputt gemacht – es hat mich aus der Geschichte gerissen und ein ungutes Gefühl hinterlassen. Und trotzdem: Dieses Buch bleibt. Es regt zum Nachdenken an, macht wütend, traurig und nachdenklich zugleich. Es zeigt, wie grausam Gesellschaft sein kann – oft ganz leise, ganz beiläufig. Ein Buch mit viel Potenzial auch wenn es für mich nicht ganz rund war.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
29. Dez.
Rating:3

Es fällt mir schwer, das Buch zu bewerten bzw. zu rezensieren. Nach „Gut gegen Nordwind“, damals eines meiner Lieblingsbücher, habe ich nun nach langer Zeit wieder einen Glattauer zur Hand genommen. Sowohl die Geschichte, als auch der Schreibstil haben mich wieder schnell in ihren Bann gezogen. Die Geschichte der Familie Ahmed verwoben mit der Familientragödie der Familie Strobl-Marinek ging mir sehr nahe und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl oder vielleicht weil es wirklich keine Feel Good Lektüre ist. Allerdings hätte ich mir deutlich mehr Sprachsensibilität gewünscht. Heutzutage das N-Wort zu reproduzieren ist absolut unnötig und das ist nur eines, wenn auch das krasseste, Beispiel. Immer wieder mal tauchen Sätze auf, die ich, im besten Falle, als unglücklich gewählt einordnen würde. Ob ich nochmal ein Buch von Daniel Glattauer lesen werde? Vermutlich eher nicht.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
27. Dez.
Rating:1

Belehrend statt berührend

Zu Beginn war das Buch noch unterhaltsam und weckte mein Interesse. Mit der Zeit wurde der Ton jedoch zunehmend belehrend und sehr politisch und die Handlung verlor spürbar an Spannung. Die Geschichte entwickelte sich zu einer deprimierenden Erzählung, in der es am Ende nur Verlierer gibt. Insgesamt hat mir das Buch leider nicht gefallen.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
26. Dez.
Rating:0.5

Ich habe es schnell abgebrochen, da es schon zu Beginn mit Begrifflichkeiten sehr klischeehaft war und ich schlimmeres ahnte. Die Rezensionen gaben recht. Ein weißer Autor hat nicht das Recht das N- Wort (mehrfach) ausgeschrieben in seinen Texten zu haben und im Ganzen trieft dieses Buch leider sehr von Vorurteilen und Stereotypen, die wahre und wirkliche Sicht der Betroffenen kommt nicht vor. Mehr Schein als Sein.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
25. Dez.
„Leid wird nicht weniger, wenn man es aufzuteilen versucht. Im Gegenteil! Man steckt sich gegenseitig an und es vermehrt sich.“
Rating:5

„Leid wird nicht weniger, wenn man es aufzuteilen versucht. Im Gegenteil! Man steckt sich gegenseitig an und es vermehrt sich.“

Daniel Glattauer nimmt einen mit in einen scheinbar perfekten Urlaub: zwei befreundete, wohlhabende Familien, eine Villa in der Toskana, Prosecco, Antipasti, Sommer. Mit dabei ist Aayana, ein somalisches Flüchtlingskind, eingeladen als Begleitung für die 14-jährige Sophie Luise. ☀️ 🇮🇹 Doch dann geschieht eine Katastrophe … und plötzlich steht eine Frage im Raum, die man nicht wegschieben kann: Was ist ein Menschenleben wert? Und zählt jedes gleich viel? 🤷🏼‍♀️ Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Klarheit, mit der unsere privilegierte Gesellschaft seziert wird. 📖 Niemand bleibt unberührt, niemand wirklich unschuldig. Die Figuren wirken erschreckend real – gerade deshalb sind ihre Gedanken manchmal schwer auszuhalten. „Die spürst du nicht“ ist kein angenehmes Buch. Aber ein wichtiges. Eines, das lange nachhallt, weil es Fragen stellt, auf die man keine einfachen Antworten findet. Und weil es jenen eine Stimme gibt, die viel zu oft überhört werden. Ein Roman, der wehtut. Und genau deshalb gelesen werden sollte. 📚

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
21. Dez.
Rating:3

Eine Geschichte, die unter die Haut geht.

🌟🌟🌟 "Die spürst du nicht" von Daniel Glattauer hat mir ganz gut gefallen. Teilweise gab es Passagen die für mich ein bisschen zu gezogen waren. Die Thematik ist aktuell und erschütternd. Die Kapitel mit So Lu und die Flucht der Ahmeds waren für mich am spannendsten / bewegensten. Bei dem Schreibstiel musste ich erstmal etwas reinkommen, hat mir dann aber doch gut gefallen. Das Feeling beim lesen war teilweise erdrückend aber ich wollte auch gern wissen wie es weitergeht. 🫨 Das Ende kam für mich ziemlich schnell. Ich hätte es mir gern noch ausführlicher gewünscht, vorallem was So Lu und Pierre betrifft. Den Plottwist um Pierre habe ich gar nicht voraussehen können. Das fand ich wirklich gut. Wer harte Kost zum Nachdenken verträgt, dem würde ich das Buch empfehlen.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
4. Dez.
Rating:3.5

3.5 ⭐️; die Geschichte ist fundiert und greift viele wesentliche Aspekte auf. Jedoch ist die Sichtweise etwas zu wenig auf dem Opfer bzw. der Familie, vielleicht soll das stilistisch aber genau so sein. Ein auf jedenfall gutes Buch, wenn man generell am Thema interessiert ist.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
8. Nov.
Rating:3

Ich hatte zwiegespaltene Gefühle bei diesem Buch. Den Anfangsteil habe ich phasenweise kaum ausgehalten, weil der Autor den Rassismus der privilegierten Familie so deutlich wiedergibt. Hatte einige Male überlegt, das Buch wegzulegen. Ich bin mir noch nicht darüber einig, ob es notwendig ist, diesen Teil der Geschichte so zu erzählen, um die Situation zu verdeutlichen. Vermutlich ist es aber Absicht des Autors. Die Social Media Beiträge zwischendurch habe ich irgendwann übersprungen. Einerseits gefällt mir der Wechsel der Erzählart, im Buch haben die Kommentare für mich jedoch nichts hilfreiches zum Erzählen der Geschichte beigetragen. Die etwa letzten 100 Seiten haben mich sehr gepackt und habe ich in einem Rutsch vollends gelesen, weil ich es vor Spannung nicht weglegen konnte. Aber auch wenn es am Ende spannend war, bin ich unschlüssig, ob ich es eine gute Geschichte fand.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
14. Okt.
Rating:4.5

„Wenn sich Menschen auf die Flucht durch die halbe Welt begeben, dann muss ihre Not so groß sein, dass sie sogar in Kauf nehmen in fremden Gewässern auszutrocknen.“

In diesem sehr eindrücklich geschriebenen Buch geht es darum, dass ein junges Mädchen, welches nach Wien geflüchtet ist, in einem Sommerurlaub mit ihrer Freundin und deren Familie tragisch verunglückt. Und dem „was passiert danach“…. An sich ist der Tod eines Kindes bereits schon ein schweres Thema - dabei aber Migration, Flucht, Gefahren des Internets, Medien, Pubertät und Macht-Geilheit zusammenzubringen ist dem Autor echt richtig gut gelungen. Chapeau! Dann ist mittendrin diese leise unsichtbare Familie und omnipräsent die Frage, wie viel ist ein Leben eines geflüchteten Menschen denn wert? Einerseits ist dieses Buch total hart und ekelhaft aktuell inklusive all der Perversion, die den halbgaren Menschen ohne Empathie so in dem Kopf rum schwirren. Und andererseits ist es so zart und so gefühlsbetont geschrieben, dass man immer wieder auch seine eigenen Gefühle darin reflektiert. Einen halben Punkt Abzug gibt es wegen der medialen Unterbrechungen inkl. Kommentare die ich etwas anstrengend fand. insgesamt absolute Leseempfehlung - aber überhaupt kein leichtes Buch.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
29. Sept.
Rating:4.5

Ein sehr bewegendes Buch, das mich auf vielen Ebenen gepackt hat.

Das Thema ist weiterhin aktuell, sozialkritisch und wirft wichtige Fragen nach Verantwortung und unserem gesellschaftlichen Umgang miteinander auf. Es ist politisch aufgeladen (weiterhin leider noch sehr aktuell), regt zum Nachdenken an und bietet definitiv Stoff für Diskussionen im nächsten Buchclubtreffen. Der Erzählstil hat mir gut gefallen: Flüssig, mitreißend und stellenweise sogar humorvoll, sodass man trotz der Schwere des Themas auch mal schmunzeln kann. Ich habe beim Lesen geweint, war wütend und tief berührt.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
20. Sept.
Rating:4

Tolles Buch zu brandaktuellen Themen

„Die spürst du nicht“ hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist sehr fesselnd und ich habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Bemerkenswert fand ich zum einen, wie unterschiedlich die Beiteiligten mit Schuldgefühlen umgehen und sich gegenseitig kein Verständnis zeigen können. Zum anderen fand ich auch die Passagen aus den Online-Kommentaren der Zeitungsartikel gut getroffen, da sie eins zu eins die Realität abbilden. Herr Glauttauer greift in seinem Buch viele verschiedene Themen, wie Umgang mit Schuld, Flüchtlinge in unserer westlichen Gesellschaft, Gefahren der sozialen Medien und so vieles mehr, kritisch auf und regt so zum Nachdenken an. Eigentlich hatte ich mir das Buch für meinen Urlaub in Italien gekauft, da ich dachte, die Handlung würde sich in der Toskana abspielen. Dem war zwar leider nicht so, aber das soll mal nebensächlich bleiben.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
20. Sept.
Rating:4

Schonungslos – bewegend – aktuell

Daniel Glattauer hat mit „Die spürst du nicht“ einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht. Es ist eine Geschichte, die von einem schweren, traurigen und zugleich hochaktuellen Thema erzählt – etwas, das so oder so ähnlich jederzeit passieren könnte. Ohne zu viel zu verraten: Im Zentrum steht eine Familie, deren Urlaubsidylle jäh zerbricht. Was folgt, ist eine schonungslose Auseinandersetzung mit Verantwortung, Schuld, menschlichen Schwächen und gesellschaftlichen Fragen. Glattauer wählt dabei eine ungewöhnliche Erzählweise – mal direkt, mal sperrig, mal distanziert –, was den Roman sehr besonders macht. Gerade dieses „anders Geschriebene“ hat mich überzeugt, weil es perfekt zum Inhalt passt. Besonders beeindruckt hat mich, dass hier kein Blatt vor den Mund genommen wird. Die Figuren reden, denken und handeln oft schmerzhaft ehrlich, manchmal auch brutal direkt. Das macht die Lektüre stellenweise unbequem, aber gleichzeitig authentisch und sehr wirkungsvoll. Am Ende bleibt ein bedrückendes, aber wichtiges Gefühl zurück: Das Bewusstsein, dass das, was hier beschrieben wird, jederzeit Realität werden könnte. Ein Buch, das nachhallt, zum Nachdenken zwingt und gerade wegen seiner Schonungslosigkeit so lesenswert ist.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
8. Sept.
Rating:4

Über Verantwortung, Verlust und Schuld und das Gefühl, dass nichts mehr wie vorher sein wird

Daniel Glattauers Roman hat mich hineingezogen, ich konnte ihn kaum weglegen und war nach zwei Tagen durch. Er beschreibt in einer wunderbaren Art und Weise, was dieses Unglück in Menschen auslöst. Alle Beteiligten reagieren auf ihre eigene Art und Weise, mit Schuld, Verdrängung, Verleugnung der Wahrheit, Lügen, Vertrauen, Affektiertheit, Verletztheit, Ehrlichkeit, Traumatisierung, absolutem Lebenswillen. Er vergisst auch die eigentlichen Opfer nicht und schildert deren Entbehrungen, Brutalitäten auf demWeg aus der Heimat ins achso sichere Europa. #DieSpürstDuNicht #DanielGlattauer #Verantwortung #Realitätsflucht

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul
5. Sept.
Rating:3

Das Grundsätzliche der Geschichte ist nach den ersten paar Seiten erzählt. Das viele drum herum füllt dann den Rest aus. Für mich persönlich waren die ganzen Kommentare die mit ins Buch gepackt wurden unnötig. Dadurch hat es sich nicht mehr so schön lesen lassen. Zum Ende hin hab ich mir noch irgendwie etwas gewünscht, aber es kam nicht. Habe mir auf Grund der Rezensionen viel viel mehr versprochen.

Die spürst du nicht
Die spürst du nichtby Daniel GlattauerZsolnay, Paul