Was für ein wundervolles Buch. Man wird mitgenommen auf die Reise, ein Buch welches traurig aber zugleich auch mutig macht. Weiterzumachen wenn das Leben (unerträglich) schwere Wendungen nimmt.

✨💛Von Kerzentieren, Dichterfreunden, der Farbe Gelb. Von Gewittern, Schwertern, von Wehrhaftigkeit, von Scham für meinen Berufsstand. Von Steinen, von Sternen, von Nils. „Von Tod und Wut. Und Mut.“
✨💛Wie die meisten neige ich dazu, meine schlimmste Angst zu verdrängen. Für die Künstlerin Melanie Garanin und ihre Lieben wurde sie Realität: Ihr jüngster Sohn Nils verstarb auf tragische Art und Weise. Ihre Graphic Novel, die den Namen ihres Sohnes trägt, fiel mir nach der Lektüre ihrer neuesten Veröffentlichung „Mein Freund Rilke“ in die Hände. In „NILS. Von Tod und Wut. Und von Mut.“ widmet Garanin dem Dichter, in dessen Werk sie Trost fand, einige Seiten und die Wendung „Mein Freund Rilke“ fällt hier zum ersten Mal. Einer spontanen Eingebung folgend schafft sie zahllose Kerzentier-Zeichnungen - auch ihnen sind Seiten in der Graphic novel und ein eignes Buch gewidmet. Auch ich als Leserin brauchte Rilke und die Kerzentiere ganz bitterlich. Ich habe mit den Garanins gehofft, geweint, war von Nils bezaubert und habe es bis zur Mitte des Buches und wider vorherigen Wissens als Option ausgeschlossen, dass dieses Kind sterben könnte. Dass wie meine Oma ihre schlimmste Angst formuliert, „Die Reihenfolge nicht eingehalten werden könnte.“ - Und doch widerfahren in dieser Welt guten Menschen schlimme Dinge und nach dem Verlust von Nils bleiben Trauer und Wut. Hinzu gesellten sich Fassungslosigkeit und Scham für meinen Berufsstand. Melanie Garanin schildert in ihrer autobiografischen Graphic Novel, was sie zusätzlich zum eigentlichen Trauma im Umgang mit den medizinischen Institutionen erdulden musste. Ich kann allen meinen KollegInnen nur empfehlen, dieses Buch zu lesen und statt gekränktem Stolz, vor allem den Appell an uns daraus mitzunehmen, die uns Anvertrauten empathisch und mitmenschlich zu begleiten. ✨💛Dieses Buch gibt zwar der Trauer Raum, es gibt aber auch Hoffnung und lässt Ressourcen anklingen, mit deren Hilfe die Hinterbliebenen irgendwie weiter überleben können: Zusammenhalt, Naturverbundenheit, Kunst als therapeutisches Mittel und vieles Weitere. Es entsteht Mut und Zuversicht, auch wenn die Trauer für immer bleibt. 💛✨Garanin zeichnet und beschreibt das Leben wie es ist. Dabei sind ihre Illustrationen wie stets voll Liebe zum Detail und von hohem Wiedererkennungswert charakterisiert. Jedes Wort, jeder Strich trifft präzise genau den richtigen Ton und leistet seinen Beitrag zur Grundaussage. Mich beeindruckt das sehr. Garanin schafft es, das im Buch angeführte Zitat von Selma Lagerlöf umzusetzen: „Kein Mensch kann den anderen von seinem Leid befreien; aber er kann ihm Mut machen, das Leid zu tragen.“ Sie schenkt anderen Betroffenen diesen Mut. Auch wenn ich einer anderen anonymen Rezensentin nur zustimmen kann, indem ich sage: Ich hätte ihr so sehr gewünscht, dass sie dieses Buch nie hätte schreiben müssen.
Durch Zufall habe ich diese Graphic Novel entdeckt und sie hat mich wirklich umgehauen. Eine wahre Geschichte über Familie, Krankheit, Ärzte und den Tod eines Kindes. Unfassbar, herzzerreißend, hoffnungsvoll und wunderbar gezeichnet.
Das war meine erste Graphic Novel und ich mochte sie sehr. Es ist die wahre Geschichte von Melanie Garanin und ihrem jüngsten Sohn Nils, der im Alter von 3 Jahren gestorben ist. Ihre Trauer und Wut verarbeitet sie mit ihren Zeichnungen und dem Schreiben. Nils erkrankt an Leukämie, aber stirbt nicht daran, sondern an eine nicht erkannte Bauchspeicheldrüsenentzündung. Vielleicht hätte der Tod verhindert werden können, wenn die Ärzte die nötigen Untersuchungen gemacht hätten. Eine Strafverfahren wird eingestellt. Ganz viel Trauer ist hier zu sehen und zu lesen, aber auch Wut auf die Ärzte. Doch trotz all der Trauer, hab ich so viel Liebe zu Nils gespürt und den Zusammenhalt der ganzen Familie. Trotz ganz viel Dunkelheit , war am Ende ganz viel gelb und hell zu sehen.
Eine sehr rührende Geschichte, die leider nicht nur eine Geschichte ist, sondern ein echtes Schicksal, eine Sammlung von Erinnerungen, die lieber keine Familie hätte haben müssen.. ich musste beim Lesen Pause einlegen, schluchzen und schlucken (und meine Kinder drucken), es war dennoch genial umgesetzt, wichtig und lesenswert, mit wunderbaren Bildern, einer Prise Humor in den Illustrationen und einer Menge zum Nachdenken.. DANKE <3
"Ich hasse schweigen."
Genau aus diesem Grund entsteht diese Graphic Novel, die eine solche Wucht hat, dass sie mich gänzlich umgehauen hat. Melanie Garanin setzt darin ihrem verstorbenen Sohn Nils ein Denkmal. Sie trauert und lässt ihrer Wut freien Lauf, denn er hätte nicht sterben müssen. Nicht so früh. Es sind Fehler passiert, über die nicht geschwiegen werden darf. Mit unfassbarer Liebe zum Detail zeichnet und schreibt die Autorin sich alles von der Seele. Ich habe geweint, war wütend und habe gelächelt. So viele und so große Emotionen so unfassbar präzise zwischen zwei Buchdeckeln einzufangen ist eine große Kunst. Der Untertitel sagt eigentlich schon alles. Eine Geschichte "von Tod und Wut. Und von Mut."
So ein wunderschönes, tief trauriges und Mut spendendes Buch ❤️ schon jetzt ein Favorit von 2024
Okay krass. Meine erste Graphic Novel und gleich echt harte Kost. Ich war zu Beginn sehr verwundert über die Wut und Ablehnung, die mitschwang. Aber ab einem Gewissen Punkt konnte ich es verstehen (immerhin deutet der Titel darauf hin...).







