
Jugenderinnerungen
Als Kind und Jugendlicher war ich ein Comic-Nerd. Vor allem frankobelgische Comics hatten es mir damals angetan (Mangas wurden bei uns erst später populär). Besonders war ich Fan vom Comic-Zeichner André Franquin, dessen Alben ich verschlungen habe. Dazu gehörten auch die aberwitzigen Geschichten von Gaston Lagaffe, im deutschsprachigen Raum schlicht unter „Gaston“ bekannt. Vor einiger Zeit entdeckte ich bei uns in der Stadtbibliothek die Neuauflage der Gaston-Reihe, welche mit redaktionellen Seiten des Spirou Magazins ergänzt wurde. Für mich eine ideale Gelegenheit für einen Reread der gesamten Reihe - rund 37 Jahre nach meiner ersten Begegnung mit Gaston. Ich versuche, die Bände nach der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen. Ich bin zurzeit bei Band 3 und stelle fest, dass sie nichts von ihrer Spritzigkeit und ihrem Witz verloren haben. Für mich ist es eine Zeitreise in meine Kindheit und Jugend, und in eine Zeit, in der Comichelden ganz selbstverständlich an ihrem Arbeitsplatz geraucht haben.
