Band 2 hat mich emotional noch deutlich mehr mitgenommen als der erste. Die Geschichte wird düsterer, brutaler und gleichzeitig persönlicher. Besonders der Fall von König Richard und seine Hinrichtung waren stark inszeniert und haben gezeigt, wie gnadenlos die Rosenkriege wirklich sind. König Henry wirkt dabei extrem fromm und beinahe naiv – ein Herrscher, der eher betet als kämpft. Gerade dadurch merkt man umso mehr, wie dominant und einschüchternd Königin Margaret ist, die praktisch die eigentliche Stärke hinter dem Thron darstellt. Diese Dynamik zwischen den beiden war wirklich spannend zu lesen. Am interessantesten bleibt aber Richard. In diesem Band wird noch deutlicher, wie sehr er mit seiner eigenen Identität kämpft. Dass er weder eindeutig Mann noch Frau ist, macht ihn in dieser Zeit zu einem Außenseiter und bringt ihm Hass, Angst und Grausamkeit entgegen. Trotzdem beginnt Richard langsam, seinen eigenen Weg zu finden – vor allem auf dem Schlachtfeld. Die Kampfszenen wirken intensiv und fast poetisch, besonders wenn beschrieben wird, wie sich der Boden mit dem Blut seiner Gegner färbt. Auch die erste zarte Verbindung zu Anne Neville hat mir gefallen. Zwischen den beiden liegt etwas Seltsames, Melancholisches, das perfekt zur Atmosphäre des Mangas passt. Und dann taucht zum Ende hin auch noch Elizabeth auf, was die Geschichte nur noch spannender macht. Der Zeichenstil, mit dem ich anfangs Probleme hatte, gefällt mir mittlerweile richtig gut. Er passt perfekt zu dieser düsteren, tragischen Welt voller Wahnsinn, Krieg und Schicksal.
21. Mai2 days ago
Requiem of the Rose King 2by Aya KannoCarlsen







