16. Dez.
Rating:3

Max ist erst fünfzehn, als bei ihm Lymphknotenkrebs diagnostiziert wird. Obwohl er in seinem Alter eigentlich andere Probleme haben sollte, stellt er sich seiner Krankheit und beginnt den Kampf gegen den Krebs, den er auch gewinnt. Aber obwohl jetzt eigentlich alles wieder in Ordnung sein sollte, erkrankt er an noch einer anderen Krankheit. Schafft Max auch diesen Kampf? Das Buch ist mit seinen 200 Seiten ja relativ dünn, also habe ich mir schon gedacht, dass ich es schnell gelesen haben werde. So war es dann auch, denn ich konnte das Buch prima in einem Rutsch durch gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich daher zügig lesen. Max ist in der Pubertät und sein Leben besteht nur aus Fußball, Schule, seinem Nebenjob im Supermarkt und feiern mit seinen Freunden. Dabei wirft er natürlich auch den einen oder anderen Blick auf Mädchen. Als er dann mit seiner Diagnose konfrontiert wird, verhält er sich wirklich bemerkenswert. Natürlich ist er erst einmal geschockt und auch während der Chemo-Therapie hat er die einen oder anderen Zusammenbrüche, aber wer hätte das in seiner Situation nicht? Ich finde, er ist schon ziemlich gut an die Sache heran gegangen, hat von Anfang an daran geglaubt, dass er den Krebs besiegen kann und ist mit einer entsprechenden Kampfhaltung an das Ganze heran gegangen. Das fand ich echt beeindruckend, zumal ich immer im Hinterkopf hatte, dass diese Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen es um die verschiedensten Krankheiten ging – oft auch um Krebs – aber die gewünschten Emotionen sind in diesem Buch leider nicht so ganz übergesprungen. Ich bin also eher mit einer distanzierten Sichtweise durch das Buch gegangen und konnte nicht so richtig mitfühlen, wie ich es mir gewünscht hätte. Der zweite Teil des Buches hat mir leider nicht so gut gefallen. Max hat den Krebs besiegt und versucht nun sein Leben ganz normal weiter zu leben, wie vor der Diagnose. Auch wenn er sehr motiviert ist und gut an die Sache heran geht, gelingt es ihm nicht so gut und schließlich erkrankt er auch noch an Panikattacken und Depressionen. Dieser Teil war mir leider viel zu schwammig und ungenau. Man hätte vielleicht noch ein bisschen besser darauf eingehen können, wie auch auf die vorherige Erkrankung. Den Teil fand ich wiederum sehr informativ und interessant. Nichtsdestotrotz ziehe ich meinen Hut vor Roy Looman, der an diesem Buch mitgewirkt hat, denn es ist seine Geschichte, die hier erzählt hat und er kann wirklich stolz auf sich sein, was er alles geschafft hat. Ich empfehle dieses Buch trotzdem gerne weiter, denn es ist ein gutes, durchschnittliches Jugendbuch, auf einer wahren Begebenheit und da es auch kein großer Wälzer ist, verschwendet man nicht seine Zeit und kann sich auch gut auf die Geschichte einlassen.

Krebsmeisterschaft für Anfänger
Krebsmeisterschaft für Anfängerby Edward van de VendelCarlsen