♥️🐺Das Mädchen und der Wolfsjunge - spannend und abwechslungsreich 🌖⚔️
Ein gutes Buch für zwischendurch. Am Anfang etwas schleppend aber es wird mitreißender!
Kurze Zusammenfassung der Geschichte:
Die Protagonistin trifft durch "Zufall" auf einen etwas sonderbaren Jungen und verliebt sich. Der Junge ist bei Wölfen aufgewachsen und wurde dann von einem reichen Geschäftsmann und seiner Familie aufgenommen. Die beiden werden ein Paar und schon bald braucht er Hilfe von ihr. Sie, blind vor liebe, sieht nicht welche Fehler sie begeht, bis sie plötzlich ein Baby entführt hat und mit jenem in Lebensgefahr schwebt.
Generell finde ich die Story gut, aber sie wird für meinen Geschmack nicht detailreich genug erzählt. Ich kam am Anfang gar nicht wirklich mit und als sie plötzlich zusammen waren, hatte ich das Gefühl etwas verpasst zu haben. Ich würde das Buch Menschen empfehlen, denen Abenteuer wichtiger als die Liebesgeschichten dahinter sind 😅🙈
Für mich war das Buch ein netter Snack für zwischendurch, den man nach dem Lesen kurz verarbeiten muss, aber wer weiß, vielleicht wird es dein Lieblingsbuch🤷♀️😉
Viel Spaß beim Lesen ❤️
Eigentlich nicht meine Genre, aber erfrischend anders! Eine Liebesgeschichte, die (view spoiler) und bei der einem gezeigt wird, dass man seinen Verstand nicht hinter die Gefühle stellen sollte. Hat mich gut unterhalten mit überraschenden Wendungen und Stellen, die mich echt kopfschüttelnd zurückgelassen haben. Spannende Geschichte!
Von Anfang an ist mir Lucy van Smits atmosphärische Wortwahl sehr positiv aufgefallen. Sie beschreibt die wilde Landschaft Norwegens und das raue Klima so perfekt, dass man sich die Schauplätze sehr real vorstellen kann.
Ihr Schreibstil hat etwas sogartiges, so dass man unbedingt wissen möchte, wohin all das führt, obwohl die Geschichte selbst mit jeder Seite abstoßender wird.
Die 15-jährige Nell ist mit ihrem Vater und ihrer Schwester Harper von England nach Norwegen gezogen. Die Familie hofft, dass die Ärzte dort Harpers seltene Krebserkrankung heilen können. Auch wenn die 18-jährige schwerkrank ist, ist sie ein Charakter, gegen den ich schnell eine sehr starke Abneigung entwickelt habe. Sie misshandelt ihre kleine Schwester physisch und psychisch und ist einfach nur boshaft. Der Vater ist Alkoholiker und selbsternannter Prediger. Auch er schreckt vor Gewalt nicht zurück. Seine Auslegung der Bibel erinnert an sektenartiges Gedankengut und er tyrannisiert seine Familie , insbesondere Nell, mit seinem Konzept für ein gottesfürchtiges Leben.
Nell ist für ihr Alter sehr stark, aber sie ist es gewöhnt, enttäuscht und im Stich gelassen zu werden.
Eines Tages lernt sie den Wolfsjungen Lukas kennen. Sie glaubt, die große Liebe gefunden zu haben und ist von seiner Perfektion überzeugt, wie es wohl nur ein Teenager sein kann. Dabei übersieht sie völlig, wie dieser sie manipuliert, ihr sogar bewusst schadet. Es passt in das Raster ihres Lebens. Sie glaubt, ihrer gewalttätigen Familie zu entfliehen und schlittert in ein noch größeres Disaster.
Die Geschichte ist überwiegend aus Nells Perspektive geschrieben und ich habe mich manches Mal über ihre Sprunghaftigkeit in Bezug auf ihre Gefühle und ihre Handlungen gewundert, dann fiel mir wieder ein, dass sie gerade erst 15 Jahre alt ist. Nell beginnt als naives, unterdrücktes Mäuschen und entwickelt sich zur Kämpferin, die alles riskiert, um den Fehler, den sie ahnungslos begangen hat, wieder auszubügeln. Diese Entwicklung war sehr interessant zu sehen. Auch Lukas ist ein faszinierender Bösewicht. Obwohl er selbst noch nicht volljährig ist, ist er dennoch bereits ein Psychopath, der durch seine Verbundenheit zu den Wölfen zu einem interessanten Charakter wird.
„The hurting“ macht Lust auf Winter, auf Norwegen und auf Wölfe. Gleichzeitig ist der Roman so spannend geschrieben, dass man ihn kaum aus der Hand legen kann.
Der Klappentext hat nicht zu viel versprochen. Mindestens.
Jetzt schon eines meiner Highlights 2023, obwohl es mein erstes Buch des Jahres ist!
Erwartet habe ich eine Teenieromantasy a la Twighlight, weswegen es zu lange auf meinen SUB lag.
Die Kulisse hat mich fasziniert, die Liebesgeschichte ihren Extremen gleich hin- und hergerissen. Und das Drama hat mich auf eine Achterbahn durch die Zeilen geschickt.
Obwohl es teilweise von Toxik nur so klebt, konnte ich letzlich einige Dinge verstehen.
Das egoistische Verhalten Nells Mitmenschen ihr gegenüber scheint nicht nur unfair, sondern auch unverständlich. Schließlich opfert sie nicht nur ihre Träume, sondern hält auch mehr als ihre zweite Wange hin.
Doch die Autorin spielt nicht nur mit ihren Figuren ein fieses Spiel - wir Leser bleiben nicht unverschont. Eine Wendung jagt die nächste mit ein paar Prisen Kitsch und ausgekippten Bechern voller Drama.
Es gab wenige Unstimmigkeiten & Absurditäten. Unterm Strich hab ich alles abgenommen. Zusätzlich fand ich toll, dass die Charaktere sich entwickeln durften - wenn auch nicht unbedingt zu ihrem besten .
Die anfänglichen Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Ob es die norwegische Landschaft, die Schicksalschläge, die Intrigen oder die intensive Spannungskurve war ....dieses Buch steht für sich und lässt mich wohl noch ein paar Tage nicht los!
Bei The Hurting hat mich besonders das Setting angesprochen, also natürlich abgesehen von dem Klappentext. Es klang nach einem spannenden Jugendbuch, welches in Norwegen spielt, und so war mein Interesse geweckt.
Nell hat es wirklich nicht leicht, sie muss ihre gewohnte Umgebung in England verlassen und mit ihrem trinkenden Vater, der gerne von Gott predigt und ihrer krebskranken Schwester nach Norwegen ziehen. Die Mutter hat die Familie schon vor Jahren verlassen, laut Nells Schwester trägt sie die Schuld daran, weil sie als Baby so viel schrie. Ja ihr merkt schon, Harper, ihre Schwester ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, genauso wenig wie ihr Vater oder die verschwundene Mutter.
Abgesehen von Nell, die sehr viel gibt, glänzen die anderen Charaktere durch ihren Egoismus. Was von der Autorin so beabsichtigt ist, damit die Geschichte funktioniert, es mir aber etwas schwer gemacht hat, weil mir das Verhalten der anderen sehr auf die Nerven ging. Nell lässt sich wirklich viel gefallen und wirkt gerade im Bezug auf Lukas auch oft naiv.
Wobei man dies durchaus auch verstehen kann. Da kommt dieser gut aussehende junge Mann daher mit seinem Wolfsmantel, er ist ungewöhnlich und sticht aus der Masse heraus. Und er interessiert sich ausgerechnet für Nell. Endlich sieht sie mal jemand und sie verliert sich in dem verliebt sein. So kommt es auch zu einigen Entscheidungen, die weitreichende Konsequenzen haben...
Ich fand die Geschichte sehr spannend und fesselnd erzählt. So wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Nicht alles erschien mir so logisch bzw. haben mir an manchen Stellen noch mehr Erklärungen gefehlt. Was ich toll fand war, wie Norwegen als Setting eingebracht wurde, die Menschen und auch die Kultur dem Leser etwas näher gebracht wurde. Und auch das Wolfsthema fand ich klasse.
Fazit:
Ein sehr spannendes und fesselndes Jugendbuch.
Das Setting und auch der Bezug zu den Wölfen fand ich toll.
Lukas war interessant dargestellt und auch Nell mochte ich.
Die egoistischen Charaktere haben mich zwar manchmal an meine Grenzen gebracht, und manches wurde mir nicht gut genug erklärt, aber davon abgesehen habe ich die Geschichte gerne gelesen.
4,5 Sterne
Inhalt:
Seit ihrem Umzug von Manchester nach Norwegen fühlt sich Nell einsam. Ihr Leben wird durch die Pflege ihrer an Leukämie erkrankten Schwester Harper komplett absorbiert. Lediglich der Kontakt zu ihrem besten Freund Dom, der in England verblieben ist, hält sie aufrecht. Mit Engelszungen redet Dom auf Nell ein. Sie soll ihren Traum wahrmachen und mit ihren selbstgeschriebenen Songs ins Flugzeug steigen, um an einem großen Wettbewerb in ihrer vormaligen Heimatsstadt teilzunehmen. Wie gerne würde Nell auf Dom hören. Doch nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat, flüchtet sich der Vater in den Alkohol und einen fanatischen Glauben.
Nachdem Nells Vater ihr die Teilnahme am Wettbewerb verboten hat, bleibt Nell nur noch ein Weg. Sie schleicht sich davon. Doch ihre Reise findet ein jähes Ende, als sie in einem Kaufhaus mit einer Packung Lachs in der Tasche erwischt wird. Nell ist sich sicher, dass sie zwar an den Fisch gedacht, ihn aber nicht geklaut hat. Doch wie konnte das passieren? Als kurz darauf ein Junge Fotos von ihr macht, bekommt sie Panik. Der Diebstahl ist in den Medien! Ihr Vater wird fuchsteufelswild sein. Die Kaufhausdetektivin lässt ebenfalls nicht mit sich reden. Doch plötzlich ertönt ein Feueralarm und der Junge mit dem Fotoapparat steht an ihrer Seite und rettet sie. Er möchte ihr helfen, den Flieger nach England noch rechtzeitig zu erreichen.
Lukas, so sein Name, hat all das, was Nell fehlt. Er hat keine Angst, er stellt sich den Hürden des Lebens, ohne mit der Wimper zu zucken. Er zeigt ihr, dass alles möglich ist. Nell hat vielleicht nie an Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Doch plötzlich scheint es sie eiskalt erwischt zu haben. Kurze Zeit später findet sich Nell mit Lukas an ihrer Seite und einem Baby im Arm mitten in den Wäldern Norwegens wieder. Wie konnte es dazu kommen und wer ist dieser Junge an ihrer Seite überhaupt, in dessen Nähe sie sich so lebendig und zugleich auch so verletzlich fühlt?
Im Detail:
Seitdem Nells Mutter die Familie für einen anderen Mann verlassen und ihre Schwester Harper an Leukämie erkrankt ist, ist Nells Leben auf den Kopf gestellt. Der Vater verliert sich im Alkohol und im Glauben. Seine Trauer lässt die Menschen seiner Umgebung fast an ihm verzweifeln.
Seine ganze Liebe richtet er auf die kranke Tochter, für Nell bleibt nur noch die Wut und die Trauer, die er in seinem Herzen trägt. Auch Harper lässt ihren Frust Tag für Tag an Nell aus. Beim Verabreichen der Spritzen kneift sie ihre Schwester so sehr, dass diese blaue Flecken bekommt. Immer wieder verrät sie Nells kleinen Geheimnisse an den Vater, um darauf zuzusehen, wie dieser die Schwester bestraft. Doch Nell bleibt an der Seite ihrer Familie. Bis zu diesem einen Tag.
Es scheint kaum verwunderlich, dass sich Nell kurze Zeit später Hals über Kopf in einen Jungen verliebt, einen Silberstreifen am Horizont, ein Schlupfloch für ihre Misere. Lukas ist für Nell da, wenn sie ihn am dringensten braucht. Als Lukas Nell dann um einen Gefallen bittet, zögert diese nicht lange. Doch dieser kleine Gefallen ist es, der das Mädchen an den Abgrund führt.
Schon früh im Buch wird dem Leser etwas klar, was Nell durch ihre rosarote Brille noch gar nicht sehen kann und will: Die Dimension der Abgründe, die sich in ihrem neue Freund auftun.
Dieser Abgrund ist es, der schon früh für Gänsehaut sorgt. Nach und nach schafft es Lukas einen Faden um Nell zu spinnen, so dass diese immer mehr in sein Spinnennetz gerät und sich plötzlich in einem Abenteuer wiederfindet, aus dem sie eigentlich nur flüchten möchte.
Das Verhalten von Nells Mitmenschen ist auf einen bisweilen schwer zu ertragenden Egoismus zurückzuführen, der nahe an der Grenze zum Narzismus verläuft. Wut ist hier der Katalysator für eine unschöne Charakterentwicklung.
Es gibt auch noch ein kleines Baby, das eine große Rolle in dieser Geschichte spielt. Auch Lille Ulf ist nicht nur niedlich und zuckersüß. Ganz im Gegenteil: Er schreit, er stinkt und er fordert das, was ihm zusteht. Doch Lille Ulf zeigt, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt: So sehr Nell dieses Kind verflucht, so sehr sie sich von ihm distanzieren möchte, so sehr wächst es ihr auch bald ans Herz.
Mit der Rolle des Babies in der Geschichte ist Lucy van Smit ein großer Wurf gelungen. Das liegt vor allem daran, dass die Figur nicht nur echter Charakter, sondern mehr eine leere Projektionsfläche für alle ist, die sich um ihn herumbewegen. Lille Ulf spiegelt mit seiner Impulsgesteuertheit, mit der Art wie er darauf drängt, dass seine Bedürfnisse erfüllt, Charakterzüge der anderen Figuren wieder.
Fazit:
Lucy van Smit schafft mit „The Hurting“ einen düsteren, durchweg spannenden Roman. Handwerklich gekonnt beschwört die Autorin unheimliche, rätselhafte düstere Bilder. Als Hauptcharakter fungiert ein Mädchen, das einfach immer nur an die falschen Menschen zu geraten scheint. Anstatt am Leben zu zerbrechen, gelingt es Nell jedoch, sich voranzukämpfen. Ihre Opferbereitschaft kennt kein Ende. Eine Opferbereitschaft für Menschen, die unwürdig scheinen und ihre Liebe wohl nicht verdienen. Ihre Liebe scheint aber eine Gnade, ja ein Geschenk zu sein.
Wer das Buch liest, möchte nicht mehr darauf verzichten, zu lieben und geliebt zu werden.
Buchzitate:
Er lacht über ihr Temperament, wirft das Messingfeuerzeug in die Luft und ist gespannt, auf welcher Seite es landet. Kopf, ich rette sie – Zahl, ich lasse es bleiben. Die Seite mit dem Wolfskratzer liegt oben. Zahl.
Ich bin schockverliebt in das Cover und nachdem ich die Geschichte gelesen habe, passt es für mich auch perfekt dazu.
Der Schreibstil ist gut und er lässt sich sehr flüssig lesen. Mir hat es auch gefallen wie der Wechsel der Sichtweise der Protagonisten gemacht ist.
Die Story ist so gut, es gab einige Wendungen die mich staunend zurück gelassen haben.
Das Buch wird mich auch eine Weile nicht los lassen weil es so anders war. Es geht um ein Mädchen welches mehr als naiv ist.
Ich finde es auch super wie sich Nell am Ende selber reflektiert, und trotzdem war ich einige Male geschockt, was sie so für ihn macht. Obwohl ich auch ganz klar sagen muss das Nell es nicht leicht hat, ich finde ihren Vater einfach nur unmöglich. Was er mit seiner Tochter macht grenzt an Misshandlung.
Ich denke ich kann das Buch mehr als nur weiterempfehlen.