Gute Idee, aber was wollte der Autor mit der Geschichte ausdrücken?
Ich habe Death innerhalb von 3 Tagen durchgelesen und bin ehrlich gesagt immer noch ein bisschen ratlos.
In der Geschichte geht es um eine Droge namens „Death“. Wer sie nimmt, stirbt innerhalb einer Woche, erlebt dafür aber angeblich die intensivste, beste Woche seines Lebens. Das Ganze entwickelt sich schnell zu einem gesellschaftlichen Phänomen und wirft viele Fragen auf. Zum Beispiel was Menschen dazu bewegt, "Death" einzunehmen und wer sich das überhaupt leisten kann.
Die Geschichte an sich fand ich gut. Es ging Schlag auf Schlag, unnötige Längen gab es für mich nicht.
Mir ist bewusst, dass das Buch Themen wie Konsum- und Kapitalismuskritik aufgreift. Aber ganz ehrlich? So richtig weiß ich am Ende trotzdem nicht, was mir die Geschichte eigentlich sagen wollte…
Was mich zusätzlich etwas rausgebracht hat, war die Erzählperspektive. Es wird zwischen mehreren Figuren gewechselt, aber ohne klare Kennzeichnung oder Ankündigung. Das hat mich jedes Mal kurz verwirrt und aus dem Lesefluss gerissen.
Generell bietet Death extrem viel Interpretationsspielraum und ich glaube, das muss man mögen. Für mich war es dadurch schwer nachvollziehbar.
Eine wirklich starke Dystopie, die sich damit auseinandersetzt, wie Jugendliche mit einer immer düster werdenden Welt umgehen. Death ist wie ein Suizid… nur dass man danach noch ne Woche weiterlebt. Gesellschaftskritisch und auch hoffnungsvoll ist die Geschichte, die einem das Gefühl gibt, dass es manchmal gar nicht so viel braucht, bis es zu einer Revolution kommt…
Aufwühlend und erfrischend anders. Death ist mehr als ein spannendes Buch!
Meinung
Schlicht! Mehr muss man zu dem Cover nicht sagen. Obwohl es so einfach ist, hat es Wiedererkennungswert und bleibt im Kopf.
Der Hauptspielort des Buches ist in Manchester, England. Für mich sehr interessant, denn da war ich noch nie und ich habe auch noch kein Buch gelesen, wo es darin vorkam. Ich fand die Gestaltung der Kulissen des Buches sehr bildlich. Ich konnte mir ziemlich gut vorstellen, wie die großen Villen, das Hotelzimmer, die Häuser und so weiter ausgesehen haben. Das lag daran, dass Burgess nur grobe Raumzüge genannt hat und der Rest sich von selbst im Kopf zusammengebaut hat.
Lizzy und Adam (Ad’s) sind die Hauptcharaktere in dem Buch, nicht wie ich zuerst vermutet habe, Jimmy Earl der Rockstar.
Die beiden sind ein ziemlich ungleiches Paar, sie kennen sich seit dem Kindergarten, sind nur Freunde, sie ist Reich und er lebt in ärmeren Verhältnissen, sie hat alles, was sie braucht und er träumt davon, eines Tages ein Fußballstar zu werden. Im Buch erleben und durchleben beide eine gefährliche Reise, welche unvermeidbar ist.
Jess ist der Bruder von Adam und auch dieser Charakter war sehr wichtig für die Geschichte, wobei ich sagen muss, dass dieser mich am meisten gestört hat.
Die Personen im Buch waren lebendig beschrieben und ich hatte den Eindruck, sie seien echt. Die Emotionen und Eindrücke, die sie hatten, haben komplett auf mich gewirkt und sind angekommen. Ich konnte jeden Gedanken nachvollziehen und mir wurde sehr schnell bewusst, dass die Droge, Death, ziemlich fatale Auswirkungen hat.
Burgess’ Schreibstil ist sehr locker, aber betonend. Alles, was er schreibt, dem wird noch mal Nachdruck verliehen. Er nutzt häufig nur kurze Sätze und einzelne Worte, was dem ganzen einen ziemlich dringliche und auch bedrückende Stimmung verleiht. Es war eine stetige Spannung spürbar, die nicht mehr loslassen wollte. Ich fand auch die Wortwahl sehr angemessen, die Rede, ständig von der Revolution und die Jugend. All das war einfach eine Perfekte Mischung von allem!
Ich kann so viel zu dem Buch sagen, aber es würde einfach zu viel vorwegnehmen. Ich möchte auch nicht lange herumfackeln. Ich hab diesen Einzelband verschlungen und kurzzeitig gedacht, dass auch ich auf Death bin, wie sie im Buch so schön sagen.
Bewertung
Spannende Geschichte, aktuelle Lage, junge Leute, paar seltsame Charaktere, die mich etwas gestört haben. Ich gebe diesem Buch dennoch 5 von 5 Schreibfedern, da es im Gesamtpaket wieder gestimmt hat und mich überzeugen konnte.
Fazit
Wer auch gerne mal auf Death sein möchte, ist hier genau richtig. Revolution ist ein großes Wort und Verzweiflung spielt auch eine große Rolle. Ein Jugendbuch, ein Thriller der Spannung verspricht und auch wenige Stunden danach noch im Kopf herumschwirrt. Empfehlung an Interessierte, Jugendbuch begeisterte – die speziell in Richtung Drogen und junge Menschen suchen. Die sind hier genau richtig.
Jeder spricht über Death. Eine Droge, die einem die beste Woche seines Lebens schenkt, alles ist möglich. Nur erlebt man den 8. Tag nicht mehr.
Bei Adam geht gerade alles drunter und drüber. Sein Bruder ist tot und seine Freundin hat ihn verlassen. Er muss seinen Traum Fußballer zu werden aufgeben um Geld zu verdienen, da seine Familie sonst nicht über die runden kommt. Nicht eben das was er sich von deiner Zukunft erhofft hat. Adam hat nichts zu verlieren und die beste Zeit seines Lebens in greifbarer Nähe.
'DEATH' ist ein spannender Jugendroman der in einer gesellschaftlichen Dystopie spielt, könnte man vielleicht sagen.
Ich finde, die Story würde ganz gut umgesetzt. Die Handlung entwickelt sich relativ schnell. Es passiert viel, auch aus verschiedenen POV's.
Leider wird nur an der Oberfläche gekratzt. Ich hätte mir gewünscht mehr über die gesellschaftlichen Vorgänge im Laufe des Buches, vor allem dem Ende, zu erfahren.
Die Charaktere fand ich jetzt nicht unbedingt sympathisch aber auch nicht komplett daneben. Würden diese mir im echten Leben begegnen, würde ich wohl nichts mit ihnen zu tun haben wollen. Der Protagonist Adam hat definitiv seine Ecken und Kanten, trifft mal mehr oder weniger blöde Entscheidungen, das meiste davon auf Droge.
Neben dem Protagonisten Adam gibt es auch einige wichtige Nebencharaktere aus deren POV wir die Geschichte auch erleben können.
Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Ich konnte das Buch gut und flüssig lesen. Für die Zielgruppe von Jugendlichen definitiv passend.
Ich habe hier nicht an den Seiten geklebt aber es war dennoch spannend. Vorallem zum Ende hin. Die ein oder andere überraschende Wendung gab es auch.
Alles in allem ein gutes Jugendbuch. Leider hat hier ein bisschen was an Tiefe gefehlt aber die Idee hat mir sehr gefallen.
Sie schlucken die teuren Pillen, haben eine Woche Spaß und sterben dann. Auf einem Konzert beendet so ein Sänger sein Leben, und die Revolution beginnt. Gegen die Regierung und die Einkommens Schere zwischen arm und reich.
Dabei fehlte mir der dystopische Aspekt doch sehr. Wenn damit auf dem Klappentext geworben wird, erwarte ich halt eine Dystopie. Leider erfährt man wenig über die Welt. Im Fokus steht hier eher Adam und Lizzie und ihr Umgang mit der Situation.
Die Charaktere mochte ich irgendwie nicht. Wirkte Lizzie noch nachvollziehbar waren die männlichen Charaktere alle eher schwach. Sie handelten ekelhaft. Auch Adam war einfach nur fies zu Lizzie. Egoismus war hier einfach die Tagesordnung.
Mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme. Die Perspektivwechsel waren irgendwie schwierig nachzuvollziehen. Ich brauchte vor allem am Anfang immer bis ich nachvollziehen konnte aus welcher Perspektive ich das Geschehen grad verfolge.
Ich LIEBE es! Die Geschichte bleibt seit Jahren in meinem Kopf. Diese Einstellung der jungen Leute zum Leben.. Die brillante Idee von "Death". Für mich für jeden eine Leseempfehlung. 🥰
Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten. Es ist weiß und hat in fast schon giftgrüner Farbe den Titel des Buches von oben nach unten stehen. Es ist nicht aufwendig, aber irgendwie auffällig und passend zum Buch.
Direkt am Anfang machen wir Bekanntschaft mit der Droge Death und was es mit dieser Droge auf sich hat. Denn Jimme Earle, ein Superstar, hat diese Droge zu sich genommen und am Tag des Konzertes, wo unsere beiden Hauptprotagonisten Adam und Lilly zu Gast sind, ist auch gleichzeitig das Ende des Superstars, denn er hat die kleine Pille mit dem Totenkopf geschluckt und hatte nach der Einnahme noch eine Woche zu leben. Live erleben Adam und Lilly, sowie jede Menge anderer Jugendliche, den Tod Jimmy Earles mit. Und als sie aus dem Gebäude kommen, ist noch was ganz anderes zugangen.
Eine Revolution gestartet durch den Tod des Superstars und dabei die kostenlose Verteilung der Todespille.
Für Adam und Lilly ist das alles verdammt aufregen. Besonders für Lilly, denn diese wohnt wirklich behütet und im reichen Teil des Landes. Adam hingegen muss mit seiner Familie schauen, wie sie über die Runde kommen. Nur der Bruder bringt etwas Geld heran, um die Familie zu ernähren und die laufenden Kosten zu decken.
In der Hinsicht scheint Adam ein wenig egoistisch zu sein. Er denkt nur an sein Fußball, seinen eventuellen Erfolg. Egal, wie oft er schon abgelehnt wurde von welcher Mannschaft auch immer.
Doch im Laufe der Geschichte passiert etwas tragisches für Adam und seine Familie. Sein Bruder ist gestorben und Adam ist so verzweifelt, dass er irgendwann auch Death schluckt. Ab diesem Moment fangen beide Protagonisten mir ehrlich gesagt ein wenig auf die Nerven zu gehen.
Natürlich kann ich Lilly verstehen, dass sie Adam in allem unterstützen will, wie es nur geht. Und ich kann auch Adam verstehen, dass er gerade unter Einfluss der Droge alles mögliche erleben will, auf seiner "Liste" alles abhaken will. Trotzdem fangen die beiden mich in dieser Phase richtig an ein wenig zu nerven.
Trotz allem ist diese Story wirklich eine tolle Idee, für mich hat nur ein wenig was an der Umsetzung gefehlt. Die Beziehung zwischen dem reichen Töchterchen und dem armen Jungen, hätte wirklich meiner Meinung nach in Verbindung mit dieser Drogengeschichte interessanter sein können, und auch das drumherum.
Alles in allem möchte ich diese Geschichte aber auch nicht zu schlecht bewerten, denn es liegt ein guter Grundsatz hinter der Ganzen Sache, die gerade vielleicht auch Jugendlichen mal darüber nachdenken lässt, was Drogen alles anrichten können und was alles passieren kann. Gerade auch vor Augen gehalten, das Death wirklich zeitlich begrenzt ist, bis der Tod wirklich vor der Tür steht.