Seltsame Dinge passieren in London. Immer wieder verschwinden Kinder und werden nie wieder gesehen. Die 11-jährige Lyra macht sich auf die Suche und die Spuren führen in den hohen Norden, in die Welt von Eis und Schnee, in eine Welt, in der Hexen, gepanzerte Eisbären und andere Wesen zu Hause sind.
Eigentlich als Kinder- und Jugendbuch geschrieben, ist dies ein Werk, an dem man auch im Erwachsenenalter seine Freude hat. Seite für Seite bin ich gespannt Lyras Abenteuern gefolgt, habe mit ihr gehofft und gebangt und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Dank des wunderbaren Schreibstils des Autors ist man schnell in Lyras Welt, die der unseren ein wenig ähnelt, eingetaucht und hat sie bildlich vor Augen.
Lyra habe ich sofort geliebt. Sie ist ein neugieriges, freches, intelligentes und warmherziges Mädchen, das einem sofort ans Herz wächst.Zudem liefert das Buch sehr interessante Nebencharaktere.
Die Handlung geht schnell vorwärts, hat keine unnötigen Längen und ist ungemein spannend.
Und für alle Hörbuch-Begeisterten: Das Hörbuch wurde von Rufus Beck gelesen. Ihm zu lauschen, ist immer ein Genuss, da er auf einzigartige Weise die Welt und die Figuren zum Leben erweckt.
Ich bin begeistert und kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Lesen!
Für mich hat die Reise erst begonnen und ich werde so bald wie möglich in Lyras Welt zurückkehren. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht.
Der goldene Kompass (Buch 1 von 3) - Zwischen Staub und Eis: Eine Reise in den Norden
Mit dem Auftakt seiner Trilogie hat Philip Pullman ein Werk geschaffen, das die Grenzen zwischen Jugendliteratur und philosophischer Erzählkunst virtuos verwischt. Die Geschichte beginnt im altehrwürdigen Oxford, wirkt jedoch durch die Existenz der Dæmonen – der menschlichen Seele in Tiergestalt – sofort wunderbar fremdartig. Als die junge Lyra Belacqua in eine gefährliche Verschwörung um entführte Kinder und das mysteriöse Phänomen des „Staubs“ gerät, beginnt eine Reise, die sie bis in die eisigen Weiten des Nordens führt.
Die besondere Stärke des Romans liegt in seiner dichten Atmosphäre. Pullman beschreibt das Klirren der Panzerbären und das unheimliche Leuchten der Aurora Borealis so lebendig, dass man die arktische Kälte förmlich auf der Haut spürt. Dabei scheut er sich nicht, unbequeme Fragen über die Kirche, den freien Willen und den Verlust der Unschuld zu stellen. Lyra ist dabei keine klassische Heldin; sie ist gerissen, manchmal arrogant und eine begnadete Lügnerin, was sie jedoch zu einer der authentischsten Figuren des Genres macht.
Kritikpunkte gibt es für mich im Mittelteil. Dort verliert die Erzählung zeitweise an Tempo, wenn die politischen Verstrickungen zwischen den verschiedenen Fraktionen und die philosophischen Hintergründe zu viel Raum einnehmen. Diese Passagen bremsen den Lesefluss etwas aus, bevor es zum Finale wieder spannender wird. Insgesamt ist es aber ein gut konstruierter Fantasy-Roman. Daher für den ersten Teil 8 von 10 P.
(Ein Band aus meinem Bestand)
Der erste Band der Reihe konnte mich begeistern! Zugegeben, die Geschichte um Lyra fängt sehr langsam an, aber als Panserbjørn endlich auftauchte hatte die Geschichte mich! Panserbjørn ist mein absoluter Lieblingscharakter. Von diesem Punkt an hat die Geschichte mich gefesselt, ich habe mit den Figuren mitgelitten und die Geschehnisse gingen mir ans Herz. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert. Für die vollen 5 Sterne hätte es für mich einen anderen Anfang benötigt. Aber die Arktis, Iorek, die freundlichen Hexen und zahlreichen Dämonen dieser Welt haben es mehr als wieder wettgemacht! Bin unendlich froh, diese Geschichte endlich gelesen zu haben! Mache gleich mit Teil 2 weiter
SUB Leiche Abbau
Die Geschichte beginnt langsam, zieht sich in der ersten Hälfte, gewinnt aber ab der zweiten Hälfte enorm an Tempo. Lyra gerät in gefährliche Machenschaften mächtiger Institutionen, trifft auf Hexen, Panserbjørne und Lord Asriel, und entdeckt das Geheimnis des „Staubs“. Die Handlung ist spannend, teilweise brutal, und zeigt eine Welt, in der Wissenschaft, Religion und Macht oft Grausamkeit rechtfertigen.
Der goldene Kompass ist der Auftakt von Philip Pullmans His Dark Materials-Trilogie und begleitet die junge Lyra auf eine Reise, die als scheinbar klassisches Abenteuer beginnt und sich zunehmend zu einer vielschichtigen, düsteren Geschichte über Macht, Glauben, Wissenschaft und Freiheit entwickelt.
Lyra wächst am Jordan College in Oxford auf, ohne ihre Eltern zu kennen. Ihre Welt ähnelt unserer sehr – mit vertrauten Orten, politischer Ordnung und wissenschaftlichen Institutionen –, unterscheidet sich jedoch in einem zentralen Punkt: Jeder Mensch besitzt einen Dæmon, ein tierisches Seelentier. Dæmon und Mensch sind untrennbar miteinander verbunden, spüren die Gedanken und Gefühle des anderen und können sich nicht weit voneinander entfernen, ohne große Schmerzen zu erleiden. Bei Kindern wechseln die Dæmonen ständig ihre Gestalt, erst im Erwachsenenalter nehmen sie eine feste Tierform an.
Als immer mehr Kinder verschwinden und Lyra selbst in die Machenschaften mächtiger Institutionen gerät, führt ihr Weg in den hohen Norden – zu Hexen, Panzerbären, geheimen Forschungsstationen und schließlich zu Lord Asriel. Dort stößt sie auf das große Rätsel des sogenannten „Staubs“ und auf eine Kirche, die versucht, mit brutalen Mitteln Kontrolle über Wissen, Menschlichkeit und Entwicklung zu erlangen.
Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Vorstellung der Dæmonen. Die Idee eines Seelentiers, das einen Menschen begleitet, widerspiegelt und ergänzt, ist wunderschön und emotional sehr stark. Diese enge Verbindung macht viele Szenen eindringlicher und schmerzhafter zugleich – vor allem dort, wo genau diese Verbindung gewaltsam zerstört wird.
Die dargestellte Welt ist äußerst vielfältig: gepanzerte Eisbären (die Panserbjørne), Hexenclans, fremdartige Technologien, frühe Luftfahrt und wissenschaftliche Experimente treffen auf religiöse Dogmen. Besonders die Kirchenkritik ist deutlich und nicht subtil – und meiner Meinung nach auch sehr treffend. Die Kirche wird als machtbesessene Institution gezeigt, die Wissenschaft instrumentalisiert und moralische Grausamkeiten rechtfertigt.
Gerade hier wird das Buch jedoch auch problematisch in seiner Einordnung. Einerseits ist Lyra klar als Kind geschrieben: naiv, impulsiv, emotional, oft unbedacht. Andererseits ist die Geschichte stellenweise extrem brutal: blutrünstige Kämpfe zwischen Eisbären, das Verspeisen roher Innereien, grausame Experimente an Kindern mit teils tödlichem Ausgang. Für ein klassisches Kinderbuch ist das zu hart – für jugendliche Leser ab 14 oder 15 Jahren ist Lyra wiederum vielleicht zu kindlich. Dieser Zwiespalt hat mich beim Lesen mehrfach irritiert.
Hinzu kommt, dass Lyra als Figur nicht immer konsistent wirkt. Je nach Situation ist sie entweder sehr kindlich-naiv oder erstaunlich erwachsen und strategisch klug. Manchmal hatte ich das Gefühl, ihr Charakter wird der Handlung angepasst – je nachdem, ob gerade ein Fehler nötig ist oder eine clevere Lösung. Das hat es mir schwer gemacht, sie durchgehend greifbar zu finden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der lange, zähe Anfang. Die erste Hälfte des Buches zieht sich stark, ohne dass wirklich viel passiert. Erst ab der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf – dann allerdings so sehr, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Diese unausgewogene Struktur ist einer der Hauptgründe, warum es für mich keine höhere Bewertung geworden ist.
Die Panserbjørne haben mich besonders begeistert – ich liebe Eisbären, und ihre Darstellung als stolze, tragische, ehrgetriebene Wesen ist faszinierend. Auch wenn sie moralisch keineswegs eindeutig gezeichnet sind, gehören sie zu den eindrucksvollsten Elementen der Geschichte.
Die letzten Kapitel empfand ich jedoch als etwas enttäuschend. Zu viele Ereignisse passieren sehr schnell, während gleichzeitig viele Fragen offenbleiben. Natürlich ist es der Auftakt einer Trilogie, aber das Ende wirkte auf mich dennoch überhastet.
Vergleiche mit Tolkien halte ich für überzogen. Pullman schreibt ideenreich und mutig, erreicht aber weder die sprachliche Brillanz noch die epische Komplexität eines Herrn der Ringe. Teilweise brechen Szenen sehr abrupt ab, fast so, als fehlten die Worte – wobei das auch an der Übersetzung liegen könnte.
Trotz aller Kritik ist Der goldene Kompass ein starkes, atmosphärisches Buch mit großartigen Ideen, einer faszinierenden Welt und vielen Denkanstößen. Es hat mich gefesselt, irritiert, begeistert und manchmal auch ratlos zurückgelassen. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte in den nächsten Bänden weitergeführt wird.
Der erste Teil der "His dark materials"-Trilogie spielt in einem Paralleluniversum, das auf einem technischen Stand ist, wie er bei uns Ende des neunzehnten Jahrhunderts herschte. Lyra Belacqua lebt in Oxford an einem der Colleges. Ihr Vater, Lord Asriel, ist ständig auf Forschungsreise, über ihre Mutter weiss sie nichts. Als die atemberaubende Mrs. Coulter auftaucht und Lyra unter ihre Obhut nimmt, erhält sie vom Rektor des Colleges ein wertvolles Geschenk, ein Alethiometer. Dieses Gerät, dass dem Eingeweihten die Antwort auf alle Fragen zu geben vermag, will auch Mrs. Coulter in ihren Besitz bringen. Lyra flieht und bricht auf, um zu Ihrem Vater zu gelangen, der in der Arktis forscht.
Das erste Buch der Trilogie lässt sich noch am leichtesten in ein Genre einordnen, nämlich der Gattung Fantasy, insbesondere Steam-Punk. Es werden jedoch auch hier bereits Andeutungen gemacht, dass die Dark-Materials-Trilogie mehr als seichte Unterhaltung ist, insbesondere die Rolle der heiligen katholischen Kirche ist nicht sehr positiv dargestellt.
Spannender und ungewöhnlicher Schreibstil (vor allem für ein Jugenbuch), ur coole Protagonistin (überhaupt weil sie erst 11/12 ist!), liebenswerte und hassenswerte Nebencharaktere, außergewöhnlich abenteuerliche Story! Ich hab das Buch seeeeeehr genossen! ♡ aber fieser Cliffhanger am Ende!
Nachdem ich "His Dark Materials 0: Über den wilden Fluss" gelesen hatte, hatte ich Lust die Trilogie noch einmal als Hörbuch zu hören. Ich empfehle unbedingt die Bände nicht als Hörbuch zu hören, sondern zu lesen.
Rufus Beck ist ein toller Sprecher, aber soviele Personen mit nur einer Stimme darzustellen ist eine zu große Anforderung. Insbesondere wenn Rufus Lyra, ein zwölfjähriges Mädchen, ihren Dæmon Pantalaimon und ihren Freund Roger spricht, gefiel mir seine Stimme nicht. Aber auch die Stimme mit der er die Hexen darstellt fand ich nicht gut.
Wunderbare Graphic Novel, die fantastische Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen.
Wunderschöne, aufwendige Illustrationen. Ich habe mir Band 2 und 3 schon bestellt. Muss unbedingt weiter lesen.
Große Leseempfehlung!
Eine gelungener Auftakt dieser Reihe.
Obwohl oder vielleicht auch genau weil ich es für ein Jugendbuch Recht brutal finde, hat es mir ganz gut gefallen. Es ist eine Recht leichte Lektüre, da vieles immer wieder erklärt wird und somit eigentlich kaum Fragen offen bleiben. Es ist ein spannender read für zwischendurch. Man kann sich gut berieseln lassen ohne was zu verpassen.
Man muss sich im klaren sein, dass das Buch schon sehr alt ist und auch vom Stil her eher in der früheren Zeit spielt. Es spiegelt sich eine typische Rollenverteilung was Sexualität und Geschlechterrolle angeht wieder und ich musste doch Recht oft die Augen verdrehen.
Aber da ich das bei solchen Werken gut überlesen kann hat es mich nur minimal gestört.
Worüber ich auch gerne mehr erfahren würde sind die Daemonen. Ich find diese Idee der treuen Begleiter einfach wundervoll und hätte gerne selbst einen.
Das Ende hat mich jedoch zwiegespalten zurückgelassen.
Ich werde dem zweiten Teil aber definitiv lesen. Und je nachdem wie viel Raum das am Ende angesprochene Thema einnimmt bin ich gewillt weiterzulesen oder abzubrechen.
Aber für mich gibt es für diesen ersten Teil doch eine klare Empfehlung für jeden Fantasy-Liebhaber, der in eine fantastische Welt eintauchen will, die Spaß macht, aber nicht zu komplex ist.
Prilagodjavam se Goodreadsovom objasnjenju ocjenjivanja, odnosno 2 zvjezdice je It was okay. Sto i jeste bilo. It was okay. Doduse, na stranu sto sam imao nevjerovatno visoka ocekivanja, opet ne treba zaboraviti da je ovo u stvari pisano za djecu, iako je Pullman u ovih 400+ strana uspio da popljuje vjeru i crkvu kao instituciju na tako neprimjetan nacin, da bi mu samo zbog toga dao ocjenu vise.
Nije mi se dopala knjiga, ali lagao bi kad bi rekao da me ne zanima kako se nastavlja prica. Pa... vidjet cu.
2*
Sehr spannend, sehr mystisch.
Ich mag die Charakteren, das Setting und die Einzigartigkeit.
Auch wieder ein Buch, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es mir so gefallen wird. Manchmal hatte ich mit dem "Staub" und diese physikalischen Erklärungen Probleme, aber trotzdem konnte ich der Geschichte immer folgen.
Ich hatte irgendwie erwartet, dass mich dieses Buch fesselt, aber die Magie blieb irgendwie aus.
Es dümpelte so vor etwas zäh vor sich hin und ich wurde erst beim Kampf der Eisbären wirklich aufmerksam. Dies war allerdings dann auch ganz schön brutal. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil lag, denn die Geschichte hat eigentlich wirklich Potenzial und auch das Worldbuilding und Setting hat mich angesprochen. Ich kann nicht genau sagen, was mir gefehlt hat, aber ich gehe jetzt ganz nüchtern mal an Teil 2 und 3.
Ein rundum gelungenes Fantasy-Abenteuer für ältere Kinder und Jugendliche, das auch was für Erwachsene ist. Ich wurde sehr positiv überrascht und freue mich auf Band 2.
Vielleicht bin ich zu alt für das Buch aber es war einfach nur komisch.
Das ganze Thema um die Kirche war total unpassend, für ein Kinder/Jugendbuch dazu auch noch ziemlich brutal.
„Der goldene Kompass“ ist ein Fantasyroman, der das Genre eher anders angeht: realistischer, intensiver und maschineller.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Stricktheit der Charaktere. Die Protagonistin (Lyra) wird endlich mal ihrem Alter entsprechend geschrieben und handelt somit auch wie eine 12-Jährige. In vielen Roman habe ich bei jungen Protagonisten immer das Gefühl, das sie alle frühreif sind. Die Charaktere im allem waren auch sehr vielschichtig und vielfältig. Besonders gut hat mir aber das Woldbuilding gefallen. Etwas vergleichbares hab ich im Fantasygenre noch nicht gelesen. Klar sprechende Tiere und Hexen gibt es oft aber die Idee mit dem Dæmonen und dem Staub ist schon ganz originell . Man kann sich also auf eine klomplexe vielschichtige Geschichte freuen, die Politik, Wissenschaft, Religion und Gesellschaft miteinbettet. Für viele Plottwists, philosophische Grundsatzfragen und Dramatik kann ich garantieren!
Ich habe irgendwie eine spannende Geschichte für Kinder erwartet, vielleicht weil die Protagonistin auch noch ein Kind ist. Aber dass die Handlung sich mit der Zeit so stark in eine düstere Richtung bewegt, hätte ich nicht gedacht. Mich hat das Buch innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen. Die Welt, welche der Autor erschaffen hat, scheint so endlos und ich hab das Gefühl, dass in den nächsten Teilen noch einiges mehr an fremden Welten auf uns zu kommt.
Es ist das erste Buch, was ich von Philip Pullman gelesen/ gehört habe und der Schreibstil sagt mir sehr zu. Auch die Wortwahl war sehr angenehm.
Für mich ist es definitiv keine Kindergeschichte, aber ich freue mich sehr auf den zweiten Teil.
Rezension zu Der goldene Kompass – oder: Wenn dein bester Freund ein sprechender Marder ist
Also mal ehrlich – wer hat sich noch nie gewünscht, dass der eigene Seelenverwandte ein sprechendes Tier ist, das ständig dabei ist und einem auch noch Kontra gibt? Genau das passiert in Der goldene Kompass! Die Idee, dass ein Teil deiner Seele außen rumläuft, flauschig ist und manchmal motzt wie deine Mutter beim Zimmer aufräumen – genial! Ich mein, mein innerer Dämon wäre wahrscheinlich ein Pand mitsamt der Tollpatschigkeit.
Lyra, unsere Heldin, beginnt als freche Göre mit mehr Neugier als Überlebensinstinkt. Aber hey – genau das macht sie so sympathisch. Im Laufe der Geschichte mausert sie sich zur cleveren Abenteurerin mit Mut, Herz und einem Talent dafür, genau dann rebellisch zu sein, wenn’s am gefährlichsten ist. Charakterentwicklung? Check. Hätte ich auch gern in der Pubertät gehabt.
Die Story? Ein wilder Ritt mit Luftschiffen, sprechenden Eisbären (ja, RICHTIG gelesen!) und einem goldenen Kompass, der einem alles sagt – außer wie man ihn korrekt liest. Spannung? Meistens. Es gibt ein paar Dellen im Plot, wie bei einer Achterbahn nach dem dritten Looping, aber hey – du steigst nicht aus, weil du wissen willst, wie’s weitergeht.
Und jetzt mal im Ernst: Kindern ihre Dämonen abschneiden zu wollen?! Was zur Hölle? Das ist nicht "Harry Potter mit Bären", das ist düstere Fantasy mit einer Portion Gänsehaut. Ich meine – wer denkt sich sowas aus? "Lass uns mal schauen, was passiert, wenn man Leuten die Seele rausschneidet!" Spoiler: nichts Gutes!
Fazit: Der goldene Kompass ist ein charmant verstörendes Fantasy-Abenteuer mit Magie, Moral und Mardern. Und wenn du fertig bist, wirst du dich fragen: Was wäre mein Dämon – und wie würde er heißen?
Ich hab den goldenen Kompass schon als Kind gelesen und geliebt und das Buch fühlt sich einfach nach Zuhause an. 🥰 Ich mag das Worldbuilding sehr gerne, Lyras Welt ist ähnlich zu unserer, allerdings ein bisschen mit Steampunk-Elementen durchzogen, was mir sehr gut gefällt. Die Handlung geht ständig und schnell voran, es gibt keine langweiligen Stellen und der Schreibstil ist allgemein stimmig.
Für ein Jugendbuch finde ich es an manchen Stellen ein bisschen brutal, was zu der Zeit noch kein Problem war. Inzwischen hab ich das Gefühl, sind die Jugendbücher ein bisschen weichgespülter.
Eine große Leseempfehlung für den Auftakt einer tollen Trilogie, die man auch als Erwachsener gut lesen kann!
A wonderful story that takes you on an incredible journey in a world similar but yet so very different from ours. I was easily captivated and had difficulties putting it down. Looking forward to how the adventure continues...
Dieses Buch habe ich wie schon bei Gemeinsam Lesen erwähnt, habe ich dieses Buch von Babs bekommen und es vor ein paar Tagen angefangen zu lesen.
Ich habe von dem Film gehört, ihn selbst aber nie wirklich gesehen und auch die Bücher sind mir durchaus ein Begriff, aber ob es mich genauso fesseln konnte, wie alle andere, lest ihr hier.Der goldene Kompass ist Band 1 der Reihe, welche Phillip Pulman "His Dark Materials" nennt. Der Band dreht sich hauptsächlich um die 12jährige Lyra, welche im Jordan College zu Oxford aufwächst.
Sie erlebt eine Kindheit, wie sie schöner nicht sein könnte, bis zu dem Moment, an dem sie ein Gespräch zwischen ihrem Onkel und einigen Lehrern aus ihrem College mitbekommt. Vpn da an ändert sich alles und sie will mehr über das herausfinden, worüber die Männer geredet haben und als zusätzlich auch noch vermehrt Kinder in der Gegend verschwinden, gibt es für Lyra kein halten mehr. Sie muss helfen und vorallem ihren Freund Roger retten, welcher ebenso in die Fänge der Entführer gelangt ist.
In Lyras Welt hat jeder seinen persönlichen Dämon, ist streng mit ihm verbunden. Es ist untersagt, den Dämon eines anderes zu berühren und stirbt der Mensch, stirbt der Dämon innerhalb kürzester Zeit, ebenso anders rum.
Zusammen mit ihrem eigenen Dämon Pan macht sich Lyra auf eine gefährliche Reise um die Welt, um zusätzlich ihren entführten Onkel zu retten, ohne zu wissen oder zu ahnen, dass sie überhaupt erst der Schlüssel zu allem ist.
Lyra hat mir als Charakter ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Oftmals hatte ich das Gefühl, nicht einer Zwölfjährigen gegenüber zu stehen, sondern einer Erwachsen. Ihre Handlungen und Worte konnte ich oftmals gar nicht nachvollziehen und gerade die Streiche, die sie anderen in ihrer Kindheit am College und in der Stadt gespielt hat, fand ich auf eine Art und Weise einfach nur.. naiv und auch dumm.
Sie wächst während des Buches zwar noch über sich hinaus, aber dennoch konnte ich mich mit ihr einfach nicht richtig anfreunden.
Mit ihrem Dämon Pan dafür umso mehr. Er war mir schlichtweg sympatisch der kleine Kerl und zusammen erleben die beiden so manches Abenteuer, welches sie sich so niemals hätten erträumen können.
Einige der Charaktere fand ich wirklich gut durchdacht und auch realitätsnah, aber bei anderen hätte ich am liebsten einfach nur das Buch zugeklappt, um nichts mehr davon lesen zu müssen.
Der Schreibstil war anfangs etwas holprig zumindets für mein Empfinden und ich habe allgemein nur schwer in das Buch gefunden.
Vielleicht lag es an meinen zu hohen Erwartungen, vielleicht lag es daran, dass ich mit Lyra einfach nicht warm geworden bin, aber für mich persönlich habe ich eher das "Kann man lesen, muss man aber nicht.", - Fazit gewonnen, denn meiner Meinung nach ist das Grundgerüst wirklich gut durchdacht, aber an der Umsetzung ist es bei mir gescheitert, als dass es mich hätte wirklich fesseln können.
Die Geschichte beginnt damit, dass Lyra heimlich an einem Vortrag teilnimmt, wo sie etwas über Staub erfährt. Dieses Thema fasziniert sie so sehr, dass sie seither an nichts anderes mehr denken kann. Doch kurz darauf muss sie das College, an dem sie wohnt, verlassen und fortan bei einer Frau leben, die ihr Angst bereitet und die auch etwas über den Staub zu wissen scheint.
Gleichzeitig verschwinden in Lyras Umgebung immer mehr Kinder. Ob die Frau wohl etwas damit zu tun hat? Was ist der wahre Grund, dass Lyra bei ihr wohnt und von ihr lernen soll?
Schon auf den ersten Seiten war ich gefangen von den Geschehnissen und vom Schreibstil.
Jeder der menschlichen Bewohner hat einen eigenen Daemon, der die Gestalt wechseln kann. Aber nur, solange man noch Kind ist – später wählt der Daemon eine endgültige Form aus, die den Charakter wiederspiegelt.
Ebenfalls wollte ich wissen, was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat und warum diese entführ werden.
Es gab mehrere spannende Momente, die es schwer gemacht haben, das Buch wegzulegen. Ein paar Szenen haben zwar langwierig gewirkt, doch wurden hier stets sehr interessante Erkenntnisse vermittelt, die zum Nachdenken anregen.
Auch wenn es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, würde ich es eher etwas älteren empfehlen. Denn manche der beschriebenen Kampfszenen sind etwas brutaler angehaucht und Zigaretten, Kaffee und Alkohol sind selbst für Kinder Grundnahrungsmittel.
Leider fand ich die letzten Kapitel des Buches nicht ganz so gelungen. Zu schnell haben hier die Handlungen stattgefunden und zu viele Fragen blieben offen.
Bleibt daher zu hoffen, dass diese in den kommenden Bänden beantwortet werden.
Philip Pullmans Der Goldene Kompass entführt die Leser in eine faszinierende Welt voller Magie, Wissenschaft und Abenteuer. Die junge Lyra Belacqua wächst in einem alternativen Oxford auf, in dem jeder Mensch von einem sprechenden Tierwesen, einem Dæmon, begleitet wird. Als ihr bester Freund verschwindet, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in den Norden, wo sie in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und unerwarteten Verbündeten gerät.
Nach einem etwas holprigen Einstieg hat mich die Geschichte vollkommen gepackt. Die Welt ist komplex, aber unglaublich atmosphärisch, und Lyra ist eine starke, kluge Hauptfigur. Besonders beeindruckt hat mich die Mischung aus philosophischen Fragen und spannender Handlung.
Bisher kannte ich nur den Film. Ich wollte die Bucheihe jetzt auch mal lesen, um endlich zu erfahren, was genau hinter dem Staub steckt und wie es denn nun weiter geht.
Der Film hatte mir bereits tatsächlich schon sehr gut gefallen. Es sind jedoch noch sehr viele Fragen natürlich offen geblieben.
Diese Frage wurden im 1. Teil der Buchreihe tatsächlich schon beantwortet.
Das Buch war natürlich etwas anders und detailreicher als der Film, worauf man sich natürlich auch wieder drauf einlassen musste.
Jedoch war ich am Anfang sehr schockiert darüber, wie Gewalt ereilt die Erwachsenen gegenüber der Kinder sind. Hier wird mit einem gebrochenem Arm vom Onkel gedroht und hier wiederum wird man als Kind von der Mutter mehrmals geohrfeigt.
Da das natürlich im Film nicht so war, kam das sehr überraschend.
Dies hat sich jedoch zum Glück nicht durch das komplette Buch gezogen.
Das Buch hatte manche Längen, die im Film aus gutem Grund auch etwas abgekürzt wurden.
Dennoch hat mir das Buch aufgrund der vielen weiteren Erläuterungen besser gefallen. Man weiß jetzt hinterher so viel mehr über die eigentliche Thematik. Dies ist wahrscheinlich auch dem geschuldet, weil der Film früher endete und das Buch von der Story noch etwas weiter ging.
Ich bin sehr gespannt auf den 2. Teil!
Ich bin ratlos wer denn nun die Zielgruppe des Autors darstellen soll. Für ein Kinderbuch zu brutal, für ein Erwachsenen- oder Jugendbuch zu plump geschrieben. Als YA geht es aber wohl noch am wahrscheinlichsten durch.
Mit 12 oder 13 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal angefangen. Die phantastische Steampunkwelt mit einer jungen, weiblichen Protagonistin entsprach genau meinem Leseschema. Umso enttäuschter war ich, dass ich überhaupt nicht mit dem Schreibstil klar gekommen bin und gelangweilt abbrach. Mehr als 20 Jahre später habe ich das Buch zwar durchgelesen aber der Stil ist weiterhin der Grund weshalb ich keine Begeisterung aufbringen konnte und die Reihe auch nicht weiter verfolgen werde. Mit 13 wusste ich noch nicht recht was genau mich daran stört. Heute kann ich sagen, dass es sprachlich einfach zu dürftig ist. Ich erwarte keine große Prosa von einem Jugendbuch aber verglichen mit anderen Werken aus diesem Genre, bspw. Harry Potter, liegen Welten dazwischen.
Ich vermute als Film oder vielleicht auch als Hörbuch könnte ich die Reihe mehr genießen.
Denn die Charaktere sind im Gegensatz zu vielen phantastischen Jugendbüchern eher ungewöhnlich und interessant. Sowohl die kindliche Protagonistin als auch die erwachsenen Personen sind sehr ambivalent dargestellt und entsprechen nicht dem klassischen Schwarz-Weiß-Schema. Nur sind es auch genau diese vielen Grauschattierungen die das Buch für Kinder vollkommen ungeeignet machen. Kindermärchen teilen nicht umsonst strikt nach Gut und Böse ein.
Unabhängig davon für wen die Buchreihe nun passt, werden im ersten Band einige Themen aufgegriffen die Potential für eine interessante Auseinandersetzung bieten. Um wirklich beurteilen zu können wie geschickt diese umgesetzt und vielleicht auch aufgelöst werden, ist es vermutlich notwendig die weiteren Bände zu lesen. Daher kann ich die aufgeworfenen ethischen Dilemmata, sowie mögliche Beweggründe der Charaktere nur bedingt bis nicht diskutieren.
Richtig umgesetzt kann ich mir die Bücher gut als Filmvorlage vorstellen. Nachvollziehbar dass HBO eine Serie daraus produziert hat. Da ich kein Serienfan bin, fällt das für mich leider raus.
Das 12jährige Waisenmädchen Lyra lebt am College in Oxford. Als ihr Onkel Asriel zu Besuch kommt und für eine Expedition in den hohen Norden wirbt, hofft sie, dass er sie mitnimmt. Auch sie ist fasziniert von den Bildern, die er dem Rat gezeigt hat: eine Stadt im Himmel, die in einer anderen Welt liegt. Er lehnt ihre Bitte allerdings ab. Doch dann verschwinden plötzlich Kinder. Als es auch ihren besten Freund Roger trifft macht sie sich selbst auf die Suche und gelangt auf eigene Faust in den Norden. Was sie dort findet ist ebenso grausam wie erschreckend.
🏙️
Richtig gut gefallen haben mir die sogenannten „Dæmonen“, welche die Seele in Tiergestalt repräsentieren. Jeder Mensch hat einen solchen tierischen Begleiter als Freund und Beschützer. Bei Kindern können diese sogar noch die Gestalt wandeln. Wie cool ist diese Vorstellung denn bitte?
🐾
Die Geschichte spielt in einer Parallelwelt zu der unsrigen. Wir finden hier einige Steampunk-Elemente, was ich immer sehr interessant finde.
🧭
Ich muss zugeben, dass ich die Geschichte teilweise ein bisschen unübersichtlich und unzusammenhängend empfunden habe. Es gab ein paar Zeitsprünge und Ortswechsel, denen ich nicht ganz folgen konnte. Das hätte man vielleicht besser (oder überhaupt) kennzeichnen können.
😵💫
Bei den Illustrationen bin ich auch etwas hin- und hergerissen. Diese stammen von dem französischen Comiczeichner Clément Oubrerie. Die Umgebung, Landschaften und die Atmosphäre fand ich wunderschön eingefangen und dargestellt. Auch die Dæmonen und Eisbären haben es mir angetan. Die Menschen, vor allem ihre Gesichter haben mich aber leider nicht so überzeugen können.
👨🏻🎨
Es handelt sich um den Auftakt einer Trilogie und eine Neuauflage von Philip Pullmans Bestseller, der hier in eine Graphic Novel übertragen wurde. Übrigens gibt es dazu auch eine Fantasy-Serie, die „His Dark Materials“ heißt. Der erste Teil wurde 2007 ebenfalls verfilmt.
🍿
Ich habe lange gebraucht, doch was lange wert…
Das Buch hat einige Längen & durch die Erzählperspektive blieben viele Charaktere neben Lyra teilweise ziemlich blass. Dennoch war es spannend & mal etwas ganz anderes. Sicherlich weil das Buch schon älter ist und damals weniger darauf geschaut wurde was gerade im Trend ist, sondern worüber mam wirklich erzählen möchte und das merkt man. Kenne den Film und freue mich nun ihn nach Jahren ergänzend erneut anzusehen, bin gespannt Vergleiche ziehen zu können. Schade das man in dieser Ausgabe die Folgebände nicht mehr bekommt, nur in anderen Varianten, aber ich habe vor die Reihe dennoch irgendwann fortzusetzen.
Ich kannte bisher nur den Film, bin nun sehr froh, das Buch gelesen zu haben ❤️ bin gespannt was Lyra noch so erleben wird, nachdem sie schon so viel durch machen musste
Als Kind war ich ganz besessen nach diesem Buch, zu verübeln ist es mir nicht, ich mag es noch immer, habe ich heute noch festgestellt.
Tiefe Freundschaft, Verbundenheit, Dämonen, atemberaubende Grundidee, naja und eine ziemlich sonderbare Familienzusammenstellung haben das Buch noch um einiges besser gemacht.
Es passiert so unfassbar viel in diesen knapp 450 Seiten (weiß gerade nicht mehr wie viele es sind) das das auch gut Stoff für weitere Bücher gewesen wäre, umso glücklicher bin ich dass es noch mehr Bücher in dieser Reihe gibt (bei denen ich noch kein Wiederholungstäter bin)
Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wieso nur 3,5 Sterne, wenn es ihr doch so gut gefallen hat. Ich glaube es liegt einfach daran, dass ich eben mit mehr Erwartungen, von meiner Einschätzung von früher her, ziemlich “erdrückt” wurde.
Dennoch ist es ein sehr gutes Buch, was auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist!
Ich hätte auch gerne einen Dæmonen an meiner Seite wie Lyra
Ein toller erster Band für alle die Tiere, Abenteuer, Geheimnisse, Intrigen und Freundschaften Lieben, einfach Perfekt.
Ich kannte bis jetzt immer nur den Film, ich hatte mich immer geärgert, warum es keinen weitern teil gibt, jetzt weiß ich es, das Buch ist 100 Mal besser wie der Film.
Die Dæmonen, die Eisbären, Hexen, intriegen, Verrat, Freundschaft, Familie und all das kommt in dem Film viel zu kurz.
Auch Lyras reise um die Wahrheit des Geheimnis des Nordens ist viel aufregender. Alles ist so durch dacht, vorallem wie Die Dæmonen mit in den Glaube gezogen wurden. Nun bin ich sehr gespannt wie es mit dem Geheimnis weitergeht und freue mich auf Band 2.
Sehr gute Triologie!
Ich habe sie sehr gerne gelesen!
Spannend und unterhaltsam.
Für Fantasyleser ein Muss. Wahrscheinlich auch schon den meisten bekannt.
Trotzdem hier nochmal eine Empfehlung für alle, die die Bücher noch nicht kennen.
Die Serie ( nicht der Film) hat mir auch gut gefallen und die Schauspieler waren perfekt ausgesucht für mich.
Ich habe den Film noch nicht gesehen. Bin dementsprechend "frisch" in das Franchise eingestiegen. Habe aber schon ein paar mal in Rezensionen gelesen, dass dieses Buch eines der wenigen ist, bei denen die Verfilmung besser ist. Nachdem ich jetzt das Buch als Hörbuch gehört habe, kann ich mir das tatsächlich gut vorstellen.
Die Handlung an sich wäre interessant, aber der Schreibstil ist meiner Meinung nach grauenhaft und viel zu zäh. Kapitel werden unnötig lang ausgedehnt und vieles wird erst recht spät erklärt. Wenn dann doch mal was erklärt wird, ziehen sich die Erklärungen endlos hin. Das Buch besteht gefühlt zur Hälfte nur aus Erklärungen. Diese sind zwar nötig bei so einer komplexen Welt, aber dadurch ist das ganze Buch einfach sehr langatmig und besteht zum Teil nur aus Info-Dump.
Ich hatte auch durchgehend Schwierigkeiten, mit den Charakteren Sympathie aufzubauen. Einerseits mochte ich Lyras Verschlagenheit und Intelligenz, aber teilweise fand ich ihre Aufmüpfigkeit auch sehr anstrengend. Bei Iorek fiel es mir ebenfalls schwer, mit ihm mitzufiebern, da er ein ausgestoßener Mörder-Bär ist, der anscheinend seine Aggressionen nicht im Griff hat und Konflikte nur mit Gewalt lösen will oder kann. (Tolle Botschaft für Kinder!)
Ich bin generell erstaunt, dass dieses Buch ein Kinderbuch sein soll. Dafür ist es meiner Meinung nach fast zu brutal und auch sehr komplex. Ich habe viel darüber nachgedacht, ob mir das Buch als Kind oder Jugendliche besser gefallen hätte. Sicher kann ich das natürlich nicht sagen, aber ich glaube eher nicht. Den Zauber, den z.B. die Harry Potter-Bücher oder auch die Narnia-Reihe für mich früher verströmt haben, konnte ich bei diesem Buch gar nicht fühlen. Auch wenn die Sache mit den Daemonen ziemlich cool war. (Hat mich aber ein bisschen an Pokemon erinnert.)
Ich glaube auch, dass ich die Geschichte cooler gefunden hätte, wenn man sich nur auf die Daemonen und deren Herkunft konzentriert hätte, anstatt auch noch hundert andere Stränge über die Panzerbären, Hexen, Parallelwelten, den Staub, die Erbsünde, etc. aufzubauen. Hat die ganze Geschichte einfach unnötig verworren gemacht. (Ich krieg schon allein beim Aufzählen dieser ganzen Handlungsstränge Kopfschmerzen.)
Warum sollte man sich auch auf einen einzigen roten Faden konzentrieren, wenn man stattdessen viele verschiedenfarbige Fäden einfädeln kann, bis man ein verworrenes Knäuel aus tausend Fäden hat, bei dem man nicht weiß, wo was hingehört?
Was den Sprecher des Hörbuchs, Rufus Beck, angeht, fand ich seine Stimme an sich gut, aber in Angesicht dessen, dass er mit seiner tiefen Bass-Stimme die 12-jährige Protagonistin Lyra vertont, total deplatziert. War für mich sehr gewöhnungsbedürftig, weibliche Rollen mit so einer tiefen Männer-Stimme zu hören. Bei den Panzerbären hat das sehr gut gepasst, aber die hatten nicht so viele Auftritte und Text im Buch, als dass sich die Platzierung allein dafür lohnen würde. Vielleicht wäre da eine zweite, weibliche Sprecherin von Vorteil gewesen.
Unterm Strich kann ich leider den Hype um das Buch nicht ganz nachvollziehen. Die Handlung ist viel zu verworren und konfus, der Schreibstil langatmig, die Hauptfiguren teilweise unsympathisch und der Sprecher für die Rolle eines kleinen Mädchens unpassend.
Schade, ich hatte mir mehr erhofft und wäre gerne auf den Hype-Train aufgesprungen.
Ich werde mir den Film zum Vergleich noch anschauen. Die anderen Bände will ich mir nicht zumuten.
Gegen Ende wird es spannend und man kann sich gut in das Kind Lyra hineinfühlen. Dass jeder Mensch einen Daemon hat ist echt cool. Ich bin gespannt was in den nächsten Bänden noch passieren wird, obwohl ich das mit dem Staub und dem anderen Universum nicht ganz verstehe.
Ich kann dieses Buch schlecht beschreiben. Es spielt in einer Welt, die ähnlich ist wie unsere aber doch sehr anders. Sehr viel mystischer.
Es geht um ein kleines Mädchen namens Lyra. Als um sie herum immer mehr Kinder verschwinden, macht sie sich von ihrem beschaulichen Leben auf um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen.
Lyra ist nicht wie viele Hauptfiguren recht glattgebügelt. Es wird einem nicht aufgedrückt sie zu mögen. Sie ist kantig, frech und schlagfertig. Und grade das macht sie dann so sympathisch. Sie und ihr Dæmon Panthalaimon wachsen einem schnell ans Herz und man folgt den beiden gerne auf ihrem Abenteuer.
Ich brauchte etwas, um in die Welt reinzukommen, weil wenig erklärt wird und man sich Stück für Stück diese Welt selbst erarbeiten muss. Grade das lässt einen dann aber auch nicht mehr los und man will wissen, was es mit all diesen Geschehnissen auf sich hat.
Mir gefällt auch die anklingende Religionskritik, die sich im weiteren Verlauf wohl verstärken soll.
Ich freue mich sehr auf die weiteren Bände dieser Trilogie und auch auf die Serie, die im Gegensatz zum Film recht gelungen sein soll.
Ehrlich gesagt habe ich mich lange nicht für die Story interessiert. Es gab den Film, auf den ich null Lust hatte... Aber als ich dann auf die Serie aufmerksam wurde, wollte ich die Bücher dann doch mal lesen. Es sollte dann nochmal ein paar Jahre dauern und was soll ich sagen? Ich bereue es ein bisschen, die Bücher nicht schon früher gelesen zu haben.
Ich mag die ganze Idee dahinter, ich konnte zum Teil einfach nicht aufhören zu lesen. Man merkt natürlich an der Sprache, dass das Buch schon ein wenig älter ist. Das hat dem Lesefluss aber nicht geschadet. Wenn man sich drauf einlässt, fliegt man nur so über die Seiten.
Die Charaktere waren interessant und zum Teil sehr schrullig, die Story wird schnell erzählt ohne langweilig zu werden. Zwischenzeitlich ging es mir tatsächlich ein wenig zu schnell, die Protas haben mir schon ein wenig vorschnell Zugang zueinander gefunden.
Die Gestaltung
Das Cover der Schuberausgabe ist leider nicht so mein Fall. Die Farbe mag ich gerne, und auch die Schrift (auf dem Bild oben sieht sie anders aus), weil das gut zusammen harmoniert. Aber die Zeichnung von Lyra und Iorek (zumindest gehe ich davon aus, dass der Bär, der abgebildet ist, Iorek Byrnison ist) gefällt mir nicht so gut. Wahrscheinlich, weil ich gesehen habe, wie die neuen Ausgaben aussehen – und mit denen kann dieses Cover einfach nicht mithalten.
Ich finde die Aufmachung der Kapitelanfänge sehr gelungen. Dort wird das Alethiometer (also der Goldene Kompass) abgebildet, und außerdem haben die einzelnen Kapitel je einen unterschiedlichen Titel, ähnlich wie bei den Harry Potter Büchern.
Leider waren mir die einzelnen Kapitel jedoch viel zu lang, wodurch es sich angefühlt hat, als würde sich das ganze Buch in die Länge ziehen.
Der Erzählstil
Ich bin völlig unvorbereitet und auch ein bisschen zwiegespalten in das Buch gestartet, weil so viele Blogger mir bereits gesagt haben, dass sie den ersten Teil bereits abgebrochen haben, weil sie einfach nicht mit dem Schreibstil klargekommen sind. Tja, und vermutlich hätte ich mir den Schuber auch gar nicht erst gekauft, wenn diese ganzen Stimmen schon vorher zu mir gezwitschert hätten, wie schlecht ihnen das Buch gefallen hat – und das wäre schrecklich gewesen, weil ich dann nie in Genuss dieser spannenden Story gekommen wäre!
Zugegeben, der Anfang ist recht langatmig, da viel geredet und sehr ausschweifend erklärt wird, und deshalb kann ich auch diejenigen verstehen, die nicht über die ersten drei Kapitel hinweggekommen sind und das Buch abgebrochen haben. Aber ich bin nie ein Fan vom Bücherabbrechen gewesen, weshalb ich das auch noch nie getan habe bisher – ich hänge mich immer an die Hoffnung, dass mir das Buch im Laufe der Geschichte besser gefallen wird. Und so war es auch bei „Der Goldene Kompass“, denn obwohl der Anfang sich in die Länge zieht, hat der Leser so auch die Möglichkeit, ein bisschen in die Welt von Lyra einzutauchen und Lyra als Protagonistin kennenzulernen. Trotzdem will ich nicht gutreden, was mir nicht gefallen hat, denn der Start in die Geschichte stellt für viele Leser etwas so Ausschlaggebendes dar, dass einige dem Buch gar nicht erst eine zweite Chance geben. Auch ich war anfangs etwas verwirrt von der Geschichte, weil zuerst einmal Lyras Alter nie erklärt wurde und man sich deshalb aus ihrem Verhalten schlussfolgern musste, wie alt sie war und warum sie in einem College in Oxford lebt.
Der Schreibstil ist auch im weiteren Verlauf des Buches sehr detailreich, und es gibt viele neue Worte, die zunächst verwirren und die man erst wirklich verstehen kann, wenn man weiterliest, aber ich kann mich daran erinnern, dass es mir bei dem ersten Teil von Harry Potter genauso ging. Außerdem ist der Erzählstil von Philip Pullman einzigartig und so anschaulich, dass ich mir alles immer von vorne bis hinten vorstellen konnte.
Die Handlung
Ich beginne auch hier wieder ganz vorne und damit direkt mit einem negativen Punkt, weil ich nämlich anfangs das Gefühl hatte, völlig unvorbereitet in die Geschichte geschubst zu werden – als würde man einen Ausflug an den Nordpol machen, ohne vorher die Möglichkeit zu haben, sich warm anzuziehen. Dieses Gefühl hat sich aber beim Weiterlesen schließlich auch gelegt und ich wurde immer mehr ein Fan von der Welt, in der Lyra lebt.
Insgesamt ist die Welt, in der die Geschichte spielt, unserer eigenen sehr ähnlich – was man vermutlich schon allein daran erkennen kann, dass Lyra in einem College in Oxford lebt. Trotzdem gibt es gewisse Abweichungen, die mich völlig fasziniert haben, wie beispielsweise die Tatsache, dass jeder Mensch einen Dæmon hat, der sozusagen die Manifestation der Seele darstellt. Ohne seinen Dæmon kann ein Mensch nicht überleben – genau wie andersherum, und gerade deshalb sind sie sich gegenseitig so wichtig. Mit einem Dæmon ist man nie allein und hat immer jemanden, der deine Gedanken und Gefühle teilt und mit dem man sich in Stunden der Einsamkeit unterhalten kann. Zudem mochte ich die Idee gerne, dass ein Dæmon die Gestalt wechseln kann, solange ein Kind noch nicht in die Pubertät gekommen ist. Somit war Pantalaimon für Lyra nicht nur eine Art Seelengefährte, sondern auch ein Beschützer, da er sich immer in eine andere Gestalt wandeln konnte.
Die Geschichte fängt sehr gemächlich an, aber schon ab dem vierten Kapitel baute sich in meinem Inneren eine Art Spannung auf, während ich weiterlas. Ich wusste immer irgendwie, dass etwas Bestimmtes passieren würde, und es gab einige Plot-Twists, die meine Vermutungen noch mal umgeworfen haben. Im Laufe der Story nimmt die Geschichte an Fahrt auf und noch vor dem Ende hatte ich einige Male Herzklopfen beim Lesen.
Zwar war insgesamt das Ende vorherzusehen, weil im Klappentext schon etwas Derartiges angedeutet wird, aber trotzdem blieb die Geschichte im Großen und Ganzen ein Hin und Her zwischen unerwarteten Wendungen, die die Spannung nur noch mal erhöht haben.
Die Charaktere
Lyra Belaqua ist eine sehr vielschichtige Protagonistin. Sie ist zwölf und demnach auf eine Art unschuldig, die kein Erwachsener verstehen kann – sie hält loyal und treu zu ihren Freunden und denen, die sie liebt, aber gleichzeitig ist sie auch unglaublich intelligent, talentiert und listig. Sie hat ihre Schwächen, die sie sehr authentisch erscheinen lassen, aber gerade am Anfang wusste ich noch nicht so ganz, was ich von ihr halten sollte, weil sie da eher die Personifikation von Widerspenstigkeit war – frech, wild, stur, eigenwillig und oft nicht besonders höflich zu Respektspersonen. Im Laufe der Geschichte habe ich Lyra sehr lieb gewonnen und freue mich schon, in den nächsten beiden Bänden wieder an ihrer Seite Abenteuer zu erleben.
Iorek Byrnison (ich hoffe, ich habe ihn richtig geschrieben xD) ist ein Panserbjørn, also ein gepanzerter Bär, und ich mochte ihn vom ersten Augenblick an, in dem er Lyra begegnet ist. Er ist einfach ein so toller Freund und ich wünschte, ich hätte einen Panzerbären, der mir so treu zur Seite steht.
Fazit
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, „Der Goldene Kompass“ zu lesen, obwohl ich anfangs meine Zweifel hatte. Die Geschichte ist nicht nur etwas für Kinder ab 12, sondern auch für ältere und sogar Erwachsene, da es so wichtige Dinge gibt, die in diesem Buch angesprochen werden und die man zwischen den Zeilen lesen kann.