Dieses Buch lag wirklich einige Zeit zu Unrecht auf meinem SuB, weil es mir insgesamt gut gefallen hat. Die Charaktere sind einzigartig dargestellt und man hat dadurch beim Lesen ein klares Bild im Kopf. Außerdem schwingt beim Lesen stets eine gewisse sommerliche Leichtigkeit mit. Gut gefallen hat mir auch, dass zwischen den Protagonisten keine unnötigen Missverständnisse durch schlechte Kommunikation entstehen, sondern die beiden sehr wertschätzend miteinander umgehen.
Der letzte Funke hat für mich jedoch etwas gefehlt, sodass ich emotional nicht komplett involviert war. Insgesamt aber eine wirklich süße Geschichte für zwischendurch.
Was auf den ersten Blick wie eine 0815 Liebesgeschichte erscheint, ist ein so humorvoll geschriebenes Buch, das Themen aufgreift, die ich selten so in einem Jugendroman wiedergefunden habe:
die Kunst des Graffiti vs anatomische Zeichnungen, Armut und Reichtum, Buddhismus und Schizophrenie. Klingt wild, aber ist eine wunderbar fließende Geschichte, die ich immer wieder lesen kann, dessen Charaktere ich liebe und die mich einfach glücklich macht 🫀✨🌉
Zwei Teenager und die gleiche Leidenschaft für Kunst, jeder auf seine Weise. Eine romantische Teenager-Geschichte. Sie war sehr schön für Zwischendurch.
Ein unglaublich tiefgründiger Sommerroman, der mich zu Beginn ziemlich berührt und gegen Ende richtig glücklich gemacht hat.
Gerade der Schreibstil der Autorin hat dazu beigetragen da er super leicht war und voller Humor.
Und dann waren da die Protagonisten Bex und Jack, zwei tolle und authentische Charaktere mit zwei unterschiedlichen Lebensgeschichten die sich zu einer verbanden.
Da waren ihr erstes Treffen im Nachtbus und ihre Nachrichten am Handy, ihre Unterhaltungen und die Neckereien aber auch die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit.
Bex und ihre Mum und ihr Bruder Heath und deren Familienleben, ihre Essgewohnheiten, das liebevolle Necken, das Leben auf engem Raum und trotzdem die Freiheiten haben der Geschichte einen totalen Wohlfühlfaktor gegeben.
Bei Jack und seine Familie dafür war das Thema psychische Krankheit so präsent und wuchtig, dass es mich mitgenommen und berührt hat, aber auf eine gute Art und Weise.
Weil ich mit diesem Thema schon einige Berührungspunkte und Erfahrungen in meinem nahen Umfeld hatte und alles somit sehr gut nachvollziehen konnte und mit den Charakteren mitfühlen und sogar Tränen beim lesen vergossen habe.
Das Buch hat mich definitiv aus meiner Komfortzone rausgeholt, da ich ansonsten eigentlich um solche emotionalen Themen einen Bogen mache, da es mich beim lesen sonst zu sehr mitnimmt.
Hinzu kam die Thematik Krankenhäuser und Anatomie, auch hier bin ich ziemlich sensibel.
Das Buch war voller lustiger, einzigartiger und liebenswerter Momente die mich zum schmunzeln gebracht haben aber auch ernsten Momenten und Themen, sowieso persönlichen Baustellen und Hindernisse für die Protagonisten.
Es ging um das Erwachsen werden und um Gefühle, um Lügen und die Wahrheit, um richtig und falsch.
Und es ging um die Kunst und was diese ausdrücken konnte, was sie erzählen konnte, wo sie anfing und aufhörte und wie sie allgegenwärtig war und irgendwie alle und alles in der Geschichte miteinander verband.
Passend dazu auch Jacks Worte:
,,Alles hängt zusammen. Ob es uns bewusst ist oder nicht.“
Und genauso war es auch in ,,Die Atanomie der Nacht“.
Die beiden Charaktere haben sich durch Zufall in der Nacht gefunden und sich dann immer mehr gegenseitig geöffnet und sind an ihren Erlebnissen gewachsen, haben Fehler gemacht und am Ende doch einiges gewonnen.
Mein viertes Buch der Autorin. Bisher haben mir alle gefallen.
Dieses Buch wird aus der Ich Perspektive von Bex erzählt.
Ich mochte die beiden Protagonisten sofort. Denn sie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Bex, wächst zusammen mit ihrem Bruder, bei ihrer Mutter auf. Die drei leben in einer kleinen Wohnung und alle gehen irgendeinem Job nach, der sie mehr oder wenig über Wasser hält. Bex jobbt neben der Schule, um sich manches leisten zu können aber auch um etwas für ihr Studium bei Seite zu legen.
Jack hingegen ist von Haus aus reich und lebt mit seinen Eltern in ihrem riesigen Haus.
Die Story hat mich sehr berührt. Denn als der Grund klar wird, warum Jack diese goldenen Buchstaben sprüht und für wen, war ich sprachlos. Hier geht es um weitaus mehr, als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um das Thema Krankheiten innerhalb einer Familie und was diese aus solch einem Konstrukt machen können. Über Scham, bis hin zur Verleugnung, Ausgrenzung und verdrängen von Gefühlen. Wie Eltern etwas vor anderen verheimlichen um nicht schräg angesehen zu werden, Angst ihr Ansehen zu verlieren und dafür in Kauf zu nehmen einen Menschen zu isolieren und geheim zu halten.
Der Autorin Jenn Bennett ist mit “Die Anatomie der Nacht“ ein wundervolles Jugendbuch gelungen. Es besticht durch eine unterschwellige Problematik, einer hauchzarten Liebesbeziehung und überrascht mit spritzigen Charakteren. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ist folglich absolut lesenswert.
Die Anatomie der Nacht hat mich ebenso begeistert, wie ihre anderen Bücher.
Die Geschichte von Bex und Jack war anders als ich Liebesgeschichten von anderen Bücher gewohnt bin. Aber umso mehr liebe ich Jenn Bennett dafür, eine weitere tolle Geschichte erschaffen zu haben.
Ich habe mich ein klein wenig in San Francisco, Bex, Jack und alles andere verliebt.
Passend zur #Carlsenchallenge2018 habe ich mir dieses Buch von meiner Freundin geliehen. Vom Klappentext und der Grundidee klingt es mega klasse deswegen war ich sehr gespannt wie es wohl ist. Zwei Menschen treffen aufeinander die ungewöhnliche Kunst lieben und dadurch eher für sich sind. Auch das Setting dazu passt perfekt, den es spielt in der schönen und wundervollen Stadt San Francisco.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Brex erzählt. Dadurch kann man sie doch recht schnell einschätzen. Man lernt schnell ihre Vorlieben, Sorgen oder Zukunftspläne kennen. Gerade am Anfang tat ich mich sehr schwer, was vor allem an dem aufeinander treffen mit Jack lag. Sie sind beide gleich hin und weg voneinander, was ich auch in vielen anderen Geschichten nicht so gerne mag. Auch das man immer weiß wie toll, Gut aussehend oder seine Haare trägt nervte mich irgendwann nur noch. Natürlich gibt es da noch viele andere Äußerlichkeiten die mehrfach erwähnt wurden. Es kann ja sein das viele Leser so etwas toll finden, aber mich nervte es. Was mir auch leid tun aber ändern kann ich es dennoch nicht. Auch gab es viele "lustige" Sprüche die teilweise einfach zuviel waren, ich empfand dadurch das die Geschichte ziemlich überlagert. Sehr schade!
Aber wenn man über dieses etwas nervige hinweg seht und weiter liest, kommt es irgendwann zu einem entscheidenden Einschnitt. Und genau ab da war die Geschichte interessant und nicht mehr so überlagert. Ich empfand es teilweise als wirklich tiefsinnig, denn gerade Brex und Jack müssen sich in ihrem Leben, über die Möglichkeiten und Lösungen, klar werden und auseinandersetzen. Da die schnulzige Liebesgeschichte ziemlich stark im Vordergrund steht, hätte man ihr viel mehr Potenzial gehabt für die Probleme. Aber so passte das Ende auch zur Geschichte selbst. Es war ein schöner Schluss und gibt auch einen kleinen Einblick in die Zukunft der beiden.
"Die Anatomie der Nacht" hat eine tolle Grundidee dennoch konnte mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugen. Das lag zum einen an den viel zu vielen hoch gelobten Äußerlichkeiten zum anderen an der Liebesgeschichte selber. Diese war mir zu sehr in den Vordergrund gerückt wurden. Daher ist es leider nur ein Buch für zwischendurch!
Ich lese recht selten Liebesromane, allerdings mache ich bei denen von Jenn Bennett eine Ausnahme. Auch wenn sie manchmal ein wenig kitschig sind, liebe ich einfach ihren Schreibstil, der dem ganzen etwas Leichtigkeit verleiht, dass sogar ich dahin schmelzen kann.
Ihr Stil ist sehr flüssig, einfach, gradlinig und sehr leise. Sie schlägt keine lauten Töne an, sondern versucht eine gewisse Konstanz in ihren Büchern zu behalten, die dem ganzen einen noch angenehmeren Leseeffekt bescheren.
Dieses Buch wird aus der Ich Perspektive von Bex erzählt.
Ich mochte die beiden Protagonisten sofort. Denn sie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Bex, wächst zusammen mit ihrem Bruder, bei ihrer Mutter auf. Die drei leben in einer kleinen Wohnung und alle gehen irgendeinem Job nach, der sie mehr oder wenig über Wasser hält. Bex jobbt neben der Schule, um sich manches leisten zu können aber auch um etwas für ihr Studium bei Seite zu legen. Sie ist recht nachdenklich, in sich gekehrt, hat wenige Freunde und erinnert von ihrem Stil an die Adams Family.
Jack hingegen ist von Haus aus reich und lebt mit seinen Eltern in ihrem riesigen Haus. Er ist recht impulsiv, fällt mit seinem Aussehen auf und hat ein großes Geheimnis. Eines was er niemals verrät. Er ist dem Buddhismus zugeneigt und ein pseudo Vegetarier…
So unterschiedlich die beiden auch sind, so grandios ergänzen sie sich. Wie Feuer und Eis…
Die Story hat mich sehr berührt. Denn als der Grund klar wird, warum Jack diese goldenen Buchstaben sprüht und für wen, war ich sprachlos. Hier geht es um weitaus mehr, als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um das Thema Krankheiten innerhalb einer Familie und was diese aus solch einem Konstrukt machen können. Über Scham, bis hin zur Verleugnung, Ausgrenzung und verdrängen von Gefühlen. Wie Eltern etwas vor anderen verheimlichen um nicht schräg angesehen zu werden, Angst ihr Ansehen zu verlieren und dafür in Kauf zu nehmen einen Menschen zu isolieren und geheim zu halten.
Dies ist hier der zentrale Punkt und auch das große Geheimnis von Jack.
Bex hingegen wird von ihrer Mutter recht klein gehalten und in vielen Dingen unterdrückt und eingegrenzt, weil diese nicht verstehen kann, wie Bex ihr Kunsttalent wegwirft, um Illustratorin für medizinische Bücher zu werden. Wie diese sie nicht unterstützt, sondern stets dagegenredet. Sie kann von anderen nichts annehmen und erfindet lieber lügen, bevor sie als Bettlerin dasteht. Daher versucht Bex aus diesem Haus auszubrechen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Dieses Buch behandelt zwei Themen, die recht komplex sind. Natürlich werden sie nicht in voller Gänze erarbeitet und besprochen, sondern lediglich nur angekratzt um am Ende darum eine Liebesgeschichte zu konstruieren.
Ich hätte mir gewünscht, sie hätte sich nur einem Thema davon angenommen und dieses dann zum zentralen Thema des Buches gemacht und daraus etwas erarbeitet, so dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dadurch hätte es mehr Gewicht bekommen und trotz alledem wäre eine Liebesgeschichte mit Jack und Bex möglich gewesen.
Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten mag ich einfach alles was Jenn Bennett schreibt.
Mal am Rande…dieses Mal sind wir in San Francisco. Auch wenn ich schon einmal dort war, nach diesem Buch, würde ich die Stadt mit anderen Augen sehen, andere Plätze aufsuchen und wahrscheinlich sogar nach goldenen Buchstaben Ausschau halten.
Meine Bewertung: 4 Sterne
Wir haben in diesem Buch eine berührende und wunderschöne Liebesgeschichte. Eine Geschichte von Jack und Bex, die beide Geheimnisse mit sich herumtragen und es erst schaffen stark zu sein, als sie sich haben. Mir wäre ein wenig mehr Tiefe bei den beiden zentralen Themen lieb gewesen um den Fokus mehr auf die Wichtigkeit zu lenken. Aber, selbst so ist das Buch mehr als nur empfehlenswert…vor allem wenn man ein Freund der leisen Töne und Worte ist.
Auch wenn mir Jenn Bennetts (englische) Fantasy-Romane noch besser gefallen, sind ihre Jugendbücher stets lesenswert & bestechen durch ausgefallene Charaktere und freche Dialoge!