
Numbers II - Den Tod vor Augen (Buch 2 von 3) - Zu wissen, was kommt, macht die Zukunft nicht leichter – nur schwerer
Numbers – Den Tod vor Augen entwickelt die Grundidee der Reihe konsequent weiter, wählt dabei aber einen ruhigeren und deutlich nachdenklicheren Ton als der erste Band. Der Perspektivwechsel sorgt für neue Impulse, nimmt der Geschichte jedoch stellenweise das hohe Tempo, das den Auftakt so spannend gemacht hat. Im Zentrum steht weniger die Flucht vor dem Tod als vielmehr das Aushalten von Wissen, das nicht abgelegt werden kann. Die Zahlen verlieren ihren individuellen Charakter und stehen nun für große, anonyme Bedrohungen. Dadurch wird der Roman philosophischer, aber auch distanzierter. Atmosphärisch überzeugt das Buch mit einer düsteren, fast hoffnungslosen Grundstimmung. Die zentralen Fragen nach Verantwortung, Schicksal und Einfluss bleiben lange im Kopf. Gleichzeitig wirkt die Handlung stellenweise zäh, und nicht jede Szene trägt gleichermaßen zur Spannung bei. Fazit: Ein solider, gedanklich starker zweiter Band, der weniger emotional packt als sein Vorgänger, dafür aber die thematische Tiefe der Reihe ausbaut. Für Leserinnen und Leser, die eher Reflexion als Action suchen, eine lohnende Fortsetzung. Von mir 7 von 10 P.














